Bietigheim ist gnadenlos – Frankfurt gleicht zum 1:1 aus
Hauptrundenmeister feiert 6:0-Schützenfest im Spiel 2 in Landshut / Löwen 4:1 gegen Meister Bremerhaven
Hauptrundenmeister Bietigheim Steelers ist in den Playoffs derzeit nicht zu stoppen. Die Mannschaft von Trainer Kevin Gaudet ließ dem 5:2 im Spiel 1 nun beim EV Landshut am Ostersamstag ein Schützenfest folgen und führt in der Halbfinalserie mit 2:0. Aufsteiger Löwen Frankfurt unterdessen glich durch ein 4:1 gegen Meister Fischtown Pinguins die Serie zum 1:1 aus. So steht es auch in der Playdown-Serie zwischen Heilbronn und Kaufbeuren, das sich in Spiel 2 6:4 durchsetzte. Tolle 14.597 Zuschauer sahen die drei Spiele.
EV Landshut - Bietigheim Steelers 0:6 (0:3, 0:2, 0:1) - Serie: 0:2
Schon nach 96 Sekunden war am Samstag der Weg vorgezeichnet. Der Hauptrundenmeister aus Bietigheim war von Beginn an hellwach und ging durch Robin Just in Führung. Auch die frühe Spieldauerdisziplinarstrafe für Kapitän Adam Borzecki (Check gegen Kopf und Nacken) brachte die Steelers nicht aus dem Konzept. Bietigheim überstand die fünfminütige Unterzahl und schlug dann mit der Powerplay-Formation eiskalt zu. Innerhalb von 2:29 Minuten sorgten Jason Pinizzotto und der bislang in den Playoffs überragende David Wrigley mit ihren Überzahltoren für eine Vorentscheidung noch im ersten Drittel. Der 34 Jahre alte Wrigley hatte das Spiel 1 gegen den Altmeister aus Landshut mit drei Toren maßgeblich mitentschieden und auch schon im Viertelfinale beim 5:0 gegen Dresden dreimal getroffen. Zum sechsten Playoff-Sieg in Folge trugen auch maßgeblich die überragenden Justin Kelly (3 Tore), Marcus Sommerfeld und Dominic Auger (je 3 Assists) bei. Landshuts Trainer Toni Krinner, der wieder Kapitän Cody Thornton aufbot, muss seine Spieler nun bis zum Ostermontag neu einstellen. In der Serie gegen den Hauptrundendritten Kassel Huskies war der EVL bis auf eine kurze Phase im dritten Spiel (3:6) immer auf der Höhe des Geschehens.
Tore: 0:1 Robin Just (1:36), 0:2 Jason Pinizzotto (16:01/PP1), 0:3 David Wrigley (18:30/PP1), 0:4 Justin Kelly (25:42), 0:5 Justin Kelly (29:03), 0:6 Justin Kelly (40:31)
Zuschauer: 6.109
Löwen Frankfurt - Fischtown Pinguins 4:1 (1:1, 0:0, 3:0) - Serie: 1:1
Das zweite Duell zwischen den Löwen und den Pinguins entsprach schon mehr den Erwartungen der Experten und Beteiligten. Die über 6.000 Zuschauer in Eissporthalle sahen eine verbissene und enge Auseinandersetzung, in der auch die eine oder andere Nickeligkeit nicht ausblieb. Es war nach dem 4:0 zum Auftakt für den Meister also ein wenig Feuer unter dem Dach. Die Gäste aus Bremerhaven waren in den ersten 40 Minuten optisch die etwas clevere Mannschaft, die vor allem nach dem sehr frühen Rückstand durch das Tor von Frankfurts Justin Kirsch cool blieb. Und die Mannschaft von Trainer Mike Stewart nutze die Chance beim 5:3-Powerplay in Person von Jan Kopecky eiskalt. Eine solche Gelegenheit ließen sich die Gastgeber kurz vor Ende des Mittelabschnitts entgehen. Das Powerplay bei den Hessen funktionierte anders als im Viertelfinale nicht. 1:44 Minuten doppelte Überzahl brachte die erneute Führung nicht. Danach versuchte es Richard Mueller dann einfach mal alleine und traf. Und Kyle Ostrow sorgte mit seinem Unterzahltreffer dann für die Vorentscheidung. Trainer Tim Kehler und seine Mannschaft sind damit in der Serie angekommen und fügten dem Meister die erste Niederlage in den diesjährigen Playoffs zu.
Tore: 1:0 Justin Kirsch (0:53), 1:1 Jan Kopecky (12:18/PP2), 2:1 Richard Mueller (44:15), 3:1 Kyle Ostrow (53:19/SH1), 4:1 Richard Mueller (58:42/SH1/EN)
Zuschauer: 6.296
ESV Kaufbeuren - Heilbronner Falken 6:4 (4:2, 0:2, 2:0) – Serie: 1:1
Trainer Juha Nokelainen hatte nach dem 1:4 zum Auftakt der Playdown-Serie in Heilbronn eine andere Mannschaft angekündigt. Und sein Team enttäuschte ihn nicht. Die erneut tolle Kulisse in der Sparkassen-Arena von erneut mehr als 2.000 Besuchern bekam allerdings einen Krimi zu sehen, mit dem nach etwas mehr als neun Minuten keiner so richtig rechnete. Da führten die furiosen Gastgeber bereits mit 4:1. Doch das Unterzahltor von Heilbronns Alexander Janzen fünf Sekunden vor der ersten Pause hauchte der Mannschaft von Trainer Gerd Wittmann wieder Leben ein. Der Mittelabschnitt gehörte den Falken, die wieder an die Leistung in Spiel 1 anknüpften. Doch Kaufbeuren erholte sich von dem Schreck und nutzte die Disziplinlosigkeiten des Gegners eiskalt aus. Daniel Oppolzer nutzte das erste Powerplay im Schlussabschnitt, Matthias Bergmann ließ sich die Gelegenheit in 5:3-Überzahl nicht nehmen. Die Falken mussten die 25. Auswärtsniederlage in Folge hinnehmen. Es deutet sich unabhängig davon eine verbissene Serie im Kampf um den Klassenerhalt an.
Tore: 1:0 Michael Kreitl (1:56/PP1), 1:1 Alexander Ackermann (4:48/PP1), 2:1 Michael Fröhlich (5:57), 3:1 Jordan Knackstedt (7:34), 4:1 Max Schmidle (9:11), 4:2 Alexander Janzen (19:55/SH1), 4:3 Sachar Blank (27:34), 4:4 Thomas Gödtel (35:24), 5:4 Daniel Oppolzer (48:50/PP1), 6:4 Matthias Bergmann (57:32/PP2)
Zuschauer: 2.192