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Bietigheim kann auch verlieren – Frankfurt trifft zwölfmal

Bietigheim kann auch verlieren – Frankfurt trifft zwölfmal
DEL2

21.12.14 Spielbericht BietigheimKasselAustinWycisk CityPressSteelers unterliegen Kassel im Penaltyschießen / Löwen 12:2 gegen Heilbronn / Fischtown stoppt die Dresdner Eislöwen / Riessersee feiert einen 6:4-Erfolg in Crimmitschau

Nach elf Siegen in Folge stoppte ein Aufsteiger die Bietigheim Steelers. Die Kassel Huskies (Foto: Austin Wycisk - Kassel Huskies; City-Press) siegten beim souveränen Spitzenreiter mit 3:2 im Penaltyschießen und behaupteten den zweiten Tabellenplatz. Für den zweiten Paukenschlag sorgten am 28. Spieltag der hessische Mitaufsteiger Löwen Frankfurt mit einem 12:2-Schützenfest gegen die Heilbronner Falken.

Frankfurt bleibt ebenso wie Kassel ein ernsthafter Playoff-Kandidat. Meister Fischtown Pinguins stoppte die Dresdner Eislöwen und kletterte dank eines 6:3 auf den zehnten Platz. Davor wahrten der EC Bad Nauheim mit einem 1:0 gegen den EV Landshut und die Ravensburg Towerstars, die ebenfalls 1:0 gegen den ESV Kaufbeuren gewannen, ihre Ambitionen. Der SC Riessersee behauptete mit einem 6:4-Sieg bei den Eispiraten Crimmitschau den vierten Platz, die Lausitzer Füchse bleiben durch ein 3:2 nach Penaltyschießen Fünfter.


Starbulls Rosenheim – Lausitzer Füchse 2:3 (1:1, 1:0, 0:1, 0:0, 0:1) SO

Am Sonntag wurden die Lausitzer Füchse für ihre kämpferische Einstellung belohnt und verließen als Sieger das Eis. Kevin Lavallee trat im Penaltyschießen zweimal hintereinander an und hatte gegen Rosenheims Goalie Patrick Ehelechner zweimal die richtige Idee. Am Freitag war die furiose Aufholjagd der Mannschaft von Trainer Dirk Rohrbach, die gegen Frankfurt aus einem 2:5 ein 5:5 machte, nicht belohnt worden. Die Hessen hatten schließlich mit 7:5 das bessere Ende für sich. Für die Starbulls gab es nach vier Niederlagen ohne Punktgewinn immerhin wieder etwas Zählbares. Doch ein Erfolgserlebnis mit einem Sieg blieb der Mannschaft von Trainer Franz Steer erneut verwehrt. In den vergangenen acht Spielen mussten die Starbulls nunmehr sieben Niederlagen hinnehmen.
Tore: 0:1 Jonas Johannsson (1:20/PP1), 1:1 Tyler McNeely (14:29), 2:1 Sergio Somma (29:22/PP1), 2:2 Danny Albrecht (56:24), 2:3 Kevin Lavallee (SO)
Zuschauer: 2.254

Eispiraten Crimmitschau – SC Riessersee 4:6 (1:0, 1:3, 2:3)

Zwölf Tore an einem Wochenende hatte der SC Riessersee in dieser Saison noch nicht zu feiern. Das Pünktchen auf dem I für die Mannschaft von Trainer Toni Krinner war nach dem 6:2 gegen Meister Fischtown Pinguins am Freitag aber ein perfektes Wochenende mit sechs Punkten. Damit setzte sich Riessersee auf dem vierten Tabellenplatz fest und verkürzte den Rückstand zum Dritten Dresden auf einen Punkt. Die durch zahlreiche Ausfälle dezimierten Gäste mussten allerdings kämpfen. Zweimal glichen die Eispiraten eine Zwei-Tore-Führung Riessersees aus. Aber ein Penalty von Tim Regan brachte die Garmischer wieder in die Erfolgsspur. Für Crimmitschau war es nach dem 4:6 im Derby in Dresden nach einer 2:0-Führung die nächste herbe Enttäuschung. Die Mannschaft von Trainer Chris Lee erlitt trotz einer couragierten Leistung die fünfte Niederlage in den vergangenen sechs Spielen. 
Tore: 1:0 Dominic Walsh (19:09), 1:1 Florian Vollmer (30:28), 1:2 Lubor Dibelka (32:35/PP2), 1:3 Michael Rimbeck (33:01/PP1), 2:3 Jamie MacQueen (36:16), 2:4 Michael Rimbeck (42:10), 3:4 André Schietzold (47:13), 4:4 Eric Lampe 49:55/PP1), 4:5 Tim Regan (57:17/PS), 4:6 Florian Vollmer (58:51/SH1/EN)
Zuschauer: 2.236

Fischtown Pinguins – Dresdner Eislöwen 6:3 (2:1, 3:1, 1:1)

Das 2:6 beim SC Riessersee am Freitag hat die Profis des Meisters offenbar angestachelt. Es folgte am Sonntag eine entsprechende Reaktion der Fischtown Pinguins gegen die Dresdner Eislöwen. Brock Hooton gab mit seinem Doppelpack und zwei Torbeteiligungen entscheidend die Richtung vor zum fünften Heimsieg der Mannschaft von Trainer Mike Stewart in Serie. Damit rückten die Pinguins, die noch zwei Nachholspiele haben, auf den zehnten Platz vor. Für Dresden kam nach dem Ausfall von Top-Stürmer Sami Kaartinen (Mittelhandbruch) die nächste Ernüchterung. Für das Team von Trainer  Thomas Popiesch, das beim letzten Aufeinandertreffen einen 4:0-Erfolg gegen Fischtown gefeiert hatte, war es die erste Niederlage nach zuvor sechs Siegen in Folge.
Tore: 1:0 Brock Hooton (6:39), 2:0 Brock Hooton (11:33/SH1), 2:1 Carsten Gosdeck (15:02), 3:1 Jaroslav Hafenrichter (21:55/PP1), 4:1 Jaroslav Hafenrichter (25:08), 5:1 Jan Kopecky (28:12), 5:2 Stefan Chaput (38:56/PP1), 5:3 Travis Martell (53:12/PP1), 6:3 Jan Kopecky (57:52)
Zuschauer: 3.846

Bietigheim Steelers – Kassel Huskies 2:3 (0:1, 1:0, 1:1, 0:0, 0:1) SO

Die Bietigheim Steelers können alles – auch verlieren! Dem Tabellenzweiten Kassel Huskies ist im Schlagerspiel beim souveränen Spitzenreiter Bemerkenswertes gelungen. Manuel Klinge beendete mit seinem verwandelten Penalty zumindest die Siegesserie der Steelers, die zuvor elfmal in Folge gewonnen hatten. Huskies-Coach Rico Rossi kann festhalten, dass sein Team völlig zu Recht erster Verfolger der Ausnahmemannschaft ist. Die Nordhessen punkteten zum  neunten Mal in Folge und verkürzten den Rückstand zu Bietigheim auf 18 Punkte. Dass diese Kluft immer noch so groß ist, dokumentiert die Stärke der Mannschaft von Trainer Kevin Gaudet. In 26 der bislang 28 Saisonspiele nahm Bietigheim etwas Zählbares mit.
Tore: 0:1 Adriano Carciola (7:38/PP1), 1:1 Mark Heatley (38:09), 1:2 Austin Wycisk (46:45), 2:2 Marcus Sommerfeld (56:02), 2:3 Manuel Klinge (SO)
Zuschauer: 3.336

Ravensburg Towerstars – ESV Kaufbeuren 1:0 (1:0, 0:0, 0:0)

Die Goalies standen in Ravensburg im Mittelpunkt. Sowohl Kaufbeurens Stefan Vajs als auch Towerstars-Torhüter Christian Rohde überragten. Kein Wunder also, dass Maury Edwards der einzige Torschütze im Spiel war. Die Gastgeber waren allerdings drückend überlegen und  trafen zudem mehrfach das Torgestänge. Aber unter dem Strich blieben dem Team von Trainer Daniel Naud  wichtige drei Punkte und ein Shutout nach dem 4:6 am Freitag in Landshut. Ravensburg holte aus vier der letzten fünf Spiele etwa Zählbares, wichtig im Kampf um die Playoffs. Der Vorletzte Kaufbeuren war an diesem Wochenende zweimal nah dran und musste trotz anständiger Leistungen jedes Mal als Verlierer das Eis verlassen.
Tor: 1:0 Maury Edwards (10:51)
Zuschauer: 3.418

Löwen Frankfurt – Heilbronner Falken 12:2 (3:0, 6:0, 3:2)

Was für ein Wochenende! Die Löwen Frankfurt ließen dem 7:5 bei den Eispiraten Crimmitschau den höchsten Sieg in dieser DEL2-Saison und das erste zweistellige Ergebnis folgen. Die Mannschaft von Tim Kehler knackte in dieser einseitigen Begegnung die 100-Tore-Marke und bleibt damit ein ernsthafter Playoff-Kandidat. Für den Tabellenletzten aus Heilbronn war es die vierte Niederlage im vierten Spiel unter Interimstrainer Gerd Wittmann und die zwölfte in Folge. Wittmann nahm Goalie Dustin Haloschan nach dem 0:5 raus und brachte Mirko Pantowski. Ihm erging es noch schlechter.
Tore: 1:0 Richard Mueller (0:13), 2:0 Marton Vas (9:29), 3:0 Justin Kirsch (19:59), 4:0 Nils Liesegang (22:08), 5:0 Nils Liesegang (26:47), 6:0 Ken Magowan (28:03), 7:0 Landon Gare (29:03), 8:0 Landon Gare (29:47), 9:0 Richard Mueller (36:01) , 9:1 Lennart Palausch (41:45), 9:2 Tobias Kircher (46:57), 10:2 Marc Schaub (47:56), 11:2 Nils Liesegang (55:52), 12:2 Richard Gelke (57:11)
Zuschauer: 4.134

EC Bad Nauheim – EV Landshut 1:0 (0:0, 1:0, 0:0)

Auch in Bad Nauheim verdienten sich die Goalies Domenic Bartels aufseiten der Gastgeber und Tyler Weimann auf Landshuter Seite Bestnoten. Am Ende einer intensiven Auseinandersetzung setzten sich die Gastgeber dank Dusan Frosch durch und feierten den dritten Sieg in den vergangenen vier Spielen. Die Mannschaft von Petri Kujala zog damit an Landshut vorbei und kletterte auf den siebten Tabellenplatz. Nach dem halben Dutzend am Freitag beim 6:4 gegen die Towerstars wurde die brandgefährliche Landshuter Offensive in Schach gehalten. Patrick Jarrett war nicht dabei. Der EVL musste die dritte Niederlage in den vergangenen vier Spielen hinnehmen und rutschte auf Rang neun ab. 
Tor: 1:0 Dusan Frosch (25:28)
Zuschauer: 2.965

Der 28. Spieltag (Sonntag, 21. Dezember 2014)

Starbulls Rosenheim – Lausitzer Füchse 2:3 (1:1, 1:0, 0:1, 0:0, 0:1) SO
Eispiraten Crimmitschau – SC Riessersee 4:6 (1:0, 1:3, 2:3)
Fischtown Pinguins – Dresdner Eislöwen 6:3 (2:1, 3:1, 1:1)
Bietigheim Steelers – Kassel Huskies 2:3 (0:1, 1:0, 1:1, 0:0, 0:1) SO
Ravensburg Towerstars – ESV Kaufbeuren 1:0 (1:0, 0:0, 0:0)
Löwen Frankfurt – Heilbronner Falken 12:2 (3:0, 6:0, 3:2)
EC Bad Nauheim – EV Landshut 1:0 (0:0, 1:0, 0:0)

Der 29. Spieltag (Dienstag, 23. Dezember 2014)

EV Landshut – Kassel Huskies (19.30 Uhr)
ESV Kaufbeuren - Lausitzer Füchse (19.30)
Dresdner Eislöwen – SC Riessersee (19.30)
Löwen Frankfurt – EC Bad Nauheim (19.30)
Eispiraten Crimmitschau – Starbulls Rosenheim (20.00)
Ravensburg Towerstars – Heilbronner Falken (20.00)
Fischtown Pinguins – Bietigheim Steelers (20.00)

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