Bietigheim kurz vor der Hauptrunden-Meisterschaft
Nach 6:4 in Crimmitschau kann Gaudet-Team am Sonntag gegen Rosenheim alles klar machen / Meister Fischtown nach 14. Heimsieg in Folge nun Dritter
Tore, Tore, Tore! Der 45. Spieltag der DEL2 war mit 60 Treffern in sieben Spielen der bislang offensivste der Saison. Ordentlich dazu beigetragen hat Spitzenreiter Bietigheim Steelers beim 6:4 in Crimmitschau. Damit kann die Mannschaft von Trainer Kevin Gaudet bereits am Sonntag mit einem Sieg gegen die Starbulls Rosenheim den Hauptrunden-Titel perfekt machen. Der Zweite Kassel Huskies musste mit dem 2:5 im Derby gegen den EC Bad Nauheim die vierte Niederlage in Folge hinnehmen. Neuer Dritter ist Meister Fischtown Pinguins (Foto: Hansepixx/Sven Peter), der mit dem 6:5 im Shootout gegen die Eislöwen Dresden den 14. Heimsieg in Folge feierte. Die Ravensburg Towerstars rutschten durch das 3:4 bei den Lausitzer Füchsen um einen Platz ab. Fünfter sind weiter die Löwen Frankfurt, die aber 2:5 in Rosenheim verloren und die Starbulls nun im Nacken haben. Hinter den Füchsen liegt der EV Landshut nach einem 7:2 gegen die Heilbronner Falken weiter gut im Playoff-Rennen. Und der SC Riessersee rettete den zehnten Tabellenplatz mit einem 5:4 nach Verlängerung beim ESV Kaufbeuren.
Starbulls Rosenheim – Löwen Frankfurt 5:2 (3:1, 1:0, 1:1)
Im letzten Hauptrunden-Aufeinandertreffen ist der Knoten für die Starbulls endlich geplatzt. Der erste Sieg gegen die Löwen Frankfurt nach zuvor drei Niederlagen hätte für die Mannschaft von Trainer Franz Steer zu keinem besseren Zeitpunkt der Saison kommen können. Der Erfolg war auch eine Bestätigung der Stabilität, die Rosenheim nach dem Durchhänger Mitte der Spielzeit wiedergewonnen hat. Vor allem im Kathrein-Stadion haben es die Gegner mittlerweile wieder erheblich schwerer. Für die Starbulls war es der achte Sieg in den vergangenen neun Heimspielen, der Rückstand auf Frankfurt wurde auf zwei Punkte eingekocht. Auswärts spielte der Aufsteiger aus Hessen auf der anderen Seite zuletzt viel erfolgreicher – fünf Siege aus den vergangenen sechs Spielen waren es vor dem Auftritt in Rosenheim. Dort reiste man mit einem 8:2 gegen Ravensburg im Gepäck an. Aber am Freitagabend gab es für die Mannschaft von Tim Kehler nichts zu holen.
Tore: 1:0 Benjamin Zientek (0:57), 1:1 Andreas Schwarz (2:09), 2:1 Stephen Schulz (3:06), 3:1 Simon Fischhaber (8:45), 4:1 Tyler McNeely (30:59), 4:2 Marco Pfleger (56:10), 5:2 Andrej Strakhov (57:53)
Zuschauer: 1.847
Lausitzer Füchse – Ravensburg Towerstars 4:3 (1:1, 1:1, 2:1)
Die Lausitzer Füchse bleiben dran. In einem sehr unterhaltsamen Spiel, in dem es hoch und runter ging, setzte sich die Mannschaft von Trainer Dirk Rohrbach erstmals in dieser Saison gegen die Ravensburg Towerstars durch. Nach dem vierten Sieg in Folge haben die Füchse auch wieder Tuchfühlung zu den Plätzen, die zur direkten Teilnahme am Playoff-Viertelfinale berechtigen. Kevin Lavallee hat maßgeblichen Anteil am Erfolg der Sachsen, die offenbar die gar nicht so lange zurückliegende Durststrecke von sieben Niederlagen in Folge vergessen haben. Bei den Towerstars ist vorerst wieder Ernüchterung eingekehrt. Es war die zweite Auswärtsniederlage für die Mannschaft von Trainer Daniel Naud in Folge. Am Dienstag hatte man ein schmerzliches 2:8 in Frankfurt hinnehmen müssen. Der überragende Austin Smith machte es mit seinem dritten Tor für die Towerstars noch einmal spannend, aber es reichte nicht mehr.
Tore: 1:0 Kevin Lavallee (8:08), 1:1 Austin Smith (17:09), 2:1 Thomas Götz (25:11), 2:2 Austin Smith (33:14), 3:2 Kevin Lavallee (43:38), 4:2 André Mücke 45:08/PP1), 4:3 Austin Smith (58:20/EA)
Zuschauer: 2.375
EV Landshut – Heilbronner Falken 7:2 (3:1, 2:1, 2:0)
Pflicht erfüllt. Der Auftakt des Heim-Wochenendes ist dem EV Landshut mit dem Sieg gegen den Vorletzten Heilbronner Falken gelungen. Doch Co-Trainer Ewald Steiger hatte Recht mit seiner Prognose. "Ich glaube, dass es vom Kopf her das schwerere Spiel ist ", sagte Steiger, dessen Team am Sonntag Meister Fischtown Pinguins zu Gast hat. Gegen die Falken wurde es nach einer schnellen 2:0-Führung ein schwerer Gang. Denn die Gäste spielten munter mit und hielten die Auseinandersetzung lange Zeit offen. Aber die Rückkehrer Ty Morris und Eddy Rinke-Leithans, die zuletzt fehlten, sorgten für die im Kampf um die Playoffs dringend benötigten Punkte. Die Gäste hingegen agierten erstmals seit dem Sieg gegen Ravensburg wieder über einen längeren Spielzeitraum auf Augenhöhe. Aber die Mannschaft von Trainer Gerd Wittmann kam nur kurz in die Nähe eines Erfolgserlebnisses, brach in der zweiten Hälfte des Spiels ein und musste die vierte Niederlage in Folge hinnehmen.
Tore: 1:0 Ty Morris (6:08/SH1), 2:0 Maximilian Forster (8:09), 2:1 Riley Armstrong (15:05), 3:1 Eddy Rinke-Leithans (15:36), 3:2 Stefan Legein (29:28), 4:2 Ty Morris (35:04), 5:2 Andreas Gawlik (38:25/PP1), 6:2 Patrick Jarrett (43:28), 7:2 Peter Abstreiter (52:46)
Zuschauer: 2.714
ESV Kaufbeuren – SC Riessersee 4:5 (2:1, 1:2, 1:1, 0:1) OT
Gerade gegen die Kleinen kann es im Kampf um die Playoffs ärgerlich werden. Immerhin bescherte Benedikt Kastner dem SC Riessersee in der Verlängerung mit seinem zweiten Tor den dritten Sieg unter dem neuen Trainer Maurizio Mansi und zwei dringend benötigte Punkte. Wermutstropfen war allerdings, dass die Garmischer damit den einen Zähler Vorsprung auf den Elften Bad Nauheim einbüßten. Mansi kehrte an seine alte Wirkungsstätte zurück. In Kaufbeuren war er als Spieler und auch als Trainer aktiv. Seinem Team wurde es vom Tabellenletzten schwer gemacht. Erstmals boten die Joker unter dem neuen Trainer-Duo Juha Nokelainen und Stefan Mayer eine Leistung, die fast zu einem Sieg gereicht hätte. Es wurde allerdings die 19. Niederlage in Folge. Immerhin war der lange verletzte Goalie Stefan Vajs wieder im Tor. Das macht auch Hoffnungen für die Playdowns.
Tore: 0:1 Maximilian Kastner (0:12/PS), 1:1 Tim Richter (11:24), 2:1 Max Schmidle (12:28), 2:2 Tim Regan (24:30), 2:3 Lubor Dibelka (30:25), 3:3 Rob Kwiet (32:08), 3:4 Benedikt Kastner (49:09/PP1), 4:4 Joshua Lunden (55:45/PP1), 4:5 Benedikt Kastner (62:59)
Zuschauer: 1.074
Kassel Huskies – EC Bad Nauheim 2:5 (0:1, 2:2, 0:2)
Endlich gab es für die zuletzt guten Leistungen gegen die Großen der Liga auch Zählbares für den EC Bad Nauheim. Der erste Sieg im vierten und letzten Derby gegen die Kassel Huskies dürfte den Playoff-Bemühungen der Mannschaft von Trainer Petri Kujala auch noch mal einen Schuss Extra-Motivation geben. In den Heimspielen gegen Spitzenreiter Bietigheim (2:4) und Meister Fischtown Pinguins (1:3) war Bad Nauheim trotz „fünf guter Drittel“ (Kujala) noch leer ausgegangen. Mit dem zweiten Sieg in Folge konnten die Roten Teufel zwar nicht den elften Platz verlassen, aber immerhin mit dem SC Riessersee gleichziehen. Und bei den Huskies ist momentan der Wurm drin. Die Mannschaft von Trainer Rico Rossi verlor seit dem Traum-Wochenende mit Siegen gegen Bietigheim (3:2) und in Frankfurt (1:0) viermal in Folge. Immerhin konnten die Huskies den zweiten Tabellenplatz halten, weil auch die Konkurrenz aus Ravensburg und Bremerhaven Federn ließ.
Tore: 0:1 Alexander Thiel (7:51/PP1), 0:2 Max Campbell (24:38), 0:3 Alexander Thiel (27:30), 1:3 Austin Wycisk (28:28), 2:3 Adriano Carciola (34:37), 2:4 Dusan Frosch (51:45), 2:5 Vitalij Aab (58:14/PP2)
Zuschauer: 4.473
Eispiraten Crimmitschau – Bietigheim Steelers 4:6 (1:2, 3:2, 0:2)
Die Feuerkraft des Spitzenreiters war am Ende zu viel für die Eispiraten Crimmitschau. Bietigheim hatte auf jede Situation am Freitagabend die passende Antwort. Nach zwei Blitztoren und einer 2:0-Führung liefen die Steelers plötzlich zweimal einem Rückstand hinterher. Aber dreimal stach das Powerplay der Gäste, eiskalt nutzte die Mannschaft von Trainer Kevin Gaudet ihre Chancen. Von den vergangenen 15 Spielen gewann Bietigheim zwölf. Der Vorsprung auf den Zweiten Kassel Huskies beträgt nun schon 25 Punkte. 105 Punkte kann nur noch Meister Bremerhaven erreichen, der noch zwei Nachholspiele zu absolvieren hat. Also können die Steelers bereits am Sonntag mit einem Sieg gegen die Starbulls Rosenheim die Hauptrunden-Meisterschaft perfekt machen. Und Crimmitschau? Die Mannschaft von Trainer Chris Lee, dem unter anderem Leistungsträger Alex Hutchings nicht zur Verfügung stand, muss sich immer mehr mit den Playdowns befassen. Bei noch sieben Spielen wuchs der Rückstand auf den zehnten Rang auf zwölf Punkte an.
Tore: 0:1 Frederik Cabana (1:13), 0:2 Matt McKnight (2:19), 1:2 Matthias Forster (5:43), 2:2 Dominic Walsh (20:18/PP2), 3:2 Matthias Forster (23:41), 3:3 Dominic Auger (26:25/PP1), 4:3 Eric Lampe (32:18/PP1), 4:4 Chris St Jacques (34:05/PP1), 4:5 Archie Skalbeck (44:19/PP1), 4:6 Mark Heatley (59:42/EN)
Zuschauer: 1.706
Fischtown Pinguins – Dresdner Eislöwen 6:5 (2:1, 1:4, 2:0, 0:0, 1:0) SO
Unglaublich! Die Fischtown Pinguins führten 2:0, lagen 3:5 zurück und feierten am Ende doch den 14. Heimsieg in Folge. Der Meister verwandelte die nahezu ausverkaufte Arena am Wilhelm-Kaisen-Platz einmal mehr in ein Tollhaus. Bremerhaven ist wohl derzeit die Mannschaft der Stunde in der DEL2 und rückte nach dem siebten Sieg in den vergangenen acht Spielen nun an den Ravensburg Towerstars vorbei auf den dritten Tabellenplatz vor. Die Mannschaft von Trainer Kevin Gaudet strotzt nach dem so erfolgreichen Auftritt im Continental Cup nur so vor Selbstvertrauen. Im Shootout sind Brendan Cook und Andrew McPherson wie schon am Dienstag in Kassel eine Bank. Für Dresden wird es im Kampf um die Playoffs wieder ungemütlich. Der Vorsprung auf den elften Platz beträgt nach der dritten Auswärts-Niederlage in Folge nur noch zwei Punkte. Die Mannschaft von Trainer Thomas Popiesch ging auch schon am Dienstag in Garmisch gegen den SC Riessersee mit einer Führung ins Schlussdrittel und verlor noch. Es folgen für Dresden nun weitere zwei Auswärtsspiele – in Ravensburg und Bietigheim.
Tore: 1:0 Jan Kopecky (1:13), 2:0 Jaroslav Hafenrichter 4:36), 2:1 Petr Macholda (13:30), 2:2 Sven Ziegler (26:40), 2:3 Sven Ziegler (28:58), 3:3 Brendan Cook (31:38), 3:4 Dominik Grafenthin (35:42), 3:5 Sven Ziegler (39:42), 4:5 Viktor Beck (41:23), 5:5 Pawel Dronia (53:52/PP1), 6:5 Brendan Cook (SO)
Zuschauer: 4.398
45. Spieltag (Freitag, 06. Februar 2015)
Starbulls Rosenheim – Löwen Frankfurt 5:2 (3:1, 1:0, 1:1)
Lausitzer Füchse – Ravensburg Towerstars 4:3 (1:1, 1:1, 2:1)
EV Landshut – Heilbronner Falken 7:2 (3:1, 2:1, 2:0)
ESV Kaufbeuren – SC Riessersee 4:5 (2:1, 1:2, 1:1, 0:1) OT
Kassel Huskies – EC Bad Nauheim 2:5 (0:1, 2:2, 0:2)
Eispiraten Crimmitschau – Bietigheim Steelers 4:6 (1:2, 3:2, 0:2)
Fischtown Pinguins – Dresdner Eislöwen 6:5 (2:1, 1:4, 2:0, 0:0, 1:0) SO
46. Spieltag (Sonntag, 08. Februar 2015)
SC Riessersee – Lausitzer Füchse (17.00 Uhr)
EV Landshut – Fischtown Pinguins (17.00)
Bietigheim Steelers – Starbulls Rosenheim (17.00)
Heilbronner Falken – Kassel Huskies (18.30)
Löwen Frankfurt – ESV Kaufbeuren (18.30)
EC Bad Nauheim – Eispiraten Crimmitschau (18.30)
Ravensburg Towerstars – Dresdner Eislöwen (18.30)