Von Herzblut getragen. Im Eishockey zuhause.
Zuschauerstärkste 2. Eishockey-Liga Europas
Alle News

Bietigheim macht Hauptrundenmeisterschaft praktisch perfekt

Steelers 10:1 gegen Kaufbeuren. Bremerhaven siegt 3:1 gegen Freiburg. Kassel und Ravensburg sichern Heimrecht im Viertelfinale. Playdowns stehen fest.

Bietigheim macht Hauptrundenmeisterschaft praktisch perfekt
Timo Raiser

Nach zwei Niederlagen in Folge ließ es Meister Bietigheim Steelers richtig krachen und machte die zweite Hauptrundenmeisterschaft nacheinander so gut wie perfekt. Die Mannschaft von Trainer Kevin Gaudet feierte einen 10:1-Sieg gegen den ESV Kaufbeuren und liegt vor dem Finale am Dienstag weiter hat weiter drei Punkte Vorsprung auf die Fischtown Pinguins und die um 14 Treffer bessere Tordifferenz. Da müsste für Bremerhaven, das am Sonntagabend 3:1 gegen Aufsteiger EHC Freiburg gewann, schon viel zusammenlaufen. Heimrecht im Playoff-Viertelfinale haben unterdessen die Kassel Huskies und die Ravensburg Towerstars sicher. Die Huskies siegten 4:3 nach Verlängerung bei den Starbulls Rosenheim, Ravensburg gleich 10:6 bei den Eispiraten Crimmitschau. Zwischen Kassel und Ravensburg kommt es nun zum Showdown um Rang drei! Einen wichtigen Sieg feierte der EC Bad Nauheim mit dem 3:1 im Derby in Frankfurt. Bad Nauheim liegt hinter den Löwen weiter auf Rang sechs, der das Viertelfinale bedeutet, und hat zwei Punkte Vorsprung auf die Dresdner Eislöwen, die 8:3 gegen Heilbronn gewannen. Die Lausitzer Füchse gewannen 3:2 nach Penaltyschießen und treffen als Elfter in der ersten Playdown-Runde auf Heilbronn. Die zweite Serie werden Kaufbeuren und Freiburg austragen.

Starbulls Rosenheim - EC Kassel Huskies 3:4 (1:0, 1:2, 1:1, 0:1) OT

Die Starbulls setzten die Gäste aus Kassel vom ersten Bully an mit offensivem Spiel und intensivem Forechecking konsequent unter Druck. Rosenheim  blieb nach der frühen Führung das gefährlichere Team, CJ Stretch und zweimal Tyler McNeely scheiterten aber am starken Gästekeeper Markus Keller. Mit zunehmender Spieldauer konnten die Gäste aus Nordhessen die Angriffsbemühungen der Starbulls zwar effektiver unterbinden, kamen aber kaum zu eigenen Torchancen. Die einzige klare Einschussmöglichkeit der Huskies vergab Sören Sturm, als er frei in Slot das kurze Eck verfehlte. Das zweite Drittel war ganze 28 Sekunden alt, als Kassel seine erste Überzahlsituation eiskalt nutzte. Carter Proft war aus dem Halbfeld erfolgreich. Die Starbulls brauchten einige Minuten, um ihre Spieldominanz wieder zu finden. Dann zog Peter Lindlbauer von der blauen Linie ab, die Scheibe blieb vor dem Kasseler Torraum hängen, Wade MacLeod wurde beim Versuch des Abschlusses von Torwart Keller regelwidrig zu Fall gebracht aber Dominik Daxlberger konnte ins leer Tor abstauben. Stretch und MacLeod hatten sogar das 3:1 auf dem Schläger, doch Keller parierte erneut stark. Weil Kassel auch das zweite Überzahlspiel sofort mit einem Treffer krönten, stand es nach 31 Minuten 2:2. Kassel ging dann im Schlussabschnitt in Führung, die bis wenige Sekunden vor dem Ende hielt. Mit dem Mute der Verzweiflung kamen die Starbulls dann aber noch zum Ausgleich. Am Ende war dies für die Mannschaft von Trainer Franz Steer aber zu wenig, weil der sechste Bad Nauheim vor dem letzten Spieltag nicht mehr einzuholen ist. Daher müssen die Starbulls wie im Vorjahr in die Pre-Playoffs. Für Kassel folgt nun am Dienstag in eigener Halle das große Finale um Rang drei gegen die Ravensburg Towerstars. 

Tore: 1:0 Fabian Zick (5:53), 1:1 Carter Proft (20:28/PP1), 2:1 Dominik Draxlberger (26:14), 2:2 Alexander Heinrich (30:37/PP1), 2:3 Lennart Palausch (52:22), 3:3 Stefan Loibl (59:36/PP1), 3:4  Jean-Michel Daoust (64:12)
Zuschauer: 2.703

Bietigheim Steelers - ESV Kaufbeuren 10:2 (5:0, 1:1, 4:1)

Zum letzten Heimspiel der Hauptrunde war die EgeTrans Arena noch einmal prächtig gefüllt. Nach zwei Niederlagen in Folge waren die Spieler von Meistertrainer Kevin Gaudet bestens eingestimmt und ließen sich nicht lumpen. Bereits im ersten Drittel brannten die Steelers ein Offensivfeuerwerk ab und ließen nie Zweifel daran aufkommen, den 16. Heimsieg in Folge einzufahren. Eine beeindruckende Serie, die auch die Hauptrunde  für den Titelverteidiger abrundete. Es müsste beim letzten Spiel am Dienstag in Garmisch gegen den SC Riessersee viel passieren, sollte Bietigheim wie im Vorjahr nicht als Nummer eins in die Playoffs gehen und damit durchgehend Heimrecht genießen würde. Bei drei Punkten Vorsprung auf die Fischtown Pinguins wirkt sich die bessere Tordifferenz gegenüber Bremerhaven praktisch wie ein Zusatzpunkt aus. Kaufbeuren kann sich im letzten Spiel bei den Dresdner Eislöwen für die Playdowns einspielen.

Tore: 1:0 Bastian Steingroß (4:15), 2:0 Dennis Palka (4:56), 3:0 Dominic Auger (7:33), 4:0 Dominic Auger (15:29/PP1), 5:0 Justin Kelly (16:12), 6:0 Frederik Cabana (30:58), 6:1 Max Lukes (31:37), 7:1 René Schoofs (42:18/PS), 8:1 Frederik Cabana (46:24), 9:1 Frederik Cabana (56:21), 10:1 Justin Kelly (57:50), 10:2 Martin Heider (59:04)
Zuschauer: 3.939

Fischtown Pinguins - EHC Freiburg 3:1 (3:0, 0:0, 0:1)

Wie schon beim am Ende wilden Spiel beim EC Bad Nauheim am Freitag (7:5) sorgten die Pinguins bereits im ersten Drittel gegen den Aufsteiger für eine Vorentscheidung, um sich im Rennen um die Hauptrundenmeisterschaft noch alle Chancen offen zu halten. Es war zudem auch eine erfolgreiche Revanche für die 2:3-Heimniederlage nach Verlängerung gegen Freiburg. Der Meisterschaftszweite der Vorsaison scheint unter dem neuen Trainer Thomas Popiesch für die Playoffs gerüstet. Angesichts der schlechteren Tordifferenz wird es aber wohl beim zweiten Rang wie im Vorjahr bleiben. Letzter Gegner am Dienstag sind die Starbulls Rosenheim, die den Pinguins im vergangenen Jahr im Playoff-Viertelfinale in vier engen und umkämpften Spielen unterlegen waren. Der Aufsteiger aus Freiburg kann auf eine ordentliche Saison zurückblicken, in der man den einen oder anderen Favoriten wie Bietigheim auch mal ärgern konnte.

Tore: 1:0 Cody Lampl (2:58/PP1), 2:0 Jordan Owens (10:58), 3:0 Gabe Guentzel (19:21/SH1), 3:1 Ondrej Svanhal (53:42/PP2)
Zuschauer: 4.271

Eispiraten Crimmitschau - Ravensburg Towerstars 6:10 (3:1, 1:7, 2:2)

Zwar gingen die Gäste durch ein Unterzahltor von Mathieu Tousignant zunächst in Führung, dann schlugen die Westsachsen zurück. John Tripp glich im Nachsetzten den Rückstand aus. Dann war es Alexander Höller, der in Überzahl die Eispiraten in Front schoss. Sein Schuss passte genau ins kurze Eck. Nach dem 2:1 dominierten die Hausherren das Geschehen. Danny Pyka erhöhte kurz vor der Pause noch auf 3:1. Nach dem 4:1 durch das zweite Tor drehten die Towerstars mächtig auf.  Mit vier Toren innerhalb von knapp viereinhalb Minuten drehte die Mannschaft von Trainer Daniel Naud den Spieß zunächst um und sorgte gegen die geschockten Eispiraten dann auch noch für eine Vorentscheidung. 7:1 im zweiten Drittel! Damit kommt es am Dienstag zu einem krönenden Hauptrundenfinale um den dritten Rang bei den Kassel Huskies. Schöner geht’s nicht. Die für die Pre-Playoffs qualifizierten Eispiraten können sich nun im letzten Heimspiel gegen Freiburg wieder berappeln.

Tore: 0:1 Mathieu Tousignant (7:50/SH1), 1:1 John Tripp (8:53), 2:1 Alexander Höller (16:55/PP1), 3:1 Danny Pyka (19:36), 4:1 Alexander Höller (21:19), 4:2 Austin Smith (23:32), 4:3 Simon Klingler (23:42), 4:4 Radek Krestan (26:55/PP1), 4:5 Mathieu Tousignant (27:56), 4:6 Konstantin Schmidt (33:44), 4:7 Brian Roloff (35:16), 4:8 Austin Smith (39:05), 5:8 Alexander Höller (41:24), 5:9 Konstantin Schmidt (42:05), 5:10 Maximilian Brandl (51:46), 6:10 Dominic Walsh (52:41)
Zuschauer: 2.609

Dresdner Eislöwen - Heilbronner Falken 8:3 (1:0, 5:2, 2:1)

Pflichtaufgabe erfüllt. Die Eislöwen Dresden ließen sich auch von Bietigheim-Bezwinger Heilbronn nicht die Chance nehmen, auf der Ziellinie der Hauptrunde doch noch unter die ersten Sechs und damit direkt in das Playoff-Viertelfinale zu springen. Im Mittelabschnitt machte die Mannschaft von Trainer Bill Stewart am Sonntagabend alles klar und sorgte mit fünf Toren für eine Vorentscheidung. Am Dienstag nun könnten die Eislöwen im letzten Heimspiel der Hauptrunde für eine Vorentscheidung sorgen. Der Tabellenletzte Heilbronn geht in der ersten Playdown-Runde auf jeden Fall zunächst auf Reisen. Unter dem neuen Trainer Fabian Dahlem gab es noch keinen Auswärtssieg, dafür aber eine saubere Bilanz daheim. Am Dienstag gastieren die Falken nochmal in Frankfurt.

Tore: 1:0 Feodor Boiarchinov (16:07), 2:0 Teemu Rinkinen (21:13/PP1),  2:1 Marvin Krüger (26:14), 3:1 Harrison Reed (27:37/PP1), 4:1 René Kramer (28:30), 5:1 David Rodman (32:05/SH1), 5:2 Matthias Forster (34:53), 6:2 Feodor Boiarchinov (37:14), 7:2 Jeffrey Szwez (41:51), 7:3 Adam Brace (25:39), 8:3 Petr Macholda (52:13/PP1)
Zuschauer: 3.274

Löwen Frankfurt - EC Bad Nauheim 1:3 (0:2, 1:0, 0:1 )

Mit zuvor vier Siegen aus den vergangenen fünf Spielen hatten die Löwen Frankfurt im Kampf um Heimrecht im Playoff-Viertelfinale nochmal ordentlich Druck gemacht. Beim hessischen Rivalen Bad Nauheim lief es in den vergangenen acht Spielen konträr – sechs Niederlagen, am Freitag das 5:7 gegen die Fischtown Pinguins. Somit ging es in Frankfurt für die Mannschaft von Trainer Petri Kujala nur um die nackte direkte Qualifikation für das Playoff-Viertelfinale. Und da haben es die Roten Teufel nach einer defensiv starken Leistung am Dienstag im Fernduell mit den Dresdner Eislöwen nun in den eigenen Händen. Zwei Punkte beträgt der Vorsprung für Bad Nauheim vor dem letzten Hauptrunden-Spiel bei den Lausitzer Füchsen. Für die Löwen ist damit der Kampf um das Heimrecht beendet, gegen Heilbronn geht es darum, mit einem Sieg den fünften Rang zu halten.

Tore: 0:1 Dominik Lascheit (13:45), 0:2 Diego Hofland (16:38/PP1), 1:2 Nils Liesegang (35:18), 1:3 Diego Hofland (59:42/EN)
Zuschauer: 6.044

SC Riessersee - Lausitzer Füchse 2:3 (2:0, 0:2, 0:0, 0:0, 0:1) SO

Die Garmischer wollten einen weiteren Schritt machen, um den neunten Platz für die Pre-Playoffs zu sichern. Für die Mannschaft von Trainer Tim Regan sah es nach dem ersten Drittel auch nicht schlecht aus, aber die Lausitzer Füchse wollten sich nicht noch Rang elf wegschnappen lassen. Weißwasser kam couragiert zurück und belohnte sich in einem unterhaltsamen Penaltyschießen mit dem Sieg. Der entscheidende Penalty durch Darren Haydar sicherte damit auch das Duell mit den Heilbronner Falken in der ersten Playdown-Runde.

Tore: 1:0 Sean Fischer (5:00), 2:0 Jesse Schultz (12:13), 2:1 Florian Lüsch (29:21), 2:2 Elia Ostwald (31:48/PP1), 2:3 Darren Haydar (SO)
Zuschauer: 1.354

Der 51. Spieltag (28. Februar 2016) im Überblick:

Starbulls Rosenheim - EC Kassel Huskies 3:4 (1:0, 1:2, 1:1, 0:1) OT
Bietigheim Steelers - ESV Kaufbeuren 10:2 (5:0, 1:1, 4:1)
Fischtown Pinguins - EHC Freiburg 3:1 (3:0, 0:0, 0:1)
Eispiraten Crimmitschau - Ravensburg Towerstars 6:10 (3:1, 1:7, 2:2)
Dresdner Eislöwen - Heilbronner Falken 8:3 (1:0, 5:2, 2:1)
Löwen Frankfurt - EC Bad Nauheim 1:3 (0:2, 1:0, 0:1 )
SC Riessersee - Lausitzer Füchse 2:3 (2:0, 0:2, 0:0, 0:0, 0:1) SO

Artikel teilen