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Text: DEL2

Bietigheim und Bremerhaven betrieben beste Werbung für das Topduell

Steelers siegen 4:0 gegen die Starbulls Rosenheim. Bombis trifft in der Verlängerung zum 1:0 der Pinguins in Garmisch. Kassel siegt in der Lausitz, Crimmitschau gegen Dresden.

Bietigheim und Bremerhaven betrieben beste Werbung für das Topduell
Thomas Heide

Die Eishockey-Fans dürfen sich auf den Höhepunkt des DEL2-Wochenendes am Sonntag freuen. Denn Meister Bietigheim Steelers und Vize Fischtown Pinguins betrieben beste Werbung für das direkte Aufeinandertreffen in Bremerhaven. Die Steelers feierten ein 4:0 gegen die Starbulls Rosenheim, der Tabellenführer siegte dank Marian Dejdars Overtime-Tor 1:0 beim SC Riessersee. Hinter Top-Duo liegen die Ravensburg Towerstars und die Löwen Frankfurt mit 44 Punkten gleichauf. Ravensburg setzte sich 3:0 bei Aufsteiger EHC Freiburg durch, Frankfurt kam zu einem 5:3 gegen den ESV Kaufbeuren. Die Kassel Huskies liegen nach dem 4:1 bei den Lausitzer Füchsen weiter auf Rang fünf vor Riessersee und den Dresdner Eislöwen, die das Sachsenderby bei den Eispiraten Crimmitschau mit 2:6 verloren. Und nach vier Spielen ohne Sieg feierte der EC Bad Nauheim ein 5:4 bei den Heilbronner Falken.

Bietigheim Steelers - Starbulls Rosenheim 4:0 (2:0, 1:0, 1:0)

Die Defensive und die Goalies sind beim Meister derzeit das Prunkstück. Wie schon gegen den SC Riessersee (4:0) und in Bad Nauheim (6:1) am vergangenen Wochenende zeigte die Mannschaft von Trainer Kevin Gaudet am Freitagabend eine sehr kompakte Leistung. Für die Steelers stand diesmal Andreas Mechel von Beginn an im Gehäuse, Backup war Stamm-Torhüter Sinisa Martinovic. Beide sind derzeit ein wesentlicher Faktor für die Erfolgsserie von mittlerweile wieder drei Spielen. Rosenheim auf der anderen Seite kam mit der Empfehlung zweier Siege, darunter das 6:5 im Shootout in Frankfurt. Aber Bietigheim scheint den Starbulls nicht zu liegen. „Die Qualitäten eines Justin Kelly und eines David Wrigley in der Angriffszone sind enorm, da kommt sonst niemand in der Liga ran“, sagte Trainer Franz Steer. Jeweils 31 Scorerpunkte haben die Genannten bereits auf dem Konto. Zum Leidwesen von Steer waren Wrigley und Kelly als Vorbereiter auch an diesem Abend wieder besonders aktiv.

Tore: 1:0 Jason Pinizzotto (8:42/PP1), 2:0 Marcus Sommerfeld (16:31), 3:0 Marcus Sommerfeld (36:04), 4:0 Jason Pinizzotto (51:40)
Zuschauer: 4.012

Löwen Frankfurt - ESV Kaufbeuren 5:3 (1:1, 2:0, 2:2)

Das vergangene Wochenende ohne Sieg lag den Frankfurtern schwer im Magen. Sowohl beim 2:4 in Freiburg als auch beim 5:6 im Shootout gegen Rosenheim gaben die Hessen Führungen ab. „Die Sache mit unseren Einbrüchen im Schlussdrittel hat mittlerweile eine ganz eigene Dynamik angenommen: Die Medien sprechen darüber, die Fans sprechen darüber und mit Sicherheit auch unsere Gegner. Der einzige Weg da rauszukommen ist, uns erneut in die Lage zu bringen, Spiele zu gewinnen und dann das Richtige zu tun“, sagte Trainer Tim Kehler. Der musste gegen Kaufbeuren neben Richie Mueller und Marc Schaub auch auf die angeschlagenen Stürmer Nils Liesegang, Nick Mazzolini und Christoph Kabitzky verzichten. „Ich weiß, dass unsere Spieler unbedingt die Chance bekommen wollen, sich zu beweisen und es besser zu machen“, sagte Kehler. Sein schmales Aufgebot gab ihm Recht, vor allem Brett und Clarke Breitkreuz erwischten einen sehr guten Abend. Am Ende wurde es zwar wieder eng, aber diesmal hielten die Nerven. Die Allgäuer präsentierten sich ganz anders als beim 3:10 vor sechs Wochen an gleicher Stelle. Trainer  Mike Muller musste neben Michael Baindl und Mitch Versteeg auf Josh Burnell  verzichten, dafür war Max Schmidle wieder dabei. Unter dem Strich sollte es nicht reichen, auch weil die Offensive fünf Tage nach dem 0:7 in Kassel zu spät in Schwung kam.

Tore: 1:0 Brett Breitkreuz (15:13/SH1), 1:1 Daniel Oppolzer (19:47), 2:1 Clarke Breitkreuz (20:41), 3:1 Clarke Breitkreuz (35:12), 3:2 Daniel Oppolzer (40:10), 4:2 Clarke Breitkreuz (43:33), 4:3 Simon Schütz (57:37), 5:3 Norman Martens (59:29/EN)
Zuschauer: 3.535

EHC Freiburg - Ravensburg Towerstars 0:3 (0:0, 0:0, 0:3)

Die Towerstars waren gewarnt nach dem Freiburger 4:2-Coup gegen die Löwen Frankfurt vor einer Woche. Dennoch bekam die Ravensburger Mannschaft von Trainer Daniel Naud im Derby ordentlich zu tun. Der Aufsteiger hielt über zwei Drittel erneut glänzend mit einem Gegner mit, der zum Kreis der Titelanwärter gezählt werden darf. Ein starker Rückhalt über die ersten beiden Drittel war Freiburgs Goalie Jonathan Boutin. Sein Gegenüber Matthias Nemec hatte an diesem Abend aber das bessere Ende für sich. Die Towerstars zeigten damit eine Reaktion auf das 3:4 fünf Tage zuvor beim SC Riessersee und feierten den neunten Sieg in den vergangenen elf Spielen.

Tore: 0:1 Austin Smith (43:46), 0:2 Fabio Carciola (51:38/PP1), 0:3 Brian Roloff (56:44)
Zuschauer: 2.471

Lausitzer Füchse - EC Kassel Huskies 1:4 (0:0, 0:1, 1:3)

Die Zuschauer in Weißwasser sahen lange Zeit ein enges Duell zwischen beiden Teams. Aber dann setzte sich doch die Klasse des Favoriten durch. Die Huskies machten damit den jüngsten Auswärtsauftritt in Ravensburg (2:8) wenigstens ein bisschen vergessen und feierten den fünften Sieg in den vergangenen sieben Spielen. Für die Füchse hingegen hängen die Trauben gegen Mannschaften mit größeren Möglichkeiten sehr hoch. Das gewonnene Selbstvertrauen durch die Punktgewinne in den Spielen zuvor in Heilbronn (3:4 SO) und gegen Freiburg (3:2 OT) war der Mannschaft von Trainer Dirk Rohrbach aber anzusehen.

Tore: 0:1 Jamie MacQueen (31:11), 0:2 Braden Pimm (41:07/PP1), 1:2 Patrik Parkkonen (44:58), 1:3 Jens Meilleur (48:42), 1:4 Sören Sturm (51:34)
Zuschauer: 1.502

Eispiraten Crimmitschau - Dresdner Eislöwen 6:2 (1:1, 2:1, 3:0)

Die Gäste zeigten sich zu Beginn eines intensiven Sachsenderbys als das agilere Team und gingen auch nicht unverdient in Führung. Der Ausgleich durch die Gastgeber war etwas glücklich, weil die Schiedsrichter das Tor von Daniel Bucheli zunächst nicht gaben, ihre Entscheidung bei der nächsten Unterbrechung allerdings zugunsten der Eispiraten korrigierten. Crimmitschau ließ sich uch nicht durch den abermaligen Rückstand aus dem Konzept bringen und drehte die Partie kurz vor der zweiten Pause. Den Rückenwind nahmen die Gastgeber mit in den Schlussabschnitt, Daniel Bucheli konnte mit seinem zweiten Tor für eine Vorentscheidung sorgen. Damit belohnte sich die Mannschaft von Trainer Chris Lee für den großen Aufwand. Bei den Eislöwen will es zurzeit einfach nicht laufen. Beim 4:5 in Rosenheim hatte die Mannschaft von Trainer Thomas Popiesch zweimal mit zwei Toren geführt. Die vor der Saison hochgehandelten Eislöwen mussten die zehnte Niederlage in den vergangenen 13 Spielen hinnehmen.

Tore: 0:1 Patrick Baum (8:35/PP1), 1:1 Daniel Bucheli (15:22), 1:2 Mirko Sacher (26:16), 2:2 Martin Heinisch (29:22), 3:2 Eric Lampe (39:08), 4:2 Daniel Bucheli (51:35), 5:2 Eric Lampe (59:01/EN), 6:2 Alexander Höller (59:24)
Zuschauer: 2.596

Heilbronner Falken - EC Bad Nauheim 4:5 (2:1, 1:3, 1:1)

Das Aufatmen nach einem vergangenen Wochenende mit zwölf Gegentoren in zwei Spielen dürfte bei den Roten Teufeln groß gewesen sein. Zwar geriet der EC Bad Nauheim auch beim Tabellenletzten gehörig unter Druck, gab aber die entsprechenden Antworten auf jede Situation. Auch der Ausgleich der Heilbronner nach einer eigenen Zwei-Tore-Führung konnte die Hessen nur kurz schocken. Eugen Alanov bescherte dem Team von Trainer Petri Kujala nach zuvor vier Niederlagen in Folge das erste Erfolgserlebnis. Für die Falken war der dritte Sieg in Folge durchaus möglich. Aber diesmal sollte es nicht ganz reichen. Dennoch hat die Mannschaft von Trainer Manfred Wolf erneut auf Augenhöhe mit ihrem Gegner agiert.

Tore: 1:0 Thomas Gödtel (2:56), 1:1 Maximilian Kammerer (8:28), 2:1 Thomas Gödtel (14:31/PP1), 2:2 Vitalij Aab (26:35), 2:3 Henri Laurila (30:54/PP1), 2:4 Dusan Frosch (35:23), 3:4 Marvin Krüger (39:35/PP1), 4:4 Brad Schell (43:00), 4:5 Eugen Alanov (48:51)
Zuschauer: 1.278

SC Riessersee - Fischtown Pinguins 0:1 (0:0, 0:0, 0:0, 0:1) OT

Das Kommen hatte sich für die Zuschauer in Garmisch gelohnt. Sie sahen eine hochspannende Auseinandersetzung zweier guter Mannschaften, in denen die Gäste etwas mehr Anteile in der Offensive hatten. Aber was auch auf die Tore von Riessersees Jochen Vollmer und Bremerhavens Gerald Kuhn kam – beide Goalies erwischten einen überragenden Abend. In der Verlängerung sollte sich dann die ganz besondere Qualität der Pinguins in dieser Saison auszahlen: Der Siegeswillen. Sieben Sekunden vor der Schlusssirene überwand Björn Bombis Goalie Vollmer und feierte mit seinen Kollegen den neunten Sieg in Folge. Am Sonntag nun steht das zweite Topduell gegen den Final-Dauerrivalen Bietigheim an. Für den SCR sprang immerhin ein Punkt heraus, zu einem zweiten Coup nach dem 4:3 am vergangenen Sonntag gegen Ravensburg sollte es aber nicht ganz reichen.

Tor: 0:1 Björn Bombis (64:53)
Zuschauer: 1.371

Der 23. Spieltag im Überblick:

Bietigheim Steelers - Starbulls Rosenheim 4:0 (2:0, 1:0, 1:0)
Löwen Frankfurt - ESV Kaufbeuren 5:3 (1:1, 2:0, 2:2)
EHC Freiburg - Ravensburg Towerstars 0:3 (0:0, 0:0, 0:3)
Lausitzer Füchse - EC Kassel Huskies 1:4 (0:0, 0:1, 1:3)
Eispiraten Crimmitschau - Dresdner Eislöwen 6:2 (1:1, 2:1, 3:0)
Heilbronner Falken - EC Bad Nauheim (2:1, 1:3, 1:1)
SC Riessersee - Fischtown Pinguins 0:1 (0:0, 0:0, 0:0, 0:1) OT
 

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