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Text: DEL2

Bietigheim und Bremerhaven machen es erneut in Overtime

Steelers erzielen 2:1 in Dresden mit der Schlusssirene der ersten Verlängerung / Hooton macht für den Meister in Rosenheim das 3:2

Bietigheim und Bremerhaven machen es erneut in Overtime
Robin Grimm

Die beiden Vorjahres-Finalisten sorgten auch am zweiten Spieltag des Playoff-Viertelfinales für Spannung und Dramatik. Hauptrunden-Champion Bietigheim Steelers gewann am Sonntag Spiel 2 der Serie mit den Dresdner Eislöwen mit 2:1 nach Verlängerung. Das Siegtor durch Mark Heatley fiel in Dresden mit der Schlusssirene der ersten Verlängerung. Am Freitag hatte es ebenfalls ein 2:1 gegeben. Meister Fischtown Pinguins setzte sich dank Brock Hootons Overtime-Tor bei den Starbulls Rosenheim wie in Spiel 1 mit 3:2 durch und hat wie Bietigheim eine beruhigende 2:0-Führung. Die haben auch der EV Landshut und die Löwen Frankfurt. Landshut holte mit dem 4:1 gegen den Vorrundendritten Kassel Huskies den zweiten Sieg. Und der Aufsteiger aus Frankfurt überragte mit einem 7:2 bei den Ravensburg Towerstars, der besten Heimmannschaft der Hauptrunde.

Starbulls Rosenheim - Fischtown Pinguins 2:3 (0:0, 2:2, 0:0, 0:1) OT – Serie: 0:2

Rosenheim und Bremerhaven standen sich zwei Tage nach dem 3:2 der Seestädter nach Verlängerung erneut gegenseitig auf den Zehen. Die Begegnung im Kathrein-Stadion war wie schon an der See eine verbissene Auseinandersetzung. Anders als am Freitag hatten die Gastgeber aber mehr Spielanteile und agierten auf Augenhöhe mit den Pinguins. Die Führungen der Gäste im Mittelabschnitt wurden von der Mannschaft von Trainer Franz Steer mit viel Elan beantwortet und ausgeglichen. Dennoch hatte man immer das Gefühl, dass Bremerhaven gefährlicher agierte. Timo Herden im Rosenheimer Tor hatte ordentlich zu tun und machten einen guten Job. Im Schlussabschnitt ließen die Starbulls nach knapp sieben Minuten die goldene Gelegenheit zur Führung aus, als Stephen Schultz mit einem Penaltyshot an Bremerhavens Schlussmann Benjamin Meisner scheiterte. Und in der Verlängerung konnten die Gastgeber zwei Überzahlspiele nicht zum Sudden Death nutzen. Das machten dann die Pinguins eiskalt, als Rosenheims Michael Rohner wegen Haltens auf der Strafbank saß. Brock Hooton avancierte zwölf Sekunden vor Ablauf der Strafzeit zum Matchwinner und sorgte für die 2:0-Führung in der Serie. Für Hooton war es das zweite Spiel nach einer langen Verletzungspause.

Tore: 0:1 Brendan Cook (20:30/PP1), 1:1 Timothy Kunes (24:18/PP2), 1:2 Tim Miller (27:25), 2:2 Stephan Gottwald (34:35/PP1), 2:3 Brock Hooton (69:10/PP1)
Zuschauer: 2.556

Dresdner Eislöwen - Bietigheim Steelers 1:2 (0:0, 0:1, 1:0, 0:1) OT - Serie: 0:2

Eine Overtime-Niederlage in einem Playoff-Spiel ist bitter, zwei auf jeden Fall noch mehr. Aber am Sonntag kam dann noch der Zeitpunkt des Bietigheimer Siegtreffers von Mark Heatley dazu. Praktisch mit der Schlusssirene der ersten Verlängerung landete die Scheibe im Tor der Gastgeber. Mit den zwei 2:1-Siegen nach Verlängerung liegt der souveräne Hauptrundenmeister nun mit 2:0 vorne – und hat vor allem einen psychologischen Vorteil. Denn Eislöwen-Coach Thomas Popiesch muss seine Spieler nach diesen beiden Erlebnissen für Spiel 3 am Dienstag wieder aufbauen. Erneut boten die Sachsen den Steelers vehement die Stirn und glichen auch die Führung der Gäste am Ende des Mittelabschnitts aus. Da war aber Stefan Chaput nicht mehr dabei. Der wichtige Offensivmann hatte gerade eine Sperre von zwei Spielen abgesessen, erhielt am Ende des zweiten Drittels wegen eines Checks gegen Kopf und Nacken  erneut eine Matchstrafe und wird am Dienstag fehlen. Der Hauptrunden-Champion musste sich in den beiden Viertelfinal-Duellen aber mächtig strecken. Die breitgefächerte, potente Offensive der Mannschaft von Trainer Kevin Gaudet kam bislang noch nicht vollends zur Geltung. Aber es reichte bislang für den entscheidenden Unterschied.

Tore: 0:1 Marcus Sommerfeld (35:09/PP1), 1:1 Steven Rupprich (40:20), 1:2 Mark Heatley (80:00)
Zuschauer: 3.090

EV Landshut  - Kassel Huskies 4:1 (1:0, 0:1, 3:0) - Serie: 2:0

Auch im Spiel 2 sahen die Zuschauer im Stadion am Gutenbergweg über die ersten 40 Minuten eine weitestgehend ausgeglichene Auseinandersetzung zwischen Landshut und Aufsteiger Kassel. Die Gastgeber gingen mit dem Auftaktsieg im Rücken selbstbewusst in die Partie und durch Tobias Abstreiter früh in Führung. Aber der Vorrundendritte ließ sich nicht entmutigen und zog gleich. Doch so unglücklich Spiel 1 für Kassel endete, so schnell gerieten die Hessen am Sonntag im Schlussabschnitt vorentscheidend in Rückstand. Innerhalb von 68 Sekunden sorgte der Vorjahres-Halbfinalist für eine Vorentscheidung. Am Freitag hatte Kassel wegen Spielverzögerung zu Beginn der Verlängerung eine Zwei-Minuten-Strafe erhalten, weil die Mannschaft zu spät aus der Kabine kam. Das nutzte Landshut durch Jarrett, dessen Schuss von Sven Valenti auch noch abgefälscht wurde.

Tore: 1:0 Peter Abstreiter (17:24/PP1), 1:1 Daniel Schmölz (34:11), 2:1 Andreas Gawlik (44:56), 3:1 Patrick Jarrett (46:03), 4:1 Paul-John Fenton (57:02/EN)
Zuschauer: 4.611

Ravensburg Towerstars - Löwen Frankfurt 2:7 (0:2, 0:2, 2:3) - Serie: 0:2

Die zweitbeste Offensive der Hauptrunde machte am Sonntagabend ihrem Ruf alle Ehre. Aufsteiger Frankfurt nahm die Festung Ravensburg, als ob es eine Selbstverständlichkeit wäre. Immerhin gewannen die Towerstars 21 der 26 Spiele in der heimischen Eissporthalle und waren beste Heimmannschaft der Hauptrunde. Davon war am Sonntag nicht viel zu sehen. Gnadenlos effektiv nutzten die Gäste ihre Chancen und lagen bereits nach der Hälfte des Spiels vorentscheidend in Front. Damit gehen die Hessen, Vierter nach der Vorrunde, mit einer beruhigenden 2:0-Führung in das dritte Spiel am Dienstag. Für Ravensburg, das in Spiel 1 eine Führung nicht hatte nutzen können, wurde es am Ende eine bittere Niederlage. Daniel Naud hat nun einiges zu tun, um diese Erlebnisse bis Dienstag aus den Köpfen seiner Spieler zu bekommen. Ansonsten droht die Viertelfinal-Serie eine kurze Angelegenheit zu werden.

Tore: 0:1 Marton Vas (6:44/PP1), 0:2 Justin Kirsch (17:21/PP1), 0:3 Richard Mueller (20:50), 0:4 Clarke Breitkreuz (29:05), 1:4 Alex Leavitt (47:19), 1:5 Clarke Breitkreutz (50:01/SH1), 1:6 Landon Gare (50:42), 1:7 Richard Gelke (57:17), 2:7 Alex Leavitt (58:32)
Zuschauer: 3.212

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