Bietigheim weiter spitze – Landshut und Rosenheim bieten Spitzenderby
Steelers siegen 4:2 gegen Riessersee / Crimmitschau bezwingt Meister Fischtown / EVL feiert 5:4 gegen Starbulls / Kassel 5:0 in Heilbronn
Saisonrekord mit 54 Toren und zwei tolle Spitzenspiele: Der 7. Spieltag der DEL2 hat die Erwartungen noch übertroffen. Die Bietigheim Steelers behaupteten durch ein 4:2 gegen den Vierten SC Riessersee die Tabellenführung und verschaffte sich sogar etwas Luft. Zweiter bleibt Meister Fischtown Pinguins nach der unerwarteten 2:4-Niederlage bei den Eispiraten Crimmitschau, die damit die Rote Laterne wieder abgaben. Aber Fischtown liegt nun vier Zähler zurück muss sich den zweiten Rang mit den Ravensburg Towerstars teilen, die 5:2 gegen die Lausitzer Füchse gewannen. Das Duell des Tages lieferten sich der EV Landshut und die Starbulls Rosenheim. Landshut gewann das bayrische Derby mit 5:4 und feierte den vierten Sieg in Folge. Die dritte Niederlage in Folge musste der ESV Kaufbeuren mit dem 3:7 gegen die Löwen Frankfurt hinnehmen. 7:4 gewann der EC Bad Nauheim gegen die Dresdner Eislöwen. Und die Heilbronner Falken sind nach dem 0:5 gegen die Kassel Huskies Tabellenletzter.
EC Bad Nauheim – Dresdner Eislöwen 7:4 (1:1, 5:2, 1:1)
Am Anfang etwas holprig, dann lief es für den EC Bad Nauheim. Die Mannschaft von Trainer Petri Kujala feierte den zweiten Heimsieg in Folge. Die entscheidenden Spieler auf dem Eis waren Vitalij Aab, Kyle Helms und Dusan Frosch mit je einem Tor und zwei Assists. Zuviel für die Gäste aus Dresden, die nach dem vergangenen Wochenende mit vier Punkten wieder leer ausgingen. Dabei hatte es doch dank Schnellstarter Carsten Gosdeck wieder einmal glänzend begonnen. Der Stürmer erzielte wie schon beim 3:4 im Shootout bei den Kassel Huskies die ersten beiden Tore für Dresden. Doch es reichte wieder nicht.
Tore: 0:1 Carsten Gosdeck (3:24), 1:1 Vitalij Aab (10:20), 1:2 Carsten Gosdeck (20:28), 2:2 Max Campbell (20:40), 3:2 Drew Paris (22:10/PP2), 4:2 Dusan Frosch (24:42), 4:3 Kris Sparre (2829/PP1), 5:3 Kyle Helms (32:05/PP1), 6:3 Max Campbell (38:20), 7:3 Patrick Strauch (53:57/PP1), 7:4 Sami Kaartinen (58:36)
Zuschauer: 2.115
ESV Kaufbeuren – Löwen Frankfurt 3:7 (2:3, 0:1, 1:3)
Festtag für die Löwen Frankfurt: Die Mannschaft von Trainer Tim Kehler feierte am Donnerstag den zwei Auswärtssieg der Saison und die ersten drei Punkte auf fremdem Eis. Und der Mann des Abends war Richard Müller, der mit einem Dreierpack sein Scorerkonto auf acht Punkte schraubte. Zudem gelang Mueller ein Unterzahltor zum 5:2, das die Partie vorzeitig entschied. Beim 3:4 zuvor in Landshut hatte Frankfurt noch einen 0:3-Rückstand wettgemacht, diesmal klappte es nun mit den Punkten. Für Kaufbeuren war es nach dem Traumstart in die Saison mit vier Siegen nun die dritte Niederlage in Folge. Lediglich Kapitän Daniel Menge mit zwei Toren und einer Vorlage ragte heraus. Beim ESVK ging nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Topscorer Michael Fröhlich ab Mitte des 2. Drittels nicht mehr viel zusammen. Am Samstag geht es für Kaufbeuren zum zweiten Aufsteiger Kassel Huskies.
Tore: 0:1 Nils Liesegang (4:21), 0:2 Thomas Ziolkowski (9:15), 1:2 Daniel Menge (10:42/PP1), 2:2 Daniel Menge (15:46), 2:3 Richard Mueller (16:07), 2:4 Richard Mueller (39:36), 2:5 Richard Mueller (49:39/PP1), 2:6 Nils Liesegang (58:14), 3:6 Max Schmidle (58:30), 3:7 Kyle Ostrow (59:37/PP1)
Zuschauer: 1.458
EV Landshut – Starbulls Rosenheim 5:4 (1:0, 2:2, 2:2)
Landshut und Rosenheim lieferten sich vor fast 5.000 Zuschauern ein Derby wie aus dem Bilderbuch. Die von Andreas Brockmann trainierten Gastgeber hatten aber immer die Nase ein Stück vorn und verlängerten ihren Lauf nun auf vier Siege in Folge. Nach dem Start mit drei Niederlagen hat der Playoff-Halbfinalist weiter die Ruhe bewahrt, was sich offensichtlich ausgezahlt hat. Für Rosenheim war es die zweite Auswärtsniederlage der Saison. Trainer Franz Steer hatte noch vor den Landshutern PJ Fenton, Patrick Jarrett und Kyle Doyle gewarnt – ohne Erfolg. Jarrett machte ein Tor und einen Assist, PJ Fenton war an drei Treffern beteiligt. Aber die Starbulls haben immer eine Antwort auf Niederlagen gefunden. Die muss man am Samstag auch haben, denn Gegner ist Spitzenreiter Bietigheim Steelers.
Tore: 1:0 Ty Morris (18:07/PP1), 1:1 Andrej Strachov (22:35), 2:1 Andreas Gawlik (27:50/PP1), 3:1 Maximilian Daubner (35:37), 3:2 Mario Valery-Trabucco (38:24/PS), 4:2 Tobias Draxinger (40:10), 4:3 Michael Rohner (40:54), 5:3 Patrick Jarrett (49:42), 5:4 Fabian Zick 51:13/SH)
Zuschauer: 4.998
Bietigheim Steelers – SC Riessersee 4:2 (1:0, 2:1, 1:1)
Ein Spitzenspiel, dass seinen Namen wahrlich verdient hat – und mit dem besseren Ende für die Bietigheim Steelers. Der Vizemeister behauptete in einer spannenden Partie gegen Riessersee die Spitzenposition in der DEL2 und feierte im vierten Heimspiel zugleich den vierten Sieg. Marcus Sommerfeld und David Wrigley mit je einem Tor und einem Assist sicherten den Erfolg der Mannschaft von Trainer Kevin Gaudet, die am Samstag bei den Starbulls Rosenheim das nächste Spitzenduell hat. Der Gäste stellten unter Beweis, dass mit ihren in dieser Saison zu rechnen ist. Die die Mannschaft von Toni Krinner war es die erste Auswärtsniederlage der Saison.
Tore: 1:0 Marcus Sommerfeld (11:49), 2:0 David Wrigley (22:09/PP1), 2:1 Kai Herpich (22:51), 3:1 Archie Skalbeck (28:43/PP1), 3:2 Tim Regan (45:14/PP1), 4:2 Mark Heatley (59:42/SHEN)
Zuschauer: 1.917
Eispiraten Crimmitschau – Fischtown Pinguins 4:2 (1:0, 1:1, 2:1)
Es geht also doch noch: Die Eispiraten Crimmitschau haben ihrer schwarzen Serie nach insgesamt vier Niederlagen am Stück ein Ende bereitet. Und Trainer Chris Lee sollte Recht behalten: Weniger Fehler, dann läuft es. Auch gegen den Meister Fischtown Pinguins, dem man die erste Auswärtsniederlage der Saison beibrachte und damit die Rote Laterne des Tabellenletzten wieder abgab. Es war eine umkämpfte Begegnung, in der vor allem im ersten Drittel die Emotionen hochkochten. Crimmitschaus Torschütze Nico Oprée und Bremerhavens Felix Stokowski erhielten Spieldauerdisziplinarstrafen. Die Eispiraten müssen am Sonntag zum SC Riessersee. Der Meister war weit von der Vorstellung beim 6:4 gegen Ravensburg entfernt. Wiedergutmachung kann die Mannschaft von Mike Stewart am Samstag gegen den Tabellenletzten Heilbronner Falken betreiben.
Tore: 1:0 Nico Oprée (9:19), 2:0 Matthew Mac Kay (31:40/PP1), 2:1 Jan Kopecky (36:40), 3:1 André Schietzold (42:14/PP1), 4:1 Alex Hutchings (43:24), 4:2 Marc Kohl (51:24)
Zuschauer: 1.546
Heilbronner Falken – Kassel Huskies 0:5 (0:2, 0:2, 0:1)
Beim 4:3 im Penaltyschießen wankten die Kassel Huskies noch, am Donnerstag war es für die Nordhessen eine klare Angelegenheit. Der Aufsteiger dominierte die Falken und kam zudem zum ersten Shutout der Saison. Drei Siege nach sieben Spielen ist für Kassel eine durchaus zufriedenstellende Zwischenbilanz. Auch, weil man in jedem Spiel seine Chancen hatte. Gegen Heilbronn war Carter Proft mit einem Unterzahl- und einem Überzahl-Tor die Attraktion für die Huskies, die am Samstag den schwächelnden ESV Kaufbeuren empfangen. Heilbronn hingegen ist nach der fünften Niederlage in Folge am Tabellenende angelangt. Eine Wiederholung aus der vergangenen Saison droht, als man in den ersten acht Spielen einen Sieg holte.
Tore: 0:1 Adriano Carciola (16:20), 0:2 Conor Morrison (19:03/PP1), 0:3 Carter Proft (29:04/SH), 0:4 Carter Proft (39:15/PP1), 0:5 Sven Valenti (54:52/PP1)
Zuschauer: 1.258
Ravensburg Towerstars – Lausitzer Füchse 5:2 (2:0, 2:1, 1:1)
Home Sweet Home: Die Ravensburg Towerstars haben den Fans auch im vierten Heimspiel einen Feiertag beschert. Die Mannschaft von Trainer Daniel Naud zeigte sich nach 17 Gegentoren in den drei Spielen zuvor vor allem in der Defensive wieder stabiler. Das förderte natürlich auch die Offensive. Radek Krestan erhöhte sein Scorerkonto mit einem Tor und einem Assist auf elf Punkte, Andreas Farny war mit zwei Assists beteiligt. Ravensburg bleibt damit in der Spitzengruppe der DEL2. Die Lausitzer Füchse, die auf den gesperrten Maxime Legault verzichten mussten, kassierten hingegen die zweite Auswärtsniederlage in Folge.
Tore: 1:0 Brian Roloff (1:17), 2:0 Yannik Baier (4:50), 3:0 Simon Sezemsky (24:06), 3:1 Dennis Palka (34:20), 4:1 Radek Krestan (38:28/PP1), 5:1 Patrick Baum (52:18), 5:2 Dennis Palka (55:15)
Zuschauer: 2.054
Der 7. DEL2-Spieltag im Überblick:
EC Bad Nauheim – Dresdner Eislöwen 7:4 (1:1, 5:2, 1:1)
ESV Kaufbeuren – Löwen Frankfurt 3:7 (2:3, 0:1, 1:3)
EV Landshut – Starbulls Rosenheim 5:4 (1:0, 2:2, 2:2)
Bietigheim Steelers – SC Riessersee 4:2 (1:0, 2:1, 1:1)
Eispiraten Crimmitschau – Fischtown Pinguins 4:2 (1:0, 1:1, 2:1)
Heilbronner Falken – Kassel Huskies 0:5 (0:2, 0:2, 0:1)
Ravensburg Towerstars – Lausitzer Füchse 5:2 (2:0, 2:1, 1:1)
Der 8. DEL2-Spieltag im Überblick:
Lausitzer Füchse – EV Landshut (17.00 Uhr)
Kassel Huskies - ESV Kaufbeuren (19.30)
Löwen Frankfurt – Dresdner Eislöwen (19.30)
Starbulls Rosenheim – Bietigheim Steelers (19.30)
SC Riessersee – Eispiraten Crimmitschau (19.30)
EC Bad Nauheim – Ravensburg Towerstars (19.30)
Fischtown Pinguins – Heilbronner Falken (20.00)