Von Herzblut getragen. Im Eishockey zuhause.
Zuschauerstärkste 2. Eishockey-Liga Europas
Alle News
Text: DEL2

Bietigheim zeigt meisterliche Qualitäten

Gaudet nach Aufholjagd der Steelers zum 4:3 nach Verlängerung in Bremerhaven „stolz“ / Sonntag könnte gefeiert werden

Bietigheim zeigt meisterliche Qualitäten
Sven Peter/Hansepixx

Die Tür zum dritten Titel seit 2009 und 2013 ist weit geöffnet - die Cracks der Bietigheim Steelers müssen nur noch über die Schwelle treten. Am Sonntag kann der Hauptrundenprimus dank eines großartigen Comebacks beim 4:3 nach Verlängerung bei Titelverteidiger Fischtown Pinguins die DEL2-Meisterschaft perfekt machen. „Ich bin stolz auf meine Mannschaft“, sagte Bietigheims Coach Kevin Gaudet nach einem Krimi am Freitagabend vor 4.422 Zuschauern in der ausverkauften Arena  am Wilhelm-Kaisen-Platz.

Die Steelers mussten im wahrsten Sinne des Wortes durch ein Stahlbad. Nicht Sie, sondern die Pinguins hatten einen Blitzstart und lagen durch die Tore von Brock Hooton, Tim Miller und Marian Dejdar 3:0 in Führung. Es war die schlechteste Phase der herausragenden Mannschaft in dieser Saison. Die spielerischen Qualitäten waren bekannt, nun war Charakter gefragt. Und den zeigte das Gaudet-Team. Zweimal Jason Pinizzotto und Chris St. Jacques besorgten bis zur 24. Minute das 3:3 – und für das umjubelte vierte 4:3 in dieser Serie sorgte dann Dominic Auger in der zwölften Minute der Verlängerung.  Bietigheim gelang ein Comeback im Stile des neuen DEL-Meisters Adler Mannheim gegen die Grizzly Adams Wolfsburg.

„Ein 0:3 hier ist nicht einfach. Nach dem 3:3 war es Kampf pur. Das Powerplay beider Teams war schlecht, die Unterzahl bei beiden dafür sehr gut“, erklärte Gaudet. St. Jacques hatte für Bietigheim per Shorthander getroffen, und die Pinguins überstanden in der Verlängerung zwei Unterzahlspiele nacheinander schadlos. Doch die Steelers waren nach dem Fehlstart über die gesamte Dauer zwingender und boten den Gastgeber auch körperlich die Stirn. Bei Pinguins-Goalie Jonas Langmann konnten sich die Pinguins bedanken, dass Bietigheim nicht schon in der regulären Spielzeit für die Entscheidung sorgte. „Beide Goalies waren stark“, meinte der Bietigheimer Coach auch zu seinem Torhüter Sinisa Martinovic. „Aber Langmann war überragend.“

Für Bremerhaven waren es nach vier Overtime-Erfolgen in den Runden zuvor gegen die Starbulls Rosenheim (3x 3:2) und die Löwen Frankfurt (5:4) die erste Niederlage. Sie könnte ein echter Wirkungstreffer sein. Zumindest Meistertrainer Stewart zeigte sich davon unbeeindruckt: „Wir haben Fehler zum falschen Zeitpunkt gemacht. Aber es ist lange noch nicht vorbei. Wir haben Charakter in der Kabine.“

Artikel teilen