Bremerhaven der große Sieger am Sonntag
Pinguins feierten 3:1 in Ravensburg. Frankfurt 3:4 in Crimmitschau. Lausitzer Füchse gewinnen auch zweites Spiel unter Ihnacak. Sechster Sieg in Folge für Bad Nauheim.
Zwei Flüge mit den eigenen Fans und dazwischen ein großer Sieg: Tabellenführer Fischtown Pinguins baute am Sonntag die Führung in der DEL2 durch ein 3:1 im Spitzenspiel bei den Ravensburg Towerstars aus. Mit dem ersten Fanflieger überhaupt reiste die Mannschaft von Trainer Ben Doucet, begleitet von 120 Anhängern. Eishockey-Begeisterung pur gab es wieder einmal in Freiburg. Nach der ersten Unterbrechung im Spiel gegen die Lausitzer Füchse flogen die Stofftiere auf das Eis in der Franz-Siegel-Halle. Die Punkte nahmen allerdings die Füchse mit, die mit dem 3:1 auch das zweite Spiel unter Interimscoach Peter Ihnacak gewannen. Der sächsische Rivale Eispiraten Crimmitschau gewann einen Schlagabtausch mit den Löwen Frankfurt 4:3. Der EC Bad Nauheim feierte mit dem 2:0 gegen den ESV Kaufbeuren den sechsten Sieg in Serie, die Kassel Huskies setzten sich 3:2 gegen die Dresdner Eislöwen und die Heilbronner Falken 6:2 gegen die Starbulls Rosenheim durch.
Ravensburg Towerstars - Fischtown Pinguins 1:3 (0:1, 0:1, 1:1)
Die zünftige Anreise hatte offenbar stimulierende Wirkung auf die Cracks des Tabellenführers aus Bremerhaven. Mit dem ersten Fanflieger gelangten der Tross des Vizemeisters und die 120 Anhänger von Bremen nach Friedrichshafen, von wo aus es mit Bussen nach Ravensburg ging. In der ausverkauften Eissporthalle sahen die Zuschauer dann ein packendes Spitzenspiel, in dem die Gastgeber zwar optisch die überlegene Mannschaft waren. Aber die Gäste bestachen vor allem durch ihre Kompaktheit. Und Gerald Kuhn im Tor erwischte wieder einmal einen glänzenden Tag und ließ gegen die Towerstars so gut wie nichts zu. Kapitän Marian Dejdar nutzte seine Gelegenheiten eiskalt aus und legte damit den Grundstein für den 23. Sieg der Fischtown Pinguins im 28. Saisonspiel. Damit wird die Mannschaft von Trainer Ben Doucet, die die ersten beiden Duelle mit Ravensburg noch deutlich verloren hatte, auch über die Weihnachtsfeiertage an der Tabellenspitze liegen. Die Towerstars verloren erstmals in dieser Saison zwei Spiele in Folge.
Tore: 0:1 Marian Dejdar (11:43/PP1), 0:2 Marian Dejdar (37:59/SH1), 0:3 Radek Havel (52:18), 1:3 Brian Roloff (53:59/SH1)
Zuschauer: 3.418
Eispiraten Crimmitschau - Löwen Frankfurt 4:3 (0:1, 2:1, 2:1)
Die Eispiraten begannen zunächst zurückhaltend, kamen nach zehn Minuten aber immer besser in die Partie. In diese Phase fiel dann allerdings die erste Strafzeit gegen die Hausherren, die die Löwen eiskalt ausnutzen. Es entwickelte sich in der Folge eine abwechslungsreiche Begegnung, die an Spannung kaum zu überbieten war. Crimmitschau zeigte sich im Mitteldrittel höchst effektiv, als Dennis Reimer fünf Minuten plus einer Spieldauerdisziplinarstrafe erhielt. Diese Überzahl nutzten die Westsachsen zu zwei Treffern und drehten die Partie. Aber Torschützenkönig Richard Mueller kurz vor der zweiten Pause und Kris Sparre im Schlussabschnitt brachten den Favoriten wieder in Front. Doch die Reaktion der Eispiraten ließ nicht lange auf sich warten: André Schietzold gab die direkte Antwort auf die Gästeführung, und Martin Heinisch nutzte ein erneutes Powerplay zum Siegtor. Für Crimmitschau war es ein ganz wichtiger Erfolg, um nicht den Anschluss an die Playoff-Plätze zu verlieren. Für die Frankfurter geht es zurzeit immer einen Schritt vor und dann wieder einen zurück.
Tore: 0:1 Lukas Laub (12:57/PP1), 1:1 Alexander Höller (28:16/PP1), 2:1 Daniel Bucheli (30:45/PP1), 2:2 Richard Müller (38:41), 2:3 Kris Sparre (46:16), 3:3 André Schietzold (47:30), 4:3 Martin Heinisch (52:04/PP1)
Zuschauer: 2.109
EC Kassel Huskies - Dresdner Eislöwen 3:2 (0:2, 0:0, 3:0)
Die Huskies starteten überlegen ins Spiel, vergaben aber eine Großchance nach der anderen. Thomas Merl scheiterte an der Latte, Jamie MacQueen, Adriano Carciola und Braden Pimm brachten frei vor Dresdens Torhüter Marvin Cüpper den Puck nicht über die Linie. So nutzten die Gäste ihre erste Torchance zum 0:1 durch Mark Cullen, dem ein abgefälschter Schuss auf die Kelle fiel. Im weiteren Verlauf des ersten Durchgangs vergaben Manuel Klinge und Sören Sturm weitere Ausgleichschancen. Vor der ersten Sirene schlug der Gast erneut eiskalt zu und traf durch David Rodman zum 0:2. Im Mittelabschnitt zeigte sich das gleiche Bild: Die Huskies hatten mehr vom Spiel, brachten ihre Möglichkeiten jedoch nicht im Tor unter. Den Höhepunkt in negativer Hinsicht bildete ein 3-auf-1-Konter nach 27 Minuten, der nicht erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Spieler und Fans der Kassel Huskies konnten dann aber im Mittelabschnitt den angestauten Frust herausschreiben, weil da die Scheibe endlich den Weg ins Tor fand. Unter dem Strich war der sechste Sieg in den vergangenen sieben Spielen für die Nordhessen hochverdient. Die Mannschaft von Trainer Rico Rossi kletterte durch die Patzer der Konkurrenten Ravensburg und Frankfurt auf den dritten Tabellenplatz. Dresden muss aufpassen, nicht den Kontakt zu den ersten sechs Plätzen abreißen zu lassen.
Tore: 0:1 Mark Cullen (7:58/PP1), 0:2 David Rodman (18:56), 1:2 Mike Little (46:25), 2:2 Thomas Merl (52:32), 3:2 Manuel Klinge (53:52)
Zuschauer: 3.295
EC Bad Nauheim - ESV Kaufbeuren 2:0 (0:0, 1:0, 1:0)
Auch der ESV Kaufbeuren konnte den Lauf des EC Bad Nauheim nicht stoppen. Die Roten Teufel boten zum wiederholten Male in Colonel-Knight-Stadion eine kompakte Leistung und ließen dem Gegner kaum Luft. Die Tore durch Nick Dineen und Diego Hofland bahnten schließlich den Weg zum sechsten Sieg für Bad Nauheim in Folge. Damit rückte das Team von Trainer Petri Kujala bis auf einen Punkt an den Fünften Ravensburg Towerstars heran. Der ESVK hingegen konnte die Leistung beim 5:1 am Freitag gegen Ravensburg nicht wiederholen, auch weil Trainer Mike Muller sieben wichtige Spieler fehlten.
Tore: 1:0 Nick Dineen (37:08), 2:0 Diego Hofland (52:16)
Zuschauer: 2.415
EHC Freiburg - Lausitzer Füchse 1:3 (0:1, 1:0, 0:2)
Viel konnte Interimstrainer Peter Ihnacak seit seiner Ankunft am Freitag in der Lausitz nicht tun. Die Ausbeute für den einstigen NHL-Profi war aber maximal. Durch die Mannschaft aus Weißwasser ging offenbar ein Ruck. Die sechs Punkte sind eine Ermutigung für die in dieser Saison bislang arg gebeutelten Füchse, bei denen Dirk Rohrbach unter der Woche seine Tätigkeit nach sechs Jahren beendet hatte. Beim Aufsteiger kennt die Eishockey-Begeisterung weiter keine Grenzen. Der Abend in der Franz-Siegel-Halle begann mit dem in Nordamerika sehr populären Teddybear Toss, einer Spendenaktion. Nach der ersten Unterbrechung war das Eis übersät mit Stofftieren. Sportlich läuft es beim EHCF momentan nicht so rund. Nach einem Zwischenhoch musste die Mannschaft von Trainer Leos Sulak nunmehr die sechste Niederlage in den vergangen sieben Spielen hinnehmen.
Bisher:
11.10.2015: Freiburg - Füchse 3:4
29.11.2015: Füchse - Freiburg 3:2 OT
Tore: 0:1 Dennis Swinnen (14:19), 1:1 Milos Vavrusa (29:19/PP1), 1:2 Thomas Götz (25:08), 1:3 Patrik Parkkonen (59:05)
Zuschauer: 2.941
Heilbronner Falken - Starbulls Rosenheim 6:2 (2:1, 3:1, 1:0)
Heilbronns Trainer Manfred Wolf hatte am Sonntagabend nur ein Rumpfaufgebot zur Verfügung. Fünf Verteidiger und zehn Stürmer standen ihm zur Verfügung. Doch seine Spieler zeigten wie schon im ersten Aufeinandertreffen in dieser Saison eine starke Leistung gegen Rosenheim. Mitte November hatten die Falken im Kathrein-Stadion bis kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit ein 3:3 gehalten – und dann doch noch verloren. Diesmal waren die Gastgeber in der Kolbenschmidt-Arena die effektivere Mannschaft. Richard Gelke ragte ebenso heraus wie Brad Schell, dem mit einem Shorthander zum 5:2 eine Vorentscheidung in diesem Spiel gelang. Für den Tabellenletzten Heilbronn war es der fünfte Sieg in den vergangenen acht Spielen. Rosenheim verpasste einen möglichen Sprung auf Rang sieben.
Tore: 1:0 Carsten Gosdeck (2:13/PP1), 1:1 Wade MacLeod (10:06/PP1), 2:1 Richard Gelke (11:11), 3:1 Richard Gelke (24:08), 3:2 Fabian Zick (24:47/SH1), 4:2 Joseph Lewis (28:04), 5:2 Brad Schell (38:12/SH1), 6:2 Carsten Gosdeck (43:59)
Zuschauer: 1.424
28. Spieltag (20. Dezember 2015)
Ravensburg Towerstars - Fischtown Pinguins 1:3 (0:1, 0:1, 1:1)
Eispiraten Crimmitschau - Löwen Frankfurt 4:3 (0:1, 2:1, 2:1)
EC Kassel Huskies - Dresdner Eislöwen 3:2 (0:2, 0:0, 3:0)
EC Bad Nauheim - ESV Kaufbeuren 2:0 (0:0, 1:0, 1:0)
EHC Freiburg - Lausitzer Füchse 1:3 (0:1, 1:0, 0:2)
Heilbronner Falken - Starbulls Rosenheim 6:2 (2:1, 3:1, 1:0)