Von Herzblut getragen. Im Eishockey zuhause.
Zuschauerstärkste 2. Eishockey-Liga Europas
Alle News
Text: DEL2

Bremerhaven fügt Bietigheim die erste Niederlage zu

Die Steelers führten dreimal, aber die Pinguins kämpften immer wieder zurück / Dienstag Spiel 3 in der EgeTrans-Arena live bei Sprade TV

Bremerhaven fügt Bietigheim die erste Niederlage zu
Sven Peter/Hansepixx

Meister Fischtown Pinguins hat das Erfolgsrezept gegen die Bietigheim Steelers gefunden. Die Mannschaft von Trainer Mike Stewart glich die DEL2-Finalserie am Sonntag durch ein 4:3 gegen den Hauptrundenmeister zum 1:1 aus. Bietigheim hatte das Eröffnungsspiel ebenfalls 4:3 gewonnen, führte in Bremerhaven dreimal, konnte aber nicht den zehnten Sieg im zehnten Spiel der diesjährigen Playoffs feiern. Bereits am Dienstag stehen sich die beiden Vorjahresfinalisten wieder im Ellental gegenüber. Sprade TV überträgt ab 20.00 Uhr live.

Fischtown Pinguins - Bietigheim Steelers 4:3 (2:2, 1:1, 1:0) – Serie: 1:1

Der Meister zog zunächst die richtigen Lehren aus dem Spiel 1 in Bietigheim. Disziplin war erstes Gebot. Die Mannschaft von Trainer Mike Stewart leistete sich im ersten Drittel keine einzige Strafzeit. Aber das hielt die Steelers nicht davon ab, wieder mit einem Blitzstart die Richtung anzugeben. Kapitän Adam Borzecki und Robin Just brachten den Hauptrundenmeister innerhalb der ersten sieben Minuten zweimal in Führung. Aber Bremerhaven ließ sich nicht durch die Rückschläge entmutigen und blieb die Antworten, angefeuert durch die eigenen Fans, nicht schuldig. Thomas Zuravlev und Björn Bombis, der die einzige Überzahl im Eröffnungsdrittel nutzte, trafen für den Meister.

Dennoch präsentierte sich Bietigheim nach zuvor neun Siegen in neun Spielen der diesjährigen Playoffs mit großem Selbstbewusstsein. Die Mannschaft von Kevin Gaudet erhöhte im zweiten Abschnitt mächtig den Druck, die Gastgeber wurden dann unsauber, und die Strafbank füllt sich. Trotzdem die Scheibe flüssig lief, konnten die Steelers im Powerplay nicht wie gewohnt zuschlagen. Pinguins-Goalie Jonas Langmann zeichnete sich mehrfach aus. Ganz besonders wichtig für die Gastgeber war eine 3:5-Unterzahl über 74 Sekunden, die schadlos überstanden wurde. Und Bremerhaven, das kaum Offensivaktionen im Mittelabschnitt hatte, nutzte die eigenen Überzahl-Möglichkeiten eiskalt. Pawl Dronia glich 28 Sekunden vor der zweiten Pause die dritte Führung der Bietigheimer durch Frederik Cabana aus.

Doch auch das Unterzahlspiel der Steelers funktionierte. Zu Beginn des Schlussabschnitts meisterten das Gaudet-Team 60 Sekunden mit zwei Spielern weniger auf dem Eis. Die Dominanz der Gäste, insbesondere im Mittelabschnitt, verflüchtigte sich aber. Mehr und mehr übernahmen die Pinguins die Initiative und belohnten sich mit der ersten Führung in dieser Serie. Wieder war viel los vor dem Tor, und die Scheibe fand an Bietigheims Goalie Sinisa Martinovic vorbei den Weg über die Linie. Die Spannung stieg von Minute zu Minute, beide Mannschaften lieferten sich einen Kampf auf Augenhöhe. Die Schlussoffensive des Hauptrundenmeisters überstand Bremerhaven mit viel Einsatz schadlos.

Tore: 0:1 Adam Borzecki (1:09), 1:1 Thomas Zuravlev (1:55), 1:2 Robin Just (6:54), 2:2 Björn Bombis (10:25/PP1), 2:3 Frederik Cabana (25:36), 3:3 Pawel Dronia (39:32/PP1), 4:3 Brendan Cook (45:10)
Zuschauer: 4.422
 

Artikel teilen