Bremerhaven und Bietigheim bauen ihren Vorsprung aus
Kassel betreibt Wiedergutmachung / Falken gewinnen in Crimmitschau / Krimi in Frankfurt
Der Primus ist nicht aufzuhalten: Vizemeister Bremerhaven feierte beim 4:3 in Dresden den siebten Sieg in Folge und hat nach dem erneuten Dreier weiterhin sechs Punkte Vorsprung auf Meister Bietigheim, der sich in Bad Nauheim mit 6:1 durchsetzte – Mann des Spiels war Justin Kelly, der vier Tore beisteuerte. Dahinter nahmen sich die Verfolger gegenseitig die Punkte weg. Der SC Riessersee setzte sich gegen Ravensburg mit 4:3 durch, während Kassel ein überzeugendes 7:0 gegen Kaufbeuren feierte und Heilbronn mit 3:2 in Crimmitschau gewann. Die Lausitzer Füchse setzten sich nach Verlängerung 3:2 gegen Aufsteiger Freiburg durch und Frankfurt unterlag Rosenheim trotz einer 3:0-Führung im Shootout mit 5:6.
Eispiraten Crimmitschau – Heilbronner Falken 2:3 (0:1, 2:2, 0:0)
(Foto: Tommy Valdivia Castro) Crimmitschau und Heilbronn erspielten sich im ersten Durchgang gute Chancen, scheiterten jedoch immer wieder an den gut aufgelegten Torhütern. Lediglich Brad Schell (18.) war erfolgreich und sorgte für eine Heilbronner Führung. Nach dem Seitenwechsel waren es die Eispiraten, die die Partie mit zwei Powerplaytoren drehten, aber die Falken reagierten mit einer Tempoverschärfung. Die Gäste übernahmen das Kommando und nach Toren von Joseph Lewis (33.) und Aziz Baazzi (36.) erneut die Führung, die bis zur Schlusssirene bestand hatte.
Tore: 0:1 Brad Schell (17:06), 1:1 Matthew Foy (24:15/PP2), 2:1 André Schietzold (28:50/PP1), 2:2 Joseph Lewis (32:16), 2:3 Aziz Baazzi (35:59)
Zuschauer: 1.506
Dresdner Eislöwen – Fischtown Pinguins 3:4 (0:2, 0:1, 3:1)
(Foto: rkphotografie.de)In Dresden hatten die Hausherren im Duell mit dem Spitzenreiter ein deutliches Chancenplus, aber es waren die Pinguins, die in Front gingen. Tim Miller sowie Jordan Owens, der in Unterzahl erfolgreich war, legten in der 19. Spielminute einen klassischen Doppelschlag für die Seestädter hin und nach dem Seitenwechsel war es Björn Bombis (23.) der den Vorsprung ausbaute. Den Anschlusstreffer der Eislöwen durch Feodor Boiarchinov (52.) konterte Jordan Owens nur Sekunden später. In der Schlussphase brachten Petr Macholda (54.) und Steven Rupprich (60.) die Sachsen noch einmal heran, aber es blieb beim Sieg für den Vizemeister.
Tore: 0:1 Tim Miller (18:01), 0:2 Jordan Owens (18:51/SH1), 0:3 Björn Bombis (22:48), 1:3 Feodor Boiarchinov (51:02), 1:4 Jordan Owens (31:57), 2:4 Petr Macholda (53:31/PP1), 3:4 Steven Rupprich (59:21)
Zuschauer: 2.022
Kassel Huskies – ESV Kaufbeuren 7:0 (3:0, 1:0, 3:0)
Einseitig ging es am Sonntagabend in Kassel zu – zumindest auf der Anzeigetafel. Kaufbeuren spielte gegen die Huskies mit, hatte aber kein Glück im Abschluss. Ganz anders die Hausherren. Jamie MacQueen läutete den hessischen Torreigen mit zwei Powerplaytoren ein und Taylor Carnevale (18.) erhöhte noch vor der ersten Pause. Im Zweiten Durchgang war Sören Sturm (35.) für die Gastgeber erfolgreich, ehe Carnevale (47.), Alexander Heinrich (50.) und Adriano Carciola (58.) das Ergebnis nochmal nach oben schraubten.
Tore: 1:0 Jamie MacQueen (2:46/PP2), 2:0 Jamie MacQueen (10:17/PP1), 3:0 Taylor Carnevale (17:52), 4:0 Sören Sturm (34:59), 5:0 Taylor Carnevale (46:52), 6:0 Alexander Heinrich (49:28/PP1), 7:0 Adriano Carciola (57:37)
Zuschauer: 2.765
SC Riessersee – Ravensburg Towerstars 4:3 (0:1, 1:0, 3:2)
An der Zugspitze brauchte der SCR einen Shorthander der Towerstars durch Brandon MacLean (8.) als Wecker, doch in der Folge wurde Garmisch immer stärker. Andreas Eder (30.) glich im zweiten Abschnitt aus, ehe der furiose Schlussabschnitt begann. Hier waren es die Hausherren, die durch Mattias Beck vorlegten, bevor Simon Sezemsky (48.) egalisierte. Nur Sekunden später brachte Florian Vollmer (49.) den SCR erneut nach vorn und Andreas Eder (53.) legte mit seinem zweiten Tor an diesem Abend nach. Brandon MacLean (56.) sorgte im Powerplay noch einmal für Spannung, doch die Gastgeber retteten das Ergebnis in einer spannenden Schlussphase über die Zeit.
Tore: 0:1 Brandon MacLean (7:49/SH1), 1:1 Andreas Eder (29:01/PP1), 2:1 Mattias Beck (44:32), 2:2 Simon Sezemsky (47:52/PP1), 3:2 Florian Vollmer (48:45/PP1), 4:2 Andreas Eder (52:49), 4:3 Brandon MacLean (55:19/PP1)
Zuschauer: 2.200
Lausitzer Füchse – Wölfe Freiburg 3:2 (1:0, 1:1, 0:1, 1:0) OT
Weißwasser erwischte im Fuchsbau einen guten Start und ging nach einem Treffer von Greg Classen (6.) gegen den Aufsteiger in Front. Nach dem Seitenwechsel war es Thomas Götz, der in einer ausgeglichenen Partie erhöhte, aber nur 53 Sekunden später verkürzte Jannik Herm für Freiburg. Im Schlussabschnitt verteidigten die Hausherren mit Mann und Maus, mussten aber den späten Ausgleich des Aufsteigers durch David Vrbata (59.) hinnehmen. In der fälligen Verlängerung sicherte Patrik Parkkonen den Lausitzer Füchsen den Extrapunkt.
Tore: 1:0 Greg Classen (5:17), 2:0 Thomas Götz (32:12/PP1), 2:1 Jannik Herm (33:05/PP1), 2:2 David Vrbata (58:20), 3:2 Patrik Parkkonen (64:18/PP1)
Zuschauer:
EC Bad Nauheim – Bietigheim Steelers 1:6 (0:2, 0:2, 1:2)
Gegen Meister Bietigheim hatte Bad Nauheim am Sonntagabend nicht viel zu bestellen. Bereits in der vierten Spielminute schoss David Wrigley die Steelers in Front und Marcus Sommerfeld (12.) traf zum 2:0. Nach einem gleichen Verlauf im zweiten Durchgang, was es Justin Kelly, der in der 48. Spielminute seinen Hattrick komplettierte und nach dem Ehrentreffer des Hessen durch Leon Niederberger (49.) noch ein viertes Tor zum 6:1-Endstand folgen ließ (56.).
Tore: 0:1 Justin Kelly (3:30), 0:2 Marcus Sommerfeld (11:28/PP1), 0:3 Dennis Palka (24:37), 0:4 Justin Kelly (33:11/PP1), 0:5 Justin Kelly (47:18/PP1), 1:5 Leon Niederberger (48:37), 1:6 Justin Kelly (55:49)
Löwen Frankfurt – Starbulls Rosenheim 5:6 (2:0, 2:2, 1:3, 0:0, 0:1) SO
Frankfurt erwischte gegen Rosenheim einen perfekten Start. Nach nur 22 Sekunden war Stefan Chaput für die Hessen erfolgreich und bis zur 22. Spielminute führten die Hausherren mit 3:0. In der Folge meldete aber auch Rosenheim Ambitionen auf Punkte an. Christian Neuert (23., 28.) brachte die Gäste mit einem Doppelpack heran. Clarke Breitkreuz (32.) konnte zwar noch einmal in die Druckphase der Starbulls reinfunken, doch mit drei schnellen Toren zwischen der 45. und 50. Spielminute drehten die Bayern die Partie. David Cespiva (51.) konnte ein folgendes Powerplay für die Löwen zum Ausgleich nutzen und schickte die Partie in die torlose Verlängerung. Im fälligen Shootout sicherte C.J. Stretch Rosenheim den Extrapunkt.
Tore: 1:0 Stefan Chaput (0:22), 2:0 Henry Martens (6:39), 3:0 Mike Card (21:43), 3:1 Christian Neuert (22:37), 3:2 Christian Neuert (27:02/SH1), 4:2 Clarke Breitkreuz (31:19), 4:3 Josef Frank (44:30/PP1), 4:4 Manuel Edfelder (48:14), 4:5 Michael Rohner (49:00/PP1), 5:5 David Cespiva (50:19/PP1), 5:6 C.J. Stretch (SO)
Der 22. DEL2-Spieltag im Überblick:
Eispiraten Crimmitschau – Heilbronner Falken 2:3 (0:1, 2:2, 0:0)
Dresdner Eislöwen – Fischtown Pinguins 3:4 (0:2, 0:1, 3:1)
Kassel Huskies – ESV Kaufbeuren 7:0 (3:0, 1:0, 3:0)
SC Riessersee – Ravensburg Towerstars 4:3 (0:1, 1:0, 3:2)
Lausitzer Füchse – Wölfe Freiburg 3:2 (1:0, 1:1, 0:1, 1:0) OT
EC Bad Nauheim – Bietigheim Steelers 1:6 (0:2, 0:2, 1:2)
Löwen Frankfurt – Starbulls Rosenheim 5:6 (2:0, 2:2, 1:3,0:0, 0:1) SO
Die Highlights gibt es in Kürze in unserem Videocenter.