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Text: DEL2

Bremerhavens OT-Spezialisten schreiben ein Stück DEL2-Geschichte

3 x 3:2 in Serie ein Novum / Rosenheims Serie der verpassten Chancen / Brillante Zuschauer-Zahlen: 1.022.947

Bremerhavens OT-Spezialisten schreiben ein Stück DEL2-Geschichte
Sven Peter/Hansepixx

Hauptrundenprimus Bietigheim Steelers, Aufsteiger Löwen Frankfurt und Meister Fischtown Pinguins fehlt jeweils nur noch ein Sieg zum Einzug in das Playoff-Halbfinale. Mit einem Rekord verschaffte sich Bremerhaven eine 3:0-Führung in der Viertelfinalserie gegen die Starbulls Rosenheim: Noch nie feierte ein Team in den Playoffs drei Siege nach Verlängerung in Folge und mit dem gleichen Ergebnis. Ein 3:2-Triple kann jeden Gegner zermürben. Derartige Thriller in der entscheidenden Saisonphase ziehen die Fans wie schon in der spannenden Hauptrunde in die Hallen. Die Schallmauer von einer Million Besucher ist erstmals durchbrochen. Die DEL2 registriert nach 364 Vorrunden-Spielen und dem bisherigen Programm in den Playoffs und Playdowns 1.022.947 Zuschauer.

Bremerhaven gehört neben dem Zuschauer-Krösus Frankfurt und Mitaufsteiger Kassel Huskies zu den Zugnummern. 4.010 Fans verfolgten am Dienstagabend in der Arena am Wilhelm-Kaisen-Platz erneut einen Krimi zwischen den Pinguins und den Starbulls. Beide Mannschaft trieben es dabei zum dritten Mal auf die Spitze: Rosenheim führte durch den Doppelpack von Tyler McNeely nach dem ersten Drittel 2:0, Bremerhaven kam mit fast penetranter Geduld sukzessive zurück und schlug erneut in der Verlängerung, diesmal nach 75:43 Minuten Eishockey in Person von Gabe Guentzel, zu.

„Persönlich glaube ich, dass die Fans beider Lager erneut voll auf ihre Kosten gekommen sind und auch gestern miterleben durften, wie spannend und dramatisch Eishockey sein kann“, sagte Bremerhavens Trainer Mike Stewart am Tag nach dem erneuten Husarenstück. Dem stimmte Teammanager Alfred Prey zu: „ Wenn an einem Dienstagabend 4010 Fans für eine Gänsehaut-Atmosphäre sorgen, zwei Mannschaften alles geben um zu gewinnen und man am Ende einen Eishockeykrimi noch für sich entscheiden kann, dann darf man zufrieden nach Hause gehen!"

Für die Rosenheimer muss die 900 Kilometer lange Rückreise in die Heimat nicht gerade ein Vergnügen gewesen sein. Das Team von Trainer Franz Steer hätte alle drei Spiele gewinnen können. Im Auftakt-Duell führte man 2:1, am vergangenen Sonntag konnte man beim Stande von 2:2 im Schlussdrittel einen Penaltyshot sowie zwei Überzahlspiele in Overtime nicht nutzen. Und in Spiel 3 gab man eben die Zwei-Tore-Führung aus der Hand. Das kann einen zermürben. Ein 0:3-Rückstand ist eigentlich kaum wettzumachen und wäre in den Bereich kleiner Wunder einzuordnen. Ungeachtet dessen will Mike Stewart weiterhin die Konzentration hochhalten. „Ja, wir haben gestern Abend ein Spiel gewonnen, jedoch noch lange nicht die Serie“, sagte Stewart.

Das gilt natürlich auch für Bietigheim und Frankfurt. Die Steelers machten es nach zwei 2:1-Siegen nach Verlängerung am Dienstag gegen die Dresdner Eislöwen schnell. 5:0 hieß es am Ende. Vier Tore erzielte der Hauptrundenmeister im ersten Drittel, überragender Spieler der Mannschaft David Wrigley mit einem Unterzahltor, einem Powerplay-Treffer und einem Tor bei fünf gegen fünf. Und die Löwen Frankfurt schreiben weiter an ihrer erstaunlichen Geschichte. Die Mannschaft von Trainer Tim Kehler ließ sich von einem Rückstand gegen die  Ravensburg Towerstars wie schon beim 4:2 im Auftaktspiel nicht beeindrucken und hat nach dem 4:1 am Dienstag und einer 3:0-Führung nach Spielen das Halbfinale vor Augen. "Es war kein großartiges Spiel, aber ein großartiger Sieg. Antti Ore machte den Unterschied aus, und in Unterzahl haben wir sehr stark verteidigt", sagte Kehler unter anderem zur Leistung seines finnischen Goalies. In der Serie mit dem EV Landshut angekommen ist der Vorrundendritte Kassel Huskies, der dank eines 6:3-Sieges in der Serie auf 2:1 verkürzte. In den Playdowns steht es in beiden Duellen ebenfalls jeweils 2:1 für die vermeintlichen Favoriten EC Bad Nauheim und Eispiraten Crimmitschau. Die Roten Teufel besiegten den ESV Kaufbeuren mit 5:2, Crimmitschau die Heilbronner Falken mit 6:4.

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