Bremerhavens Traumreise durch Europa mit Silber belohnt
DEB-Präsident Franz Reindl ehrt die Pinguins für Platz zwei beim Continental Cup / Rudorisch: „Unterstreicht die Leistungsfähigkeit der DEL2-Standorte“
Die offizielle Uhr machte nicht mehr bis zum Schluss eines tollen Turniers mit. Bei 2:54 Minuten der Overtime blieb sie stehen – aber die Fischtown Pinguins ließen sich nicht stoppen. Von Rang zwei im Continental Cup hatte kaum jemand beim DEL2-Meister zu träumen gewagt. Minuten nach dem 3:2-Sieg im Shootout gegen die Angers Ducs wurde der Coup für Spieler, Trainer und die Verantwortlichen der Seestädter Realität, als sie aus den Händen von DEB-Präsident Franz Reindl die Silbermedaillen erhielten. Der Jubel der 3.024 Zuschauer begleitete die Zeremonie in der Arena am Wilhelm-Kaisen-Platz (Foto: Sven Peter/Hansepixx).
"Man muss die Fischtown Pinguins Bremerhaven beglückwünschen! Sie haben starke Leistungen im Continental Cup gezeigt und zu Recht am Ende auch den tollen 2. Platz erkämpft! Damit haben Sie die DEL2 international hervorragend präsentiert“, sagte DEL2-Geschäftsführer René Rudorisch, der vor Ort einmal mehr Zeuge eines sportlich einwandfreien Auftretens der Norddeutschen war. Viel Beachtung fand auch die Organisation der Veranstaltung. „Bremerhaven war zwei Mal professioneller Ausrichter eines der Continental-Cup-Turniere, haben dies perfekt umgesetzt und haben zu Recht dafür viel Lob von Seiten der IIHF erhalten. Dies unterstreicht die Leistungsfähigkeit der DEL2-Standorte sportlich wir organisatorisch", sagte Rudorisch.
Stolz war auch Bremerhavens Teammanager Alfred Prey: "Für den Club, die Stadt und die gesamte Elbe-Weser Region war die Finalrunde um den Continental Cup das sportliche Highlight des noch jungen Jahres. Wir glauben, dass wir gute Gastgeber waren und sind uns sicher, dass wir das deutsche Eishockey gut vertreten haben. Die errungene Silbermedaille, der Zuspruch des Publikums und die einmalige Atmosphäre durch unsere Fans haben wieder einmal bewiesen, dass Bremerhaven eine Eishockey Stadt ist. Am Ende des Turniers gab es eigentlich nur Gewinner.“
Von den neun Spielen im Laufe des Wettbewerbs verlor die Mannschaft von Trainer Mike Stewart gerade einmal zwei. Beim Halbfinal-Turnier in Ritten unterlag man Ertis Pawlodar knapp mit 2:3 und qualifizierte sich dann noch mit zwei Siegen für das Super Final. Als Lohn dafür legte die IIHF Bremerhaven erneut als Spielort fest. Nach einem Traumstart beim 5:4 gegen Pawlodar erlitt man dann ein 2:6 gegen den verdienten Turniersieger Neman Grodno. Der zweite Platz lässt die Leistungen des DEL2-Clubs in einem besonderen Licht erscheinen.
René Rudorisch hofft nun darauf, dass dieser Auftritt beim Weltverband für die Zukunft doch noch etwas bewirkt. "Ich würde mir wünschen, dass man auf Seiten der IIHF die Entscheidung, dass zukünftig kein Zweitligist mehr im Rahmen des europäischen Wettbewerbes teilnehmen darf, überdenkt“, sagte Rudorisch und begründete seine Hoffnung: „Sportlich wir organisatorisch war die Teilnahme des DEL2-Ligisten für den Continental Cup eine deutliche Bereicherung und fast 9.000 Zuschauer am Finalwochenende, verbunden mit einer riesigen Stimmung in der Eisarena Bremerhaven belegen, dass die Wertigkeit des Cups auch in Deutschland hoch eingeschätzt wurde! Hierauf sollte man aufbauen.“