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Text: DEL2

Chance für Bietigheim – Bremerhaven muss Spitze in Kassel verteidigen

Steelers brennen auf Revanche gegen Aufsteiger Freiburg. Im Topspiel stehen sich Frankfurt und Ravensburg gegenüber.

Chance für Bietigheim – Bremerhaven muss Spitze in Kassel verteidigen
MDakov

Vor der Länderspielpause steht Vizemeister Fischtown Pinguins nochmal ein Stahlbad bevor. Die Mannschaft von Trainer Ben Doucet muss der durchwachsenen Leistung beim 6:4 gegen Heilbronn am Freitag eine klare Steigerung folgen lassen, um die Tabellenführung bei den Kassel Huskies erfolgreich zu verteidigen. Denn in Lauerstellung ist der DEL2-Finalrivale Bietigheim Steelers. Der Meister ist heiß auf die Revanche gegen Aufsteiger EHC Freiburg, der vor knapp einem Monat mit dem 7:3 gegen die Steelers für einen Paukenschlag sorgte. Seitdem allerdings hat Bietigheim alle sieben Spiele gewonnen. Das zweite Topspiel neben Kassel-Bremerhaven steigt zwischen den Löwen Frankfurt und den Ravensburg Towerstars. Fünf der sieben Spiele sind bei Sprade TV im Livestream zu sehen.

Bietigheim Steelers - EHC Freiburg (17.00 Uhr/Live bei Sprade TV)

Bietigheims Coach Kevin Gaudet wirkte nach dem überraschenden 3:7 seines Teams vor einem Monat in Freiburg müde und auch etwas ratlos. Der Kanadier hinterfragte zwischen den Zeilen die Motivationslage seiner Spieler nach dem Meistertitel. Ganz offensichtlich haben die Gespräche gefruchtet. Von Rang sieben kämpfte sich der Titelverteidiger mittlerweile auf Platz zwei und liegt nur zwei Punkte hinter dem Finalrivalen Fischtown Pinguins. Ganz besonders aber will man die Scharte gegen die Breisgauer auswetzen. Beim EHC lief es genau in die entgegengesetzte Richtung. Die Mannschaft von Trainer Leos Sulak verlor seit dem Coup gegen den Meister alle sieben Spiele. Besonders schmerzhaft war unter anderem die 2:3-Niederlage gegen Heilbronn, als der EHC eine 2:0-Führung aus der Hand gab. 

Bisher:

04.10.2015: Freiburg - Bietigheim 7:3

Kassel Huskies - Fischtown Pinguins (17.00 Uhr)

Bremerhavens Trainer Ben Doucet blickte mit einem Augenzwinkern auf das Spektakel im ersten Spiel bei den Kassel Huskies zurück. „Wir freuen uns auf die Partie in Nordhessen. Da haben wir noch einiges gut zu machen!“, sagte Doucet. Damals kassierten die Pinguins durch das 5:6 in einem langen Shootout die erste Saisonniederlage. Aber auch nach dem 6:4 am Freitag gegen die Heilbronner Falken muss sich beim Vizemeister einiges ändern. Zweimal gaben die Hausherren eine scheinbar sichere Drei-Tore-Führung aus der Hand. Doucet war nach dem Spiel sichtbar unzufrieden, weil es defensiv ähnlich unbefriedigend lief wie beim 1:6 in Ravensburg. Huskies-Coach Rico Rossi war ebenfalls nicht ganz zufrieden. Die Huskies mischten bei den Dresdner Eislöwen zwar munter mit, waren aber nicht so zwingend vor dem Tor und mussten ein 2:5 hinnehmen. „Dresden war von Beginn an in allen Bereichen klar besser - körperlich und auch taktisch. Wir haben versucht durch unsere Technik zu überzeugen, haben aber Struktur vermissen lassen und nicht unser Spiel aufs Eis gebracht. Nichtsdestotrotz hat mir unser Kampfgeist im letzten Drittel gefallen“, sagte Rossi.

Bisher:

18.09.2015: Kassel - Pinguins 6:5 SO

ESV Kaufbeuren - Eispiraten Crimmitschau (17.00 Uhr/Live bei Sprade TV)

Seit einiger Zeit liefern sich beide Teams ein heißes Duell am Rande der Playoff-Zone. Nach dem 15. Spieltag liegen beide Teams nach Punkten gleichauf, der ESVK hat dank der potenten Offensiv-Abteilung ein wenig die Nase vorn und liegt auf dem zehnten Platz. Den bescherte sich die Mannschaft von Trainer Mike Muller mit  dem 4:3 in Freiburg, dem ersten Auswärtssieg in dieser Saison. Am Berliner Platz hingegen läuft es sehr gut in dieser Spielzeit. Dem 4:1 im ersten Duell gegen die Eispiraten folgten drei weitere Heimsiege. Crimmitschau hat trotz der Personalmisere Blut geleckt und sich mit einer Serie von vier Siegen in Folge im Kampf um die Playoffs in Position gebracht. Am Freitagabend wurden die Eispiraten dann von Bietigheim gestoppt. Aber Achtung: Die letzten beiden Auswärtsspiel gewannen die Westsachsen.

Bisher:

02.10.2015: Kaufbeuren - Crimmitschau 4:1

Starbulls Rosenheim - Lausitzer Füchse (17.00 Uhr/Live bei Sprade TV)

Der Kontrast zwischen Heimspielen und Auswärtsauftritten hat sich bei den Starbulls in der laufenden Saison verfestigt. Trainer Franz Steer hat im bisherigen Saisonverlauf immer wieder mit Personalproblemen zu kämpfen. Aber seltsamerweise gelingen trotz der Einschränkungen im Kathrein-Stadion immer wieder bemerkenswerte Ergebnisse wie das 4:2 gegen Tabellenführer Fischtown Pinguins. Trostlos ist die Bilanz auswärts mit einem Overtime-Sieg in acht Begegnungen. Den rettete seinerzeit CJ Stretch mit seinem Winner in der Lausitz. Dort hatte Rosenheim gar eine 3:0-Führung abgegeben. Derartige Leistungen können die Füchse derzeit nicht abrufen. Auch Trainer Dirk Rohrbach, der ohnehin schon mit einem schmaleren Budget haushalten muss, stopft wie Kollege Steer immer wieder Löcher. Am Freitag war das 1:2 gegen die Löwen Frankfurt ein Lichtblick. „Wir haben uns ganz anders präsentiert, wie in der letzten Woche. Mit unserer defensiven Taktik, haben wir unser Spiel stabilisiert. Wenn ich diese Partie mit den letzten Spielen gegen Frankfurt vergleiche, war das unser bestes Spiel gegen die Löwen. Wir haben uns leider nicht belohnt, obwohl einige Möglichkeiten zum Ausgleich da waren“, sagte Rohrbach.

Bisher:

27.09.2015: Füchse - Rosenheim 3:4 OT

EC Bad Nauheim - Dresdner Eislöwen (18.30 Uhr/Live bei Sprade TV)

Auf die Fans wartet eine hochinteressante Auseinandersetzung. Der EC Bad Nauheim gehört im bisherigen Saisonverlauf zu den beständigsten Teams und holte in elf der bisherigen 15 Spiele Punkte. Besonders im Colonel-Knight-Stadion besticht die Mannschaft von Trainer Petri Kujala. Ein Beleg war der 1:0-Shutout-Sieg gegen den offensiv starken hessischen Rivalen aus Frankfurt. Aber Kujala muss derzeit personell in die Trickkiste greifen. Beim 2:1 am Freitag in Garmisch  konnte der Finne nur drei Reihen aufbieten. „Es war kein schönes Spiel. Aber die drei Punkte waren natürlich sehr wichtig für uns. Deshalb bin ich sehr zufrieden“, sagte Kujala. Die Dresdner Eislöwen beendeten mit dem 5:2 gegen die Kassel Huskies in eindrucksvoller Weise ihre Durststrecke und gucken wieder Richtung Spitze. „Wir haben über 40 Minuten gut gespielt, offensiv viele Chancen kreiert. Uns war klar, dass Kassel im letzten Drittel mit allen Mitteln die Wende schaffen will. Brett Jaeger hat aber einen super Job gemacht“, sagte Eislöwen-Coach Thomas Popiesch zu seinem Goalie.

Bisher:

18.09.2015: Dresden - Bad Nauheim 2:1 SO

Löwen Frankfurt - Ravensburg Towerstars (18.30 Uhr/Live bei Sprade TV)

Die Fans dürfen sich auf ein tolles Spiel freuen. Doch nicht nur wegen des derzeitigen Hochs bei beiden Clubs ist Spannung garantiert, sondern auch wegen der Brisanz. Sieben der letzten neun direkten Duelle entschieden die Hessen für sich. Besonders gerne werden sich Trainer Tim Kehler und seine Spieler an den Sweep im Playoff-Viertelfinale im März dieses Jahres und an das erste Spiel in Ravensburg in dieser Saison erinnern. Beide Teams haben die vergangenen drei Spiele gewonnen. „Es war ein glücklicher Sieg für uns. Unser Torwart Philip Lehr hat sehr gut gehalten und war unser bester Mann. Wir haben einen Weg gefunden, dieses Spiel zu gewinnen, auch wenn Weißwasser im zweiten und letzten Drittel sehr viel Druck gemacht hat“, sagte Kehler zum 2:1 am Freitag in der Lausitz. Rauschende Eishockey-Feste boten die Towerstars zuletzt: 9:1 in Weißwasser, 6:1 gegen Tabellenführer Bremerhaven und 5:1 gegen Rosenheim. Die Scorerliste ist mit Brian Roloff (24 Punkte), Mathieu Tousignant und Konstantin Schmidt (je 23) in Ravensburger Hand, Neuzugang Tousignant führt die Torjägerliste an (13 Tore).

Bisher:

04.10.2015: Ravensburg - Frankfurt 1:3

Heilbronner Falken - SC Riessersee (18.30 Uhr)

So allmählich scheint in Heilbronn die Arbeit zu fruchten. Jüngster Beleg war für die Falken am Freitag der starke Auftritt beim Spitzenreiter Bremerhaven. Trainer Manfred Wolf gab seinem Team auch verdientes Lob für die Moral nach einem 0:3- und 2:5-Rückstand. „Aber wir können noch zu selten eine Leistung über 60 Minuten bringen. Auch in Bremerhaven haben uns erneut leichte Fehler zurückgeworfen“, sagte Wolf. Beim SC Riessersee fällt derzeit wegen der Personalmisere jeder Schritt schwer. „Wir haben das Spiel über drei Drittel kontrolliert und dominiert. Aber der Bad Nauheimer Goalie war sehr gut“, sagte SCR-Coach Tim Regan. Auch seinem Team fehlt es nicht an Charakter, aber derzeit an Durchschlagskraft.

Bisher:

18.09.2015: Riessersee - Heilbronn 5:4

Der 16. Spieltag im Überblick:

Bietigheim Steelers - EHC Freiburg (17.00 Uhr/Live bei Sprade TV)
Kassel Huskies - Fischtown Pinguins (17.00 Uhr)
ESV Kaufbeuren - Eispiraten Crimmitschau (17.00 Uhr/Live bei Sprade TV)
Starbulls Rosenheim - Lausitzer Füchse (17.00 Uhr/Live bei Sprade TV)
EC Bad Nauheim - Dresdner Eislöwen (18.30 Uhr/Live bei Sprade TV)
Löwen Frankfurt - Ravensburg Towerstars (18.30 Uhr/Live bei Sprade TV)
Heilbronner Falken - SC Riessersee (18.30 Uhr)

 

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