Continental Cup in Bremerhaven – Erster Gegner der Pinguins ist ZSKA Sofia
Bulgaren reisen als Sieger des Erstrunden-Turniers an / Slowakische und russische Spieler bilden den Stamm
Am kommenden Wochenende steigt das Zweitrunden-Turnier im Continental Cup. Stolzer Gastgeber ist DEL2-Meister Fischtown Pinguins, der sich auch ein wenig Hoffnungen auf den Turniersieg und das Erreichen der dritten Runde in Ritten/Südtirol macht. DEL-2.org stellt die Gegner ZSKA Sofia, Tilburg Trappers und Belfast Giants vor. Den Anfang macht der bulgarische Rekordmeister Sofia, am Freitag (20.00 Uhr) erster Gegner der Pinguins.
Spannung lag über dem Winterpalast in Sofia, als in der ersten Runde des diesjährigen Continental Cup das Team von ZSKA Sofia sich anschickte, den Sprung in die zweite Runde zu schaffen und sich somit die Reise nach Bremerhaven zu sichern. Doch zunächst musste sich das Team von Trainer Kiril Hodulov gegen die anderen Teilnehmer CG Puigcerda aus Spanien, Beostar Belgrad aus Serbien und den türkischen Meister Izmir BJBSK durchsetzen.
Aus dem illustren Teilnehmerfeld hatten bisher nur die Bulgaren bereits Continental Cup Luft geschnuppert und galten nicht zuletzt aus diesem Grund als Favorit für das heimische Turnier. Nach der 22. Meisterschaft im Jahre 2013 hatte CSKA nach langer Abwesenheit bereits in der letzten Saison in der ersten Runde des Cups internationale Luft schnuppern dürfen, dies jedoch nur mit mäßigem Erfolg. Nach einem Sieg gegen Bipolo Vitoria-Gasteiz (Spanien) verloren die Bulgaren dann aber zweimal mit 3: 5 gegen Partizan Belgrad (Serbien) und Viiking Sport Tallinn (Estland), was das Aus für den bulgarischen Rekordmeister bedeutete. Ein bitterer „Sudden Death“, da damals drei Teams mit jeweils drei Punkten in einem Tie-Break das Team Bipolo aufgrund der besseren Tordifferenz nach England reisen lassen mussten.
Dies sollte sich in diesem Jahr grundsätzlich ändern: "Das einzige Ziel, das wir anstreben ist der erste Platz im Turnier, wenngleich es sehr schwierig werden wird. Wir wollen der Öffentlichkeit zeigen, dass bulgarische Teams auch gegen starke Konkurrenz in der Lage sind zu gewinnen. Wir werden gut organisiert und vorbereitet sein. Management und Team haben eine Menge Anstrengungen unternommen um dieses Ziel zu erreichen", sagte Cheftrainer Kiril Hodulov vor Beginn des Wettkampfes.
Dass ZSKA nicht zu unterschätzen ist, zeigt ein schneller Blick auf den Kader der Bulgaren. Star im ZSKA Team ist Andrej Muchachew, der über eine Menge KHL Erfahrung verfügt, zweimal mit AK Bars Kazan die Meisterschaft gewann und auch in Omsk, Khabarowsk und Chelyabinsk spielte. Mit weiteren acht slowakischen und vier russischen Spielern zeigt das Gesicht von ZSKA deutlich Spuren osteuropäischen Eishockeys. Die Ikone der Bulgaren, Torhüter Konstantin Mihaylov, der mehr als 20 Weltmeisterschaften für sein Heimatland gespielt hat, wird in dieser Saison durch Sergej Klimentiew ersetzt, der aus Russland von Kristall Elektrostal in die Millionenstadt an der Iskar gewechselt ist. Ein interessanter Spieler ist zudem Georgi Iskrenov, der seine Ausbildung als Eishockeyspieler in den USA absolvierte, wo er über Virginia Express, Washington Junior in der letzten Spielzeit an die Iowa State University gewechselt war und nun bei ZSKA für Furore sorgen soll. Iskrenov hat in den bisherigen Spielen durch gute Leistungen beim kritischen Publikum in Sofia einen guten Eindruck hinterlassen und genießt auch sonst viel Sympathie. Sein Vater Bozhidar Iskrenov war Fußballprofi, wurde mit Levski Sofia dreimal Meister und spielte auch für die bulgarische Nationalmannschaft. In der Seestadt wartet man mit Spannung auf den Auftritt der Bulgaren, die bereits am ersten Abend mit dem Team von Mike Stewart die Schläger kreuzen werden.