Crimmitschau sichert in einem spannenden Finish die Klasse
Eispiraten siegen 3:2 gegen Heilbronn und holen vierten Sieg in der Playdown-Serie / Bad Nauheim kann am Dienstag alles klar machen
Die Eispiraten Crimmitschau dürfen in den verdienten Urlaub nach dem vierten Sieg in der Playdown-Serie mit den Heilbronner Falken. Die Heilbronner müssen im Kampf um den Klassenerhalt nochmal ran. Der Gegner wird noch ermittelt. Nach dem 1:0 gegen den ESV Kaufbeuren führt der EC Bad Nauheim in der Serie mit 3:2.
Eispiraten Crimmitschau - Heilbronner Falken 3:2 (1:0, 0:1, 2:1) - Serie: 4:1
Eine tolle Geste der Eispiraten Crimmitschau hielt den verspäteten Beginn des fünften Spiels in Grenzen. Der Bus mit Mannschaft und Verantwortlichen der Falken war auf dem Weg nach Crimmitschau liegen geblieben. Die Crimmitschauer schickten kurzerhand ihren Mannschaftsbus, um den Gegner abzuholen. Somit wurde die Scheibe zum ersten Bully mit 76 Minuten Verspätung im prächtig gefüllten Sahnpark geworfen. Und es entwickelte sich eine dramatische Auseinandersetzung, in der die Gäste unbeeindruckt von den Reisestrapazen ihre Chance auf ein sechstes Spiel suchten. Das erste Drittel gehörte den Gastgebern, die mehr taten und ständig vor dem Tor der Falken waren. Ein anderes Bild im Mittelabschnitt, der den Falken gehörte. Zu Beginn des Schlussdrittels gab es dann zunächst die kalte Dusche für die Eispiraten durch Sergej Janzens Tor. Aber Crimmitschau arbeitete sich wieder in die Partie rein – und durfte am Ende dank des Doppelschlages durch Matthiew MacKay und Eric Lampe innerhalb von 97 Sekunden jubeln. Die Falken mussten nicht nur eine beschwerliche Heimreise antreten. Für die Mannschaft von Trainer Gerd Wittmann steht nun die nächste Serie im Kampf um den Klassenerhalt an. Gegner wird entweder der EC Bad Nauheim oder der ESV Kaufbeuren sein.
Tore: 1:0 Jamie MacQueen (14:40), 1:1 Dustin Cameron (38:34), 1:2 Sergej Janzen (42:02), 2:2 Matthew MacKay (55:21/PP1), 3:2 Eric Lampe (56:58)
Zuschauer: 3.184
EC Bad Nauheim - ESV Kaufbeuren 1:0 (1:0, 0:0, 0:0) - Serie: 3:2
Nach den torreichen ersten vier Spielen (insgesamt 34 Treffer) war Defensive Trumpf im Colonel-Knight-Stadion. Beide Teams ließen wenig zu, die Goalies Jan Guryca auf Seiten der Gastgeber und Stefan Vajs auf Seiten Kaufbeurens machten einen tollen Job. Das Unterzahltor von Harry Lange sollte am Ende den Unterschied ausmachen. Bad Nauheims Trainer Petri Kujala hatte seine Mannschaft nach dem 4:7 am Freitag nochmal ins Gebet genommen und vor allem den Zusammenbruch in der Defensive im Schlussdrittel analysiert. Offensichtlich mit Erfolg. Damit kann Bad Nauheim am Mittwoch in Kaufbeuren die Klasse sichern. Aber Kaufbeuren zeigte vor allem im heimischen Stadion, was in der Mannschaft steckt. Die Joker haben in der Serie mit dem vermeintlichen Favoriten auf Augenhöhe agiert. Es wäre kein Wunder, wenn das Team von Trainer Juha Nokelainen ein entscheidendes siebtes Spiel erreicht.
Tor: 1:0 Harry Lange (5:21/SH1)
Zuschauer: 2.488