Das neue Jahr beginnt mit 32 Spielen in zehn Tagen
33. Spieltag mit dem Spitzenduell zwischen Bietigheim und den Füchsen / Der zweite Kassel will im Derby in Bad Nauheim die Wende / Frankfurt strebt nach siebtem Sieg in Folge
Das Jahr 2015 startet in der DEL2 so intensiv wie das alte Jahr endete. 32 Spiele stehen in den kommenden zehn Tagen auf dem Programm. Startschuss ist am Freitag der 33. Spieltag mit zahlreichen Highlights. Im Spitzenspiel empfängt Tabellenführer Bietigheim Steelers den Dritten Lausitzer Füchse. Der zweitplatzierte Aufsteiger Kassel Huskies will nach zwei Niederlagen in Folge die Wende im Derby in Bad Nauheim. Die Löwen Frankfurt treffen nach zuletzt sechs Siegen in Folge auf den EV Landshut, der mit dem Selbstvertrauen aus drei Siegen in Serie anreist. Das neue Jahr wird in der DEL2 ohne Kris Sparre stattfinden. Der Topscorer gab kurz vor dem Jahreswechsel seinen Abgang aus Dresden bekannt und wird ab sofort in der DEL für die Düsseldorfer EG stürmen.
Starbulls Rosenheim – Fischtown Pinguins (19.30 Uhr)
Für die Starbulls war das 3:2 im Shootout gegen den bayrischen Rivalen SC Riessersee vor allem ein Erfolg für den Kopf. Das durch viele Ausfälle gebeutelte Team von Trainer Franz Steer feierte erst den dritten Sieg in den vergangenen elf Spielen. Daher wünschte sich der Coach für das neue Jahr „Selbstvertrauen“ und „Gesundheit“ für seine Spieler. Der Sieg gegen Riessersee war ein Anfang, der Rückstand auf Rang zehn beträgt nur noch zwei Punkte. Meister Fischtown hat sich vor allem dank der acht Heimsiege in Folge ein wenig freigeschwommen im Kampf um die Playoffs. „Wir haben gewonnen und drei Punkte erzielt. Das Aber und Wie interessiert mich bei der Fülle der kommenden Aufgaben im Moment nicht. Drei Punkte auf dem Konto ein Platz in der Tabelle gut gemacht, das sind die entscheidenden Faktoren!“, sagte Trainer Mike Stewart nach dem am Ende hart erkämpften 4:3 gegen den Vorletzten Kaufbeuren. Allerdings drückt die Auswärtsmisere ein wenig aufs Gemüt – zuletzt hatte es vier Niederlagen in Folge gegeben. Beim ersten Auftritt in Rosenheim in dieser Saison hatten die Pinguins einen Shutout gefeiert. Unklar ist noch, ob Brett Jaeger, Benjamin Meisner oder Maximilian Franzreb im Tor steht.
Bisher:
26.09.2014: Rosenheim – Pinguins 0:2
31.10.2014: Fischtown – Rosenheim 0:1
Bietigheim Steelers – Lausitzer Füchse (19.30)
Durch die erste Hälfte des Feiertags-Marathons schleppte sich der durch Ausfälle gebeutelte Spitzenreiter mit einem Rumpfkader. Teilweise standen Trainer Kevin Gaudet nur 13 Feldspieler zur Verfügung. Vier knappe Niederlagen in Folge gab es – der Jahresabschluss war für ein erneutes Rumpfaufgebot mit dem 4:1 in Dresden dann aber perfekt. Bei einem Vorsprung von wieder 16 Punkten auf die zweitplatzierten Kassel Huskies lässt sich mit dieser kräfteraubenden Situation natürlich etwas entspannter umgehen. Der Auftakt 2015 am Freitag mit dem Spitzenspiel gegen die Lausitzer Füchse ist aber knackig. Zwar musste der Tabellendritte zum Jahresabschluss mit dem 3:4 in der Verlängerung gegen Landshut nach 3:1-Führung eine bittere Pille schlucken. Aber gerade auswärts ist die Mannschaft von Trainer Dirk Rohrbach derzeit aber stark. Vier Siege in Serie und acht Erfolge in den vergangenen neun Auswärtsspielen gab es. Aber auch bei den Füchsen fehlen wichtige Spieler. Team-Topscorer fällt wegen eines Rippenbruchs bis zum Monatsende aus. Unterhaltung scheint für die Fans garantiert: In den bisherigen zwei Spielen gab es 23 Tore zu sehen.
Bisher:
19.10.2014: Füchse – Bietigheim 7:6 SO
07.12.2014: Füchse – Bietigheim 4:7
EC Bad Nauheim – Kassel Huskies (19.30)
Schöner kann das neue Jahr eigentlich nicht beginnen – mit einem Derby. Aber die hessischen Konkurrenten beendeten das Jahr 2014 mit Niederlagen. Für Bad Nauheim war ein 1:4-Rückstand beim 3:4 in Ravensburg am Ende nicht mehr aufzuholen. "Heute hat uns vielleicht ein wenig die vierte Reihe gefehlt, auch wenn ich nicht das Gefühl hatte, dass die Jungs am Ende müde geworden wären", sagte EC-Coach Petri Kujala nach der Partie. Für die Roten Teufel wäre der vierte Heimsieg in Folge im engen Rennen um die Playoff-Plätze eminent wichtig, Rosenheim sitzt dem Tabellenzehnten mit zwei Punkten Rückstand quasi im Nacken. Deutlich besser sieht es für den Überraschungsaufsteiger aus. Die Mannschaft von Trainer Rico Rossi hat elf Punkte mehr als Bad Nauheim auf dem Konto. Aber die vergangenen beiden Spiele in Bremerhaven (4:6) und gegen Frankfurt (2:5) waren kleine Dämpfer.
Bisher:
19.09.2014: Bad Nauheim – Kassel 3:5
14.12.2014: Kassel – Bad Nauheim 6:2
Löwen Frankfurt – EV Landshut (19.30)
Die Löwen Frankfurt sind zweifelsohne die Mannschaft der Stunde in der DEL2. Mit sechs Siegen in Serie stürmte die Mannschaft von Trainer Tim Kehler auf Platz vier. „Wir haben das Jahr 2014 mit dem Derbysieg in Kassel und somit dem sechsten Sieg in Folge klasse zu Ende gebracht, und wollen das Momentum auf unserer Seite nutzen und auch die nächsten Spiele erfolgreich bestreiten. Landshut und Ravensburg haben sich in den vergangenen Wochen zwar sehr gesteigert, aber wenn wir da weitermachen, wo wir aufgehört haben, werden wir unsere Ziele erreichen“, sagte Kehler nach dem 5:2 in Kassel zum Jahresabschluss. Die Löwen gehen personell unverändert in die nächsten Spiele. Weiterhin ausfallen werden Torhüter Bryan Hogan, Verteidiger Thomas Ziolkowski und Stürmer Kyle Ostrow. Zudem ist der Einsatz von Ken Magowan fraglich. Landshut hat sich aber zuletzt mit drei Siegen in Serie freigeschwommen. Das 4:3 nach Verlängerung in Weißwasser könnte ein Schlüsselerlebnis gewesen sein. Das Team von Trainer Ewald Steiger drehte einen 1:3-Rückstand. „Nach dem ersten Drittel waren wir mit dem 0:1 noch gut bedient. Wir haben dann die Taktik umgestellt und Weißwasser früher gestört. Das ging dann erst im letzten Drittel aus. Das 3:3 nach 60 Minuten geht in Ordnung. In der Verlängerung ist es immer eine Glücksache, wer gewinnt“, sagte Steiger.
Bisher:
28.09.2014: Landshut – Frankfurt 4:3
23.11.2014: Landshut – Frankfurt 3:2
Heilbronner Falken – Dresdner Eislöwen (20.00)
In Heilbronn wird man das Jahr 2014 schnell abgehakt haben. Das ist nach einem Spiel wie dem 0:8 in Crimmitschau wohl auch das Beste. Immerhin hat die Mannschaft von Trainer Gerd Wittmann angedeutet, dass sie Qualität hat. Auf das 2:12 in Frankfurt folgte eine beachtliche Reaktion mit dem 3:1 gegen Meister Fischtown Pinguins. Es war aber auch der einzige Sieg in den vergangenen 17 Spielen. Bei den Eislöwen muss man zukünftig ohne Topscorer Kris Sparre auskommen, der seine Option zog und in die DEL zur Düsseldorfer EG wechselte. Für ihn holte Dresden Shawn Weller aus Ravensburg. Für die Mannschaft von Trainer Thomas Popiesch endete das Jahr mit drei Niederlagen in Folge und dem Sturz auf Rang sieben.
Bisher:
26.09.2014: Dresden – Heilbronn 5:1
14.11.2014: Dresden – Heilbronn 4:1
Eispiraten Crimmitschau – ESV Kaufbeuren (20.00)
Die Eispiraten schickten die eigenen Fans mit einem rauschenden Eishockey-Fest in die Sylvester-Nacht. André Schietzold freute sich aber nicht nur über das 8:0 gegen den Tabellebnletzten Heilbronn, sondern auch über die Defensiv-Leistung. „Wie brauchen jeden Punkt“, sagte Schietzold. Wenn es doch noch mit den Playoffs klappen soll, benötigen die Eispiraten vor allem Konstanz. Denn der Weg ist für die Mannschaft von Trainer Chris Lee angesichts eines Rückstands von zehn Punkten auf Rang zehn weit. Zu weit ist die Strecke wahrscheinlich für den Vorletzten ESV Kaufbeuren, den 24 Zähler von der Playoff-Zone trennen. Kaum zu glauben: Nach dem 6:1 im ersten Duell mit Crimmitschau war die Mannschaft des neuen Trainers Kari Rauhanen noch Tabellenführer. Beim 3:4 in Bremerhaven wehrten sich die ESVK-Profis nach Kräften – allerdings ohne Erfolg.
Bisher:
21.09.2014: Kaufbeuren – Crimmitschau 6:1
30.11.2014: Kaufbeuren – Crimmitschau 2:3
SC Riessersee – Ravensburg Towerstars (20.00)
Die Verantwortlichen beim SC Riessersee blickten zufrieden auf das Jahr 2014 zurück. Mit kleinem Etat erreichten die Garmischer in der vergangenen Saison das Playoff-Viertelfinale und steht derzeit als bestes bayrisches Team auf dem fünften Tabellenplatz. Beim 2:3 nach Penaltyschießen in Rosenheim fehlten Trainer Toni Krinner sechs Spieler, dazu fiel auch noch Verteidiger Michael Kolarz Mitte des zweiten Drittels aus. Trotz der angestrengten Personalsituation gab es für Riessersee in acht der letzten zehn Spiele Punkte. Punktgleich direkt hinter dem SCR liegen die Ravensburg Towerstars auf dem sechsten Tabellenplatz. Die Mannschaft von Trainer Daniel Naud hat dies vor allem der phänomenalen Heimbilanz mit dem Liga-Bestwert von 14 Siegen in 17 Spielen zu verdanken. Auswärts lief es hingegen weniger gut, von den vergangenen vier Spielen verloren die Towerstars drei. Nicht mehr im Kader der Oberschwaben sind die Stürmer Shawn Weller und Yannik Baier.
Bisher:
24.10.2014: Riessersee – Ravensburg 2:0
07.12.2014: Ravensburg – Riessersee 3:4 SO
Der 33. Spieltag (Freitag, 02. Januar 2015)
Starbulls Rosenheim – Fischtown Pinguins (19.30 Uhr)
Bietigheim Steelers – Lausitzer Füchse (19.30)
EC Bad Nauheim – Kassel Huskies (19.30)
Löwen Frankfurt – EV Landshut (19.30)
Heilbronner Falken – Dresdner Eislöwen (20.00)
Eispiraten Crimmitschau – ESV Kaufbeuren (20.00)
SC Riessersee – Ravensburg Towerstars (20.00)
Der 34. Spieltag (Sonntag, 04. Januar 2015)
Fischtown Pinguins – EC Bad Nauheim (17.00 Uhr)
Dresdner Eislöwen – Starbulls Rosenheim (17.00)
Kassel Huskies – SC Riessersee (17.00)
EV Landshut – Eispiraten Crimmitschau (17.00)
Lausitzer Füchse – Heilbronner Falken (17.00)
ESV Kaufbeuren – Bietigheim Steelers (18.30)
Ravensburg Towerstars – Löwen Frankfurt (18.30)
Der 35. Spieltag (Dienstag, 06. Januar 2015)
Starbulls Rosenheim – ESV Kaufbeuren (17.00 Uhr)
Kassel Huskies – Lausitzer Füchse (19.30)
Löwen Frankfurt – Eispiraten Crimmitschau (19.30)
Bietigheim Steelers – EV Landshut (19.30)
Fischtown Pinguins – Ravensburg Towerstars (20.00)
Heilbronner Falken – SC Riessersee (20.00)
(Mittwoch, 19. November 2014/16.00)
Dresdner Eislöwen – EC Bad Nauheim 2:3 OT
Der 36. Spieltag (Freitag, 09. Januar 2015)
ESV Kaufbeuren – Löwen Frankfurt (19.30 Uhr)
Bietigheim Steelers – Starbulls Rosenheim (19.30)
Heilbronner Falken – EV Landshut (20.00)
Eispiraten Crimmitschau – Kassel Huskies (20.00)
Ravensburg Towerstars – Dresdner Eislöwen (20.00)
SC Riessersee – EC Bad Nauheim (20.00)
Der 37. Spieltag (Sonntag, 11. Januar 2015)
EC Bad Nauheim – Lausitzer Füchse (16.00 Uhr)
Starbulls Rosenheim – Ravensburg Towerstars (17.00)
Kassel Huskies – Heilbronner Falken (17.00)
Dresdner Eislöwen – ESV Kaufbeuren (17.00)
EV Landshut – SC Riessersee (17.00)
Löwen Frankfurt – Bietigheim Steelers (18.30)