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Das Selbstbewusstsein in Bremerhaven steigt

Pinguins-Goalie Langmann: „Haben den Charakter, wieder etwas Großes zu schaffen“. Bietigheim hat aber alle Trümpfe in der Hand. Spannung im Playoff-Kampf

Das Selbstbewusstsein in Bremerhaven steigt
Thomas Heide


Die zweite Hauptrundenmeisterschaft in der DEL2 in Folge ist den Bietigheim Steelers vor den letzten drei Spielen wohl kaum mehr zu nehmen. Die 3:4-Niederlage nach Verlängerung in der Lausitz am Sonntag war für den Meister wohl nicht mehr als ein Schönheits-Fleck. „Wir wollten gewinnen und uns Platz eins sichern, aber das ist nicht Realität geworden. Wir haben im letzten Drittel viele Chancen zum vierten Tor liegen lassen, das hat uns den Sieg gekostet“, sagte Coach Kevin Gaudet. Nur wenige Sekunden fehlten den Steelers zum Sieg bei den Füchsen, aber Ken Magowan rettete die Gastgeber in die Verlängerung und schuf damit die Voraussetzung für den Gewinn des Extrapunkts. Trotz der Niederlage beträgt der Vorsprung des Spitzenreiters auf Verfolger Bremerhaven immer noch sechs Punkte. Das müsste auf den letzten Metern einer erneut herausragenden Hauptrunde für die Steelers reichen. Es ist kaum zu glauben, dass Bietigheim ungeachtet der massiven Personalprobleme in den vergangenen Wochen immer wieder überzeugende Ergebnisse produzierte.

Beim Finalrivalen der vergangenen beiden Jahre gibt man den Kampf um Rang eins nicht auf. Doch der neue Trainer Thomas  Popiesch legt den Focus auf die Suche der richtigen Mischung bei den Fischtown Pinguins für die Playoffs. „Die Einstellung der Mannschaft, die Schnelligkeit und die Unterzahl waren top“, sagte Popiesch nach dem 5:2 gegen seinen Ex-Club Dresdner Eislöwen. „Zurzeit will ich die Mannschaft in der Breite etwas zusammenbringen und suche noch etwas, beispielweise für die Über- und Unterzahl.“ Auch auf der Torhüter-Position präpariert der Coach sein Team. Während Gerald Kuhn über weite Strecken der Hauptrunde erste Wahl war, kam zuletzt Jonas Langmann verstärkt zum Zuge und konnte seine Qualitäten unter Beweis stellen. „Wir brauchen zwei starke Goalies für die Playoffs“, betonte Popiesch. Und Jonas Langmann sieht sein Team vor allem von der Einstellung her gerüstet. „Wir haben den Charakter in der Mannschaft, wieder etwas Großes zu schaffen“, sagte er.

Hinter dem Top-Duo schaukelt sich die Spannung im Kampf um die direkte Qualifikation für das Playoff-Viertelfinale und die für die Pre-Playoffs hoch. Lediglich der Dritte Kassel Huskies kann sich auch nach der 1:4-Niederlage im Derby bei den Löwen Frankfurt bei neun Punkten Vorsprung auf Rang sieben sicher sein, direkt im Viertelfinale zu stehen. Denn der Siebte Starbulls Rosenheim macht mächtig Druck. Nach vier Siegen in Folge ist die Mannschaft von Trainer Franz Steer bis auf drei Punkte an den EC Bad Nauheim herangerückt. Trainer Franz Steer blickte allerdings kritisch auf der 5:2 beim EHC Freiburg. „Das Gefälle zwischen den verschiedenen Spielphasen gefällt mir nicht so gut. Wir haben zum Teil dumme Strafen genommen und hätten manchmal auch einfacher spielen müssen. Das Entscheidende sind aber die Punkte - und die haben wir!“

Die haben auch der SC Riessersee und die Eispiraten Crimmitschau. Die Garmischer als Neunter sind nach dem 3:2 nach Verlängerung gegen Kaufbeuren mit acht Punkten Vorsprung auf den Tabellenelften Lausitzer Füchse nur noch einen kleinen Schritt von den Pre-Playoffs entfernt. Crimmitschaus Vorsprung auf den sächsischen Rivalen beträgt nach dem 3:4 nach Penaltyschießen in Bad Nauheim sechs Zähler. Das ist eigentlich komfortabel. Bei den Füchsen herrscht nach dem Sieg gegen den Meister dennoch Hoffnung. „Ich bin sehr stolz auf mein Team. Dieser Sieg ist wichtig für die Köpfe, was er am Ende wert ist, werden wir sehen. Wir haben nur noch drei Spiele und wollen diese drei gewinnen. Nichts ist unmöglich“, sagte Trainer Paul Gardner.

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