Der beinharte Kampf um die Playoffs
Macholdas Verlängerung soll Dresden den Kick in Bietigheim geben / Schlüssel-Duell Bad Nauheim-Riessersee / Kassel und Ravensburg können große Schritte machen
Der Kampf um die Playoffs in der DEL2 spitzt sich zwei Wochen vor dem Ende der Hauptrunde zu. Wer wird auf dem undankbaren elften Platz landen? Wer wird sich direkt für das Viertelfinale qualifizieren? Wer sichert sich die beste Ausgangslage hinter Hauptrunden-Meister Bietigheim Steelers?
Unter Zugzwang stehen die Eislöwen Dresden. Die Mannschaft von Trainer Thomas Popiesch ist nach vier Auswärtsniederlagen in Folge auf Rang elf abgerutscht. Die vorzeitige Vertragsverlängerung von Petr Macholda soll den Sachsen für das bevorstehende Gastspiel in Bietigheim den Kick geben. Ebenso wichtig ist jeder Punkt für den EC Bad Nauheim (Foto: chuc.de) und den SC Riessersee, die im direkten Duell aufeinandertreffen. Und ganz oben können der Zweite Kassel Huskies und der Dritte Ravensburg Towerstars mit Siegen große Schritte machen.
Lausitzer Füchse – Fischtown Pinguins (19.30 Uhr)
Innerhalb von fünf Tagen beenden Weißwasser und Meister Bremerhaven ihre Hauptrunden-Serie. Zwei Spiele hatten wegen der Teilnahme der Pinguins am Continental Cup verschoben werden müssen. Diese werden am Freitag in der Lausitz und am Dienstag (in Bremerhaven nachgeholt. Beide Mannschaften mussten am vergangenen Wochenende Niederlagen hinnehmen. Die Füchse erwischte es nach zuvor vier Siegen in Folge in einem sehr engen Playoff-Duell mit 2:3 beim SC Riessersee. Ausrutscher können sich die Sachsen eigentlich nicht mehr erlauben, da der Vorsprung auf Rang elf nur zwei Punkte beträgt. Fehlen werden am Heimspiel-Wochenende mit den Duellen gegen Bremerhaven und Kassel Maxime Legault (Sperre) und Stefan Reiter (verletzt nach Autounfall). Die Pinguins mussten unter der Woche die 4:6-Niederlage in Landshut verdauen. Dort hatte das Team von Trainer Mike Stewart eine 3:0-Führung nicht nutzen können. Zuvor hatte der Tabellenvierte fünfmal in Folge gewonnen.
Bisher:
15.10.2014: Füchse – Pinguins 5:3
28.01.2015: Pinguins – Füchse 3:2
Bietigheim Steelers – Dresdner Eislöwen (19.30)
Nach dem vorzeitigen Gewinn der Hauptrunden-Meisterschaft heißt es bei den Steelers nun: Spannung für die Playoffs halten! Dennoch wird Trainer Kevin Gaudet den Cracks, die bislang weniger Eiszeit hatten, mehr Spielanteile geben. Und es ist wahrscheinlich, dass leicht angeschlagene Spieler wie Topscorer David Wrigley eine Verschnaufpause erhalten. Alle Mann werden dagegen bei den Dresdner Eislöwen gebraucht, um die Playoffs zu erreichen. Nach vier Auswärtsniederlagen in Folge ist die Mannschaft von Trainer Thomas Popiesch auf den elften Rang abgerutscht. Einen Kick soll die vorzeitige Vertragsverlängerung von Verteidiger Petr Macholda geben. „Natürlich haben wir uns die sportliche Situation alle etwas anders vorgestellt. Die Ausgangposition ist nicht die Beste, aber es ist alles möglich. Jetzt gilt es, zusammenzuhalten und auf dem Eis gemeinsam Gas zu geben“, sagte Macholda. Tatsächlich kann Dresden in den letzten sechs Spielen auch noch die direkte Qualifikation für das Playoff-Viertelfinale schaffen.
Bisher:
19.09.2014: Dresden – Bietigheim 1:3
21.11.2014: Bietigheim – Dresden 5:2
30.12.2014: Dresden – Bietigheim 1:4
Löwen Frankfurt – Eispiraten Crimmitschau (19.30)
Als Fünfter sind die Löwen im Kampf um die Playoffs bestens dabei. Der Rückstand auf Rang drei beträgt drei, der Vorsprung auf Rang sieben fünf Punkte. Somit kann die Mannschaft von Trainer Tim Kehler im Kampf um die direkte Qualifikation für das Playoff-Viertelfinale mit Siegen an diesem Wochenende viel für sich tun. „Wir befinden uns in der kritischen Saisonphase, in der jeder Punkt wichtig ist. Die Eispiraten sind gut in Form und wir müssen sehr konzentriert zu Werke gehen. Denn nochmal dürfen wir uns nicht so präsentieren wie beim 5:6 vor ein paar Wochen“, sagte Kehler, dessen Team am vergangenen Wochenende die Pflicht gegen Kaufbeuren (7:2) erfüllte. Am 6. Januar waren die Hessen von den Eispiraten kalt erwischt worden und gaben eine 5:3-Führung her. Fraglich ist bei Frankfurt der Einsatz von Stürmer Clarke Breitkreuz, weiterhin ausfallen wird Verteidiger Thomas Ziolkowski. Die Förderlizenzspieler David Elsner, Marco Pfleger und Andreas Schwarz sind wieder dabei. Nach dem Überraschungs-Coup lief es für Crimmitschau zwar besser, trotzdem verlor die Mannschaft von Trainer Chris Lee immer wieder wertvolle Punkte. Am vergangenen Wochenende gab es einen Zähler, der Rückstand auf Rang zehn beträgt 13 Punkte. Die Westsachsen wollen sich nun für die Playdowns und den Kampf um den Klassenerhalt einspielen.
Bisher:
14.09.2014: Crimmitschau – Frankfurt 5:1
16.11.2014: Crimmitschau – Frankfurt 1:4
06.01.2015: Frankfurt – Crimmitschau 5:6
EC Bad Nauheim – SC Riessersee (19.30)
Bad Nauheims Trainer Petri Kujala bezeichnete das vierte Duell gegen Riessersee als „Spiel der Spiele“. Angesichts der Tabellensituation kann man dem Finnen kaum wiedersprechen. Bad Nauheim belegt Rang elf und ist punktgleich mit dem Zehnten Riessersee. Das Spiel ist daher nicht umsonst bei Servus TV das DEL2-Topspiel der Woche. Im Rahmen der DEL-Liveübertragung des Spiels München gegen Mannheim am Sonntag (17.30 Uhr) wird eine Zusammenfassung der Partie geben. Nicht zur Verfügung steht Bad Nauheim Förderlizenz-Spieler Jonas Noske (Gehirnerschütterung). Die Roten Teufel feierten zuletzt drei Siege in Folge, die Garmischer sogar vier. Kurios: Alle bisherigen drei Hauptrunden-Spiele gingen in die Verlängerung, zweimal siegten die Overtime-Spezialisten aus Bad Nauheim.
Bisher:
19.10.2014: Riessersee – Bad Nauheim 4:3 OT
23.11.2014: Bad Nauheim – Riessersee 2:1 OT
09.01.2015: Riessersee – Bad Nauheim 3:4 OT
ESV Kaufbeuren – Heilbronner Falken (19.30)
424 Gegentore mussten Kaufbeuren und Heilbronn in der laufenden Saison zusammen hinnehmen. Kein Wunder, dass die beiden Konkurrenten auf dem letzten beziehungsweise vorletzten Tabellenplatz stehen und sich für den Kampf um den Klassenerhalt einspielen müssen. Durch die umfangreichen personellen Umstellungen im Januar sind die Joker noch nicht ganz so weit wie Heilbronn. Dem Kaufbeurer Trainerteam Juha Nokelainen und Stefan Mayer steht für Freitag aber ein kompletter Kader zur Verfügung. Lediglich Michael Fröhlich wird sicher fehlen. Wieder zur Verfügung steht Jordan Knackstedt, Goalie Stefan Vajs (Grippe) ist fraglich. "Wir wollen den Bock natürlich endlich umstoßen und wieder ein Spiel gewinnen. Für unser gesamtes Team ist es jetzt absolut wichtig, sich auf die bevorstehenden Playdowns vorzubereiten. Der langersehnte Sieg würde uns natürlich auch das nötige Selbstvertrauen zurück bringen“, sagte ESVK-Vorstand Thomas Schmidt. 20 Niederlagen in Folge musste Kaufbeuren hinnehmen. Seit dem Sieg gegen Ravensburg verloren die Falken alle fünf Spiele. Immerhin hat die Mannschaft von Trainer Gerd Wittmann gegen Kaufbeuren in dieser Saison eine weiße Weste.
Bisher:
12.10.2014: Kaufbeuren – Heilbronn 2:3
02.11.2014: Heilbronn – Kaufbeuren 5:4
16.01.2015. Heilbronn – Kaufbeuren 8:2
Kassel Huskies – EV Landshut (19.30)
Die Huskies kehrten am vergangenen Wochenende nach zuvor vier Niederlagen in Folge wieder in die Erfolgsspur zurück. Das 7:1 in Heilbronn war aber für die Mannschaft von Trainer Rico Rossi eine Pflichtaufgabe. Mit einem Sieg gegen Landshut kann der Aufsteiger einen wichtigen Schritt in Richtung der direkten Qualifikation für das Playoff-Viertelfinale und einer Top-Platzierung machen. Allerdings haben die Nordhessen mit dem EV Landshut ein ordentliches Kaliber vor der Brust. Der EVL gewann fünf der vergangenen sechs Spiele und hat nach dem 6:4 gegen Meister Bremerhaven nach einem 0:3-Rückstand ein breites Kreuz. "Die Punkte waren eigentlich schon weg. Aber man hat gesehen, was möglich ist, wenn wir komplett sind. Insgesamt waren wir in den letzten Spielen wirklich gut drauf. Dementsprechend ist auch die Stimmung im Team richtig gut", sagte Co-Trainer Ewald Steiger.
Bisher:
10.10.2014: Landshut – Kassel 5:2
31.10.2014: Kassel – Landshut 2:1
23.12.2014: Landshut – Kassel 2:4
Ravensburg Towerstars – Starbulls Rosenheim (20.00)
And the winner is: Ravensburg! 20 der 23 Heimspiele gewann die Mannschaft von Trainer Daniel Naud – Liga-Bestwert: Elf Siege in Serie waren es zuletzt in der Eissporthalle. Deshalb stehen die Towerstars mit 80 Punkten auch auf dem dritten Tabellenrang und haben angesichts eines Vorsprungs von acht Zählern auf Rang sieben die direkte Qualifikation für das Playoff-Viertelfinale im Visier. Das Gleiche gilt auch für die Starbulls Rosenheim, die zurzeit Rang sechs belegen. Rückenwind für die letzten Spiele gab den Starbulls sicherlich auch der Sieg am vergangenen Sonntag in Bietigheim (5:4 SO)
Bisher:
19.09.2014: Ravensburg – Rosenheim 3:2
23.11.2014: Rosenheim – Ravensburg 7:3
11.01.2015: Rosenheim – Ravensburg 1:2
47. Spieltag (Freitag, 13. Februar 2015)
Bietigheim Steelers – Dresdner Eislöwen (19.30)
Löwen Frankfurt – Eispiraten Crimmitschau (19.30)
EC Bad Nauheim – SC Riessersee (19.30)
ESV Kaufbeuren – Heilbronner Falken (19.30)
Kassel Huskies – EV Landshut (19.30)
Ravensburg Towerstars – Starbulls Rosenheim (20.00)
Fischtown Pinguins – Lausitzer Füchse 3:2 (2:1, 1:0, 0:1/28. Januar 2015)
(36. Spieltag, Nachholspiel vom 9. Januar 2015)
Lausitzer Füchse – Fischtown Pinguins (19.30 Uhr)
48. Spieltag (Sonntag, 15. Februar 2015)
Starbulls Rosenheim – EC Bad Nauheim (17.00 Uhr)
SC Riessersee – Bietigheim Steelers (17.00)
EV Landshut – Ravensburg Towerstars (17.00)
Dresdner Eislöwen – Löwen Frankfurt (17.00)
Eispiraten Crimmitschau – ESV Kaufbeuren (17.00)
Lausitzer Füchse – Kassel Huskies (17.00)
Heilbronner Falken – Fischtown Pinguins (18.30)