Der siebte Streich! Dresden feiert Shutout gegen den Meister
Fischtown verliert 0:4 in Sachsen / Bietigheim stoppt den Lauf von Kassel mit einem 5:2 / Landshuter Jarrett trifft beim 6:3 in Kaufbeuren viermal / Füchse 6:5 gegen Crimmitschau
Der Start ins zweite Saisonviertel war spektakulär. Die Dresdner Eislöwen feierten mit dem 4:0 gegen die Fischtown Pinguins (Foto) den siebten Sieg in Serie und verlängerten die Durststrecke des Meisters. Vizemeister Bietigheim Steelers hingegen stoppte den Lauf der Kassel Huskies mit einem 5:2 und baute den Vorsprung an der Tabellenspitze auf zehn Punkte zu den Starbulls Rosenheim aus, die 2:5 beim EC Bad Nauheim unterlagen. Rosenheim liegt mit 24 Punkten nur noch aufgrund der besseren Tordifferenz vor dem Dritten Dresden. Mit jeweils 23 Zählern folgen Kassel, Bad Nauheim und die Lausitzer Füchse, die ein spektakuläres Sachsenderby mit 6:5 gegen die Eispiraten Crimmitschau gewannen. Liga-Topscorer Patrick Jarrett führte den EV Landshut mit vier Toren zu einem 6:3 beim ESV Kaufbeuren, der seine neunte Niederlage in Folge erlitt. Die Ravensburg Towerstars stoppten den Abwärtstrend durch einen 5:2-Erfolg gegen die Heilbronner Falken. Und die Löwen Frankfurt setzten sic h 3:2 gegen den SC Riessersee durch.
Lausitzer Füchse – Eispiraten Crimmitschau 6:5 (4:1, 0:2, 2:2)
Schon nach dem ersten Drittel sahen die Füchse wie die sicheren Sieger aus. Aber die Eispiraten starteten ein großartiges Comeback und machten den Drei-Tore-Rückstand aus dem ersten Drittel wett. Doch nach dem 4:4 durch Jamie MacQueen machten sich die Gäste das Momentum durch eine schnelle Unterzahl und zwei Gegentore innerhalb von 64 Sekunden durch Kevin Lavallee und Jonas Johannsson kaputt. Somit verlor die Mannschaft von Trainer Chris Lee auch das achte Auswärtsspiel der laufenden Saison und sammelte auf fremden Eis dabei nur einen Punkt. Kein Wunder, dass man damit nicht aus dem Keller kommt. „Wenn das erste Drittel nicht 1:4 ausgeht, haben wir die Chance, etwas Zählbares mitzunehmen, so hat es aber nicht gereicht. Obwohl wir noch den zwischenzeitlichen Ausgleich geschafft haben“, sagte Lee. Die Lausitzer Füchse kamen dagegen mit dem vierten Sieg in Folge und dem zweiten gegen Crimmitschau ins Ziel und festigten mit 26 Punkten ihre derzeitige Position im Spitzenfeld der Liga. Nach dem 4:1 dachten alle: das wird schon. Im zweiten Drittel haben wir viele Konter zugelassen, die am Ende zwei Tore brachten. Im letzten Drittel sind wir zeitweise ganz schön geschwommen, hatten aber immer die Qualität, um Tore zu machen. Das hat das Spiel entschieden“, sagte Füchse-Coach Dirk Rohrbach-
Tore: 1:0 Maxime Legault (1:10), 2:0 Jonas Johannsson (6:38), 3:0 Greg Classen (12:31), 3:1 Martin Heinisch (18:06), 4:1 Scott King (18:42/PP1), 4:2 Matthew Mac Kay (36:30), 4:3 Matthias Forster (37:44), 4:4 Jamie MacQueen (45:58/PP1), 5:4 Kevin Lavallee (46:49/PP1), 6:4 Jonas Johannsson (47:53), 6:5 Alexander Hutchings (50:03/PP1)
Zuschauer: 2.583
ESV Kaufbeuren – EV Landshut 3:6 (3:1, 0:1, 0:4)
Dank eines starken Comebacks hat der EV Landshut sein Zwischentief überwunden. Die Mannschaft von Trainer Andreas Brockmann gewann nach zuvor zwei Niederlagen in Folge das bayrische Derby in Kaufbeuren und revanchierte sich für die Heimniederlage im ersten Aufeinandertreffen beider Teams. Zweimal hatte der EVL mit zwei Toren zurückgelegen. Doch dann kontrollierten die Gäste das Geschehen in den letzten 40 Minuten. Überragend dabei Liga-Topscorer Patrick Jarrett, der das Spiel mit vier Toren praktisch im Alleingang drehte. Mit 25 Scorerpunkten (12 Tore/13 Assists) liegt er vor seinem Clubkollegen Paul-John Fenton (24-8/16), der an zwei Toren beteiligt war. Für Kaufbeuren hat sich die Misere fortgesetzt. Der Tabellenletzte verlor das neunte Spiel in Folge.
Tore: 1:0 Brad Snetsinger (11:51), 2:0 Daniel Menge (13:18), 2:1 Patrick Jarrett (16:23), 3:1 Stefan Loibl (19:36), 3:2 Patrick Jarrett (33:19), 3:3 Andreas Gawlik (44:53), 3:4 Andreas Geipel (48:04/PP1), 3:5 Bill Trew (52:33/PP1), 3:6 Patrick Jarrett (53:30/PP1)
Zuschauer: 1.645
Ravensburg Towerstars – Heilbronner Falken 5:2 (2:0, 2:1, 1:1)
Das Aufatmen wird in Ravensburg groß gewesen sein. Den Grundstein zum ersten Sieg nach zuvor vier Niederlagen in Folge legten die Towerstars am Sonntagabend durch schnelle Tore von Alex Leavitt und Shawn Weller und stoppten damit die Talfahrt. Die Falken kamen der Mannschaft von Trainer Daniel Naud gerade recht, hatte man die Saison doch mit einem 5:2 in Heilbronn nach 0:2-Rückstand gestartet. Und die Falken? Bei der Mannschaft von Trainer Igor Pavlov kommt nach einem Zwischenhoch mit drei Siegen in Folge wieder etwas Sand ins Getriebe. Es war die dritte Niederlage in den vergangenen vier Spielen.
Tore: 1:0 Alex Leavitt (0:39), 2:0 Shawn Weller (3:04), 3:0 Raphael Kapzan (22:18), 3:1 Fabian Krull (24:32/PP1), 4:1 Stephan Vogt (38:15), 4:2 Dustin Cameron (56:58), 5:2 Brian Roloff (57:32)
Zuschauer: 2.195
Kassel Huskies – Bietigheim Steelers 2:5 (2:0, 0:2, 0:3)
Zwei Tage nach dem 3:1 bei Meister Fischtown Pinguins durften die Kassel Huskies auch 35 Minuten von einem Coup gegen Vizemeister Bietigheim Steelers träumen. Doch dann machte der Spitzenreiter im Stile eines Liga-Souveräns den 0:2-Rückstand wett und bauten mit dem vierten Erfolg in der Fremde den Vorsprung an der Tabellenspitzen auf zehn Punkte aus. Justin Kelly mit zwei Toren, David Wrigley mit zweit Treffern und einem Assists sowie Marcus Sommerfeld mit zwei Assists und einem Tor waren die entscheidenden Spieler für den Vizemeister. Der Aufsteiger aus Kassel musste nach drei Siegen in Folge wieder einmal als Verlierer vom Eis fahren, denn bleibt die Mannschaft von Trainer Rico Rossi in der Spitzengruppe der Liga.
Tore: 1:0 Matt Tomassoni (3:45), 2:0 Mike Collins (11:41), 2:1 Justin Kelly 35:23/PP1), 2:2 Matt McKnight (38:26), 2:3 Justin Kelly (42:52), 2:4 David Wrigley (48:35/PP1), 2:5 David Wrigley (50:10/PP1)
Zuschauer: 3.312
EC Bad Nauheim – Starbulls Rosenheim 5:2 (1:0, 1:1, 3:1)
Bad Nauheims Trainer Petri Kujala sagte nach dem 1:4 in Crimmitschau, dass man gegen Rosenheim wieder anders auftreten müsse. Und seine Mannschaft tat es gegen den Tabellenzweiten aus Rosenheim. Angeführt vom einmal mehr überragenden Vitalij Aab kamen die Kurstädter zum sechsten Heimsieg in Folge. Aab war an drei Toren beteiligt, und Goalie Jan Guryca war zudem ein sicherer Rückhalt. Die Starbulls hingegen mussten die dritte Niederlage in den vergangenen vier Spielen hinnehmen. Die Mannschaft von Trainer Franz Steer konnte den zweiten Tabellenplatz zwar halten, liegt aber nun zehn Punkte hinter Spitzenreiter Bietigheim.
Tore: 1:0 Patrick Strauch (19:12/PP1), 2:0 Matt Beca (24:44), 2:1 Timothy Kunes (39:58), 3:1 Tim May (44:56), 4:1 Patrick Strauch (45:36/PP1), 4:2 Sergio Somma (51:13/PP1), 5:2 Max Campbell (58:19/EN)
Zuschauer: 2.543
Dresdner Eislöwen – Fischtown Pinguins 4:0 (0:0, 1:0, 3:0)
Die Spieler der Dresdner Eislöwen müssen sich angesichts dieser unheimlichen Serie wohl kneifen. Doch sie befinden sich nicht in einem Traum. Denn in der Realität gewann die Mannschaft von Trainer Andreas Popiesch durch einen überzeugenden Sieg gegen Meister Fischtown Pinguins das siebte Spiel in Serie und kletterte in dieser Spanne vom letzten auf den dritten Tabellenplatz vor. Und in dieser Form scheint für die Eislöwen auch noch kein Ende in Sicht. Für die Gastgeber ragten aus einer kompakten Einheit Kris Sparre mit einem Tor und zwei Assists sowie Goalie Peter Holmgren heraus, der Dresden den ersten Shutout der Saison sicherte. Beim Meister muss sich dagegen langsam Ratlosigkeit breit machen. Die Diskrepanz zwischen dem makellosen Auftritt beim Continental Cup und den Ergebnissen in der DEL2 ist riesig. Die Mannschaft von Mike Stewart holte aus den vergangenen siebten Spielen nur zwei Punkte. Am Dienstag gibt es den nächsten Versuch im Nachholspiel beim Tabellenletzten Kaufbeuren.
Tore: 1:0 Kris Sparre (28:17), 2:0 Jannik Woidtke (53:22), 3:0 Petr Macholda (57:02/PP1), 4:0 Hugo Boisvert (58:05)
Zuschauer: 2.246
Löwen Frankfurt – SC Riessersee 3:2 (2:0, 0:1, 1:1)
So langsam kommen die Löwen Frankfurt auch auf heimischen Eis auf Touren. Dem 5:1 gegen Rosenheim ließ die Mannschaft von Tim Kehler nun ein 3:2 gegen den SC Riessersee folgen. Richard Mueller sicherte mit einem Doppelpack den dritten Heimerfolg in der laufenden Saison. In einer intensiven Auseinandersetzung gaben die Hessen aber auch eine 2:0-Führung ab, konnten dann aber dennoch erfolgreich Revanche nehmen für das 2:4 im ersten Spiele gegen Riessersee.. Der SCR musste nach dem Zwischenhoch mit zwei Siegen in Serie wieder eine Niederlage einstecken.
Tore: 1:0 Richard Mueller (4:44), 2:0 Nick Mazzolini (16:40), 2:1 Andreas Pauli (28:31/PP1), 2:2 Lubor Dibelka (44:19/PP1), 3:2 Richard Mueller (53:21)
Zuschauer: 3.714
Der 14. DEL2-Spieltag (26. Oktober 2014) im Überblick:
Lausitzer Füchse – Eispiraten Crimmitschau 6:5 (4:1, 0:2, 2:2)
ESV Kaufbeuren – EV Landshut 3:6 (3:1, 0:1, 0:4)
Ravensburg Towerstars – Heilbronner Falken 5:2 (2:0, 2:1, 1:1)
Kassel Huskies – Bietigheim Steelers 2:5 (2:0, 0:2, 0:3)
EC Bad Nauheim – Starbulls Rosenheim 5:2 (1:0, 1:1, 3:1)
Dresdner Eislöwen – Fischtown Pinguins 4:0 (0:0, 1:0, 3:0)
Löwen Frankfurt – SC Riessersee 3:2 (2:0, 0:1, 1:1)