Von Herzblut getragen. Im Eishockey zuhause.
Zuschauerstärkste 2. Eishockey-Liga Europas
Alle News
Text: DEL2

Der Sonntag beginnt mit dem Highlight Füchse-Steelers

Der Sonntag beginnt mit dem Highlight Füchse-Steelers
DEL2

07.12.14 Vorbericht SteelersGaudet CityPressBietigheim reist mit 17 Punkten Vorsprung nach Weißwasser / Aufsteiger Kassel will zweiten Platz gegen Crimmitschau verteidigen / Meister Fischtown wieder zu Gast in Kaufbeuren

Drei mehr oder weniger spielt derzeit wohl keine Rolle. Am Sonntag sind es eben drei Punkte mehr. Mit einem turmhohen Vorsprung von 17 Zählern treten die Bietigheim Steelers (Foto Trainer Kevin Gaudet: City-Press) am Sonntag zum Schlagerspiel bei den Lausitzer Füchsen an. Die Generalprobe des Vizemeisters war am Freitag gegen den ESV Kaufbeuren etwas holprig, aber mit 6:3 eben erfolgreich.

Die Lausitzer Füchse hingegen mussten mit dem 2:4 beim SC Riessersee einen Dämpfer hinnehmen und machten die Kluft zwischen dem Tabellenführer und dem Rest der Liga noch größer. Die Dimension der Bietigheimer Überlegenheit in der ersten Saisonhälfte dokumentiert das Duell zwischen dem ESV Kaufbeuren und Meister Fischtown Pinguins.

Schlusslicht Kaufbeuren hat einen fast schon grotesken Rückstand von 41 Punkten. Dass die Mannschaft, die die Steelers in der Finalserie im April niederrang, aber 24 Punkte zurückliegt, hätten wohl die wenigsten erwartet. 


Starbulls Rosenheim – Löwen Frankfurt (17.00 Uhr)

Mit einem Sieg sieht die Welt für die Starbulls Rosenheim gleich wieder etwas freundlicher aus. Die Mannschaft von Trainer Franz Steer rückte mit einem 3:2 in Heilbronn wieder auf Rang vier vor und bis auf zwei Zähler an das davor platzierte Duo aus Kassel und Weißwasser heran. Nun gilt es für Rosenheim, den Faden daheim gegen die Löwen Frankfurt wieder aufzugreifen. Das jüngste 3:4 im Derby gegen Landshut nach einer 3:1-Führung ist dem Steer-Team noch in schlechter Erinnerung. Die wie Rosenheim auch durch Ausfälle von Stammspielern geplagten Löwen Frankfurt versuchen derzeit, ihre Talfahrt zu stoppen. Bisher ohne Erfolg. Die Mannschaft von Trainer Tim Kehler kassierte am Freitag im Derby gegen Kassel ein 1:4 und die vierte Niederlage in Serie. Die Neuzugänge Antti Ore und Justin Kirsch konnten noch nicht den erhofften Umschwung initiieren. Es fehlten Stamm-Torhüter Bryan Hogan sowie weiterhin die verletzten Kyle Ostrow, Marc Schaub und Thomas Ziolkowski. „Es gilt, sich Torchancen zu erarbeiten, gleichzeitig aber auch konzentriert ohne Puckbesitz zu arbeiten. Und natürlich die Fehler zu vermeiden, die uns zuletzt Punkte gekostet haben“, sagte Kehler.

Bisher:

19.10.2014: Frankfurt – Rosenheim 5:1

Lausitzer Füchse – Bietigheim Steelers (17.00)

Den Füchsen machte am Freitagabend in Garmisch die dünne personelle Decke zu schaffen. Füchse-Trainer Dirk Rohrbach konnte trotz der Rückkehr von Danny Albrecht und Jens Heyer nur mit drei Reihen spielen lassen. Das ging in den ersten zwei Dritteln noch gut. Aber in den letzten 20 Minuten schwanden die Kräfte der Lausitzer Füchse. Doch der Spitzenreiter und das erste Spiel in der Lausitz dürften noch für den Schuss Extramotivation sorgen. Die Füchse brachten Bietigheim beim 7:6 im Shootout eine von bisher nur vier Saisonniederlagen bei. Die Überlegenheit und Ausgeglichenheit bei Bietigheim dokumentiert sich auch in der Tatsache, dass in 21 der bisher 23 Spiele Punkte für die Mannschaft von Trainer Kevin Gaudet heraussprangen. Und eine Führung gegen die Steelers zu verteidigen, ist fast unmöglich. Das erfuhr auch der Letzte Kaufbeuren, der am Freitag 2:0 in Front lag. 17 Punkte beträgt der Vorsprung auf die Füchse. Stand jetzt könnte die Konkurrenz die Vorrundenmeisterschaft bereits abhaken. Aber die ist ja am Ende einer Eishockey-Saison nicht entscheidend.

Bisher:

19.10.2014: Füchse – Bietigheim 7:6 SO

EV Landshut – Heilbronner Falken (17.00)

Beim Meister ging am 4. Spieltag für Landshut mit einem 4:1-Erfolg die Saison erst richtig los. Am Freitag konnte man diesen Coup beim 0:3 in Bremerhaven nicht wiederholen. Die Mannschaft von Trainer Andreas Brockmann konnte anders als in den vier Spielen zuvor, aus denen sie zehn Punkte holte, die vorhandenen Möglichkeiten nicht nutzen. Dennoch kann die Welt in einem dichten Feld hinter Spitzenreiter Bietigheim mit einem Sieg gegen die seit Wochen erfolglosen Falken schon wieder ganz anders aussehen. Heilbronn kassierte mit dem 2:3 gegen Rosenheim die neunte Niederlage in den vergangenen zehn Spielen. Immerhin: Vor knapp drei Wochen gab es gegen Landshut ein 6:4 in einem spektakulären Spiel.

Bisher:

19.10.2014: Heilbronn – Landshut 6:4

Kassel Huskies – Eispiraten Crimmitschau (17.00)

Zweiter! Die Kassel Huskies sorgen weiter für Furore und sammeln beständig Punkte. Das 4:1 im Derby bei den Löwen Frankfurt vor einer tollen Kulisse von 6.811 Zuschauern gehörte für die Nordhessen zu einem der Highlights. „Der Derbysieg in Frankfurt hat uns allen natürlich gut getan. Es war toll, vor solch einer Kulisse und knapp 1000 mitgereisten Fans zu spielen“, sagte Trainer Rico Rossi. Einen großartigen Abend hatte der gebürtige Kasselaner Adriano Carciola mit drei Treffern. „Es war mein erster Derbysieg in Frankfurt und somit natürlich etwas Besonderes. Besonders ist auch, dass unsere Kasseler Jungs die Tore geschossen haben“, sagte Rossi auch in Richtung von Alexander Heinrich, der die erneute Führung zum 2:1 erzielte. Gegen die Eispiraten Crimmitschau hatten die Huskies im ersten Duell allerdings Schwierigkeiten und gewannen erst in der Verlängerung mit 4:3. Seitdem gelangen der Mannschaft von Trainer Chris Lee die ersten beiden Auswärtssiege. Am Freitag machte ein schwacher Mittelabschnitt beim 2:3 gegen den EC Bad Nauheim alles kaputt.

Bisher:

19.10.2014: Kassel – Crimmitschau 4:3 OT

EC Bad Nauheim – Dresdner Eislöwen (18.30)

Mit dem 3:2 nach Verlängerung bei den Eislöwen begann für den EC Bad Nauheim eine Serie von zuletzt vier Auswärtssiegen in Folge. Am Freitag hätten die Roten Teufel beinahe eine 3:0-Führung im Schlussabschnitt verspielt, gewann aber dennoch 3:2 in Crimmitschau. "Ich bin hoch zufrieden mit meinem Team", sagte EC-Coach Petri Kujala. "Wir hatten im letzten Abschnitt Möglichkeiten, den Sack vorzeitig zuzumachen, am Ende ist es aber egal, wie das Ergebnis ausschaut. Hauptsache wir haben die drei Punkte." Auf Rang sechs liegt Bad Nauheim, punktgleich mit dem Fünften Dresden. Es könnte eine unterhaltsame Begegnung werden. Beide Mannschaften gehören zu den offensivstärkeren der Liga – und lassen hinten auch gerne mal mehr zu. Die Eislöwen zeigten gegen die Ravensburg Towerstars Charakter und gewannen trotz dreimaligem Rückstand mit 6:3. „Mir hat gefallen, dass das Team drangeblieben ist und konzentriert gearbeitet hat. Wir haben im letzten Drittel die Führung über weite Strecken gut verteidigt. Was die läuferische Seite sowie die Kompaktheit angeht, haben wir unser bestes Saisonspiel gezeigt. Das ist eine Basis, auf der wir aufbauen können“, sagte Eislöwen-Trainer Thomas Popiesch. Die letzten drei Auswärtsspiele verloren die Eislöwen allerdings und kassierten 17 Gegentore.

Bisher:

19.11.2014: Dresden – Bad Nauheim 2:3 OT

Ravensburg Towerstars – SC Riessersee (18.30)

Den herausragenden Vorstellungen folgen bei Ravensburg nicht selten Ernüchterungen. So eine war das 3:6 in Dresden, wo man dreimal in Führung gelegen hatte. „Wir haben im zweiten Abschnitt die Möglichkeit verpasst, das 2:4 zu erzielen. Sonst wäre das Spiel vielleicht anders verlaufen. Dresden hat sich dann aber erneut zurückgekämpft und im letzten Drittel den Sack zugemacht. Der Sieg geht in Ordnung“, sagte Ravensburgs Coach Daniel Naud. Daheim sah das zuletzt ganz anders aus. Da machten die Towerstars aus einem 0:3 noch ein 6:3 gegen die Fischtown Pinguins. Nun rutschte man vom vierten auf den achten Rang ab. Der SC Riessersee ließ hingegen einer Serie von zuvor drei Niederlagen hintereinander ein starke Vorstellung beim 4:2 gegen die Lausitzer Füchse folgen. "Ein großes Lob an meine Mannschaft, sie hat eine Reaktion gezeigt, über 60 Minuten sehr hart gearbeitet und nie die Geduld verloren. Nun fahren wir nach Ravensburg, um dort zu
gewinnen. Diese Mannschaft gehört zu den Top Favoriten der Liga. Ich freue mich auf dieses Spiel, denn es macht immer sehr viel Spaß in dieser Halle zu spielen“, sagte Riessersees Coach Toni Krinner.

Bisher:

24.10.2014: Riessersee – Ravensburg 2:0

ESV Kaufbeuren – Fischtown Pinguins (18.30)

Eine Saisonrekordkulisse von fast 4.200 Zuschauern trieb die Fischtown Pinguins gegen den EV Landshut an. Dank Goalie Jonas Langmann und einer kompakten Leistung gelang dem Meister beim 3:0 gegen den EV Landshut die Revanche für das 1:4 im ersten Aufeinandertreffen in Bremerhaven und Wiedergutmachung für das 3:6 in Ravensburg. „Meine Mannschaft hat diszipliniert und klug gespielt. Der Sieg geht in Ordnung. Nun müssen wir versuchen, diese Leistung auch in Kaufbeuren aufs Eis zu bringen“, sagte Pinguins-Coach Mike Stewart. Teammanager Alfred Prey ergänzte: „Große Kulisse - großer Sieg. Kompliment auch an den EVL, der durch eine kompakte Leistung mit dazu beigetragen haben, dass die Zuschauer ein packendes Spiel zu sehen bekommen haben.“ Der ESV Kaufbeuren bot Spitzenreiter Bietigheim am Freitag ordentlich die Stirn und führte gar mit 2:0. Aber am Ende war man dem Druck wie schon vielen Teams zuvor nicht gewachsen und verlor mit 3:6. „Mein Team muss weiter hart arbeiten“, sagte Kaufbeurens neuer Coach Kari Rauhanen.

Bisher:

28.10.2014: Kaufbeuren – Pinguins 2:5

Der 24. DEL2-Spieltag (Sonntag, 7. Dezember 2014):

Starbulls Rosenheim – Löwen Frankfurt (17.00 Uhr)
Lausitzer Füchse – Bietigheim Steelers (17.00)
EV Landshut – Heilbronner Falken (17.00)
Kassel Huskies – Eispiraten Crimmitschau (17.00)
EC Bad Nauheim – Dresdner Eislöwen (18.30)
Ravensburg Towerstars – SC Riessersee (18.30)
ESV Kaufbeuren – Fischtown Pinguins (18.30)

Artikel teilen