Der Spiele-Marathon kann beginnen
Die Fans dürfen sich freuen - 74 Spiele innerhalb von 24 Tagen / Bietigheim strebt im Derby in Heilbronn elften Sieg in Folge an / Starbulls brennen auf Revanche gegen Kassel
Für die Fans wird es Dauer-Unterhaltung, für die Cracks eine harte Zeit: Das deutsche Eishockey nimmt zum Jahreswechsel richtig Tempo auf. In der DEL2 werden 74 Spiele innerhalb von 24 Tagen absolviert. Bereits am Freitag geht der Marathon mit dem 27. Spieltag mit einigen Highlights los.
So will Tabellenschlusslicht Heilbronner Falken den Lauf von Spitzenreiter Bietigheim Steelers stoppen. Die Dresdner Eislöwen möchten ihren Lauf im Sachsenderby gegen die Eispiraten Crimmitschau fortsetzen. Und die Starbulls Rosenheim brennen nach 14 Gegentoren in den ersten beiden Spielen auf Revanche gegen den Tabellenzweiten Kassel Huskies.
(Foto: Sami Kaartinen - Dresdner Eislöwen; City-Press)
Lausitzer Füchse - Löwen Frankfurt (19:30 Uhr)
Der Aufsteiger aus Hessen hat den Lausitzer Füchsen in dieser Saison bislang unangenehm zugesetzt. Die Mannschaft von Trainer Dirk Rohrbach will diese Scharte auswetzen. In den vergangenen vier Begegnungen gelang den Füchsen nur ein Sieg, am vergangenen Wochenende in Heilbronn (4:1). „Wir wollen den Abstand auf die Playdown-Plätze halten“, erklärte Rohrbach, dessen Team derzeit mit 44 Punkten auf dem vierten Tabellenplatz liegt. Die Devise des Trainers ist nicht unbegründet, weil der Vorsprung auf den derzeitigen Elften Fischtown Pinguins nur sieben Punkte beträgt. Fehlen werden weiter Lukas Pozivil und Danny Pyka. Frankfurt, das punktgleich vor Fischtown steht, musste in den vergangenen sieben Spielen fünf Niederlagen hinnehmen. Dennoch machen die Leistung in Bietigheim am vergangenen Sonntag (2:3) und die beiden Erfolge gegen Weißwasser Mut. „Wir haben die Füchse schon zweimal geschlagen, was uns genug Selbstvertrauen geben sollte. Um erfolgreich zu sein, muss unser Spiel mit Puck-Besitz besser werden, daher haben wir in dieser Trainingswoche nochmal intensiv an diesen Dingen gearbeitet.
Bisher:
26.09.2014: Frankfurt – Füchse 5:4
02.11.2014: Füchse – Frankfurt 3:6
EV Landshut - Ravensburg Towerstars (19:30)
Beim EV Landshut wurden nach dem vergangenen Wochenende mit zwei Niederlagen die Zügel angezogen. Platz acht mit 38 Punkten bei 12 Siegen und 14 Niederlagen nach Halbzeit der Hauptrunde war so gar nicht nach dem Geschmack der Verantwortlichen. "Unsere Situation ist prekär. Da gibt es überhaupt nichts schönzureden. Wir müssen jetzt handeln und nicht immer nur reden. Die Suppe, die wir uns mit allen Gewürzen selber eingebrockt haben, gilt es nun auch selber wieder auszulöffeln", sagte EVL-Geschäftsführer Christian Donbeck. Der Zeitplan wurde für die Mannschaft von Trainer Andreas Brockmann modifiziert, die Spieler hatten acht bis zehn Stunden pro Tag Arbeit im Eisstadion. Zudem wurde die Verpflichtung von Eddy Rinke-Leitans bekannt gegeben. Die Ravensburg Towerstars kletterten am vergangenen Wochenende mit Siegen in der Lausitz (3:2) und gegen Crimmitschau (3:2) wieder ein wenig in der Tabelle.
Bisher:
14.09.2014: Ravensburg – Landshut 4:1
21.11.2014: Ravensburg – Landshut 0:2
Dresdner Eislöwen - Eispiraten Crimmitschau (19.30)
Seit dem 2:5 bei den Eispiraten lief es wieder für Dresden. Mit fünf Siegen in Folge kletterte die Mannschaft von Trainer Thomas Popiesch wieder bis auf den dritten Tabellenplatz. Faktoren wie das Powerplay oder auch Schlüsselspieler wie Chris Sparre oder Stefan Chaput trugen dazu bei. In Überzahl verwerten die Eislöwen jede vierte Chance. Chris Sparre führt die Scorerliste mit 49 Punkten an, Sturmpartner Chaput folgt mit 35 auf Rang neun. Gerne erinnert man sich in Dresden an das 7:6 im ersten Spiel bei den Eispiraten, als man bei einem 3:6-Rückstand innerhalb von 172 Sekunden vier Tore machte. „Wir haben gegen Crimmitschau in dieser Saison noch keine überzeugenden Spiele geliefert, viele Gegentore, besonders in Powerplay-Situationen, bekommen. An dieser Stelle müssen wir auf jeden Fall ansetzen. Die Offensive der Eispiraten hat eine gute Qualität und ist jederzeit gefährlich, sagte Eislöwen-Trainer Popiesch. Der Tabellen-Zwölfte Crimmitschau verpasste am vergangenen Wochenende zwei Erfolgserlebnisse nur denkbar knapp. Ein schwaches erstes Drittel in Ravensburg führte letztendlich zu einer 2:3-Niederlage. Schmerzhaft für die Mannschaft von Trainer Chris Lee ist der Ausfall des gesperrten Jamie MacQueen. Seine offene Ausländerposition wird Jakub Langhammer einnehmen.
Bisher:
17.10.2014: Crimmitschau – Dresden 6:7
28.11.2014: Crimmitschau – Dresden 5:2
Kassel Huskies - Starbulls Rosenheim (19.30)
Die von personellen Problemen geplagten Starbulls Rosenheim wollen nach vier Niederlagen in Folge endlich die Wende. Am Freitag besteht mit dem Gastspiel in Kassel nun die Gelegenheit, sich für das Festtags-Programm das nötige Selbstvertrauen zu holen. Denn die ersten beiden Duelle mit den Huskies waren für das Team von Trainer Franz Steer alles andere als angenehm. 14 Gegentore waren eindeutig zu viel. Die Huskies hingegen strotzen vor Selbstvertrauen. In den vergangenen sieben Spielen gab es stets Punkte. Vier der fünf Siege in dieser Spanne holte Kassel zuhause mit einer Tordifferenz von 25:6. Nicht umsonst steht die Mannschaft von Trainer Rico Rossi auf dem zweiten Tabellenplatz.
Bisher:
17.10.2014: Rosenheim – Kassel 2:7
28.11.2014: Kassel – Rosenheim 7:1
ESV Kaufbeuren - EC Bad Nauheim (19:30)
Beim ESV Kaufbeuren kehrte unter dem neuen Coach Kari Rauhanen endlich wieder Normalität ein. Drei Siege in den sechs Spielen unter dem Finnen sind der Beleg. Zudem kann der Coach am Freitag gegen den EC Bad Nauheim wieder auf nahezu alle Spieler zurückgreifen. Stürmer Florian Thomas, der seit einigen Tagen beschwerdefrei trainiert, wird in den Spielbetrieb zurückkehren. Dazu werden auch die DNL-Spieler Phillip Messing, Daniel Pfaffengut und Wayne Lucas dem Kader angehören. „Seit die Mannschaft wieder so gut wie komplett spielt, sind wir mit drei Punkten pro Wochenende im Soll. Wir bekommen dadurch auch immer mehr Selbstvertrauen, und nun wollen wir natürlich versuchen, den Abstand auf den zehnten Platz zu minimieren. Die Stimmung in der Mannschaft war glücklicherweise die ganze Saison über schon gut und durch die Erfolgserlebnisse in den letzten Spielen ist diese natürlich auch weiter gestärkt worden“, sagte ESVK-Goalie Stefan Vajs. Bad Nauheim konnte beide Spiele gegen Kaufbeuren gewinnen, in beiden Fällen war der ehemalige deutsche Nationalspieler Vitalij Aab der Matchwinner. Auswärts lief es nicht so schlecht bei den Hessen, vier der letzten fünf Spiele gewann das Team von Trainer petri Kujala. Nur beim 2:6 im Derby in Kassel scheiterte man an der Effektivität des Gegners.
Bisher:
26.09.2014: Bad Nauheim – Kaufbeuren 4:2
21.11.2014: Kaufbeuren – Bad Nauheim 1:2 OT
SC Riessersee - Fischtown Pinguins (20:00)
Lange mussten die Spieler von Toni Krinner nicht auf die Revanche gegen die Fischtown Pinguins warten. Am vergangenen Wochenende führte der SCR zu Beginn des Schlussdrittels mit 3:2 in Bremerhaven und verlor am Ende noch deutlich gegen die Pinguins. Die Leistung über die ersten beiden Spielabschnitte stimmte allerdings und war Ausdruck des Selbstvertrauens aus zuvor drei Siegen in Folge. Der Meister aus Bremerhaven will hingegen nun auswärts endlich wieder zu einem Erfolgserlebnis kommen. Die Mannschaft von Trainer Mike Stewart hatte zuletzt drei Niederlagen in Folge auf fremden Eis hinnehmen müssen. Der Kanadier muss aber einige Ausfälle verkraften. Jonas Langmann fehlt weiterhin aufgrund seiner Innenbandverletzung, Marian Dejdar hat sich kurzfristig krank gemeldet, und Pawel Dronia, einer der Leistungsträger in der Defensive, kann das Team nicht unterstützen. Trotz dieser Hiobsbotschaften gibt man sich an der Küste gelassen. Mike Stewart: „Über mangelndes Verletzungspech brauchen wir uns in dieser Saison nun wirklich nicht zu beschweren. Aber wir werden auch dieses kleine Tal durchschreiten und hoffen, sowohl in Garmisch und am Sonntag gegen Dresden punkten zu können.“
Bisher:
19.09.2014: Riessersee – Pinguins 2:3
14.12.2014: Pinguins – Riessersee 6:3
Heilbronner Falken - Bietigheim Steelers (20.00)
Wenn man von einem Duell David gegen Goliath sprechen kann, dann in diesem Fall. Spitzenreiter Bietigheim geht mit einem gigantischen Vorsprung von 47 Punkten in das Derby beim Tabellenletzten Heilbronn. Zehn Siege feierte der Vizemeister zuletzt in Folge. David Wrigley (45 Punkte), der in den letzten 13 Spielen stets gepunktet hat, Robin Just (43) und Matt McKnight (40) stehen in den Top Five der Scorerwertung. Die Falken haben dagegen scheinbar nichts zu bieten. Zehn Niederlagen gab es zuletzt in Serie, darunter das 3:8 im letzten Derby mit vier Toren von McKnight. Aber wer weiß? Die Leistungskurve in den zwei Spielen unter Interimscoach Gerd Wittmann zeigte leicht nach oben. Zudem hat man nochmals personell nachgelegt und den Ex-Landshuter Riley Armstrong geholt.
Bisher:
21.09.2014: Bietigheim – Heilbronn 5:3
16.11.2014: Heilbronn – Bietigheim 3:8
Der 27. Spieltag (Freitag, 19. Dezember 2014)
Lausitzer Füchse - Löwen Frankfurt (19:30 Uhr)
EV Landshut - Ravensburg Towerstars (19:30)
Dresdner Eislöwen - Eispiraten Crimmitschau (19.30)
Kassel Huskies - Starbulls Rosenheim (19.30)
ESV Kaufbeuren - EC Bad Nauheim (19:30)
SC Riessersee - Fischtown Pinguins (20:00)
Heilbronner Falken - Bietigheim Steelers (20.00)
Der 28. Spieltag (Sonntag, 21. Dezember 2014)
Starbulls Rosenheim – Lausitzer Füchse (17:00 Uhr)
Eispiraten Crimmitschau – SC Riessersee (17:00)
Fischtown Pinguins – Dresdner Eislöwen (17:00)
Bietigheim Steelers – Kassel Huskies (17.00)
Ravensburg Towerstars – ESV Kaufbeuren (18.30)
Löwen Frankfurt – Heilbronner Falken (18.30)
EC Bad Nauheim – EV Landshut (18.30)