Derbytime in Bietigheim und Frankfurt
Steelers empfangen Heilbronn, Löwen den EC Bad Nauheim / Vorletzter Landshut muss beim Meister Fischtown ran / Schlusslicht Dresden will in Rosenheim punkten
Auch am 4. Spieltag ist Derbytime. Spitzenreiter Bietigheim Steelers empfängt die Heilbronner Falken zum Baden-Württemberg-Duell. Das nächste hessische Derby steigt zwischen Aufsteiger Löwen Frankfurt und dem noch sieglosen EC Bad Nauheim (Foto: chuc.de). Nach drei Niederlagen zum Auftakt versucht nun der Vorletzte EV Landshut ausgerechnet beim Meister Fischtown Pinguins, etwas Zählbares mitzunehmen. Schlusslicht Dresdner Eislöwen ist bei den Starbulls Rosenheim zu Gast. Die Kassel Huskies empfangen nach dem ersten Saisonsieg die Ravensburg Towerstars. Die Lausitzer Füchse treffen auf den SC Riessersee. Und der ESV Kaufbeuren will gegen die Eispiraten Crimmitschau den vierten Saisonsieg.
Fischtown Pinguins - EV Landshut Eishockey (17.00 Uhr)
Ein reizvolles Duell. Wer erinnert sich nicht an das dramatische Ende einer packenden Playoff-Halbfinal-Serie im Frühjahr. Für die Fischtown Pinguins war das ein weiterer Schritt zur Meisterschaft. Die ersten drei Spiele der laufenden Saison stimmten von den Ergebnissen, als Tabellendritter geht die Mannschaft von Trainer Mike Stuart in das Duell mit den Niederbayern. Die hat es zu Beginn dieser Spielzeit wahrlich knüppeldick. Nach drei Niederlagen in den ersten drei Spielen liegt die Mannschaft von Trainer Andreas Brockmann auf dem vorletzten Platz. Und beim unglücklichen 1:2 am Freitag gegen den ESV Kaufbeuren zog sich Kapitän Cody Thornton nach einem Check eine Gehirnerschütterung und ein Schleudertrauma zu. Thornton wird vorerst ausfallen wie auch Verteidiger Florian Müller (Innenbandriss).
Vergangene Saison:
04.10.2013: Landshut – Fischtown 5:1
31.10.2013: Fischtown – Landshut 3:4 OT
22.12.2013: Landshut – Fischtown 3:6
10.01.2014: Fischtown – Landshut 4:3
Bietigheim Steelers – Heilbronner Falken (17.00)
Auch für den Vizemeister verlief die Saison bislang hervorragend. Der Vizemeister feierte im Gegensatz zum Titelträger aber alle drei Siege in der regulären Spielzeit und sprang am Freitag mit dem im Schlussdrittel herausgespielten 3:1 bei den Dresdner Eislöwen auf Platz ein. Archie Skalbeck legte mit seinem Doppelpack den Grundstein zum Erfolg. Nun dürfen sich die Fans der Steelers auf das Derby gegen die Heilbronner Falken freuen. Die Falken allerdings mussten im zweiten Heimspiel den zweiten Dämpfer in dieser Saison hinnehmen. In einem spektakulären Spiel führte die Mannschaft von Trainer Igor Pavlov bis 18 Sekunden vor dem Ende mit 5:4 gegen die Löwen Frankfurt und verlor noch mit 5:6 nach Verlängerung.
Vergangene Saison:
04.10.2013: Falken – Bietigheim 2:3
02.11.2013: Bietigheim – Falken 2:5
26.12.2013: Bietigheim – Falken 6:2
07.01.2014: Falken – Bietigheim 3:5
Starbulls Rosenheim - Dresdner Eislöwen (17.00)
Die Starbulls Rosenheim haben sich für die laufende Saison offenbar viel vorgenommen. Die Mannschaft von Trainer Franz Steer zeigte in den ersten drei Spielen, dass sie in die Spitzengruppe der DEL2 gehört. Am Freitag reichte es bei den Ravensburg Towerstars trotz zweimaliger Führung nicht zum dritten Sieg. Beim 2:3 nach Verlängerung sprang aber immerhin ein Punkt heraus. Diese Erlebnis blieb den Dresdner Eislöwen in der jungen Saison noch verwehrt. Die Mannschaft von Trainer Thomas Popiesch lieferte dem Vizemeister aus Bietigheim am Freitag ein beherztes Spiel und konnte 40 Minuten den eigenen Kasten sauber halten. Doch im Schlussabschnitt erwischte es die Eislöwen dann doch noch. „Obwohl wir uns gesteigert haben, hat es am Ende nicht zu einem Punkt gereicht. In so einem Spiel muss man geduldig arbeiten. Dann haben wir in zwei Situationen Fehler gemacht oder Bietigheim hat den Biss gezeigt, sie zu erzwingen. Das Spiel hat uns klar aufgezeigt, dass wir an unserem Zweikampfverhalten arbeiten müssen - defensiv wie offensiv", sagt Eislöwen-Cheftrainer Thomas Popiesch.
Vergangene Saison:
11.10.2013: Rosenheim – Dresden 3:6
05.11.2013: Dresden – Rosenheim 4:1
06.12.2013: Rosenheim – Dresden 2:3
07.01.2014: Dresden – Rosenheim 6:3
Lausitzer Füchse – SC Riessersee (17.00)
Mit Rückenwind gehen die Lausitzer Füchse in das zweite Heimspiel der Saison am Sonntag gegen den SC Riessersee. Der zweite Auswärtssieg am Freitag im Sachsenderby bei den Eispiraten Crimmitschau (3:2) durch das Siegtor von Scott King bescherte der Mannschaft von Trainer Dirk Rohrbach den Sprung auf den sechsten Tabellenplatz. Mit der Leistung in Crimmitschau war der Coach nicht uneingeschränkt zufrieden, weil im ersten Drittel zu viele Schüsse zugelassen wurden. Doch Füchse-Goalie Jonathan Boutin erwischte einen tollen Tag. Beim SC Riessersee ist nach zwei Heimniederlagen in Folge Ernüchterung eingekehrt. Zwar egalisierte die Mannschaft von Trainer Toni Krinner gegen Meister Fischtown einen 0:2-Rückstand, doch sprang am Ende erneut nichts Zählbares heraus.
Vergangene Saison:
27.09.2013: Füchse – Riessersee 4:1
20.10.2013: Riessersee – Füchse 4:1
01.12.2013: Füchse – Riessersee 1:0
12.01.2014: Riessersee – Füchse 4:1
EC Kassel Huskies - Ravensburg Towerstars (18.30)
Schon in den ersten beiden Spielen hatten die Kassel Huskies ihre Qualitäten angedeutet. Zu Siegen reichte es allerdings noch nicht für den Aufsteiger. Das erste Erfolgserlebnis gab es dann am Freitag ausgerechnet im hessischen Derby beim EC Bad Nauheim (5:3). Das soll nun den nötigen Rückenwind für das bevorstehende Heimspiel gegen die Ravensburg Towerstars geben. „Es freut mich für mein Team, dass es nun mit Punkten belohnt wurden“, sagte Coach Rico Rossi, der sich kurzfristig über Neuverpflichtung Mika Järvinen freuen durfte. Der Goalie, der aus der KHL kam, war in Bad Nauheim bereits im Einsatz. Ravensburg musste zwar die Tabellenführung abgeben, feierte aber im ersten richtigen Spitzenspiel gegen die Starbulls Rosenheim einen spektakulären Sieg. Durch die Tore von Neuzugang Brian Roloff gewann die Mannschaft von Trainer Daniel Naud 3:2.
Löwen Frankfurt – EC Bad Nauheim (18.30)
Mit dem spektakulärsten Sieg des Abends feierten die Löwen Frankfurt ihren ersten Saisonsieg. Der Aufsteiger setzte sich in einer dramatischen Begegnung mit 6:5 nach Verlängerung bei den Heilbronner Falken durch. Erst 18 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit glich Neuzugang Nick Mazzolini zugunsten der Löwen aus, David Cespiva stocherte den Puck dann nach zu 38 Sekunden der Verlängerung über die Linie des Heilbronner Tores. „Jetzt wollen wir den Schwung aus dieser Partie für das Derby am Sonntag gegen Bad Nauheim mitnehmen", sagte Doppeltorschütze Norman Martens. Bad Nauheim wartet weiter auf das erste Erfolgserlebnis, bislang steht weiter der eine Punkt aus dem Saisonauftaktspiel bei Meister Fischtown. „Wir haben nicht das aufs Eis gebracht, was wir uns vorgenommen haben. Natürlich stehen wir nun unter Druck, wenn man fünf Spiele in Folge inklusive Vorbereitung verliert“, sagte Bad Nauheims Coach Petri Kujala.
ESV Kaufbeuren – Eispiraten Crimmitschau (18.30)
In Kaufbeuren muss man sich angesichts des Saisonstarts mit drei Siegen wohl immer noch kneifen. Als Tabellenzweiter geht die Mannschaft von Trainer Uli Egen am Sonntag in das Heimspiel gegen die Eispiraten Crimmitschau. Das bayrische Derby hatte man durch das späte Powerplay-Tor von Matt Marquardt mit 2:1 gewonnen. „Wir genießen den Moment. Landshut hat alles versucht, aber mit Glück und Geschick haben wir verteidigt und konnten als Sieger vom Eis gehen", sagte Uli Egen. In Crimmitschau kehrte nach dem 2:3 im Sachsenderby gegen die Lausitzer Füchse zunächst wieder Ernüchterung ein. Ein Sieg und zwei Niederlagen stehen nun zu Buche.
Vergangene Saison:
20.09.2013: Crimmitschau – Kaufbeuren 5:2
27.10.2013: Kaufbeuren – Crimmitschau 5:4
01.12.2013: Crimmitschau – Kaufbeuren 6:0
02.02.2014: Kaufbeuren – Crimmitschau 4:3
Der 4. DEL2-Spieltag im Überblick:
Fischtown Pinguins - EV Landshut Eishockey (17.00 Uhr)
Bietigheim Steelers – Heilbronner Falken (17.00)
Starbulls Rosenheim - Dresdner Eislöwen (17.00)
Lausitzer Füchse – SC Riessersee (17.00)
EC Kassel Huskies - Ravensburg Towerstars (18.30)
Löwen Frankfurt – EC Bad Nauheim (18.30)
ESV Kaufbeuren – Eispiraten Crimmitschau (18.30)