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Text: DEL2

Die ersten Matchbälle sind möglich

Für Bietigheim, Bremerhaven, Landshut und Frankfurt wäre mit dem dritten Sieg das Halbfinale in Sichtweite

Die ersten Matchbälle sind möglich
Sven Peter/Hansepixx

Eishockey-Playoffs sind hart. An 52 Spieltagen kämpfen 14 Teams um das Erreichen der entscheidenden Saisonphase und die besten Platzierungen. Und nach fünf Monaten Schinderei kann innerhalb von einer Woche schon wieder alles vorbei sein. Am Dienstag wird die Intensität in der dritten Runde des Playoff-Viertelfinales wahrscheinlich nochmals gesteigert. Denn die Dresdner Eislöwen, Starbulls Rosenheim, Ravensburg Towerstars und Kassel Huskies wollen nach den Niederlagen in den ersten beiden Spielen in den jeweiligen Serien ankommen. Die Gegner Bietigheim  Steelers, Fischtown Pinguins, Löwen Frankfurt und EV Landshut hätten mit dem jeweils dritten Sieg bereits das Halbfinale in Sichtweite.

Löwen Frankfurt - Ravensburg Towerstars (19.30 Uhr, live bei Sprade TV) - Serie: 2:0

Elf Gegentore in zwei Spielen und eine schmerzhafte Niederlage in der heimischen Festung Eissporthalle haben im Lager der Ravensburg Towerstars Spuren hinterlassen. „Heute hat keiner einzelner Spiele gemerkt, dass wir inzwischen Playoffs spielen“, sagte Trainer Daniel Naud nach dem enttäuschenden 2:7 gegen Aufsteiger Frankfurt in Spiel 2. Während die Towerstars sich zum Auftakt mit den Löwen in der Bankenmetropole eine Auseinandersetzung auf Augenhöhe lieferten, war es daheim völlig ungewohnt eine einseitige Angelegenheit zugunsten der Gäste. Nauds Kollege Tim Kehler hat mit seinem Team bislang eine bemerkenswerte Saison hinter sich. Der vierte Platz nach der Vorrunde, in der man die zweitbeste Offensive (211 Tore) stellte, war schon beeindruckend. Die beiden Auftritte in den Playoffs lassen erahnen, über welches Potenzial Kehler verfügt. Glück hatte man bisher zudem mit den Ergänzungen vom Kooperationspartner Nürnberg Ice Tigers wie David Elsner. Nach den ersten beiden Spielen spricht also viel für Frankfurt.

Bisher:

13.03.2015: Frankfurt – Ravensburg 4:2
15.03.2015: Ravensburg – Frankfurt 2:7

Kassel Huskies - EV Landshut  (19.30 Uhr) - Serie: 0:2

Für die Kassel Huskies war schon das Erreichen des Playoff-Viertelfinales ein großer Erfolg. Aber nach einer derartigen Saison mit dem dritten Platz zum Abschluss der Hauptrunde will man das eigene Potenzial auch in der entscheidenden Saisonphase voll ausschöpfen. Das gelang in den ersten beiden Spielen gegen den EV Landshut nicht zu 100 Prozent. Es ist wohl auch ein Erfahrungsvorsprung, den der Traditionsclub aus Bayern hat. Im vergangenen Jahr machte der EVL zum Beispiel einen 1:3-Rückstand gegen Ravensburg wett und zog in einem dramatischen siebten Spiel in das Halbfinale ein. In Mika Järvinen und Kai Kristian ist bei den Huskies der Torhüterbereich sehr gut abgedeckt, die beste Defensive der Liga ist auch nicht zusammengebrochen, aber in der drittbesten Offensive ist Sand im Getriebe. Topscorer Mike Collins und Kollegen kamen in den ersten beiden Spielen kaum zur Geltung. Da muss es am Dienstag dringend der Knoten platzen. In Landshut dagegen herrscht beste Stimmung. Darüber hinaus konnte Geschäftsführer Christian Donbeck bereits die neunte Vertragsverlängerung vermelden. Auch Verteidiger Andreas Geipel wird in der kommenden Saison an der Isar spielen.

Bisher:

13.03.2015: Kassel – Landshut 2:3 OT
15.03.2015: Landshut – Kassel 4:1

Bietigheim Steelers - Dresdner Eislöwen (20.00 Uhr, live bei Sprade TV) - Serie: 2:0

Alle Achtung! Wenn der Optimismus des Trainers die Dresdner Eislöwen nach zwei derartigen Niederlagen trägt, dann kann sich Hauptrunden-Champion Bietigheim Steelers noch auf harte Arbeit einstellen. „Die ersten beiden Aufeinandertreffen haben gezeigt, dass wir in dieser Serie alle Möglichkeiten haben. Wir haben zwei Mal einen guten und vor allem leidenschaftlichen Auftritt gezeigt“, sagte Thomas Popiesch zu den 1:2-Niederlagen nach Verlängerung gegen den Vizemeister. Besonders bitter war sicherlich die am Sonntag, als das Tor von Mark Heatley mit der Schlusssirene der ersten Verlängerung fiel. „Da bekanntlich aller guten Dinge drei sind, wollen wir uns auch in Bietigheim wieder unsere Siegchance erarbeiten – und uns dieses Mal am Ende dafür belohnen. Die Steelers können sich auf ein angriffslustiges Team einstellen“, erklärte der Eislöwen-Coach. Popiesch muss allerdings erneut auf einen seiner Schlüsselspieler verzichten. Stefan Chaput erhielt wegen eines Bandenchecks mit Verletzungsfolge eine Sperre von drei Spielen. Bei den Steelers lief zwar nicht alles rund, aber die Mannschaft von Trainer Kevin Gaudet leistete sich auch keine groben Schnitzer. Das war für den Coach oberstes Gebot. Gaudet wollte kein „Hurra-Eishockey“ sehen, sondern das Augenmerk auf ein funktionierendes Defensiv-Verhalten legen. Seine Spieler haben das offenbar verinnerlicht. Wenn nun noch die potente Offensive zulegt, wird es schwer für Dresden.

Bisher:

13.03.2015: Bietigheim – Dresden 2:1 OT
15.03.2015: Dresden – Bietigheim 1:2 OT

Fischtown Pinguins - Starbulls Rosenheim (20.00 Uhr, live bei Sprade TV) – Serie: 2:0

Die einzige Erkenntnis, die den Starbulls Rosenheim nach den ersten beiden Spielen im Playoff-Viertelfinale blieb, war wenig tröstlich. Die Mannschaft von Trainer Franz Steer war auf Augenhöhe mit DEL2-Meister Fischtown Pinguins. Allerdings gewann Bremerhaven die ersten beiden Spiele mit 3:2 nach Verlängerung. Damit stehen die Starbulls am Dienstag an der See mächtig unter Druck. Am Sonntag hatte das Steer-Team in der Overtime viele goldene Gelegenheiten ungenutzt gelassen. Zum Beispiel scheiterte Stephen Schultz mit einem Penaltyshot an Pinguins-Goalie Benjamin Meisner. Und in der Verlängerung konnten die Gastgeber eine zweimalige Überzahl nicht nutzen. Das machte dann auf der anderen Seite Brock Hooton eiskalt. Die Stimmung beim Titelverteidiger ist verständlicherweise positiv. Allerdings vermeidet Trainer Mike Stewart verfrühte Euphorie. Doch der Vorteil liegt derzeit eindeutig auf Seiten der Pinguins, vor allem angesichts der Heimstärke. 18 der vergangenen 19 Spiele in der Arena am Wilhelm-Kaisen-Platz  gewann Bremerhaven.Trainer Stewart muss weiterhin auf Jaroslav Hafenrichter und Maximilian Schaludek sowie Sam Verelst verzichten.

Bisher:

13.03.2015: Pinguins – Rosenheim 3:2 OT
15.03.2015: Rosenheim – Pinguins 2:3 OT

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