Die jungen Kufencracks bei der U20-WM in Bremerhaven
Sechs DEL2-Spieler im finalen Kader / Sonntag erstes Spiel der U20-Auswahl gegen Kasachstan / Vorfreude auf Heim-WM groß
Am Sonntag, den 11. Dezember, startet die U20-Weltmeischterschaft Division I in Bremerhaven. Bis zum 17. Dezember kämpfen neben Deutschland die U20-Nationalmannschaften aus Österreich, Weißrussland, Kasachstan, Norwegen und Frankreich um den Aufstieg in die Top-Gruppe. Es wird kein leichtes Unterfangen für die jungen Nachwuchstalente von Bundestrainer Christian Künast. In den letzten beiden Vorbereitungsspielen gab es eine Niederlage gegen Norwegen und einen Sieg gegen Frankreich. Es wird ein harter Fight um den Aufstieg erwartet. Mit dabei sind auch sechs Spieler, die regelmäßig in den DEL2-Arenen zu sehen sind. Einer von drei Goalies im Aufgebot wird Mirko Pantkowski sein – Förderlizenzspieler bei den Kassel Huskies. Von den sieben Verteidigern im Kader sind ebenfalls Förderlizenzspieler: Niklas Mannes (EC Bad Nauheim), Simon Schütz (ESV Kaufbeuren) und auch Maximilian Gläßl, der bei den Löwen Frankfurt spielt. Zudem nimmt Trainer Künast 13 Stürmer mit in das Turnier: Mit Lucas Dumont (Förderlizenzspieler bei den Dresdner Eislöwen) und Bayreuths Spieler Valentin Busch komplettieren zwei weitere DEL2-Akteure das finale Aufgebot.
Neben dem Liga-Betrieb trafen die Nachwuchstalente in den vergangenen Monaten auch öfters mit der U20-Nationalmannschaft zusammen. Auf die Frage hin, ob es eine große Anstrengung war, antwortet Stürmer Dumont folgendes: „Die Belastung war natürlich in den letzten Wochen höher. Aber dafür haben wir alle im Sommer auch hart trainiert. Deswegen hat auch alles ganz gut geklappt und ich bin im Großen und Ganzen zufrieden, wie es alles abgelaufen ist.“ Gerade für die Förderlizenzspieler ist es enorm wichtig, beim Kooperationsclub Eiszeit zu bekommen. „Denn nur so kann man sich verbessern. Ich sehe es als große Hilfe an, sich langsam an das Profi-Eishockey zu gewöhnen. Zudem stehen die erfahrenen Spieler einen zur Seite und ich kann viel von ihnen lernen“ erzählt der 19-Jährige weiter. Persönlich möchte Dumont in jedem Spiel seine beste Leistung zeigen, um der Mannschaft zu helfen.
Für Maximilian Gläßl wird es seine letzte U20-Weltmeisterschaft. Nach dem verpassten Aufstieg bei der letzten Weltmeisterschaft geht der Verteidiger umso motivierter in das Turnier. „Dieses Jahr gehöre ich zum älteren Jahrgang. Von daher ist es der letzte Einsatz für mich bei den U-Nationalmannschaften und ich werde alles für die Mannschaft geben“, erklärt der 19-Jährige. Vor Ort werden auch zahlreiche Talent-Scouts zu gegen sein und die jungen Eishockeycracks beobachten. „Das steht für uns als Spieler im Hintergrund. An erster Stelle ist die Mannschaft. Die Heim-WM ist für uns etwas ganz Besonderes und Seltenes“, verdeutlicht Gläßl. Der gebürtige Oberfranke konnte bereits schon im Ausland Erfahrung sammeln - unter anderem in Finnland und Kanada. Die unterschiedlichen Spielsysteme in den Ländern sind sicherlich kein Nachteil für ihn.
Die Stimmung im Team ist sehr gut, wie uns Lucas Dumont erklärt. „Jeder versteht sich gut mit jedem und alle Spieler sind motiviert. Alle warten nur noch auf Sonntag, dass es endlich mit dem ersten Spiel losgehen kann“, berichtet Dumont weiter.
Ab Sonntag heißt es dann Daumen drücken für die U-20-Jungs. Es geht um den Aufstieg in die Top-Division. Die Vorbereitung hat bereits gezeigt, dass jeder jeden schlagen kann. Umso wichtiger ist auch die Unterstützung der Fans vor Ort.