Die Lage der Liga: Meister und Vize oben auf
Dämpfer für Kaufbeuren / Landshut holt auf / Aufsteiger fassen Fuß
14 Spiele und 87 Tore wurden den Fans am Wochenende in der DEL2 geboten und wir sind wieder etwas schlauer: Der Meister und der Vize reden auch in der Saison 2014/15 ein Wörtchen um den Titel mit, die Aufsteiger Kassel und Frankfurt scheinen angekommen und nach furiosem Start setzte es für Kaufbeuren die ersten Dämpfer, während Landshut den Spieß umdreht und aufholt.
Der Meister ist im Geschäft: Beide Spiele gewannen die Pinguins (Foto: Sven Peter) am Wochenende und haben nach sechs Spieltagen 14 Punkte auf dem Konto. Coach Mike Stewart versucht dennoch, die jüngsten Erfolge einzusortieren: „Natürlich bin ich mit den Ergebnissen des Wochenendes zufrieden. Meine Mannschaft hat die Vorgaben umgesetzt, hat kämpferisch alles gegeben und hat zudem sehr diszipliniert gespielt. Wir sind auf einem sehr guten - aber eben erst am Anfang eines langen Weges.“
Vizemeister Bietigheim hat sich unterdessen jedoch vor die Seestädter geschoben. Einen Punkt mehr haben die Steelers gesammelt und hätte es am Freitag nicht das bittere 4:6 in Ravensburg gesetzt, die Tabellenführung hätte der Stahlmänner wäre schon ansehnlich. Zudem war es eine vermeidbare Niederlage. Die Steelers führten bereits 4:1, doch dann drehten die Towerstars auf und das Spiel um.
Vor dem Wochenende fanden sich auch noch die Joker in der Spitzengruppe. Vier Siege und zwölf Punkte holte Kaufbeuren als Beinahe-Absteiger der Vorsaison zum Start der aktuellen Spielzeit, doch am Wochenende hatten die Bayern nichts zu lachen. Es setzte zwei Niederlagen, aber noch steht ein respektabler fünfter Platz für den ESVK zu Buche – punktgleich mit eben jedem SC Riessersee, der das Wochenende unter umgekehrten Vorzeichen absolvierte und Kaufbeuren am Sonntag mit einem deutlichen 6:1-Erfolg zurückließ.
„Wir hatten in Bad Nauheim bis zum Schluss die Chance auf einen weiteren Sieg. Gegen den SCR hat uns ein total verschlafenes 2. Drittel die Punkte gekostet“, fasst Joker-Coach Uli Egen das Wochenende zusammen. „Aufgrund dessen, dass Stefan Loibl und Manuel Wiederer in Straubing antreten durften, war es für uns mit drei Reihen auch schwer, gegen zwei Teams am Wochenende zu spielen, die mit 4 Angriffsreihen ständig das Tempo hochhalten konnten. Wir haben aber schon am letzten Wochenende gesagt, dass wir mit unserer Mannschaft immer wieder Geduld haben müssen. Es war uns bewusst, dass der erste Tabellenplatz nach vier Spieltagen nur eine Momentaufnahme war."
Ebenfalls einen Aufschwung erlebt Landshut. Der Halbfinalist der Playoffs 2014 legte mit drei Niederlagen einen glatten Fehlstart hin, doch es folgten drei Siege und die Dreihelmenstädter kletterten auf den siebten Platz. Leidtragender der Erfolge in Landshut und Bietigheim sind die Eispiraten. Die Sachsen haben nach sechs Spieltagen noch immer nur einen Sieg auf dem Konto und die Rote Laterne leuchtet damit in Crimmitschau. Coach Chris Lee hat die Schwachstelle jedenfalls schon ausgemacht: „Wir müssen im Abschluss effizienter werden und auch mal die Tore machen. Daran werden wir weiter Arbeiten und müssen dies schnell verbessern.“
Ein Blick auf die Aufsteiger: Allmählich scheinen Frankfurt und Kassel in der DEL2 anzukommen. Ein Sieg und eine Niederlage ist ein Ergebnis, dass zwar nicht für Euphorie bei den Hessen reichen dürfte, aber zumindest für Zuversicht. Die Huskies zeigten am Sonntag bei ihrem Erfolg auch gleich Nehmerqualitäten. 1:3 lag Kassel gegen Dresden bis zur 55. Spielminute zurück, gewann dann aber nach Penaltyschießen noch 4:3.
„Ich kann meiner Mannschaft nur ein großes Kompliment machen. Nach dem 1:3 wäre für einige Mannschaften das Spiel, gerade nach dem Spielverlauf, praktisch vorbei gewesen, aber nicht mit dieser Mannschaft“, sagte ein stolzer Huskies-Coach. Rico Rossi weiter: „Die Jungs geben immer alles, bis zur letzten Sekunde und das wurde heute belohnt. Wenn man das ganze Spiel sieht, könnte man vielleicht sagen, dass wir auch drei Punkte hätten bekommen können, nach dem Spielverlauf bin ich mit den zwei Punkten aber hochzufrieden.“
Bereits am kommenden Donnerstag haben die 14 DEL2-Clubs die Chance, weitere Siege einzufahren. Die Partien des 7. und 8. Spieltag im Überblick:
7. Spieltag, 2. Oktober 2014
19:30 Uhr EC Bad Nauheim – Dresdner Eislöwen
19:30 Uhr ESV Kaufbeuren – Löwen Frankfurt
19:30 Uhr EV Landshut – Starbulls Rosenheim
19:30 Uhr Bietigheim Steelers – SC Riessersee
20:00 Uhr Eispiraten Crimmitschau – Fischtown Pinguins
20:00 Uhr Heilbronner Falken – Kassel Huskies
20:00 Uhr Ravensburg Towerstars – Lausitzer Füchse
8. Spieltag, 4. Oktober 2014
17:00 Uhr Lausitzer Füchse – EV Landshut
19:30 Uhr Kassel Huskies – ESV Kaufbeuren
19:30 Uhr Löwen Frankfurt – Dresdner Eislöwen
19:30 Uhr Starbulls Rosenheim – Bietigheim Steelers
19:30 Uhr SC Riessersee – Eispiraten Crimmitschau
19:30 Uhr EC Bad Nauheim – Ravensburg Towerstars
20:00 Uhr Fischtown Pinguins – Heilbronner Falken