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Text: DEL2

Die Pinguins müssen die Spitze in Rosenheim verteidigen

Verfolger Dresden empfängt den SC Riessersee. Meister Bietigheim trifft im Derby auf Schlusslicht Heilbronn. Sechs Spiele bei Sprade TV.

Die Pinguins müssen die Spitze in Rosenheim verteidigen
Ludwig Schirmer

Die Verteidigung der Tabellenspitze ist harte Arbeit. Für Vizemeister Fischtown Pinguins steht am Sonntag im Kathrein-Stadion das Wiedersehen mit den Starbulls Rosenheim und nach dem Gastspiel in Garmisch die nächste schwere Aufgabe in Bayern an. Die Starbulls schaltete Bremerhaven im März im Playoff-Viertelfinale in vier Spielen aus. Ebenfalls gute Erinnerungen hat der Tabellenzweite Dresdner Eislöwen an den nächsten Gegner SC Riessersee. Die Mannschaft von Trainer Thomas Popiesch hatte sich in den Pre-Playoffs gegen die Garmischer durchgesetzt. Weiter klettern will Meister Bietigheim Steelers mit einem Sieg gegen Schlusslicht Heilbronn. Sechs der sieben Partien am Sonntag sind bei Sprade TV im Livestream zu sehen.

Bietigheim Steelers - Heilbronner Falken (17.00 Uhr/Live bei Sprade TV)

Meister Bietigheim klettert wieder. Die Mannschaft von Trainer Kevin Gaudet feierte mit dem 4:2 bei den Löwen Frankfurt den dritten Sieg in Serie und hat in dieser Phase wieder zu alter Sicherheit zurückgefunden. Nur noch wenig erinnert an die Negativphase von vor zwei Wochen, als es an einem Wochenende gegen den SC Riessersee (5:6) und bei Aufsteiger EHC Freiburg (3:7) 13 Gegentore gab. Ein Gradmesser ist sicherlich, dass mit Frankfurt und vor einer Woche Kassel (6:2) zwei Teams bezwungen wurden, die zum Favoritenkreis in der DEL2 zählen. Davon sind die Heilbronner Falken meilenweit entfernt. Neun Niederlagen gab es seit dem 5:4 nach Verlängerung gegen Kaufbeuren am 2. Spieltag. Die Lücke zu Rang beträgt jetzt schon zwölf Punkte für die Mannschaft von Trainer Mannix Wolf.

Vergangene Saison

21.09.2014: Bietigheim - Heilbronn 5:3
16.11.2014: Heilbronn Bietigheim 3:8
19.12.2014: Heilbronn - Bietigheim 0:2
27.02.2015: Bietigheim - Heilbronn 8:2

Starbulls Rosenheim - Fischtown Pinguins (17.00 Uhr/Live bei Sprade TV)

Schon nach den ersten 20 Minuten war für die Starbulls Rosenheim das Spiel beim Angstgegner aus Kassel gelaufen. „Wir haben im ersten Drittel dem Gegner alle vier Tore praktisch selbst aufgelegt. Im zweiten und dritten Drittel hat sich das Team dann aber großartig zurückgekämpft“, sagte Starbulls-Coach Franz Steer zum 0:4 nach dem ersten Abschnitt. Vier der letzten fünf Spiele verloren die Bayern. Bislang konnte Steer in sein Team, das vor der Saison zum erweiterten Favoritenkreis gezählt wurde, noch nicht die nötige Konstanz bekommen – auch bedingt durch einige Ausfälle wie jüngst Verteidiger Peter Lindlbauer. Auch die Fischtown Pinguins hatten in der ersten Phase der Saison mit vielen Ausfällen zu kämpfen. Aber der Vizemeister hat im Sommer personell so gut nachgelegt, dass man diese Verluste kompensieren konnte. Und vom Kooperationspartner Hamburg stehen regelmäßig Spieler wie der Ex-Rosenheimer Benjamin Zientek zur Verfügung. Somit steht die Mannschaft von Trainer Ben Doucet nach zuletzt sechs Siegen in Folge an der Spitze. Es dürfte ein interessanter Vergleich werden, denn für beide Teams ist es das erste Wiedersehen seit dem Playoff-Viertelfinale, in dem sich Bremerhaven mit 4:0-Siegen durchsetzte. Drei der vier Siege wurden aber erst in der Verlängerung erzielt.  

Vergangene Saison

26.09.2014: Rosenheim - Pinguins 0:2
31.10.2014: Pinguins - Rosenheim 0:1
02.01.2015: Rosenheim - Pinguins 3:2 OT
27.02.2015: Pinguins - Rosenheim 8:2

Lausitzer Füchse - Kassel Huskies (17.00 Uhr/Live bei Sprade TV)

Nach drei Siegen in Folge wurden die Füchse wieder gestoppt. Schmerzhaft für Dirk Rohrbach und seine Mannschaft war die Tatsache, dass man aus der personellen Not der Eispiraten beim 5:8 am Freitag kein Kapital schlagen konnte. Außerdem monierte der Coach mangelnden Biss vor dem Tor, ungenügendes Penaltykilling und mangelnde Zweikampfführung. Zwei Gegentore in Unterzahl und zwei Gegentreffer bei eigener Überzahl hatten fatale Konsequenzen für die Lausitzer, die weiter auf dem zehnten Rang liegen. Wie auch Crimmitschau war Kassel am Freitag an einen Schützenfest beteiligt. Allerdings setzte sich die Mannschaft von Trainer Rico Rossi dank eines bärenstarken ersten Drittels mit 7:5 gegen Rosenheim durch. Beide Mannschaften haben in der Defensive noch Luft nach oben – insofern könnte auch dieses Duell unterhaltsam für die Zuschauer werden. 

Vergangene Saison

12.09.2014: Kassel - Füchse 4:5
30.11.2014: Füchse - Kassel 4:3 OT
06.01.2015: Kassel - Füchse 3:0
15.02.2015: Füchse - Kassel 2:4

EC Bad Nauheim - Löwen Frankfurt (18.30 Uhr/Live bei Sprade TV)

Das Derby gegen Frankfurt sieht die Fans in den Bann. Bereits Mitte der Woche waren 3.800 Tickets abgesetzt. Somit könnte das Duell in einem ausverkauften Colonel-Knight-Stadion stattfinden. Es wäre der richtige Rahmen. Im bisherigen Saisonverlauf sorgten die Löwen für Furore und lagen auch schon an der Tabellenspitze. Doch aus den vergangenen drei Spielen konnte die Mannschaft von Trainer Tim Kehler nur einen Punkt holen. Vor allem in der Offensive hapert es. Zwar gelang Frankfurt am Freitag gegen Bietigheim mit einer schnellen 2:0-Führung ein Traumstart, doch der Meister schlug eiskalt zurück. Solide und beständiger lief es beim EC Bad Nauheim. In den vergangenen neun Spielen blieb die Mannschaft nur einmal ohne Punkte. Das jüngste 2:3 nach Verlängerung in Kaufbeuren hätte nach Meinung des Trainers aber nicht sein müssen. "Durch blödsinnige Scheibenverluste haben wir Kaufbeuren Chancen ermöglicht. Eigentlich haben wir defensiv gut gespielt, doch am Ende kam Kaufbeuren durch die Überzahlchancen richtig ins Spiel. Es war ein wichtiger Punkt", sagte Petri Kujala.

Vergangene Saison

21.09.2014: Frankfurt - Bad Nauheim 4:5
14.11.2014: Bad Nauheim - Frankfurt 3:2 OT
23.12.2014: Frankfurt Bad Nauheim 6:3
20.02.2015: Bad Nauheim - Löwen Frankfurt 1:5

Dresdner Eislöwen - SC Riessersee (18.30 Uhr/Live bei Sprade TV)

Für die Dresdner Eislöwen könnte es derzeit nicht besser laufen. Das 7:1 in Heilbronn war der siebte Sieg in Folge für die Mannschaft von Trainer Thomas Popiesch, die damit den zweiten Tabellenplatz behauptete. „Die Falken haben sich Chancen erarbeitet, Brett Jaeger hat uns im Spiel gehalten. Mit zunehmender Spieldauer haben wir jedoch gerade unsere läuferischen Qualitäten besser aufs Eis gebracht. Den Unterschied haben basierend auf einer guten Goalie-Leistung letztlich die Special Teams gemacht“, sagte Eislöwen-Trainer Thomas Popiesch am Freitag. Dreimal war Mark Cullen erfolgreich. Nun folgt das Wiedersehen mit dem SC Riessersee. Im März schalteten die Sachsen die Garmischer in den Pre-Playoffs aus. beim SCR ist nach einem prächtigen Saisonstart irgendwie der Faden gerissen. Das 1:5 gegen Spitzenreiter Bremerhaven war für die Mannschaft von Trainer Tim Regan bereits die vierte Niederlage in Folge. Der Altmeister rutschte in dieser Phase vom zweiten auf den sechsten Rang ab.

Vergangene Saison

12.10.2014: Dresden - Riessersee 2:1
02.11.2014: Riessersee - Dresden 7:4
23.12.2014: Dresden - Riessersee 2:1 SO
03.02.2015: Riessersee - Dresden 4:3

EHC Freiburg - Eispiraten Crimmitschau (18.30 Uhr)

Der nächste Gegner hat für Aufsteiger EHC Freiburg höchste Priorität. Für den Tabellenvorletzten ist es ein Duell auf Augenhöhe mit einem direkten Konkurrenten. Der EHC machte in Ravensburg beim 3:6 keine so schlechte Figur. Insbesondere das erste Drittel konnte sich für die Mannschaft von Trainer Leos Sulak sehen lassen. Dennoch waren die Towerstars bei der Verwertung der Chancen abgebrühter und fügten den Breisgauern die dritte Niederlage in Folge zu. Für ihren aufopferungsvollen Kampf trotz einer personellen Misere haben sich die Eispiraten im Derby gegen die Lausitzer Füchse mit einem 8:5-Sieg belohnt. Trainer Chris Lee hatte wieder nur 14 Feldspieler zur Verfügung gestanden. Offen bleibt, wie lange die Kraftreserven bei einem derart dünnen Aufgebot ausreichen.

Vergangene Saison

Fehlanzeige

ESV Kaufbeuren - Ravensburg Towerstars (18.30 Uhr/Live bei Sprade TV)

Drei Siege und zwei Niederlagen – so lautete die Bilanz des ESV Kaufbeuren in den vergangenen fünf Spielen. Die Mannschaft von Trainer Mike Muller fand beim 3:2 nach Verlängerung gegen den EC Bad Nauheim die richtige Antwort auf das 0:3 im Derby in Rosenheim. "Es war ein schweres Spiel. Aber wir haben mit Leidenschaft und Teamgeist den Sieg einfahren können", sagte Muller nach der Partie gegen Bad Nauheim. Der ESVK machte gegenüber der vergangenen Saison bislang einen klaren Schritt nach vorne. Die Erwartungen bei den Towerstars sind ganz anders. So langsam scheint das Team von Trainer Daniel Naud diese allmählich zu erfüllen, was zumindest die drei Siege in Folge zeigen. Gegen Kaufbeuren gewann die Towerstars in der Hauptrunde der vergangenen Saison alle vier Spiele – aber mit jeweils nur einem Tor Differenz.

Vergangene Saison

10.10.2014: Ravensburg - Kaufbeuren 3:2
31.10.2014: Kaufbeuren - Ravensburg 3:4
21.12.2014: Ravensburg - Kaufbeuren 1:0
30.01.2015: Kaufbeuren - Ravensburg 3:4

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