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Die Steelers machen das Dutzend voll – Kassel trifft 14 Mal!

Bietigheim gewinnt wildes Derby gegen Heilbronn 9:5. Huskies überrollen Crimmitschau 14:2. Vizemeister Bremerhaven 2:3 nach Penaltyschießen in Dresden.

Die Steelers machen das Dutzend voll – Kassel trifft 14 Mal!
Timo Raiser

Die Bietigheim Steelers sind derzeit nicht zu stoppen. Der DEL2-Champion gewann am Freitagabend ein wildes Derby gegen die Heilbronner Falken mit 9:5 und stellte mit dem zwölften Sieg in Folge die eigene Bestmarke aus dem Meisterjahr 2009 ein. Der Spitzenreiter hat dank zuletzt 36 Punkten (!) nunmehr drei Zähler Vorsprung auf die Fischtown Pinguins, die mit dem 2:3 nach Penaltyschießen bei den Dresdner Eislöwen die dritte Niederlage in Folge hinnehmen mussten. Rang drei behaupteten die Kassel Huskies in spektakulärer Manier. Die Nordhessen fertigten die zuletzt starken Eispiraten Crimmitschau mit 14:2 ab. Zu einem Favoritenschreck entwickelt sich Aufsteiger EHC Freiburg, der dem Sieg in Bremerhaven nun ein 5:2 gegen den Vierten Ravensburg Towerstars folgen ließ. Wieder zurück in die Erfolgsspur kehrte der EC Bad Nauheim mit dem 4:2 bei den Lausitzer Füchsen. Zu noch zwei Punkte Rückstand auf den sechsten Platz haben die Starbulls Rosenheim nach dem 4:3 im Derby beim ESV Kaufbeuren. Denn die Löwen Frankfurt verloren mit 3:4 nach Penaltyschießen beim SC Riessersee.

Bietigheim Steelers - Heilbronner Falken 9:5 (3:1, 4:4, 2:0)

Paul-John Fenton erhielt einen prächtigen Rahmen bei seiner Rückkehr nach Bietigheim. Über 4.000 Zuschauer empfingen die Steelers und die Heilbronner Falken zum Derby. Und Fenton führte sich bei seinem Comeback an alter Stätte gleich prächtig ein und sorgte für den Ausgleich nach der frühen Führung der Gäste. Die Fans bekamen danach ein spektakuläres Duell zu sehen, in dem es rauf und runter ging. Offensive pur in der EgeTrans Arena. Der Tabellenletzte, gegen den die Steelers die letzte Niederlage kassiert hatten, lieferte dem haushohen Favoriten in den ersten 40 Minuten ein sensationelles Spiel und ließ sich auch nicht durch den 2:4-Rückstand entmutigen. Aber nach dem 4:4 zog der Tabellenführer nochmals ordentlich an der Schnur und stellte die Marke aus dem Meisterjahr 2009 mit zwölf Siegen in Folge ein.

Tore: 0:1 Adam Brace (3:22), 1:1 Paul-John Fenton (4:53) , 2:1 Robin Just (16:01), 3:1 Dominic Auger (16:28), 3:2 Aziz Baazi (20:44), 4:2 Robin Just (24:04/PP1), 4:3 Marvin Krüger (27:54), 4:4 Marvin Krüger (28:10), 5:4 Dennis Palka (29:55/PS), 6:4 Dennis Palka (32:02), 7:4 Yannik Baier (33:41), 7:5 Thomas Gödtel (39:04), 8:5 Justin Kelly (43:01), 9:5 Robin Just (44:09)
Zuschauer: 4.092

Dresdner Eislöwen - Fischtown Pinguins 3:2 (0:1, 1:0, 1:1, 0:0, 1:0) SO

Die Dresdner Eislöwen kommen unter dem neuen Coach Bill Stewart so langsam wieder ins Rollen. Das 4:3 nach Verlängerung im ersten DEL2-Freiluftspiel gegen die Lausitzer Füchse hat den Sachsen offenbar auch einen zusätzlichen Schub gegeben. Die Gastgeber hatten über weite Strecken des Spiels Vorteile gegen die Seestädter und fuhren verdient den dritten Sieg in den vergangenen vier Spielen ein. Bei den Pinguins ist ein wenig der Wurm drin. Die Mannschaft von Trainer Ben Doucet funktioniert nicht so wie gewohnt. In den vergangenen drei Spielen brachte der ansonsten offensivstarke Vizemeister nun vier Tore zustande. Der Rückstand auf Spitzenreiter Bietigheim wuchs auf drei Zähler an. 

Tore: 0:1 David Stieler (11:21/PP1), 1:1 Arturs Kruminsch (31:28/PP1), 2:1 Mirko Sacher (41:27/PP1), 2:2 Andrej Teljukin (48:35), 3:2 Vladislav Filin (SO)
Zuschauer: 2.305

EHC Freiburg - Ravensburg Towerstars 5:2 (1:1, 1:1, 3:0)

Bei den Freiburgern spielte Christoph Mathis im Tor für Jonathan Boutin und bekam wie nicht anders zu erwarten von einer der besten Offensiven in der DEL2 ordentlich zu tun. Doch die Hausherren ließen sich vor einer erneut tollen Kulisse in der Franz-Siegel-Halle dank der jüngsten Siegesserie nicht einschüchtern und hielten nach zwei Dritteln ein 2:2. Und dann toppten die Gastgeber ihre ohnehin schon starke Leistung im Schlussabschnitt. Der Aufsteiger baute die Erfolgsserie damit nicht nur auf vier Siege aus, sondern bezwang auch nach Meister Bietigheim Steelers und Vize Fischtown Pinguins einen weiteren Playoff-Favoriten. Für die Ravensburger gab es im Kampf um den dritten Rang hinter dem Spitzenduo nach zuvor drei Siegen einen Dämpfer.

Tore: 0:1 Austin Smith (12:11), 1:1 Petr Haluza (19:29), 2:1 Marc Wittfoth (30:42/PP1), 2:2 Maximilian Brandl (31:25), 3:2 Petr Haluza (42:39/PP1), 4:2 Tobias Kunz (48:59/PS), 5:2 Nikolas Linsenmaier (51:37)
Zuschauer: 2.299

EC Kassel Huskies - Eispiraten Crimmitschau 14:2 (4:0, 4:0, 6:2 )

Kassels Trainer Rico Rossi ging mit guten Nachrichten in das Wochenende. Taylor Carnevale meldete sich nach sechswöchiger Verletzungspause wieder fit. Ebenso dabei war wieder Austin Wycisk. Eispiraten-Trainer Chris Lee musste hingegen auf seinen Stamm-Goalie Ryan Nie verzichten. Und Vertreter Niklas Deske erlebte einen wenig schönen Abend. Die Gastgeber schossen wie die Feuerwehr aus der Kabine und sorgten mit ihrer vielseitigen Offensive bereits im ersten Drittel für eine Vorentscheidung. Carnevale und Wycisk trafen bei ihrer Rückkehr und trugen zu einer äußerst gelungenen Generalprobe für das Derby am Sonntag in Frankfurt bei. Crimmitschau hingegen konnte die jüngsten guten Auftritte in der Fremde – die Westsachsen hatten zuvor der der letzten vier Auswärtsspiele gewonnen - nicht wiederholen. Im Kampf um die Playoffs geht es nun am Sonntag gegen den direkten Konkurrenten ESV Kaufbeuren.

Tore: 1:0 Mike Little (4:13/PP1), 2:0 Justin Kirsch (6:39), 3:0 Mike Little (11:44), 4:0 Kevin Maginot (16:28), 5:0 Sven Valenti (30:43/PP1), 6:0 Jens Meilleur (33:25), 7:0 Thomas Merl (36:27), 8:0 Adriano Carciola (37:57), 9:0 Taylor Carnevale (41:22), 10:0 Austin Wycisk, 11:0 Taylor Carnevale (49:01), 11:1 Christoph Kabitzky (53:44), 12:1 Manuel Klinge (53:50), 13:1 Jamie MacQueen (56:04), 14:1 Sören Sturm (56:51), 14:2 Eric Lampe (57:56)
Zuschauer: 3.280

ESV Kaufbeuren - Starbulls Rosenheim 3:4 (0:0, 2:2, 1:2)

Die Tendenz bei den Starbulls war in den vergangenen Wochen klar aufsteigend. Und die Mannschaft von Trainer Franz Steer zeigte dies am Freitagabend in einem kampfbetonten Derby erneut. Bis in die letzten Minuten war es zwischen den bayrischen Kontrahenten ein Duell auf Augenhöhe. Aber die zurzeit erfolgreichere Mannschaft hatte das bessere Ende für sich. Wade Mac Leod sorgte für großen Jubel bei den Gästen über den sechsten Sieg in den vergangenen sieben Spielen. Damit sind die Starbulls nur zwei Punkte hinter dem Sechsten Frankfurt. Beim ESVK sah Trainer Mike Muller, der auf Topscorer Chris St. Jacques verzichten musste, bei seinen Spielern das geforderte „Feuer“, doch es fehlte am Ende das Glück. Am Sonntag sollte nun beim direkten Konkurrenten Crimmitschau ein Sieg im Kampf um die Playoff-Qualifikation her.

Tore:
1:0 Marc Schmidpeter (21:45), 1:1 CJ Stretch (28:22/PP1), 2:1 Josh Burnell (31:12/PP1), 2:2 Peter Lindlbauer (35:25), 2:3 Dominik Draxlberger (40:21), 3:3 Lee Baldwin (50:54/PP1), 3:4 Wade MacLeod (58:37/PP1)
Zuschauer: 1.799

Lausitzer Füchse - EC Bad Nauheim 2:4 (1:1, 1:2, 0:1)

Endlich durfte Paul Gardner sein Heimdebüt feiern. Bisher hat er von seiner neuen Mannschaft gute Leistungen gesehen. Besonders im Freiluftspiel in Dresden zeigten die Füchse Charakter und egalisierten dreimal einen Rückstand, ehe es erst in der Verlängerung die 3:4-Niederlage gegen Dresden gab. Auch gegen den EC Bad Nauheim zeigten die Gastgeber diese Qualitäten. Aber es gelang trotz des zweimaligen Ausgleichs erneut nicht die Wende. Für das Erreichen der Playoffs steht den Füchsen bis zum Ende der Hauptrunde noch harte Arbeit bevor. Die Kurstädter präsentierten sich in einem zuweilen zerfahrenen Spiel als das etwas cleverere Team und kehrten nach zuvor drei Niederlagen wieder in die Erfolgsspur zurück. Es waren wichtige drei Zähler für die Mannschaft von Trainer Petri Kujala im Kampf um die ersten sechs Ränge.

Tore: 0:1 Dustin Cameron (0:22), 1:1 Darren Haydar (2:33/PP1) , 1:2 Eugen Alanov (24:36), 2:2 Ken Magowan (33:58), 2:3 Andreas Pauli (39:13/SH1), 2:4 Henri Laurila (47:55/PP1)
Zuschauer: 2.203

SC Riessersee - Löwen Frankfurt 4:3 (0:1, 1:2, 2:0, 0:0, 1:0) SO

Erfolge sind für beide Teams seit längerem rar. Und die Auseinandersetzung zwischen Riessersee und Frankfurt wurde zu einer engen Kiste. Dabei sahen die Gäste aus Frankfurt nach 40 Minuten wie der Sieger aus. Doch die Garmischer warfen in Schlussabschnitt nochmals alles in die Waagschale. Ein Doppelschlag innerhalb von 14 Sekunden durch Julian Eichinger und Mattias Beck half dabei. Im Shootout durfte dann der Zusatzpunkt gefeiert werden. Damit verschaffte sich der SCR weitere Luft im Kampf um die Playoffs. Frankfurt muss nun aufpassen, nicht aus den ersten sechs Plätzen herauszufallen. Der Siebte Rosenheim hat nur noch zwei Punkte Rückstand.

Tore: 0:1 Nils Liesegang (0:51), 0:2 Mike Card (21:38), 1:2 Mark Heatley (35:49/PP1), 1:3 Kris Sparre (38:06), 2:3 Julian Eichinger (43:53), 3:3 Mattias Beck (44:06), 4:3 Florian Vollmer (SO)
Zuschauer: 1.451

Der 37. Spieltag (15. Januar 2016):

Bietigheim Steelers - Heilbronner Falken 9:5 (3:1, 4:4, 2:0)
Dresdner Eislöwen - Fischtown Pinguins 3:2 (0:1, 1:0, 1:1, 0:0, 1:0) SO
EHC Freiburg - Ravensburg Towerstars 5:2 (1:1, 1:1, 3:0)
EC Kassel Huskies - Eispiraten Crimmitschau 14:2 (4:0, 4:0, 6:2)
ESV Kaufbeuren - Starbulls Rosenheim 3:4 (0:0, 2:2, 1:2)
Lausitzer Füchse - EC Bad Nauheim 2:4 (1:1, 1:2, 0:1)
SC Riessersee - Löwen Frankfurt 4:3 (0:1, 1:2, 2:0, 0:0, 1:0) SO
 

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