Die Steelers wollen ein Jubel-Tour zurück nach Bietigheim
Gaudet: „Ich will heute Meister werden“ / Bremerhaven bereit, den „designierten Meister“ zu empfangen.
Die letzte Auswärtsfahrt der Saison soll für die Bietigheim Steelers in einer Jubel-Tour enden. Der Hauptrundenprimus will am Dienstag in der Arena am Wilhelm-Kaisen-Platz im Spiel 6 der Finalserie gegen Titelverteidiger Fischtown Pinguins den DEL2-Meistertitel perfekt machen. Allerdings haben die Pinguins mit dem 6:1 am Sonntag in Bietigheim die Kräfteverhältnisse ein wenig zurechtgerückt und streben mit einem Heimsieg ein alles entscheidendes Spiel 7 an. Sprade TV wird am Dienstag wieder ab 20.00 Uhr live dabei sein.
Fischtown Pinguins – Bietigheim Steelers (Dienstag, 28. April 2015, 20.00 Uhr/live bei Sprade TV) – Serie: 2:3
Auf ein echtes Endspiel möchte es Bietigheims Coach Kevin Gaudet nicht ankommen lassen – auch wenn es „unglaublich und Spannung pur“ wäre. „Ich will heute Meister werden“, sagte der Kanadier der Bietigheimer Zeitung. Mit 3:1 führten die Steelers nach dem 4:3 nach Verlängerung am vergangenen Freitag in der Finalserie und hatten die Hände am Pott. Doch am Sonntag gab es vom Titelverteidiger mit einem 1:6 ordentlich was auf die Finger – die Partystimmung in der EgeTrans Arena war schnell verflogen.
Eine Wiederholung in der mit 4.422 Zuschauern wohl wieder ausverkauften Arena am Wilhelm-Kaisen-Platz will man nicht erleben. Gaudet ("So ein Spiel wie am Sonntag habe ich in 20 Jahren als Trainer noch nicht erlebt") sprach nach der deutlichen Niederlage viel mit den Spielern. Ob er auch etwas an der Zusammenstellung der Reihen ändert, wollte er nicht sagen. Die Möglichkeit besteht also. Der Coach betonte nochmals, dass der Pinguins-Sieg nicht von ungefähr kam. „Diese Mannschaft wurde zusammengebaut, um Meister zu werden. Bremerhaven hat den höchsten Etat der Liga, die wollen nicht Zweiter werden. Sie haben drei starke Torhüter, holten trotz eines Brett Jager und eines Jonas Langmann noch Ben Meisner. Auch Guentzel und Miller wurden geholt, um nochmals Meister zu werden."
Die Pinguins fiebern ihrem zweiten „Do-or-Die“-Spiel entgegen. Dass sich die Stimmung nach dem in allen Belangen überzeugenden Sieg deutlich besserte, versteht sich von selbst. Dennoch übte man sich ganz betont in Understatement. „Wir schauen nur von Spiel zu Spiel - für uns gilt es, gegen die Steelers wieder die Leistung abzurufen, die unser Hockey auszeichnet. Wenn uns das gelingt, dann sehen wir weiter“, sagte Meistercoach Mike Stewart und fügte warnend an: „Es soll aber keiner glauben, das Ergebnis aus der letzten Partie ließe sich wiederholen. Wir sind bereit, den designierten Meister zu empfangen!"
Schon im zweiten Heimspiel hatte man sich von der Euphorie leiten lassen. Nach der schnellen 3:0-Führung leiteten individuelle Fehler die Wende zugunsten der Steelers ein. Am Sonntag reagierten die Seestädter mit einer kompakten und wahrlich meisterhaften Vorstellung. Bremerhavens Teammanager Alfred Prey fasste die eigene Vorfreude und die der Leute in Worte: „Für unsere Fans ist die Partie ein Traum. Persönlich glaube ich, dass diese Serie in die noch junge Geschichte der DEL 2 eingehen kann. Super Hockey von zwei Mannschaften, die sich im Rahmen des sportlichen Miteinanders nichts schenken. Bietigheim ist und bleibt der Favorit in dieser Serie!“
Bisher:
17.04.2015: Bietigheim – Pinguins 4:3
19.04.2015: Pinguins – Bietigheim 4:3
21.04.2015: Bietigheim – Pinguins 4:3
24.04.2015: Pinguins – Bietigheim 3:4 OT
26.04.2015: Bietigheim – Pinguins 1:6