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Die Zuschauer sorgen für Saison-Rekorde

Die Zuschauer sorgen für Saison-Rekorde
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HuebnerFoto FRAKAS Fans 20141205Kl28.515 Besucher am Sonntag und 49.341 am Wochenende / Tolle Duelle zum Jahres-Abschluss: Kassel gegen Frankfurt, Dresden gegen Steelers, Rosenheim gegen Riessersee

Die Liga boomt zur ersten Eishockey-Hochzeit der Saison. Der 31. Spieltag am Sonntag setzte gleich zwei Bestmarken: 28.515 Zuschauer in sieben Spielen hat es in der laufenden Spielzeit ebenso noch nicht gegeben wie die 49.341 Besucher an einem Wochenende. Vielleicht fällt am Dienstag, dem letzten Spieltag des Jahres, bereits wieder eine Marke. Das Programm auf jeden Fall regt dazu an. Denn kaum ein Fan hätte wohl darauf gesetzt, dass das Aufsteiger-Derby zwischen den Kassel Huskies und den Löwen Frankfurt das absolute Highlight ist. Aber die Tabelle lügt nicht: Der Zweite Kassel trifft auf den Vierten Frankfurt. Nicht minder spannend geht es in den anderen Begegnungen des 32. Spieltages zu. Auch mit einem Rumpfkader will Spitzenreiter Bietigheim die Ergebniskrise beenden und in Dresden wieder ein Erfolgserlebnis. Die Lausitzer Füchse streben gegen den EV Landshut nach dem nächsten Heimsieg, während die Starbulls Rosenheim im Derby gegen Riessersee eine Reaktion auf das 0:3 in Landshut zeigen wollen. (Foto: Hübner)


Dresdner Eislöwen – Bietigheim Steelers (19.30 Uhr)

Beide Kontrahenten kämpfen derzeit mit den zahlreichen krankheits- und verletzungsbedingten Ausfällen. Besonders krass sieht es beim Spitzenreiter aus Bietigheim aus. Trainer Kevin Gaudet konnte am Sonntag in Ravensburg gerade einmal 13 Feldspieler aufbieten. Die wehrten sich nach Kräften und verdienten sich beim 2:3 nach Verlängerung in Ravensburg Respekt. Dennoch stehen unter dem Strich nach vier knappen Niederlagen in Folge nur zwei Punkte. Bei den Eislöwen sah es in den vergangenen vier Begegnungen nicht wesentlich besser aus. Nur ein Sieg sprang dabei heraus, zuletzt gab es ein 2:7 im Derby gegen die Füchse und am Sonntag ein 2:4 in Frankfurt. Dort fehlten die „Big Guns“: DEL2-Topscorer Kris Sparre, sein Sturmpartner Stefan Chaput, der Finne Sami Kaartinen und Powerplay-Spezialist Petr Macholda. „Wir haben uns mit den Fans im Rücken viel vorgenommen, wollten trotz einiger krankheitsbedingter Ausfälle den Druck von Frankfurt nicht zu groß werden lassen. Das ist uns zunächst gut gelungen, konnten diese Präsenz aber nicht über die gesamte Spielzeit zeigen. Auch wenn wir am Ende noch gute Möglichkeiten hatten, hat es leider nicht zum Punktgewinn gereicht“, sagte Eislöwen-Trainer Thomas Popiesch. 800 Fans hatten die Eislöwen mit nach Frankfurt begleitet. 

Bisher:

19.09.2014: Dresden – Bietigheim 1:3
21.11.2014: Bietigheim – Dresden 5:2

Kassel Huskies – Löwen Frankfurt (19.30)

Kassels Trainer Rico Rossi fasste sich nach einer Achterbahnfahrt in Bremerhaven kurz. Seine arg dezimierte Mannschaft habe eine sehr gute Leistung gezeigt, aber das Spiel bei Meister Fischtown Pinguins (4:6) auf der Strafbank verloren. Viel Zeit blieb den Huskies auch nicht, über das Ende der Erfolgsserie nachzudenken. In den elf Spielen zuvor hatte es stets Punkte gegeben – und neun Siege. Nun aber steht für den Tabellenzweiten zum Jahresausklang das Topspiel gegen den hessischen Mitaufsteiger und Vierten Löwen Frankfurt an. Das letzte Derby hatte Kassel, das in Bremerhaven nur 15 Spieler im Kader hatte, souverän 4:1 in Frankfurt gewonnen. Die Löwen allerdings befinden sich ihrerseits gerade auf einer Erfolgswelle. Das 4:2 gegen Dresden war für die Mannschaft von Trainer Tim Kehler der fünfte Sieg in Folge. Der leicht angeschlagene Ken Magowan fehlte.

Bisher:

12.10.2014: Kassel – Frankfurt 1:2 OT
05.12.2014: Frankfurt – Kassel 1:4

Lausitzer Füchse – EV Landshut (19.30)

Heimsiege fallen den Lausitzer Füchse derzeit nicht in den Schoß. So war es auch im Derby gegen die Eispiraten. Aber trotz zweimaliger Unterbrechung gelang der Mannschaft von Trainer Dirk Rohrbach nach zuvor drei Heimniederlagen in Folge ein 4:3 durch das „Last-Minute“-Tor von Scott King. „Nach drei Auswärtssiegen, jetzt zuhause zu gewinnen und dann noch ein Derby macht mich stolz“, sagte Rohrbach. Die Füchse waren mit drei Auswärtstriumphen, darunter das 7:2 in Dresden, in das Spiel gegen Crimmitschau gegangen. Das Duell gegen den EV Landshut kann durchaus interessant werden. Der EVL feierte mit dem 3:0 gegen Rosenheim den zweiten Sieg in Serie. Eine der zentralen Figuren in den Spielen in Kaufbeuren (3:2) und gegen Rosenheim war Goalie Marco Eisenhut, der seinen Kasten fünf Drittel sauber hielt.

Bisher:

04.10.2014: Füchse – Landshut 6:3
14.11.2014: Landshut – Füchse 3:4

Starbulls Rosenheim – SC Riessersee (19.30)

Mund abputzen und weitermachen. So könnte die Devise von Rosenheims Trainer Franz Steer derzeit lauten. Einige der angeschlagenen Spieler sind in den vergangenen Tagen zwar wieder in den Kader zurückgekehrt. Aber bis die Mechanismen wieder greifen wie noch in der ersten Phase der Saison, wird wohl noch das eine oder andere Spiel verstreichen. Aber Begeisterung kann Defizite ausgleichen. Dem stimmungsvollen Derby in Landshut folgt für die Starbulls, die sieben der vergangenen acht Spiele verloren, ein weiteres Duell der bayrischen Ex-Meister gegen den SC Riessersee. Die Gäste aus Garmisch ließen am Sonntag beim 7:1 gegen den ESV Kaufbeuren nie einen Zweifel am Sieg aufkommen. Die Mannschaft von Trainer Toni Krinner kletterte damit auf den fünften Rang.

Bisher:

10.10.2014: Riessersee – Rosenheim 2:4
14.11.2014: Rosenheim – Riessersee 1:4

Eispiraten Crimmitschau – Heilbronner Falken (20.00)

Die zweite Unterbrechung in einem spannenden Derby in Weißwasser nahm den Eispiraten ein wenig das Momentum. Nach dem Ausgleich durch Marvin Tepper löste das Abbrennen von Pyrotechnik im Gästeblock eine 15-minütige Spielunterbrechung aus. Diese nahm der Mannschaft von Trainer Chris Lee offenbar die Konzentration für die letzte Minute, in der Scott King für die Lausitzer Füchse das Siegtor erzielte. Für die Eispiraten war dies besonders ärgerlich, denn nach dem 5:3 in Bietigheim wollte man dranbleiben. Die verpassten Punkte sollen nun gegen Heilbronn her. Der Tabellenletzte verlor zwar 2:5 in Bad Nauheim, zeigte aber wie schon beim Sieg gegen Meister Fischtown in einigen Spiel-Phasen Qualitäten. Die Mannschaft von Trainer Gerd Wittmann liegt 24 Punkten vom ersten Playoff-Platz entfernt und kann frei aufspielen, um sich für die Playdowns zu präparieren.

Bisher:

10.10.2014: Heilbronn – Crimmitschau 5:2
21.11.2014: Heilbronn – Crimmitschau 0:3

Fischtown Pinguins – ESV Kaufbeuren (20.00)

Der Meister brannte wieder einmal ein Feuerwerk in der Arena am Wilhelm-Kaisen-Platz ab. „Ich bin stolz auf meine Mannschaft, die alles für den Sieg investiert und am Ende auch verdient gewonnen hat“, sagte Pinguins-Coach Mike Stewart nach dem 6:4 gegen den Zweiten Kassel Huskies. Zweimal lagen die Gastgeber mit zwei Toren in Rückstand und kamen zurück. Die erneute Gästeführung glich dann der 38 Jahre alte Routinier Andrej Teljukin mit einem Bauerntrick aus und gab seinem Team das Signal zum Schlussspurt. Im nächsten Heimspiel gegen den ESV Kaufbeuren darf es nach dem Geschmack des Meisters wohl etwas weniger aufregend sein. Motivation genug gegen den Tabellenletzten ist das jüngste Aufeinandertreffen, das die Pinguins in Kaufbeuren mit 1:4 verloren hatten. Der Vorletzte reist mit einem klaren 1:7 beim SC Riessersee an. Schon die Reise zum Spiel in Garmisch war wegen der widrigen Witterungsbedingungen eine Tortur. Nur im ersten Drittel hatte die Mannschaft von Trainer Kari Rauhanen mithalten können. Am Ende stand die fünfte Niederlage in Folge.

Bisher:

28.10.2014: Kaufbeuren – Pinguins 2:5
07.12.2014: Kaufbeuren – Pinguins 4:1

Ravensburg Towerstars – EC Bad Nauheim (20.00)

Die Towerstars lieben ihre Eissporthalle. Das 3:2 nach Verlängerung gegen Spitzenreiter Bietigheim nach Verlängerung war der 13. Sieg im 16. Heimspiel. Gegen den arg dezimierten Vizemeister war es für die Mannschaft von Trainer Daniel Naud aber ein ordentliches Stück Arbeit. Die Mühen haben sich aber gelohnt. „Wir sind sowohl nach vorne, als auch hinten gut gestanden und man hat am Ende gesehen, dass die Jungs das Spiel unbedingt gewinnen wollten“, sagte Naud. Das Duell gegen den Konkurrenten Bad Nauheim ist mit Blick auf die Playoff-Tickets eminent wichtig. Ravensburg liegt als Siebter zwei Punkte vor dem Neunten aus Hessen. Der erledigte seine Pflicht mit einem 5:2 gegen die Heilbronner Falken. "Wir haben unsere Chancen genutzt. Es waren halt die dreckigen Tore dabei, aber genau das hatten wir uns vorgenommen. Im ersten Drittel waren wir noch ein wenig nervös und wollten zu viel zeigen, ab dem zweiten Drittel haben dann die einfachen Dinge funktioniert", sagte EC-Coach Petri Kujala, dessen Team die jüngsten beiden Auswärtsspiele in Rosenheim (2:5) und Frankfurt (3:6) verloren hatte.

Bisher:

04.10.2014: Bad Nauheim – Ravensburg 6:4
16.11.2014: Ravensburg – Bad Nauheim 6:1

Der 32. Spieltag (Dienstag, 30. Dezember 2014)

Dresdner Eislöwen – Bietigheim Steelers (19.30 Uhr)
Kassel Huskies – Löwen Frankfurt (19.30)
Lausitzer Füchse – EV Landshut (19.30)
Starbulls Rosenheim – SC Riessersee (19.30)
Eispiraten Crimmitschau – Heilbronner Falken (20.00)
Fischtown Pinguins – ESV Kaufbeuren (20.00)
Ravensburg Towerstars – EC Bad Nauheim (20.00)

Der 33. Spieltag (Freitag, 02. Januar 2015)

Starbulls Rosenheim – Fischtown Pinguins (19.30 Uhr)
Bietigheim Steelers – Lausitzer Füchse (19.30)
EC Bad Nauheim – Kassel Huskies (19.30)
Löwen Frankfurt – EV Landshut (19.30)
Heilbronner Falken – Dresdner Eislöwen (20.00)
Eispiraten Crimmitschau – ESV Kaufbeuren (20.00)
SC Riessersee – Ravensburg Towerstars (20.00)

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