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Text: DEL2

Dreimal winkt der Sweep und eine weitere lange Pause

Bietigheim, Bremerhaven und Frankfurt stehen am Freitag vor dem Einzug ins Playoff-Halbfinale / Kassel will in Landshut Heimrecht zurückholen

Dreimal winkt der Sweep und eine weitere lange Pause
Kim Enderle

Der Preis für einen Sweep ist eine lange Pause. Hauptrundenmeister Bietigheim Steelers, Meister Fischtown Pinguins und Aufsteiger Löwen Frankfurt könnten am Freitag mit dem vierten Sieg in Folge bereits in das Playoff-Halbfinale einziehen und erstmal wieder durchatmen. Die Pause von zwölf Tagen bis zum Auftakt der Vorschlussrunde am Gründonnerstag (2. April) kann aber auch mehr Fluch als Segen sein. Denn der schöne (Sieg-)Rhythmus könnte verloren gehen. Spannung steckt derzeit einzig in der Viertelfinal-Serie zwischen den Kassel Huskies und dem EV Landshut. Der Vorrundendritte aus Kassel will sich im Stadion am Gutenbergweg das Heimrecht zurückholen.

Dresdner Eislöwen - Bietigheim Steelers (19.30 Uhr, live bei Sprade TV) - Serie: 0:3

In Spiel 3 waren die Steelers gnadenlos und bestraften die Fehler der Gäste aus Dresden. Die Eislöwen hatten zweimal knapp nach Verlängerung mit 1:2 gegen den Hauptrundenmeister verloren und knüpften an diese Leistungen auch am Dienstag  an. Aber am Ende des ersten Drittels war dann alles gelaufen. „Wir sind gut in die Partie gekommen, haben druckvoll agiert und uns Torchancen erarbeitet. Dann sind uns allerdings einfache Fehler unterlaufen, die so nicht passieren dürfen. Bietigheim hat diese Chancen konsequent ausgenutzt“, sagte Eislöwen-Trainer Thomas Popiesch. Ein 0:3-Rückstand in einer Best-of-Seven-Serie zu drehen, ist äußerst selten. Dazukommen die personellen Möglichkeiten der Steelers in der Breite. Eine Sperre wie die von Stefan Chaput wird den Eislöwen auch am Freitag wehtun. Bietigheim muss zwar auf den ebenfalls gesperrten Chris St. Jacques verzichten, kann dafür mit Archie Skalbeck einen guten Scorer als Ersatz bringen.

Bisher:

13.03.2015: Bietigheim – Dresden 2:1 OT
15.03.2015: Dresden – Bietigheim 1:2 OT
17.03.2015: Bietigheim – Dresden 5:0

Starbulls Rosenheim - Fischtown Pinguins (19.30 Uhr, live bei Sprade TV) - Serie: 0:3

Die Waffen strecken gibt es bei Franz Steer nicht. Auch drei 3:2-Niederlagen nach Verlängerung gegen Meister Fischtown Pinguins sind kein Grund, die Playoff-Viertelfinalserie abzuschenken. „So ist der Sport. Er ist nicht immer gerecht, er kann dich glücklich machen oder grausam sein. Jetzt momentan ist er grausam. Wir wollen nicht ausscheiden und vor unseren Leuten schon zweimal nicht“, sagte Steer vor Spiel 4 am Freitag. Bei einem 0:3-Rückstand bedarf es vor allem vieler Gespräche mit den gebeutelten Spielern. „Du hast immer die Möglichkeit, weiterzukommen. Die Spiele gehen ja auch an Bremerhaven nicht spurlos vorbei. Man kann so eine Serie noch drehen. Das hört sich vielleicht komisch an, und möglicherweise sagt einer, der Steer spinnt, aber die Serie ist erst nach dem letzten Spiel vorbei. Und das ist noch nicht gespielt“, erklärte der Coach weiter. Steer wird auf jeden Fall nicht auf Tim Kunes zurückgreifen können. Der erlitt einen Kieferbruch und wurde am Mittwoch operiert. In Bremerhaven ist die Stimmung natürlich ungleich besser. Trainer Mike Stewart mahnte aber an, nicht nachzulassen.

Bisher:

13.03.2015: Pinguins – Rosenheim 3:2 OT
15.03.2015: Rosenheim – Pinguins 2:3 OT
17.03.2015: Pinguins – Rosenheim 3:2 OT

EV Landshut - Kassel Huskies (19.30 Uhr) - Serie: 2:1

Die Erleichterung in Kassel war spürbar. Mit dem 6:3 feierte die Mannschaft von Trainer Rico Rossi den ersten Sieg in der Viertelfinalserie mit dem EV Landshut. Das soll für den Vorrundendritten nun keine Eintragsfliege sein. Zwar lief nicht alles rund am Dienstag, aber der Druck im Schlussabschnitt zahlte sich aus. Nach den enttäuschenden Spielen 1 und 2 war dieses Erfolgserlebnis Balsam für die Nerven. Allerdings gab es auch Wermutstropfen. Am Freitag nicht zur Verfügung stehen wird der gesperrte Matt Tomassoni. Allerdings muss auch der EV Landshut auf den gesperrten Brad Staubitz verzichten. Mit der Niederlage ging man entspannt um. "Wir haben zwei Drittel lang wirklich hervorragend gespielt und waren meiner Meinung nach auch die bessere Mannschaft. Im letzten Drittel hatte Kassel dann etwas mehr Scheibenglück. Dennoch muss man der Mannschaft ein Kompliment machen. Wir haben uns an unseren Plan gehalten, werden einfach weitermachen und dann am Freitag das vierte Spiel gewinnen", sagte Geschäftsführer Christian Donbeck.

Bisher:

13.03.2015: Kassel – Landshut 2:3 OT
15.03.2015: Landshut – Kassel 4:1
17.03.2015: Kassel – Landshut 6:3

Ravensburg Towerstars - Löwen Frankfurt (20.00 Uhr) - Serie: 0:3

Bisher lief alles zugunsten der Löwen Frankfurt. Drei Siege in drei Spielen gegen die Ravensburg Towerstars, der Aufsteiger kann bereits am Freitag das Playoff-Halbfinale perfekt machen. Mit dieser Situation vor Spiel 4 zwischen dem Hauptrunden-Fünften Ravensburg und dem –vierten Frankfurt hätte wohl kaum jemand gerechnet. Vor allem die Heimstärke hatte den Towerstars immer die nötigen Siege beschert. Aber der erste Auftritt in der Eissporthalle am vergangenen Sonntag war mehr als enttäuschend für die Towerstars. Zwei Tage später ging man zwar in Führung, verlor aber schon im ersten Drittel Kapitän Radek Krestan und Patrick Kurz – und am Ende mangels Scheibenglück auch das Spiel. Krestan wird bis auf weiteres wegen einer leichten Gehirnerschütterung fehlen, Kurz hingegen steht zur Verfügung. "Wir haben am Dienstag gezeigt, dass wir mit etwas mehr Scheibenglück hätten gewinnen können. Daran werden wir ansetzen und um den Sieg kämpfen. Wenn uns dieser eine Sieg gelingt, kann unser Playoff-Knoten platzen", sagte Towerstaras-Trainer Daniel Naud. Schon deswegen ist Kollege Tim Kehler, der auch am Freitag wieder auf das gleiche Personal setzen kann, weiterhin zurückhaltend. „Wir machen uns nichts vor: in den Playoffs ist nichts selbstverständlich. Morgen erwartet uns das schwerste Spiel der Serie“, sagte er.

Bisher:

13.03.2015: Frankfurt – Ravensburg 4:2
15.03.2015: Ravensburg – Frankfurt 2:7
17.03.2015: Frankfurt – Ravensburg 4:1

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