Dresden bejubelt Derbyerfolg
Kaufbeuren mit Derbysieg in der Overtime / Bad Nauheim und Frankfurt siegen nach Penaltyschießen / Weißwasser gewinnt gegen Kassel / Heilbronn und Bietigheim mit weiteren Heimsiegen
Dresdner Eislöwen – Eispiraten Crimmitschau
Die Eispiraten hatten in der Partie die erste Chance, aber Eislöwen-Goalie Marco Eisenhut konnte im Nachfassen klären. Kurz darauf kam Toni Ritter gefährlich vor das Gästetor, aber auch er konnte kein Tor erzielen. Doch lange mussten die Fans nicht auf den ersten Treffer warten. Bereits in der dritten Minute brachte Mario Lamoureux die Elbestädter in Front. In Minute sieben kassierten die Dresdner binnen 28 Sekunden zwei Strafzeiten. Zunächst musste Kevin Lavallée wegen Hakens und dann der Torschütze Lamoureux wegen Beinstellens pausieren. Die Westsachsen versuchten den Ausgleich zu erzielen, aber Eisenhut war nicht zu überwinden. Die Blau-Weißen waren wieder komplett, da hatte Eislöwe Jordan Knackstedt den nächsten Treffer vor Augen, doch der Stürmer konnte am Ende die Scheibe nicht unter Kontrolle bringen. Wenig später kassierte Crimmitschaus Felix Thomas eine Strafe wegen Hakens, aber auch die Hausherren konnten kein Kapital aus dem Powerplay schlagen. Es lief die 16. Minute, als Eispiraten-Kapitän Adrian Grygiel den Ausgleichstreffer markierte. Die Antwort der Dresdner ließ nicht lange auf sich warten und Knackstedt brachte seine Mannschaft wieder in Front (18.). Nur 106 Sekunden später legte Alexander Dotzler mit seinem Schuss von der blauen Linie nach und sorgte somit für den 3:1-Pausenstand.
Das Mitteldrittel begann mit einer Strafzeit: Wegen zu vielen Spielern auf dem Eis musste Dresdens Dale Mitchell auf der Strafbank Platz nehmen. Die Pleißestädter konnten im Überzahlspiel durch den Treffer von Grygiel den Anschluss markieren. Die Elbestädter antworteten direkt und nur 31 Sekunden später traf Mitchell zum 4:2. In Folge gab es auf beiden Seiten Chancen, aber nach 40 Minuten blieb es bei der Zwei-Tore-Führung der Dresdner.
Zweieinhalb Minuten waren im Schlussabschnitt gespielt, da sorgte Luca Gläser für den erneuten Anschluss der Gäste. In Folge agierten die Westsachsen weiter druckvoll und wollten den Ausgleich erzielen, aber Dresden verteidigte clever. Crimmitschau nahm den Goalie vom Eis und Eislöwe Timo Walther nutzte diesen Umstand zum 5:3-Derbysieg.
Daniel Naud, Cheftrainer Eispiraten Crimmitschau: „Gratulation an Rico und sein Team zu den drei Punkten. Wir sind heute schlecht ins Spiel gestartet. Bereits nach zwei Minuten haben wir das erste Tor kassiert, später eine 5-gegen-3-Überzahl nicht genutzt. Im letzten Drittel waren wir gefährlich und hatten genug Chancen das Spiel auszugleichen. Aber wenn man nicht bereit ist und nicht 60 Minuten lang Eishockey spielt, dann hat man es nicht verdient. Ich hoffe, dass das die Jungs lernen.“
Rico Rossi, Eislöwen-Cheftrainer: „Es hat mich gefreut, dass wir den Zuschauern heute ein spannendes und emotionales Derby bieten konnten. Wir haben die Woche viel gearbeitet, um den Fehlstart in die Partie zu vermeiden. Wir haben beispielsweise den Ablauf am Gameday geändert – das hat sich heute ausgezahlt und dies war der Schlüssel zum Sieg. Wir hoffen, dass unsere verletzten Spieler wieder zurückkommen, damit wir wieder mit vier Reihen spielen können und die anderen Jungs entlastet werden.“
ESV Kaufbeuren – Tölzer Löwen
Im Derby waren erst 24 Sekunden absolviert, da jubelten die Hausherren. Joker Antti Kerälä schoss auf das gegnerische Tor und Löwen-Goalie Sinisa Martinovic ließ die Scheibe abprallen. Dies nutze Kerälä und gab den Pass auf Sami Blomqvist, welcher den Puck einnetzte. Nach der frühen Führung der Allgäuer kamen die Gäste besser in die Partie, doch erst verzog Lubor Dibelka und wenig später scheiterte Shawn Weller an ESVK-Goalie Jan Dalgic. Nach einem Scheibenverlust der Buron Joker lief Löwe Luca Tost auf das Tor zu, aber der Kaufbeurer Schlussmann glänzte mit einer Parade. In der neunten Minute gab es die erste Strafzeit und der Tölzer Philipp Schlager musste wegen hohen Stocks in die Kühlbox. Das Überzahlspiel nutzten die Gastgeber durch den Treffer von Alexander Thiel gekonnt (10.). In Folge verteidigten beide Teams gut, sodass es mit dem Zwei-Tore-Vorsprung der Hausherren in die Pause ging.
Auch im Mitteldrittel gab es einen frühen Torerfolg. Aufgrund einer Strafe wegen Haltens gegen Joker Denis Pfaffengut, spielten die Tölzer zu Beginn in Überzahl. Löwe Weller traf nach 42 gespielten Sekunden zum Anschluss. Auch das nächste Powerplay war von Erfolg gekrönt. ESVK-Neuzugang Calvin Pokorny saß wegen eines Checks gegen den Kopf oder Nacken auf der Strafbank, als Marco Pfleger den Ausgleich markierte (25.). Bad Tölz kontrollierte das Spielgeschehen und Max French sorgte in der 29. Minute für den Führungstreffer. In den Schlussminuten des zweiten Abschnitts rettete ESVK-Goalie Dalgic mehrfach, sodass es bei der knappen Führung der Gäste nach 40 Minuten blieb.
Im dritten Spielabschnitt hat der Tölzer Dibelka die große Möglichkeit die Führung auszubauen, jedoch ging die Scheibe knapp am Tor vorbei. Wenig später konnte Kaufbeurens Branden Gracel den Ausgleichstreffer markieren. Kurz darauf rettete Löwen-Goalie Sinisa Martinovic gegen Joseph Lewis. Beide Mannschaften hatten in Folge ihre Torgelegenheiten, aber nach 60 Minuten stand es weiterhin 3:3. Somit ging es in die Verlängerung. In der Overtime sorgte Tobias Wörle, nach Vorarbeit von Gracel, für den Siegtreffer. Somit sicherte sich Kaufbeuren den zweiten Punkt.
Ravensburg Towerstars – Löwen Frankfurt
In den Anfangsminuten neutralisierten sich beide Mannschaften weitestgehend und die ganz großen Chancen blieben Mangelware. Mit zunehmender Spieldauer wurden die Toraktionen gefährlicher. Es lief die neunte Minute, als Löwe Tom Schmitz wegen Stockschlags pausierte. Die Towerstars konnten im Powerplay durch den Treffer vom Neuzugang Myles Fitzgerald in Front gehen. Danach hatten beide Teams gute Möglichkeiten, aber sowohl Frankfurts Goalie Jimmy Hertel als auch Ravensburgs Torhüter Olafr Schmidt vereitelten die Versuche. Somit ging es mit der knappen Führung der Gastgeber in die Pause.
Im Mittelabschnitt konnten die Frankfurter in einem Powerplay durch den Treffer von Maximilian Eisenmenger den Spielstand ausgleichen (30.). Aber auch die Oberschwaben konnten ein Überzahlspiel nutzen und Towerstars-Kapitän Vincenz Mayer brachte seine Mannschaft wieder in Front (37.). Mit dem 2:1 ging es in die letzte Pause.
Im dritten Drittel kassierte Ravensburgs Thomas Supis eine Strafe wegen Beinstellens. In der Sekunde als die Hausherren wieder komplett waren, netzte Frankfurts Roope Rante die Scheibe zum 2:2 ein (51.). In der restlichen Spielzeit im dritten Spielabschnitt konnte kein Team den entscheidenden Treffer erzielen. Somit ging es in die Verlängerung, aber auch hier fiel kein Tor. Der Shootout benötigte auf beiden Seiten fünf Schützen. Für die Towerstars konnte Fitzgerald einmal treffen, bei den Löwen waren es Ranta und Stephen MacAulay. Somit sicherten sich die Hessen den 3:2-Erfolg.
Die Ergebnisse im Überblick:
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