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Dresden feiert lang ersehntes Erfolgserlebnis – Füchse siegen erneut

Eislöwen 5:0 gegen Riessersee. Weißwasser gewinnt 2:1 in Frankfurt und damit viertes Spiel in Folge. Bremerhaven und Bietigheim marschieren weiter

Dresden feiert lang ersehntes Erfolgserlebnis – Füchse siegen erneut
Ronny Krause

Das Aufatmen in Dresden war groß. Die Eislöwen kamen drei Tage nach der Enttäuschung gegen Ravensburg zu einem klaren 5:0-Sieg gegen den SC Riessersee und behielten damit die ersten sechs Plätze im Auge. Beim sächsischen Rivalen Lausitzer Füchse ging die Jubeltour unter dem Duo Peter Ihnacak/Robert Hoffmann weiter, das 2:1 bei den Löwen Frankfurt war der vierte Sieg in Folge. Diese Serien ist das Spitzenduo gewöhnt. Die Fischtown Pinguins hielten mit dem 5:3 bei den Eispiraten Crimmitschau den Abstand von acht Punkten auf Meister Bietigheim Steelers und werden die Tabellenführung damit auch ins neue Jahr nehmen. Die Steelers gewannen trotz großer Personalnot 6:3 bei den Starbulls Rosenheim und haben weiter fünf Punkte Vorsprung auf die Kassel Huskies, die sich 7:1 beim ESV Kaufbeuren durchsetzten. Rang vier belegen weiter die Ravensburg Towerstars dank eines 6:2 gegen die Heilbronner Falken. Punktgleich mit dem Fünften Frankfurt ist nun der EC Bad Nauheim nach dem 3:2 bei Aufsteiger EHC Freiburg.

Eispiraten Crimmitschau - Fischtown Pinguins 3:5 (0:1, 2:1, 1:3)

Die Gäste aus Bremerhaven hatten einen Start nach Maß durch das Tor von Jan Kopecky, dessen Schuss durch die Schoner von Ryan Nie rutschte. In der Folge blieben die Gäste weiter spielbestimmend. Kurz vor der ersten Pause setzten aber die Eispiraten nach. Martin Heinisch, Eric Lampe und Dominic Walsh konnten beste Gelegenheiten aber nicht nutzen. Das änderte sich dann aber im Mittelabschnitt. Zunächst erzielte Matthew Foy in Überzahl das 1:1.  Das beantworten die Bremerhavener aber sofort. In der Folge wurde die Begegnung intensiver, aber Crimmitschau ließ sich davon nicht beeindrucken. Foy erzielte erneut den Ausgleich, sein Querpass wurde durch einen Bremerhavener Verteidiger ins Tor zum 2:2 unhaltbar abgefälscht. Auch die dritte Gästeführung konnte die Westsachsen ausgleichen. Doch die Pinguins legten auch im Sahnpark entscheidend nach und feierten den 15. Sieg in den vergangenen 16 Spielen. Nicht umsonst steht die Mannschaft von Trainer Ben Doucet an der Spitze. Die Eispiraten wurden für eine couragierte Leistung nicht belohnt.

Tore: 0:1 Jan Kopecky (7:57), 1:1 Matthew Foy (27:56/PP1), 1:2 David Zucker (28:16). 2:2 Matthew Foy (30:27), 2:3 Pawel Dronia (45:49), 3:3 Martin Heimisch (48:41/PP1), 3:4 Jordan Owens (51:57/SH1), 3:5 Tim Miller (59:38/PP1)
Zuschauer: 2.587

Dresdner Eislöwen - SC Riessersee 5:0 (2:0, 2:0, 1:0)

Diesmal ließen sich die Eislöwen nicht mehr die Butter vom Brot nehmen. Zwei Doppelschläge waren die Basis für das so dringend benötigte Erfolgserlebnis. . Am 18. Oktober hätten die Eislöwen mit dem achten Sieg in Folge die Tabellenspitze übernehmen können – allerdings verlor Dresden seinerzeit 3:7 gegen die Garmischer.  Das Spiel eingeschlossen, kamen die Sachsen in den vergangenen 19 Spielen gerade auf fünf Siege. Verzweifelt kämpfte die Mannschaft von Trainer Thomas Popiesch gegen die Misere an. Auch vor Heiligabend hatte man gegen Ravensburg bis zwei Minuten vor dem Ende mit 4:2 geführt und noch nach Penaltyschießen mit 4:5 verloren. Der SCR hat seit Wochen mit großen personellen Schwierigkeiten zu kämpfen. Auch am zweiten Weihnachtsfeiertag hatte Trainer Tim Regan nur sechs Verteidiger und neun Stürmer zur Verfügung.

Tore: 1:0 Harrison Reed (5:31), 2:0 Mark Cullen (6:06), 3:0 Jeffrey Szwez (33:44/PP1), 4:0 David Rodman (36:53), 5:0 Steven Rupprich (40:56)
Zuschauer: 3.112

Starbulls Rosenheim - Bietigheim Steelers 3:6 (1:3, 1:2, 1:1)

Bietigheims Trainer Kevin Gaudet konnte nur 13 Feldspieler aufbieten, weil mehrere Profis an einem Magen-Darm-Virus erkrankt sind. Doch der Meister war dennoch in den Anfangsminuten abgezockter und cleverer in den Zweikämpfen – ganz im Gegensatz zu den Starbulls. Die logische Folge: mehrere Strafzeiten für die Hausherren, die von den Steelers zwei Mal eiskalt ausgenutzt wurden. In der Anfangsphase dauerte es ganze 20 Sekunden, ehe die Steelers in Überzahl Jason Pinizotto freigespielt hatte, der ohne Gegenwehr im Slot verwandeln konnte. In der 12. Minute war eine Strafzeit für die Starbulls gerade abgelaufen, als René Schoofs nach Zuspiel von Cabana traf. Die Gastgeber hatten zwar durch Tyler McNeely und Fabian Zick hochkarätige Torchancen, wirkten aber nach den Gegentoren  verunsichert und leisteten sich Fehlpässe. Bei eigener Überzahl musste das Team von Trainer Franz Steer dann auch noch einen Shorthander von David Wrigley hinnehmen. Damit war im ersten Drittel die Richtung vorgegeben. Die Starbulls setzten die Steelers zu Beginn des zweiten Abschnitts unter Druck und erzwangen so Strafzeiten. Doch nach einem Scheibenverlust von David Vallorani setzte Wrigley seinen Sturmpartner Kelly ein, und der ließ sich die Chance zum zweiten Bietigheimer Unterzahltreffer nicht nehmen. Mondo Hilger war es schließlich, der einen Schuss von Michael Rohner zum 2:4 unhaltbar unter die Latte abfälschte und damit sein erstes Saisontor markierte. Die Rosenheimer hatten in dieser Phase Oberwasser, schnürten den Steelers in deren Zone ein, aber Torwart Andreas Mechel wuchs über sich hinaus. Statt des möglichen Rosenheimer Anschlusstreffers fiel das 2:5.  Bietigheim zeigte mit dem letzten Aufgebot eine beeindruckende Leistung und feierte den vierten Sieg in Folge und den dritten gegen Rosenheim in dieser Saison.

Tore: 0:1 Jason Pinizzotto (3:16/PP1), 0:2 René Schoofs (11:59), 0:3 David Wrigley (12:52/SH1), 1:3 CJ Stretch (16:35/PP1), 1:4 Justin Kelly (25:21/SH1), 2:4 Raimund Hilger (31:15), 2:5 David Wrigley (34:50/PP1), 3:5 David Vallorani (41:45), 3:6 Dennis Palka (50:08)
Zuschauer: 3.141

ESV Kaufbeuren - EC Kassel Huskies 1:7 (1:1, 0:4, 0:2)

Kaufbeurens Trainer Mike Muller musste auf die Stürmer Michael Fröhlich, Daniel Oppolzer, Marc Schmidpeter und Maximilian Hradaschek verzichten.  Es entwickelte sich im ersten Drittel ein schnelles und attraktives Spiel. Beide Teams versuchten, das Mitteldrittel schnell zu überbrücken, wodurch es viele Offensivaktionen gab. Kaufbeuren ging nach einem tollen  Spielzug in Führung. Doch die Huskies hatten etwas Glück, als ein Schuss von Kevin Maginot von Jannik Woidtke unglücklich ins ESVK-Tor abgefälscht wurde. Im zweiten Drittel legten die Gäste mit großer Effektivität den Grundstein zum Sieg, mit jeder guten Aktion gelang ein Treffer. Die Führung der Kasselaner war nicht unverdient, aber zu hoch. Die Mannschaft von Trainer Ricco Rossi festigte mit dem dritten Sieg gegen Kaufbeuren den dritten Tabellenplatz, der ESVK bleibt Achter.

Tore: 1:0 Daniel Menge (0:53), 1:1 Kevin Maginot (1:09), 1:2 Justin Kirsch (21:13/PP1), 1:3 Jean-Michel Daoust (23:36), 1:4 Carter Proft (26:11), 1:5 Jean-Michel Daoust (32:20), 1:6 Thomas Merl (43:28), 1:7 Braden Pimm (57:57)
Zuschauer: 2.600

Löwen Frankfurt - Lausitzer Füchse 1:2 (0:0, 0:1, 1:1)

In  Frankfurt zeigte sich, was Selbstvertrauen ausmachen kann. Nach drei Siegen in Folge boten die Lausitzer auch dem Favoriten die Stirn. Die Gastgeber, bei denen Tyler Plante sein Debüt im Tor gab, hatten im ersten Drittel mehr vom Spiel, aber die Gäste konnten ein  0:0 mit in die erste Pause nehmen. Dann änderte sich im Mittelabschnitt das Bild ein wenig, und die Füchse konnten in Führung gehen. Torschützenkönig Richard Mueller brach zu Beginn des Schlussabschnitts dann den Bann für die Gastgeber. Aber die Freude währte für die Löwen, bei denen der gesperrte Mike Card fehlte, nur kurz. Während die Frankfurter unter Sportdirektor und Trainer Rich Chernomaz weiter auf das erste Erfolgserlebnis warten, setzte sich die Jubeltour unter dem Duo Peter Ihnacak/Robert Hoffmann fort. 

Tore: 0:1 Erik Hoffmann (28:56), 1:1 Richard Mueller (40:37/PP1), 1:2 Darren Haydar (45:18/PP1)
Zuschauer: 4.340

EHC Freiburg - EC Bad Nauheim 2:3 (0:1, 1:1, 1:1)

Trotz des 3:7 gegen die Fischtown Pinguins nahm Bad Nauheims Trainer Petri Kujala ein gutes Gefühl mit in den Heiligabend und den ersten Weihnachtsfeiertag. "Für mich ist es unter dem Strich kein 3:7, denn wir haben das ganze Spiel über gekämpft und alles gegeben. Ich bin stolz auf mein Team. Somit müssen wir in Freiburg nun eine neue Serie starten", sagte Kujala nach dem Spiel. Und die Hessen setzten im Breisgau tatsächlich neu an. Der Aufsteiger verlangte Bad Nauheim alles ab. Doch das Kuljala-Team erzielte zu den richtigen Zeitpunkten die Tore und ließ sich in der Druckphase der Gastgeber am Ende des Spiels auch durch die Begeisterung auf den Rängen in der Franz-Siegel-Halle nicht beeindrucken. Damit feierte Bad Nauheim auch den ersten Sieg gegen den EHC in dieser Saison.

Tore: 0:1 Dusan Frosch (18:54), 1:1 Nikolas Linsenmaier (25:41), 1:2 Harry Lange (36:41), 1:3 Dustin Cameron (55:25), 2:3 Milos Vavrusa (56:37/PP1)
Zuschauer: 2.965

Ravensburg Towerstars - Heilbronner Falken  6:2 (2:1, 0:1, 4:0)

Am Ende stand dann doch für die Ravensburg Towerstars ein vom Ergebnis her klarer Erfolg. Doch die Mannschaft von Trainer Daniel Naud musste für den zweiten Sieg in Folge hart arbeiten. Denn der Tabellenletzte lieferte den Towerstars über zwei Drittel ordentlich Gegenwehr. Im Schlussabschnitt machte die Klasse der Ravensburger aber den Unterschied aus. Zum Matchwinner wurde Brandon MacLean. Damit festigen die Towerstars den vierten Tabellenplatz.

Tore: 1:0 Austin Smith (0:31), 1:1 Matthias Forster (1:57), 2:1 Alexander Dück (10:20/PP1), 2:2 Joseph Lewis (38:27), 3:2 Brandon MacLean (46:20), 4:2 Brandon MacLean (51:38/PP1), 5:2 Austin Smith (53:43), 6:2 Brandon MacLean (57:17)
Zuschauer: 3.059

Der 30. Spieltag im Überblick:

Eispiraten Crimmitschau - Fischtown Pinguins 3:5 (0:1, 2:1, 1:3)
Dresdner Eislöwen - SC Riessersee 5:0 (2:0, 2:0, 1:0)
Starbulls Rosenheim - Bietigheim Steelers 3:6 (1:3, 1:2, 1:1)
ESV Kaufbeuren - EC Kassel Huskies 1:7 (1:1, 0:4, 0:2)
Löwen Frankfurt - Lausitzer Füchse 1:2 (0:0, 0:1, 1:1)
EHC Freiburg - EC Bad Nauheim 2:3 (0:1, 1:1, 1:1)
Ravensburg Towerstars - Heilbronner Falken 6:2 (2:1, 0:1, 4:0)

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