Dresden gewinnt Spitzenspiel gegen Kassel – Bietigheim siegt weiter
Eislöwen 3:2 nach Verlängerung gegen die Huskies / Bietigheim 3:2 in Rosenheim / Wittmanns Einstand in Heilbronn missling – 0:2 beim SCR / Meister verliert erneut
Die Bietigheim Steelers entfernen sich weiter vom Rest der Liga – dank der Patzer der Konkurrenz. Die Kassel Huskies verloren am 25. Spieltag der DEL2 am Freitagabend das Spitzenspiel bei den Dresdner Eislöwen mit 2:3 nach Verlängerung und haben als Zweiter nunmehr 19 Punkte Rückstand auf die Steelers. Die Mannschaft von Trainer Kevin Gaudet kam zu einem 3:2 bei den Starbulls Rosenheim und zum neunten Sieg in Folge. Auf Rang fünf zurückgefallen sind die Lausitzer Füchse nach dem 2:3 nach Penaltyschießen gegen die Ravensburg Towerstars und der dritten Niederlage in Folge. Davon profitierte der SC Riessersee, der dank eines 2:0 gegen den Letzten Heilbronn nun Vierter ist. Die Falken machten aber unter Interimscoach Gerd Wittmann einen verbesserten Eindruck. Meister Fischtown Pinguins kommt in der Liga weiter nicht so recht in Tritt und musste ein 3:4 im Penaltyschießen beim EC Bad Nauheim hinnehmen. Die Löwen Frankfurt feierten beim 5:3 gegen den ESV Kaufbeuren den dreifachen Torschützen Ken Magowan, und die Eispiraten Crimmitschau betrieben mit dem 6:2 gegen den EV Landshut Wiedergutmachung für das 2:8 in Kassel.
Dresdner Eislöwen – Kassel Huskies 3:2 (1:0, 1:1, 0:0, 1:0) OT
Es war das erwartete Spitzenspiel. Dresden konnte eine scheinbar sichere Führung gegen die Gäste aus Kassel nicht halten. Einen Traumeinstand hatte der erst am Freitag verpflichtete Peter Flache mit dem Ausgleich für die Huskies und brachte damit auf Anhieb etwas Zählbares für die Hessen, die trotz der Niederlage den zweiten Rang hinter den Bietigheim Steelers halten konnten. Der Abstand der Mannschaft von Trainer Rico Rossi auf die Steelers wuchs allerdings auf 19 Punkte an. Auf Dresdner Seite überragten einmal mehr die Teamleader, allen voran Chris Sparre. Der verteidigte mit drei Assists seinen Platz an der Sonne in der Scorerwertung mit nunmehr 45 Punkten. Stefan Chaput steuerte ein Tor und eine Torvorlage bei, Jannik Woidtke sorgte für das umjubelte Siegtor. Dresden kletterte nach dem dritten Sieg in Serie auf Rang drei.
Tore: 1:0 Stefan Chaput (2:32/PP1), 2:0 Hugo Boisvert (27:13/PP1), 2:1 Sven Valenti (30:16), 2:2 Peter Flache (50:49/PP1), 3:2 Jannik Woidtke (62:21)
Zuschauer: 2.594
EC Bad Nauheim – Fischtown Pinguins 4:3 (1:1, 1:1, 1:1, 0:0, 1:0) SO
Wenn es in die Nachspielzeit geht, ist auf den EC Bad Nauheim Verlass. Die Mannschaft von Trainer Petri Kujala machte es zwar diesmal nicht in der Verlängerung, bezwang den Meister aber im Shootout – und nahmen damit erfolgreich Revanche für die Niederlage im Saisoneröffnungsspiel in Bremerhaven am 12. September. Damals hatten die Pinguins das bessere Ende für sich und siegten nach einem frühen 0:2 auch mit 4:3 im Penaltyschießen. Diesmal führte die Mannschaft von Trainer Mike Stewart zweimal und konnte diese nicht nach Hause bringen. Fischtown kassierte damit die zweite Auswärtsniederlage in Folge und kommt nicht aus den unteren Regionen heraus. Bad Nauheim klettert auf den sechsten Rang.
Tore: 0:1 Marian Dejdar (13:53/PP1), 1:1 Max Campbell (17:42/PP1), 2:1 Vitalj Aab (30:04/PP1), 2:2 Jan Kopecky (39:30/PP1), 2:3 Brendan Cook (52:48), 3:3 David Hajek (57:11), 4:3 Max Campbell (SO)
Zuschauer: 1.993
Löwen Frankfurt – ESV Kaufbeuren 5:3 (2:0, 1:3, 2:0)
Ken Magowan hat mit seinem besten Spiel seit seinem Wechsel in die Bankenmetropole den Frankfurtern eine prächtige Auswärtsfahrt zum Spitzenreiter nach Bietigheim am Sonntag beschert. Der Ex-Mannheimer war mit einem Dreierpack der Mann des Abends gegen den ESV Kaufbeuren. In den Schlusssekunden bescherten seine zwei Tore den Löwen nicht mehr erwartete drei Punkte und den zweiten Sieg in Folge. Mit nun 37 Punkten steht die Mannschaft von Trainer Tim Kehler wieder bestens da. 600 Fans werden den Aufsteiger zum Auswärtsspiel beim Spitzenreiter begleiten, um zu sehen, ob ihr Club der Siegesserie der Steelers ein Ende setzen kann. Die Gäste aus Kaufbeuren können trotz der Enttäuschung die Gewissheit mitnehmen, dass sie wieder konkurrenzfähig sind. Das zeigte vor allem die Reaktion auf den 1:3-Rückstand, den man ausgleichen konnte. Für die Mannschaft des neuen Trainer Kari Rauhanen war es die 19. Niederlage in den vergangenen 21 Spielen.
Tore: 1:0 Nils Liesegang (0:36), 2:0 Richard Müller (11:12), 2:1 Michael Fröhlich (30:53), 3:1 Ken Magowan (34:07), 3:2 Brad Snetsinger (35:28), 3:3 Stefan Loibl (36:18), 4:3 Ken Magowan (59:40/PP1), 5:3 Ken Magowan (59:54/EN)
Zuschauer: 3.606
Starbulls Rosenheim – Bietigheim Steelers 2:3 (1:0, 1:3, 0:0)
Die Zuschauer brauchten ihr Kommen nicht zu bereuen. Beide Mannschaften lieferten sich eine intensive Auseinandersetzung, in der die Gastgeber sogar die druckvollere Mannschaft waren. Das erste Drittel dürfte Rosenheims Trainer Franz Steer, der fünf Ausfälle ersetzen musste, gefallen haben. Die Starbulls boten gegen die beste Offensive der Liga eine sehr gute taktische Leistung. Aber es bewahrheitete sich die Aussage Steers, dass die „dreckigen Tore“ die Gegner machen. Trotz zweimaliger Führung durch das erste Saisontor von Raimund Hilger und den Treffer von Mario Valery-Trabucco konterten die Gäste aus Bietigheim eiskalt. David Wrigley setzte seine Punktserie unwiderstehlich mit seinem Doppelpack fort. Der Stürmer war auch im zwölften Spiel in Folge produktiv und sammelte in dieser Spanne 26 seiner nun insgesamt 42 Scorerpunkte. Davon können die Rosenheimer Angreifer nur träumen. Ihnen fehlte an diesem Abend auch das nötige Glück, was zwei Pfosten- und ein Lattentreffer deutlich unterstrichen. Am Ende stand für Rosenheim die zweite Heimniederlage und der neunte Sieg in Folge für Bietigheim, das weiter unangefochten an der Tabellenspitze steht.
Tore: 1:0 Raimund Hilger (5:50), 1:1 David Wrigley (21:01), 2:1 Mario Valery-Trabucco (23:58), 2:2 David Wrigley (30:09), 2:3 Archie Skalbeck (37:07)
Zuschauer: 1.733
Lausitzer Füchse – Ravensburg Towerstars 2:3 (1:1, 0:1, 1:0, 0:0, 0:1) SO
Mit harter Arbeit und einem geschickten Händchen von Konstantin Schmidt kehrten die Ravensburg Towerstars in die Erfolgsspur zurück. Schmidt traf im Shootout als einziger der acht angetretenen Schützen. Ravensburg behält damit den Anschluss zum oberen Tabellendrittel. Die Füchse indes mussten die dritte Niederlage in Folge hinnehmen und rutschten prompt auf den fünften Rang ab. Zuvor hatte die Mannschaft von Dirk Rohrbach eine Serie von zehn Siegen in elf Spielen gefeiert.
Tore: 0:1 Maximilian Brandl (16:11), 1:1 Scott King (18:40), 1:2 Maury Edwards (20:40), 2:2 Greg Classen (41:39/PP1), 2:3 Konstantin Schmidt (SO)
Zuschauer: 1.878
SC Riessersee – Heilbronner Falken 2:0 (0:0, 0:0, 2:0)
Gleich fünf Spieler musste Riessersees Trainer Toni Krinner am Freitagabend ersetzen. Es fehlten Jaroslav Kracik, Andreas Pauli und Mark Kosick verletzungsbedingt. Kai Herpich und Tim Bender spielten DEL in München. Unangenehm sind solche Ausfälle, wenn der Gegner dann einen Neustart hat. Gerd Wittmann stand bei den Falken nach der Trennung von Trainer Igor Pavlov wieder einmal an der Bande. Und die Falken machten es dem SCR über zwei Drittel richtig schwer. Doch Treffer wollten dem Tabellenletzten nicht gelingen. Die machten die Gastgeber dann zum richtigen Zeitpunkt durch Lubor Dibelka und David Brine. Mit dem dritten Sieg in Folge kletterte Riessersee auf den vierten Rang, Heilbronn kassierte die elfte Niederlage in den vergangenen zwölf Spielen. Sergej Janzen erhielt noch eine Spieldauerdisziplinarstrafe.
Tore: 1:0 Lubor Dibelka (42:12), 2:0 David Brine (59:49/PP1/EN)
Zuschauer: 1.328
Eispiraten Crimmitschau – EV Landshut 6:2 (1:0, 4:1, 1:1)
Eindrucksvoller kann eine Reaktion nicht ausfallen. Auf die 2:8-Niederlage in Kassel reagierten die Eispiraten mit dem höchsten Saisonsieg. Coach Chris Lee hatte noch an seine Spieler appelliert, dass jeder „100 Prozent“ Leistung abrufen müsse. Und die Cracks aus Westsachsen folgten Lee. Überragend waren André Schietzold mit einem Tor und drei Assists und Martin Heinisch mit einem Doppelpack. Und Neuzugang Eric Lampe trug sich ebenfalls noch in die Scorerliste ein. Für die Gäste geht es wie schon über weite Strecken der ersten Saisonhälfte hin und her. Die Mannschaft von Trainer Andreas Brockmann kassierte die zweite deutliche Auswärtsniederlage in Folge und rutschte auf den achten Rang ab.
Tore: 1:0 Matthias Forster (5:48), 2:0 Martin Heinisch (24:54), 2:1 Paul-John Fenton (27:15), Dominic Walsh (27:40), 4:1 André Schietzold (33:53), 5:1 Martin Heinisch (38:23/PP2), 6:1 Jamie MacQueen (48:37), 6:2 Maximilian Forster (59:50)
Zuschauer: 1.520
Der 25. Spieltag (Freitag, 12. Dezember 2014)
Dresdner Eislöwen – Kassel Huskies 3:2 (1:0, 1:1, 0:0, 1:0) OT
EC Bad Nauheim – Fischtown Pinguins 4:3 (1:1, 1:1, 1:1, 0:0, 1:0) SO
Löwen Frankfurt – ESV Kaufbeuren 5:3 (2:0, 1:3, 2:0)
Starbulls Rosenheim – Bietigheim Steelers 2:3 (1:0, 1:3, 0:0)
Lausitzer Füchse – Ravensburg Towerstars 2:3 (1:1, 0:1, 1:0, 0:0, 0:1) SO
SC Riessersee – Heilbronner Falken 2:0 (0:0, 0:0, 2:0)
Eispiraten Crimmitschau – EV Landshut 6:2 (1:0, 4:1, 1:1)
Der 26. Spieltag (Sonntag, 14. Dezember 2014)
Fischtown Pinguins – SC Riessersee (17.00 Uhr)
Bietigheim Steelers – Löwen Frankfurt (17.00)
Kassel Huskies – EC Bad Nauheim (17.00)
EV Landshut – Dresdner Eislöwen (17.00)
Heilbronner Falken – Lausitzer Füchse (18.30)
Ravensburg Towerstars – Eispiraten Crimmitschau (18.30)
ESV Kaufbeuren – Starbulls Rosenheim (18.30)