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Dresden gewinnt wildes Spiel in Landshut

Dresden gewinnt wildes Spiel in Landshut
DEL2

24.10.14 Spielbericht CrimmitschauBadNauheim AlexanderGrimm6:5 nach Penaltyschießen und sechster Sieg in Folge / Crimmitschau 4:1 gegen Bad Nauheim / Bietigheim gewinnt auch siebtes Heimspiel / Kassel siegt beim Meister

Die Dresdner Eislöwen sind nicht zu stoppen. Die Mannschaft von Trainer Thomas Popiesch gewann mit dem 6:5 nach Penaltyschießen beim EV Landshut das sechste Spiel in Folge und ist bereits Vierter. Einen Rang davor hat sich Aufsteiger Kassel Huskies festgesetzt, der 3:1 beim schwächelnden Meister Fischtwon Pinguins gewann. An der Spitze blieb alles beim Alten: Die Bietigheim Steelers gewann mit dem 3:2 nach Verlängerung gegen Aufsteiger Frankfurt auch das siebte Heimspiel und führen mit sieben Punkten vor den Starbulls Rosenheim, die sich 4:1 gegen den ESV Kaufbeuren durchsetzten. Der ESVK ist nach der achten Niederlage in Folge Letzter. Die Rote Laterne sind die Eispiraten Crimmitschau durch den 4:1-Sieg gegen den EC Bad Nauheim (Foto: Alexander Grimm) vorerst los. Der SC Riessersee setzte sich 2:0 gegen die Ravensburg Towerstars durch, und die Lausitzer Füchse gewannen 5:2 bei den Heilbronner Falken.


Starbulls Rosenheim – ESV Kaufbeuren 4:1 (0:1, 3:0, 1:0)

Beiden Mannschaften war die Verunsicherung nach den Misserfolgserlebnissen anzusehen. Die Gastgeberhatten im ersten Drittel mehr Scheibenbesitz, ohne allerdings gefährlich zu sein. Die Kaufbeurer nutzen eine ihrer wenigen Möglichkeiten jedoch zur Führung. Die hielt aber nur wenige Minuten  im Mittelabschnitt, dann machten drei Strafzeiten alles kaputt. Die Überzahlspiele nutzten die stärker werdenden Rosenheimer eiskalt aus und sorgten damit für eine Vorentscheidung. Matchwinner war Mario Valery-Trabucco mit seinen Saisontoren sieben, acht und neun. Somit kam die Mannschaft von Trainer Franz Steer nach dem verkorksten vergangenen Wochenende mit den herben Niederlagen gegen die Aufsteiger Kassel (2:7) und Frankfurt (1:5) wieder in die Spur und behauptete den zweiten Rang hinter Spitzenreiter Bietigheim. Für den vom Verletzungspech gebeutelten ESV Kaufbeuren geht das Leiden nach der achten Niederlage in Folge weiter. Am Sonntag besteht die nächste Chance zur Wende im nächsten bayrischen Derby gegen den EV Landshut.
Tore: 0:1 Max Schmidle (3:55/PP1), 1:1 Mario Valery-Trabucco (26:30/PP1), 2:1 Stephan Gottwald (34:17/PP1), 3:1 Mario Valery –Trabucco (36:18/PP1), 4:1 Mario Valery –Trabucco (58:44/EN)
Zuschauer: 2.112

EV Landshut – Dresdner Eislöwen  5:6 (1:1, 2:3, 1:1, 0:0, 0:1) SO

Bis kurz vor Ende des zweiten Drittels sahen die Gäste bei einer 4:1-Führung wie der sichere Sieger aus- Doch dann machte die Mannschaft von Trainer Andreas Popiesch aus einer bis Dato eindeutigen Angelegenheit durch Undiszipliniertheiten ein Spektakel. Die Gastgeber, mit ihrem NHL-erfahrenen Neuzugang Brad Staubitz angetreten, kamen innerhalb von 23 Sekunden durch zwei Powerplay-Tore von  Andreas Geipel und Patrick Jarrett bei 5:3- und 5:4-Überzahl wieder heran. Dann ging es hin und her. Den scheinbaren Siegtreffer durch Sami Kaartinen glichen die Gastgeber in Person von Andreas Gawlick 21 Sekunden vor der Schlusssirene aus. Aber im Penaltyschießen hatte Dresdens Arturs Kruminsch als einziger Schütze das richtige Händchen. Dresden kletterte somit vom letzten auf den vierten Tabellenplatz. Für die Landshuter war  es nach dem 4:6 in Heilbronn ein weiterer Nackenschlag. Vor allem die Defensive dürfte Coach Andreas Brockmann bei nun 48 Gegentoren Kopfzerbrechen bereiten.
Tore: 0:1 Petr Macholda 12:44/PP1), 1:1 Patrick Jarrett (13:15), 1:2 Kris Sparre (24:03), 1:3 Feodor Boiarchinov (30:32), 1:4 Stefan Chaput (12:43/PP1), 2:4 Andreas Geipel (36:36/PP2), 3:4 Patrick Jarrett (36:58/PP1), 4:4 Bill Trew (51:41), 4:5 Sami Kaartinen (57:07), 5:5 Andreas Gawlick (59:39/PP1), 5:6 Arturs Kruminsch (SO)
Zuschauer: 2.935

Bietigheim Steelers – Löwen Frankfurt 3:2 (1:0, 1:1, 0:1, 1:0) OT

Die Bietigheim Steelers finden derzeit immer einen Weg zum Erfolg – auch wenn es mal nicht wie geschmiert läuft. Jason Pinizzotto bescherte dem Spitzenreiter den siebten Sieg im siebten Heimspiel. Allerdings musste die Mannschaft von Trainer Kevin Gaudet erstmals einen Punkt abgeben. Nach 1:39 der Verlängerung sorgte Pinizzottos sechstes Saisontor für den zehnten Sieg der Steelers in dieser Spielzeit. Der Vorsprung in der Tabelle auf den zweiten Rosenheim schmolz auf sieben Punkte. Aufsteiger Frankfurt zeigte unterdessen, dass der bisherige Erfolg nicht von irgendwoher kam. Die Mannschaft von Tim Kehler präsentierte sich auf Augenhöhe, was das Comeback nach einem 0:2-Rückstand unterstrich. Neuzugang Ken Magowan machte am Freitagabend sein erstes Spiel für die Hessen.
Tore: 1:0 Robin Just (17:12), 2:0 Justin Kelly (22:13), 2:1 Thomas Ziolkowski (26:09), 2:2 Christian Wiechert (54:42), 3:2 Jason Pinizzotto (61:39)
Zuschauer: 2.345

SC Riessersee – Ravensburg Towerstars 2:0 (0:0, 1:0, 1:0)

Das 2:0 gegen die Ravensburg Towerstars war für den SC Riessersee wahrlich kein Selbstläufer, musste Trainer Toni Krinner doch zum dritten Mal in Folge auf Stamm-Goalie Joey Vollmer verzichten. Doch Niklas Treutle vom DEL-Partner Red Bull München war am Freitagabend ein hervorragender Vertreter und holte sich den Shutout. Damit geht es für die Garmischer weiter aufwärts. Der zweite Sieg in Folge nach einer Serie von drei Niederlagen wird weiteren Schub geben, Rang fünf ist es wieder. Ganz anders die Situation bei den Towerstars. Auswärts will für die Mannschaft von Trainer Daniel Naud kein Erfolgserlebnis herausspringen. Seit dem 5:2-Auftakterfolg bei den Heilbronner Falken verlor Ravensburg sechsmal in Folge in der Fremde.   
Tore: 1:0 Lubor Dibelka (25:00), 2:0 Lubor Dibelka (44:13)
Zuschauer: 1.472

Heilbronner Falken – Lausitzer Füchse 2:5 (1:1, 1:3, 0:1)

Die Füchse haben ihr Potenzial endlich auch wieder auswärts aufs Eis gebracht. Mit dem dritten Sieg in Folge setzte sich die Mannschaft von Trainer Dirk Rohrbach als Tabellensechster in der breiten Spitzengruppe der DEL2 vorerst fest. Die Heimsiege gegen Meister Fischtown Pinguins (5:3) und  Vize Bietigheim Steelers (7:6 SO) wurden beim 5:2 in Heilbronn bestätigt. Vor allem die Offensive hat eine herausragende Phase mit 16 Toren in drei Spielen. Scott King erwischte einen starken Abend. Die zuletzt so erfolgreichen Falken haben ein Problem auf eigenem Eis, es war bereits die fünfte Niederlage.
Tore: 1:0 Marcel Kurth (7:10), 1:1 Scott King (8:41/PP1), 1:2 Oliver Mebus (25:36), 2:2 Alexander Janzen (35:05), 2:3 Maxime Legault (35:20), 2:4 Scott King (38:51), 2:5 Jonas Johannsson (47:22)
Zuschauer: 1.418

Eispiraten Crimmitschau – EC Bad Nauheim 4:1 (1:0, 2:0, 1:1)

Der erste Auswärtspunkt war offenbar Genug Inspiration für die Eispiraten Crimmitschau. Mit dem vierten Heimsieg der Saison und einer guten Defensivleistung gab die Mannschaft von Trainer Chris Lee die Rote Laterne des Tabellenletzten an den ESV Kaufbeuren ab.  Und das mit einem Erfolg gegen den Tabellenvierten aus Bad Nauheim. Die Gäste hingegen dürften langsam verzweifeln. Den guten Leistungen in den Heimspielen folgen immer wieder Rückschläge in der Fremde. Für die Mannschaft von Trainer Petri Kujala war dies bereits die vierte Auswärtsniederlage in Folge. Ex-Pirat Max Campbell, der mit 16 Scorerpunkten in das Spiel ging, hatte es gegen seine ehemaligen Kollegen schwer an diesem Abend.
Tore: 1:0 Nico Opreé (4:43), 2:0 Jakub Langhammer (29:31), 3:0 Jamie MacQueen (36:42/PP1), 3:1 Vitalij Aab (51:11), 4:1 Matthew Mac Kay (59:42/EN)
Zuschauer: 1.539

Fischtown Pinguins – Kassel Huskies 1:3 (0:1, 1:1, 0:1)

Was beim Continental Cup so vortrefflich funktionierte, will in der Liga derzeit nicht gelingen. Die Talfahrt der Fischtown Pinguins in der DEL2 ging auch gegen den Überraschungsaufsteiger Kassel weiter. Die Mannschaft von Trainer Mike Stewart sammelte aus den letzten sechs Spielen gerade zwei Punkte. Nun geht es nach der dritten Niederlage in Folge am Sonntag zur Mannschaft der Stunde nach Dresden und am Dienstag zum Nachspiel beim ESV Kaufbeuren. Keine einfachen Aufgaben. Bei den Huskies läuft es weiter fast sensationell. Drei Siege in Folge sind es nun für das Team von Trainer Rico Rossi, das den dritten Tabellenplatz behauptete.
Tore: 0:1 Adriano Carciola (1:26), 0:2 John Zeiler (20:40), 1:2 Brock Hooton (34:14/PP1), 1:3 Manuel Klinge (57:55)
Zuschauer: 3.409

Der 13. DEL2-Spieltag (24. Oktober 2014) im Überblick:

Starbulls Rosenheim – ESV Kaufbeuren 4:1 (0:1, 3:0, 1:0)
EV Landshut – Dresdner Eislöwen 5:6 (1:1, 2:3, 2:1, 0:0, ) SO
Bietigheim Steelers – Löwen Frankfurt 3:2 (1:0, 1:1, 0:1, 1:0) OT
SC Riessersee – Ravensburg Towerstars 2:0 (0:0, 1:0, 1:0)
Heilbronner Falken – Lausitzer Füchse 2:5 (1:1, 1:3, 0:1)
Eispiraten Crimmitschau – EC Bad Nauheim 4:1 (1:0, 2:0, 1:1)
Fischtown Pinguins – Kassel Huskies 1:3 (0:1, 1:1, 0:1)

Der 14. DEL2-Spieltag (26. Oktober 2014) im Überblick:

Lausitzer Füchse – Eispiraten Crimmitschau (17.00 Uhr)
ESV Kaufbeuren – EV Landshut (18.30)
Ravensburg Towerstars – Heilbronner Falken (18.30)
Kassel Huskies – Bietigheim Steelers (18.30)
EC Bad Nauheim – Starbulls Rosenheim (18.30)
Dresdner Eislöwen – Fischtown Pinguins (18.30)
Löwen Frankfurt – SC Riessersee (18.30)

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