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Text: DEL2

Dresden reiht sich in den Kreis der Topfavoriten ein

Kantersieg gegen Rosenheim folgt Triumph in Frankfurt – Goalies Ore, Kuhn und Jaeger im Blickpunkt

Dresden reiht sich in den Kreis der Topfavoriten ein
Kim Enderle

Nach einem Fünftel der Saison ist mit einem spannenden Kampf um die DEL2-Krone zu rechnen. Die Dresdner Eislöwen reihten sich mit einem blitzsauberen Wochenende in den Kreis der Topfavoriten ein. Das war von den Experten angesichts der Sommertransfers erwartet worden, aber der Einstieg in die neue Saison verlief nicht optimal. Spätestens nach dem 4:2 am Sonntag bei den Löwen Frankfurt und dem sechsten Sieg in Folge hat die Konkurrenz die Mannschaft von Trainer Thomas Popiesch jedoch fest auf dem Radar. Die gewonnene Stabilität, die Unberechenbarkeit und die Torhüterleistungen hob Popiesch als Gründe für die Erfolgsserie heraus.

In Frankfurt war es vor allem der Goalie.  „Großen Anteil am Erfolg hat auch Brett Jaeger, der super Paraden gezeigt hat“, erklärte Popiesch. Jaeger ist einer der Neuzugänge der Eislöwen, wie das wiedervereinte Sturmduo Max Campell und Harrison Reed sowie David Rodman, wenige Minuten nach dem Ausgleich der Löwen die erneute Führung für Dresden erzielte.  „Unser Ziel war es, das Tempo von Frankfurt zu drosseln. Dieses Vorhaben ist uns mal mehr, mal weniger gut gelungen. Wichtig war, dass wir uns aber immer wieder gefangen haben und dem Druck gut standgehalten haben. Unter dem Strich war es ein sehr enges Spiel, in dem jedes Team seine Momente hatte. Wir haben unsere zwei Konter im letzten Drittel entscheidend genutzt“, sagte Thomas Popiesch in seiner Spiel-Analyse.

Überhaupt waren die Torhüter der Spitzenclubs an diesem Wochenende ein wesentlicher Faktor. Am Freitag hatten sich Bremerhavens Gerald Kuhn und Frankfurts Antti Ore ein Duell auf höchstem Niveau geliefert und über 65 Minuten keine Gegentore zugelassen. Auch dem Finnen ist es zu verdanken, dass die  Löwen bisher nur 19 Gegentore haben hinnehmen müssen. Die ansonsten potente Offensive der Hessen war allerdings mit nur zwei Toren ungewohnt zahm. "Grundsätzlich sind wir mit unserer Entwicklung nach zehn Spielen zufrieden“, sagte Frankfurts Trainer Tim Kehler und ergänzte: „Am Sonntag haben uns einige mentale Fehler den Sieg gekostet. Wir waren schlichtweg nicht effektiv genug. Daran und aus den Erkenntnissen des Spiels gegen Bremerhaven werden wir arbeiten. Denn mit Meister Bietigheim und dem Derby in Bad Nauheim warten die nächsten hohen Hürden auf uns."

Meister Bietigheim und Vizemeister Fischtown gaben sich an diesem Wochenende kaum eine Blöße. Aber die atemberaubende Dominanz der vergangenen Saison ist bei den Steelers nicht mehr vorhanden. Die Mannschaft von Kevin Gaudet kann aber, wenn sie ihr ganzes Potenzial ausschöpft. Das stellte sie am Freitag mit dem 6:2 bei den Kassel Huskies nachdrücklich unter Beweis. Am Sonntag zeigte das Team im letzten Drittel gegen den EC Bad Nauheim, dass es verwundbarer ist. Eine 3:1-Führung hätte man unter normalen Umständen nicht mehr aus der Hand gegeben. Immerhin wurde dank Overtime-Spezialist Dominic Auger der Zusatzpunkt geholt.

Zu rechnen ist auf jeden Fall mit Vizemeister Bremerhaven, der unter dem neuen Trainer Ben Doucet auf schlechtere Leistungen wie beim 2:5 gegen die Ravensburg Towerstars sofort Antworten findet. Die folgenden fünf Siege bescherten den Seestädtern die Rückkehr an die Tabellenspitze. Weniger das 7:2 bei den Heilbronner Falken am Sonntag, sondern vielmehr das 1:0 im Shootout am Freitag gegen Frankfurt zeigte das Leistungsvermögen des Vizemeisters. „Der Zusatzpunkt für Bremerhaven war verdient“, sagte auch Tim Kehler.

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