Ein Quartett kämpft um Platz zwei
Kassel, Ravensburg, Bremerhaven, Frankfurt / Huskies wollen die Wende nach drei Niederlagen / Pinguins mit guter Ausgangslage
Der Kampf um die zweitbeste Ausgangslage für die Playoffs ist wieder voll entbrannt. Neben dem Zweiten Kassel Huskies sind vor dem kommenden Wochenende Die Ravensburg Towerstars, Meister Fischtown Pinguins und die Löwen Frankfurt (in Rosenheim; Foto: Ludwig Schirmer) die heißesten Kandidaten für den Platz hinter dem weit enteilten Spitzenreiter Bietigheim Steelers. Aufsteiger Kassel strebt nach drei Niederlagen in Folge die Wende an. Gegner am Freitag ist der Tabellenelfte EC Bad Nauheim, der für das bloße Erreichen der Playoffs jeden Punkt bitter nötig hat. Die beste Ausgangslage hat Bremerhaven. Die Mannschaft von Trainer Mike Stewart befindet sich nach sieben Siegen in Folge auf einer Erfolgswelle und hat noch zwei Nachholspiele.
Starbulls Rosenheim – Löwen Frankfurt (19.30 Uhr)
Die Bilanz gegen Frankfurt liest sich für Rosenheim alles andere als gut. Null Punkte und 2:14 Tore nach drei Spielen in dieser Saison. „In den bisherigen Spielen haben wir uns nicht mit Ruhm bekleckert, aber wir wollen die auf alle Fälle schlagen!“, sagte Trainer Franz Steer, dessen Team direkt hinter dem fünftplatzierten Aufsteiger liegt – allerdings mit fünf Punkten Rückstand. Ein wenig verärgert ist man bei den Starbulls noch über die Niederlage in Crimmitschau (1:2 SO). „Da hätten wir gewinnen müssen. Aber wenn du auswärts nur ein Tor schießt… unser altes Übel, wir können halt die Chancen nicht verwerten“, sagte Steer. Daheim lief es zuletzt wesentlich besser. Sieben der acht vergangenen Spiele gewann Rosenheim im Kathrein-Stadion. Personell sieht es gut aus, nahezu alle Spieler stehen zur Verfügung. Lediglich Manuel Edfelder und Kapitän Stephan Gottwald fehlen. Die Löwen Frankfurt sendeten am vergangenen Wochenende ein starkes Signal an die Konkurrenz mit einem fulminanten 8:2 gegen die Towerstars. Auswärts lief es für die Hessen zuletzt besser als zuhause. Das 3:0 in Heilbronn war der fünfte Sieg in den vergangenen sechs Gastspielen. „Rosenheim sitzt uns im Nacken. Wir müssen unsere beste Leistung abrufen, um dort etwas mitzunehmen“, sagte Kehler. Die Löwen müssen weiter auf die Stürmer Clarke Breitkreuz, Kyle Ostrow und Christian Wichert verzichten. Aus Nürnberg werden Andreas Schwarz, Marcus Weber, David Elsner und Marco Pfleger das Team verstärken.
Bisher:
19.10.2014: Frankfurt – Rosenheim 5:1
07.12.2014: Rosenheim – Frankfurt 0:5
16.01.2015: Frankfurt – Rosenheim 4:1
Lausitzer Füchse – Ravensburg Towerstars (19.30)
Drei Siege in Folge – und die Welt sieht für die Lausitzer Füchse wieder ganz anders aus. Die Mannschaft von Trainer Dirk Rohrbach hat sich mit Nachdruck in den Kampf um die Qualifikation für die Playoffs zurückgemeldet. Am Dienstag gab es einen klaren 5:0-Erfolg beim ESV Kaufbeuren. Die Bilanz gegen Ravensburg in dieser Saison liest sich allerdings nicht gut, alle drei Spiele gingen verloren. Allerdings fielen die Towerstars in Frankfurt nach zuvor sehr guten Leistungen wieder in ein altes Muster zurück. Einem guten Heimauftritt gegen Kassel (5:3) ließ die Mannschaft von Daniel Naud ein 2:8 in Frankfurt folgen. Es dürfte eine interessante Begegnung werden.
Bisher:
02.10.2014: Ravensburg – Füchse 5:2
12.12.2014: Füchse – Towerstars 2:3 SO
16.01.2015: Ravensburg – Füchse 5:4
EV Landshut – Heilbronner Falken (19.30)
Dem EV Landshut steht im Kampf um die Playoffs ein eminent wichtiges Wochenende mit zwei Heimspielen bevor. Am Freitag spielt der EVL gegen den Vorletzten Heilbronner Falken, am Sonntag folgt dann das Duell mit Meister Fischtown Pinguins. Für das Team, das von Co-Trainer Ewald Steiger an der Bande betreut wird, sind dies keine einfachen Aufgaben. Gegen Heilbronn sind drei Punkte Pflicht. Und die Pinguins sind derzeit in einer prächtigen Verfassung. Zweimal machte Heilbronn den Landshutern in dieser Saison erhebliche Probleme, das erste Spiel der Hauptrunde gewann das Team noch. Die letzten drei Spiele verlor die Mannschaft von Trainer Gerd Wittmann allerdings.
Bisher:
19.10.2014: Heilbronn – Landshut 6:4
07.12.2014: Landshut – Heilbronn 5:2
09.01.2015: Heilbronn – Landshut 1:2
ESV Kaufbeuren – SC Riessersee (19.30)
Auf 18 Niederlagen in Folge ist die Misserfolgsserie des ESV Kaufbeuren mittlerweile angewachsen. Mehr als erste Ansätze waren nach den umfangreichen personellen Umwälzungen im Januar noch nicht zu sehen. 18 Gegentore in drei Spielen unter dem neuen verantwortlichen Trainer-Duo Juha Nokelainen und Stefan Mayer zeigen, woran bis zum Beginn der Playdows noch intensiv gearbeitet werden muss. Der SC Riessersee hat unterdessen endlich die ersten beiden Siege unter dem neuen Trainer Maurizio Mansi im Sack. Vor allem mit dem 4:3 gegen den Playoff-Konkurrenten Eislöwen Dresden holten sich die Garmischer Selbstvertrauen zurück.
Bisher:
28.09.2014: Kaufbeuren – Riessersee 1:6
28.11.2014: Riessersee – Kaufbeuren 3:4
28.12.2014: Riessersee – Kaufbeuren 7:1
Kassel Huskies – EC Bad Nauheim (19.30)
Die Kassel Huskies spüren nach drei Niederlagen in Folge wieder den Atem der Meute im Nacken. Der Mannschaft von Trainer Rico Rossi fehlten jüngst ein paar Prozent in allen Bereichen: Kaltschnäuzigkeit im Angriff, Konzentration in der Defensive und auch ein wenig Glück. Gegen Meister Fischtown Pinguins war Kassel nur 34 Sekunden von einem Sieg entfernt. Aber dann machten die Gäste aus Bremerhaven doch noch den Ausgleich und gewann 3:2 im Penaltyschießen. Drei Punkte Vorsprung haben die Huskies nur noch auf Ravensburg, vier sind es auf die Pinguins. Am Freitag gastiert mit dem EC Bad Nauheim der hessische Rivale, der im Kampf um die Playoffs mit allen Mitteln um jeden Punkt kämpft. Die Roten Teufel kamen nach zwei schmerzhaften Heimniederlagen gegen Bietigheim (2:4) und Bremerhaven (1:3) zu einem 4:2-Pflichtsieg bei den Heilbronner Falken. Allerdings verlor die Mannschaft von Trainer Petri Kujala alle bisherigen drei Hauptrunden-Derbys gegen Kassel.
Bisher:
19.09.2014: Bad Nauheim – Kassel 3:5
14.12.2014: Kassel – Bad Nauheim 6:2
02.01.2015: Bad Nauheim – Kassel Huskies 2:3 OT
Eispiraten Crimmitschau – Bietigheim Steelers (20.00)
Das 5:3 am zweiten Weihnachtsfeiertag hätte für die Eispiraten Schlüsselspiel im Kampf um die Playoffs sein können. Doch die Mannschaft von Trainer Chris leistete sich in der Folge zu viele Aussetzer und brachte sich damit außer Sichtweite. Nach einer Serie von vier Siegen aus den vergangenen fünf Spielen beträgt der Rückstand auf den zehnten Platz zehn Punkte. Die Westsachsen müssen in den verbleibenden acht Begegnungen der Hauptrunde auf Sieg spielen und Fehler der Konkurrenz hoffen, um vielleicht doch noch die Playoffs zu erreichen. Bietigheim schaut sich die Konkurrenz von ganz weit oben an. Die Mannschaft von Trainer Kevin Gaudet liegt 22 Punkte vor dem Zweiten Kassel und gar 47 vor Crimmitschau – und ist natürlich als erstes Team bereits für die Playoffs qualifiziert. Trotzdem lassen die Steelers nicht locker. Trotz eines zweimaligen Zwei-Tore-Rückstands gegen Landshut drehte Bietigheim im Schlussabschnitt das Spiel zu einem 4:3. Von den vergangenen 14 Spielen gewannen die Steelers elf.
Bisher:
28.09.2014: Bietigheim – Crimmitschau 3:0
23.11.2014: Crimmitschau – Bietigheim 1:2
26.12.2014: Bietigheim – Crimmitschau 3:5
Fischtown Pinguins – Dresdner Eislöwen (20.00)
Sieben Siege in Folge und die vergangenen 13 Heimspiele gewonnen: Nicht umsonst steht der Meister wieder auf dem vierten Tabellenplatz und ist auch wieder in Schlagdistanz zum zweiten Rang. Die Mannschaft von Trainer Mike Stewart scheint nach der Zusatzbelastung Continental Cup bereits hier und da in einen Playoff-Modus umzuschalten. Das 3:2 nach Shootout bei den Kassel Huskies war ein Sieg des Willens. Erst 34 Sekunden vor dem Ende der Begegnung rettete Brendan Cook Bremerhaven in die Verlängerung. Für die Dresdner ist das Gastspiel an der See das dritte von fünf Auswärtsspielen in Folge. Aus dem Bayern-Trip am Wochenende ging die Mannschaft von Trainer Thomas Popiesch mit Niederlagen in Rosenheim (1:3) und Riessersee (3:4). Im Kampf um die Playoffs müssen jetzt wieder Siege her, denn der Abstand zum elften Rang beträgt nur noch vier Punkte.
Bisher:
14.09.2014: Dresden – Pinguins 1:6
26.10.2014: Dresden – Pinguins 4:0
21.12.2014: Pinguins – Dresden 6:3
45. Spieltag (Freitag, 06. Februar 2015)
Starbulls Rosenheim – Löwen Frankfurt (19.30 Uhr)
Lausitzer Füchse – Ravensburg Towerstars (19.30)
EV Landshut – Heilbronner Falken (19.30)
ESV Kaufbeuren – SC Riessersee (19.30)
Kassel Huskies – EC Bad Nauheim (19.30)
Eispiraten Crimmitschau – Bietigheim Steelers (20.00)
Fischtown Pinguins – Dresdner Eislöwen (20.00)
46. Spieltag (Sonntag, 08. Februar 2015)
SC Riessersee – Lausitzer Füchse (17.00 Uhr)
EV Landshut – Fischtown Pinguins (17.00)
Bietigheim Steelers – Starbulls Rosenheim (17.00)
Heilbronner Falken – Kassel Huskies (18.30)
Löwen Frankfurt – ESV Kaufbeuren (18.30)
EC Bad Nauheim – Eispiraten Crimmitschau (18.30)
Ravensburg Towerstars – Dresdner Eislöwen (18.30)