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Text: DEL2

Ein verrücktes Sachsenderby wird lange für Gesprächsstoff sorgen

Ein verrücktes Sachsenderby wird lange für Gesprächsstoff sorgen
DEL2

171014 SpielberichtCrimmitschauDresdenDresden erzielt in Crimmitschau innerhalb von 172 Sekunden vier Tore und siegt 7:6 / Bietigheim baut Spitzenposition aus / Landshut gewinnt bayrisches Derby 3:1

Die Eispiraten Crimmitschau und die Dresdner Eislöwen lieferten sich ein unglaubliches Sachsenderby (Foto). Die Gäste siegten durch vier Tore in 172 Sekunden mit 7:6 im Sahnpark und feierten den vierten Sieg in Folge. Dieses Duell bescherte der DEL2 mit 57 Toren in sieben Spielen einen vorläufigen Saisonrekord und stellte das Restprogramm an diesem Freitagabend fast in den Schatten. Vizemeister Bietigheim Steelers kam zu einem 7:3 gegen den ESV Kaufbeuren und baute den Vorsprung an der Tabellenspitze auf sieben Punkte aus. Denn der zweite Starbulls Rosenheim musste ein 2:7 gegen Aufsteiger Kassel Huskies hinnehmen. Auf Rang drei rückte der EC Bad Nauheim mit einem 4:2 gegen die Heilbronner Falken vor. Hinter dem Vierten Kassel steht der EV Landshut, der das bayrische Derby gegen den SC Riessersee 3:1 gewann. Von drei auf sechs fielen die Ravensburg Towerstars durch das 2:5 gegen Aufsteiger Frankfurt. 


EC Bad Nauheim – Heilbronner Falken 4:2 (0:1, 2:1, 2:0)

Mit dem fünften Heimsieg der Saison hat sich der EC Bad Nauheim in der Spitzengruppe festgesetzt. Dabei sah es zunächst lange nach dem vierten  Sieg der Falken in Serie aus. Doch innerhalb von knapp eineinhalb Minuten kurz vor Ende des Mittelabschnitts glichen die Gastgeber den 0:2-Rückstand aus. Überragender Mann an diesem Freitagabend war einmal mehr Vitalij Aab, der die ersten beiden Bad Nauheimer Tore vorbereitete und das 4:2 selbst erzielte.  Während die Falken am Sonntag den EV Landshut empfangen, tritt die Bad Nauheimer Mannschaft von Trainer Petri Kujala in Riessersee an.
Tore: 0:1 Lennart Palausch (11:40), 0:2 Steven Bär (26:58), 1:2 Dusan Frosch (37:44/PP1), 2:2 Drew Paris (39:12/PP1), 3:2 Dan Ringwald (48:02), 4:2 Vitalij Aab (49:21)
Zuschauer: 2.313

EV Landshut – SC Riessersee 3:1 (1:0, 0:0, 2:1)

Mit dem vierten Heimsieg der Saison hat sich der EV Landshut in der dichten Spitzengruppe der DEL2 gehalten. Die Mannschaft von Trainer Andreas Brockmann behielt in einem engen und umkämpften Derby am Ende die Oberhand und steckte auch den Ausfall von Peter Verteidiger Baumgartner, der gegen seinen  alten Club zuschauen musste. Die Gäste aus Garmisch hingegen befinden sich derzeit auf einer Durststrecke. Das auch von Ausfällen betroffene Team von Trainer Toni Krinner kassierte die dritte Niederlage in Folge.  
Tore: 1:0 Cody Thornton (15:21), 2:0 Patrick Jarrett (48:06), 2:1 Morten Lie (57:41/EA), 3:1 Kyle Doyle (59:58/EN)
Zuschauer: 3.118

Bietigheim Steelers – ESV Kaufbeuren 7:3 (2:0, 2:1, 3:2)

Das Spiel der Bietigheim Steelers läuft weiter wie ein Uhrwerk. Auch im sechsten Heimspiel der Saison fuhr die Mannschaft von Trainer Kevin Gaudet die Maximalpunktzahl ein. Es dauerte allerdings seine Zeit, bis sich Kaufbeurens Goalie Max Sigl geschlagen geben musste. Dann aber brach David Wrigley den Bann. Das Unterzahltor von René Schoofs 55 Sekunden vor der ersten Pause und der zweite Treffer von Wrigley nach 23 Sekunden des Mittelabschnitts war dann die Vorentscheidung. Vorerst ziehen die Steelers weiter ihre eigenen Kreis, der Vorsprung auf den Zweiten Rosenheim beträgt nun schon sieben Punkte. Die Gäste konnten die Wende nicht herbeiführen, die durch Verletzungen gebeutelte Mannschaft von Trainer Uli Egen kassierte die siebte Niederlage in Folge.
Tore: 1:0 David Wrigley (13:47), 2:0 René Schoofs (19:05/SH), 3:0 David Wrigley (20:23), 3:1 Florian Thomas (22:51), 4:1 Marcus Sommerfeld (39:21), 5:1 Jason Pinizzotto (42:16), 5:2, Rob Kwiet (42:46), 6:2 Adam Borzecki (46:55), 6:3 Max Schmidle (47:38), 7:3 Jason Pinizzotto (53:49)
Zuschauer: 1.880

Starbulls Rosenheim – Kassel Huskies 2:7 (1:3, 0:2, 1:2)

Rosenheims Trainer Franz Steer wusste, wovon er sprach. Die Kassel Huskies seien ein unangenehmer Gegner mit einem „brutalen Forechecking“. Er sollte zu seinem Verdruss Recht behalten. Nach gut zehn Minuten war für den Tabellenzweiten bereits das Spiel gelaufen und die zweite Heimniederlage der Saison besiegelt. Der Frust über diese Niederlage entlud sich im Mittelabschnitt, als Maximilian Vollmayer wegen eines unkorrekten Körperangriffs eine Spieldauerdisziplinarstrafe erhielt. Die Gäste aus Nordhessen hingegen fuhren nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge den dritten Auswärtssieg ein. John Zeiler und Alexander Heinrich ragten mit je zwei Toren heraus. Für Rosenheim geht es am Sonntag zum zweiten Aufsteiger nach Frankfurt, Kassel empfängt die Eispiraten Crimmitschau.
Tore: 0:1 Michael Christ (4:15/PP1), 0:2 John Zeiler (8:03/SH1), 0:3 Daniel Kunce (10:22), 1:3 Timothy Kunes (14:55), 1:4 Alexander Heinrich (23:34), 1:5 Alexander Heinrich (38:03), 2:5 Stephan Gottwald (42:01), 2:6 John Zeiler (49:57), 2:7 Austin Wycisk (59:50)
Zuschauer: 2.157

Eispiraten Crimmitschau – Dresdner Eislöwen 6:7 (1:1, 2:0, 3:6)

Dieses Sachsenderby wird auf jeden Fall in die Liga-Geschichte eingehen. 13 Tore, neun Tore im Schlussdrittel und ein unfassbares Comeback der Dresdner Eislöwen. Die Mannschaft von Thomas Popiesch lag zweimal entscheidend in Rückstand, 1:3 – und 3:6 bis 3:21 Minuten vor dem Ende des Spiels. Und dann erzielten die Gäste unfassbare vier Tore innerhalb von 172 Sekunden durch Sami Kaartinen, Kris Sparre, Joni Tuominen und Arturs Kruminsch. Die Eispiraten-Fans und auch der Rest der Zuschauer im Sahnpark trauten ihren Augen nicht angesichts dessen, was sich auf dem Eis abspielte. Am Ende stand für die Eislöwen der vierte Sieg in Folge – einer, an den man sich noch lange erinnern wird.
Tore: 1:0 Matthew Mac Kay (12:06), 1:1 Kris Sparre (19:30), 2:1 Mike Card (33:40/PP1), 3:1 Marvin Tepper (39:24), 3:2 Arturs Kruminsch (41:10/PP1), 3:3 Sami Kaartinen (41:27/PP1), 4:3 Matthias Forster (43:34), 5:3 Jakub Langhammer (47:59/PP2), 6:3 Jakub Langhammer (52:28/PP1), 6:4 Sami Kaartinen (56:39), 6:5 Kris Sparre (58:10), 6:6 Joni Tuominen (59:14/PP1), 6:7 Arturs Kruminsch (59:31)
Zuschauer: 3.073

Ravensburg Towerstars – Löwen Frankfurt 2:5 (1:1, 1:0, 0:4)

Nun erwischte es auch die Ravensburg Towerstars. Im sechsten Heimspiel der Saison musste die Mannschaft von Trainer Daniel Naud die erste Heimniederlage hinnehmen. Nach zwei Abschnitten führten die Towerstars noch durch das vierte Saisontor von Radek Krestan, doch dann fielen die Gastgeber im Schlussabschnitt praktisch in sich zusammen. Nick Mazzolini bescherte dem Aufsteiger mit einem Doppelpack den vierten Auswärtssieg der Saison und einen Sprung auf den zehnten Tabellenplatz. Die Towerstars rutschten von Rang drei auf sechs ab.
Tore: 0:1 Richard Mueller (6:41), 1:1 Andreas Farny (19:29), 2:1 Radek Krestan (31:16/PP1), 2:2 Norman Martens (40:25), 2:3 Nick Mazzolini (46:08/PP1), 2:4 Nick Mazzolini (57:21), 2:5 Marcus Weber (58:22/EN)
Zuschauer: 2.448

Der 11. DEL2-Spieltag im Überblick:

15. Oktober 2014:

Lausitzer Füchse – Fischtown Pinguins 5:3 (2:1, 2:1, 1:1)

17. Oktober 2014:

EC Bad Nauheim – Heilbronner Falken 4:2 (0:1, 2:1, 2:0)
EV Landshut – SC Riessersee 3:1 (1:0, 0:0, 2:1)
Bietigheim Steelers – ESV Kaufbeuren 7:3 (2:0, 2:1, 3:2)
Starbulls Rosenheim – Kassel Huskies 2:7 (1:3, 0:2, 1:2)
Eispiraten Crimmitschau – Dresdner Eislöwen 6:7 (1:1, 2:0, 3:6)
Ravensburg Towerstars – Löwen Frankfurt 2:5 (1:1, 1:0, 0:4)

Der 12. DEL2-Spieltag (19. Oktober 2014) im Überblick:

Lausitzer Füchse – Bietigheim Steelers (17.00 Uhr)
Heilbronner Falken – EV Landshut (18.30)
Löwen Frankfurt – Starbulls Rosenheim (18.30)
SC Riessersee – EC Bad Nauheim (18.30)
Kassel Huskies – Eispiraten Crimmitschau (18.30)
Dresdner Eislöwen – Ravensburg Towerstars (18.30)
ESV Kaufbeuren – Fischtown Pinguins (28. Oktober 2014/19.30)

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