Eishockey in Kaufbeuren hat eine Zukunft
Notwendiges 60:40-Votum der Bürger für ein neues Stadion / Daniel Oppolzer bleibt auch kommende Saison / Spannende Positionskämpfe im letzten Saisonviertel
Als die Mehrheit der Bürger Kaufbeurens pro Eishockey gestimmt hatte, jubelten die Fans im alten Stadion am Berliner Platz (Foto). „Die Erleichterung war selbstverständlich riesengroß“, sagte ESVK-Vorstandsmitglied Thomas Schmidt nach der Bürgerbefragung zu einem Stadionneubau. Schließlich hing davon laut Schmidt schlicht die Zukunft des Eishockey-Standorts Kaufbeuren ab. Die überraschend hohe Wahlbeteiligung von über 40 Prozent zeigte schon, wie wichtig das Thema ESVK im Allgäu ist. Und 60 Prozent der Urnengänger stimmten für den Bau einer neuen Arena.
Thomas Schmidt sagte, dass es ohne eine neue Arena weder Profi-Eishockey noch die gerühmte Nachwuchsarbeit gegeben hätte. Das neue Stadion soll nun zur Saison 2017/2018 fertiggestellt sein. Es wird ebenfalls am Berliner Platz stehen und eine Kapazität von etwa 3.500 Zuschauern haben. Dann hat die derzeitige altehrwürdige Arena ausgedient, die Sondergenehmigung für das marode Stadion läuft noch bis 2017.
Es herrscht beim ESVK Aufbruchsstimmung. Die kann man auch gebrauchen, schließlich geht es in den Playdowns um den Klassenerhalt. Vorstand Schmidt ist sehr optimistisch. Den Verpflichtungen von Jordan Knackstedt und Daniel Oppolzer, der auch in der kommenden Saison in Kaufbeuren spielen wird, werden weitere folgen. Am Ende der Woche soll der Personalstand wieder normal sein. Beim 3:7 gegen die Kassel Huskies am Sonntag ging der Mannschaft von Trainer Kari Rauhanen angesichts der noch angespannten Lage erneut die Luft aus. „Im letzten Saisonviertel geht es dann darum, die richtigen Reihen zu finden und sich vernünftig einzuspielen. Ich bin optimistisch, dass wir dann mit dem Abstieg nichts zu tun haben sollten“, sagte Schmidt.
Wie in Kaufbeuren wird es sportlich für den Vorletzten Heilbronner Falken mit allergrößter Wahrscheinlichkeit nur um den Klassenerhalt gehen. Gedanklich muss man sich bei den Eispiraten Crimmitschau ebenfalls mehr um die Playdowns als um die Playoffs machen. 15 Punkte beträgt der Rückstand der Westsachsen auf den zehnten Rang vor dem Nachholspiel am Mittwoch bei den Fischtown Pinguins. Das 2:5 gegen Ravensburg am Sonntag war die dritte Niederlage in Folge und die zweite nacheinander daheim. „Es hat einfach der Biss gefehlt. Wir spekulieren zu viel und wollen den Zweikampf in der eigenen Zone nicht annehmen. Wir müssen defensiv hart spielen. Wenn man fünf Gegentore zu Hause bekommt, kann man das Spiel nicht gewinnen“, sagte André Schietzold.
Zehn Playoff-Plätze gibt es, nach derzeitigem Stand kämpfen darum elf Mannschaften. Demnach beißen nach Abschluss der Hauptrunde einen die Hunde. Nimmt man den souveränen Spitzenreiter Bietigheim Steelers (92 Punkte) und den ersten Verfolger Kassel (73) heraus, könnten noch neun Mannschaften in den sauren Apfel beißen. Zwischen dem Dritten Löwen Frankfurt und dem Elften EC Bad Nauheim liegen elf Zähler.
Hochspannung ist damit für das letzte Hauptrunden-Viertel garantiert. Schon am bevorstehenden Wochenende geht es mit einigen tollen Duellen zur Sache. Am Freitag kann sich der Meister erneut in Frankfurt für das 1:2 bei den Löwen revanchieren. Im Mittelpunkt steht aber das Spitzenspiel zwischen Kassel und Bietigheim. Schließlich wird das Wochenende durch das vierte Hauptrunden-Duell zwischen den Steelers und den Pinguins gekrönt.
37. Spieltag (Nachholspiel, Mittwoch, 21. Januar 2015)
Fischtown Pinguins – Eispiraten Crimmitschau (20.00 Uhr)
19. Spieltag (Nachholspiel, Freitag, 23. Januar 2015)
Löwen Frankfurt – Fischtown Pinguins (19.30 Uhr)
40. Spieltag (Freitag, 23. Januar 2015)
Starbulls Rosenheim – Heilbronner Falken (19.30 Uhr)
Kassel Huskies – Bietigheim Steelers (19:30)
EC Bad Nauheim – ESV Kaufbeuren (19.30)
Lausitzer Füchse – Dresdner Eislöwen (19:30)
EV Landshut – Eispiraten Crimmitschau (19.30)
Ravensburg Towerstars – SC Riessersee (20.00)
41. Spieltag (Sonntag, 25. Januar 2015)
Dresdner Eislöwen – EC Bad Nauheim (17.00 Uhr)
Bietigheim Steelers – Fischtown Pinguins (17.00)
Eispiraten Crimmitschau – Lausitzer Füchse (17.00)
SC Riessersee – EV Landshut (17.00)
Löwen Frankfurt – Kassel Huskies (18.30)
ESV Kaufbeuren – Starbulls Rosenheim (18.30)
Heilbronner Falken – Ravensburg Towerstars (18.30)