Eislöwen-Coach Popiesch: „Heißer Fight“ am Dienstag
„Do or die“ in den Pre-Playoffs: Riessersee und Dresden sowie Rosenheim und Weißwasser spielen um alles
Schon am Sonntag war die Spannung in den Pre-Playoffs der DEL2 kaum zu überbieten. Sowohl die Lausitzer Füchse als auch die Dresdner Eislöwen hatten bereits den Weg Richtung Playoff-Viertelfinale eingeschlagen – da konterten die Starbulls Rosenheim und der SC Riessersee. Am Dienstag nun fällt im Kathrein-Stadion und in Garmisch endgültig die Entscheidung darüber, wer in den Viertelfinals ab Freitag Hauptrunden-Primus Bietigheim Steelers und Meister Fischtown Pinguins fordern darf.
Starbulls Rosenheim – Lausitzer Füchse (19.30 Uhr, live bei Sprade TV) Serie: 1:1
Zweimal hatten die Lausitzer Füchse in Spiel 2 die Tür zum Playoff-Viertelfinale aufgestoßen, zweimal schlugen die Rosenheimer diese wieder zu. Simon Fischhaber ließ die Starbulls mit seinem Overtime-Tor zum 3:2 in der Lausitz jubeln und erzwang nun das dritte und entscheidende Spiel am Dienstag im heimischen Kathrein-Stadion. Rosenheims Trainer Franz Steer gab sich zurückhaltend. Auf „50:50“ bewertete der 56-Jährige die Ausgangslage. „Die Füchse sind sehr gefährlich bei Kontern. Die schicken bei Scheibenbesitz sofort zwei Leute hoch. Da haben sie im Sturm eine sehr hohe Qualität, die können die Scheibe schon versenken“, erklärte der Coach. Steer hatte am Sonntagabend nach einer intensiven Auseinandersetzung gestanden, dass sein Team auch etwas Glück hatte. Goalie Timo Herden, ausgezeichnet als Rookie des Jahres, hatte sein Team nach der 2:4-Niederlage im Auftaktspiel der Pre-Playoffs nun in Weißwasser im Spiel gehalten und damit die Grundlage für den Sieg in Spiel 2 geschaffen. „Wir haben nicht gut angefangen, da hat der Timo hervorragend gehalten“, ergänzte Rosenheims Trainer. Füchse-Coach Dirk Rohrbach gab sich angesichts der bisher gezeigten Leistungen seines Teams sehr selbstbewusst und optimistisch. "Wir waren in beiden Spielen das bessere Team. Das wird auch am Dienstag so sein. Ich bin davon überzeugt, dass wir gewinnen und ins Viertelfinale kommen", sagte Rohrbach. Personell gibt es zudem bei den Füchsen keinerlei Probleme.
Bisher:
06.03.2015: Rosenheim – Füchse 2:4
08.03.2015: Füchse Rosenheim 2:3 OT
SC Riessersee – Dresdner Eislöwen (20.00 Uhr, live bei Sprade TV) Serie: 1:1
Riessersee und Dresden kämpften in den ersten beiden Duellen um jeden Zentimeter. Am Sonntag ging es in der Energieverbund Arena sehr leidenschaftlich zu – auch über das erlaubte Maß hinaus. Die Gäste nutzten dabei eine große Strafe gegen Stefan Chaput, der Dresden wegen einer Matchstrafe am Dienstag fehlen wird, zur Wende. Riessersees Topscorer Lubor Dibelka erzielte zunächst in Überzahl den Ausgleich und brachte sein Team mit dem 3:2 dann auf die Siegerstraße. Das 5:2 und der Ausgleich in der Pre-Playoff-Serie nach dem 0:2 gegen die Eislöwen am Freitag war verdient. „Im ersten Drittel haben wir viel Druck gemacht und uns viele Chancen erarbeitet. Und dennoch haben wir 0:2 in Rückstand gelegen. Ich habe den Jungs gesagt, sie müssen im zweiten Drittel weiter dranbleiben. Das haben sie getan. Nach dem 2:2 haben wir in unser Spiel zurückgefunden, viel Druck gemacht. Der Sieg ist verdient“, sagt SCR-Trainer Maurizio Mansi. Eislöwen-Trainer Thomas Popiesch bemängelte, dass sein Team die Linie verloren habe. „In den Playoffs heißt es fighten, aber dennoch dürfen wir unseren Gameplan nicht verlassen“, sagte Popiesch. „Wir hätten ein besseres Ergebnis erzielen können, wenn wir selbst besser gespielt hätten. Fakt ist, dass es am Dienstag ein heißer Fight wird.“
Bisher:
06.03.2015: Riessersee – Dresden 0:2
08.03.2015: Dresden – Riessersee 2:5