ESBG: Finale der Superlative - Bietigheim vs. Schwenningen
Bereits fünf Mal kreuzten beide Teams in dieser Saison ihre Schläger. In der Vorbereitungsphase egalisierten die Wild Wings einen 2:0 Rückstand und entführten den Sieg schließlich im Penaltyschießen aus dem Bietigheimer Ellental. Anders endeten die ersten drei Duelle in der Hauptrunde der Saison, die allesamt zu Gunsten des späteren Tabellenführers aus Bietigheim-Bissingen entschieden wurden. Die Steelers gewannen ihr Heimspiel sowohl in der alten Ellentalarena im Oktober (2:1) als auch in der neuen EgeTrans Arena im Januar 2013 (4:2). Im Schwarzwald sicherte sich das Team von Kevin Gaudet mit einem 5:2-Auswärtserfolg im November drei Zähler und musste sich beim letzten Aufeinandertreffen im Februar diesen Jahres erst im Penaltyschießen geschlagen geben.
Auffälligster Akteur in den vier Hauptrundenspielen war der Bietigheimer Chris St. Jacques, der mit sieben Scorerpunkten an mehr als der Hälfte der Steelers-Treffer beteiligt war. Schwenningen hingegen hofft im Finale natürlich auf ihren Topstürmer Dan Hacker, der sich im direkten Duell mit dem Bietigheimer Marcel Rodman nicht nur die Krone des Topscorers sichern konnte, sondern auch von den Experten zum Spieler der Saison gewählt wurde.
Alte Bekannte gibt es auf beiden Seiten. Für die Wild Wings laufen mit Marc Wittfoth, Philipp Schlager, Pierre-Luc Sleigher und Sinisa Martinovic gleich vier ehemalige Steelers-Spieler im Finale auf. Auf Seiten der Steelers standen Robin Just und Mathias Lange bereits in den Diensten der Wild Wings.
Besonders interessant ist der Blick zwischen die Pfosten beider Teams, denn bereits drei Torhüter konnten in der Vergangenheit den Meisterpokal der zweiten Eishockey Bundesliga gewinnen. Mathias Lange schaffte dies mit den Ravensburg Tower Stars (2011), Joey Vollmer mit dem EHC München (2010) und Sinisa Martinovic mit den Bietigheim Steelers (2009).
Für die Bietigheim Steelers wäre ein Sieg im Finale nicht nur der zweite Titelgewinn nach 2009 sondern auch erstmals in der Geschichte der zweiten Eishockey Bundesliga der Gewinn des „Doubles" aus dem DEB Pokal und der Meisterschaft. Die Bietigheimer setzten sich im Viertelfinale mit 4:1 gegen die Lausitzer Füchse durch und eliminierten die Starbulls aus Rosenheim am vergangenen Dienstag im siebten Spiel des Play-Off Halbfinals. Schwenningen hingegen steuerte deutlich souveräner auf die Finalserie zu. Sowohl im Viertelfinale gegen Heilbronn als auch im Halbfinale gegen die Ravensburg Towerstars benötigten die Schwarzwälder nur fünf Spiele für den Einzug in die nächste Runde.
Die beiden Topteams der Liga, die besten Scorer in dieser Hauptrunde, zwei wundervolle Arenen. Das Finale der zweiten Eishockey Bundesliga ist angerichtet und startet morgen Abend in Bietigheim-Bissingen.
Oliver Mayer
ESBG-Pressesprecher