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Fern-Duell um die Spitze: Rosenheim zum Angstgegner – Derby-Time in Landshut

Fern-Duell um die Spitze: Rosenheim zum Angstgegner – Derby-Time in Landshut
DEL2
Pinguins mit Geheimplan ins Allgäu / Heilbronn und Bad Nauheim greifen nach Playoff-Strohhalm / Wann stoppt Crimmitschau den Negativ-Trend?

Keine Zeit zum Luftholen: Bereits 48 Stunden nach einem nervenaufreibenden Sonntag muss die DEL2 wieder ran. Im Fokus: Das Fernduell der beiden bayerischen Top-Clubs aus Landshut und Rosenheim um die Spitze. Während die Niederbayern diesmal Heimrecht in einem weiteren Bayern-Derby gegen Riessersee genießen, zieht es die Starbulls in die Fremde zu den heimstarken Eislöwen aus Dresden. Mit einem „Geheimplan“ wollen die Fischtown Pinguins ihren gerade eroberten dritten Rang beim ESV Kaufbeuren verteidigen. Derweil Bad Nauheim gegen Weißwasser und Heilbronn gegen Bietigheim (Foto: Ulrike Freier) noch Playoff-Hoffnungen hegen, will Schlusslicht Crimmitschau gegen die Ravensburg Towerstars endlich raus aus dem Negativ-Strudel.


EVL Landshut - SC Riessersee (19.30 Uhr)

Halbe Sachen gibt’s in diesem Duell nicht! Wenn sich die Nieder- mit den Oberbayern messen, sind klare Verhältnisse die Regel. Jedenfalls war das bis dato in dieser Saison immer der Fall. Und das Gute ist: Es kann immer jeden der beiden treffen! Hatte Landshut Ende November die Garmischer mit 6:2 dominiert, setzte es prompt vor Weihnachten eine 0:5-Klatsche für den EVL unter der Zugspitze. Nimmt man die aktuelle Situation dazu, könnte es wieder eine klare Sache geben – diesmal für Riessersee. Denn beim EVL dürfte der Haussegen nach der 2:7-Klatsche zuletzt im Prestige-Derby bei den Starbulls aus Rosenheim gehörig schief hängen. Dagegen erkämpften sich die Garmischer in Dresden ein beachtliches 3:2. Dagegen spricht allerdings, dass die Niederbayern alles daran setzen werden, zum zweiten Mal innerhalb von 48 Stunden derart vorgeführt zu werden – und, dass man daheim antreten kann: Noch nie gab es in dieser Saison in diesem Derby für das Auswärtsteam etwas zu holen! Riessersee-Coach Toni Krinner wird wieder auf vier Reihen setzen. „Wir haben nicht ohne Grund einen großen Kader. Gerade jetzt ist die Zeit, in der auch Kraft und Kondition Spiele entscheiden. Wer den größeren Willen hat, wird in Landshut gewinnen,“ so Krinner.

Die bisherigen Ergebnisse:
22.09.: Riessersee – Landshut 3:0
24.11.: Landshut – Riessersee 6:2
20.12.: Riessersee – Landshut 5:0

EC Bad Nauheim - Lausitzer Füchse (19.30)

Sechs-Punkte-Duell in Mittelhessen: Zwei Tage nach dem 5:2 gegen Kaufbeuren gastieren die Füchse zu einer Art Playoff-Showdown im Colonel-Knight-Stadion. Noch liegt der Tabellen-Neunte aus der Wetterau sieben Zähler hinter den achtplatzierten Ost-Sachsen. Ein Sieg würde die Aussichten der Roten Teufel auf die Playoffs enorm verbessern. Möglicherweise das letzte Mal an der Bande steht beim EC Interimscoach Daniel Heinrizi, nachdem diese Woche noch ein neuer Coach als Nachfolger von Frank Carnevale präsentiert werden soll. Die Füchse gehen mit der gleichen Formation in die Partie wie zuletzt gegen Bietigheim, als man unglücklich im Penaltyschießen verlor. So verbleibt Dustin Strahlmeier im Tor. Sein Abschiedsspiel für die Füchse wird Casey Pierro-Zabotel geben. Verletzt sind Markus Lehnigk (Hüfte), Pavel Brendl (Hand) und Robert Bartlick (Bein). Auch Ober-Fuchs Dirk Rohrbach weiß um die Bedeutung der Partie: „Zwar wird noch nichts entschieden. Aber eine Richtung ist erkennbar. Deshalb müssen wir gewinnen.“

Die bisherigen Ergebnisse:
04.10.: Füchse – Bad Nauheim 3:1
31.10.: Bad Nauheim – Füchse 3:2
08.12.: Füchse – Bad Nauheim 0:2

ESV Kaufbeuren - Fischtown Pinguins (19.30)

Keine Angst vor großen Tieren: Beim zweiten Heimspiel im neuen Jahr wollen die Joker gegen den neuen Liga-Dritten Bremerhaven ihren zweiten Heimsieg einfahren. Dass die Mannschaft von Coach Didi Hegen dazu in der Lage ist, hat sie beim ersten Gastspiel der Norddeutschen in der Sparkassen Arena beim hart umkämpften 4:3 unter Beweis gestellt. Da sich beim Auswärtsspiel in Bad Nauheim beim Aufwärmen Torhüter Max Sigl verletzte und aktuell noch nicht klar ist, ob ein Einsatz morgen möglich ist, wird vermutlich wieder Johannes Wiedemann das ESVK Gehäuse hüten. Auch noch nicht geklärt ist, ob der an Grippe erkrankte Alexander Winkler wieder in den Kader zurückkehrt.
Die Pinguins ihrerseits müssen ohne Dejdar, Kosick, Beck und McPherson im Allgäu ran. Trainer Mike Stewart: „Da muss ich mir was einfallen lassen, ich glaube ich habe schon eine gute Idee.“ Genaueres ist dem Austro-Kanadier jedoch nicht zu entlocken. Sicher ist aber, dass die Partie in Kaufbeuren alles andere als ein Spaziergang werden wird. Stewart: „In der Sparkassen-Arena müssen wir voll konzentriert zu Werke gehen, ansonsten werden wir eine Überraschung erleben und ehrlich – ich hasse Überraschungen!“

Die bisherigen Ergebnisse:
13.09.: Pinguins – Kaufbeuren 5:3
17.11.: Kaufbeuren – Pinguins 4:3
13.12.: Pinguins – Kaufbeuren 8:2

Eispiraten Crimmitschau - Ravensburg Towerstars (20.00)

Eines ist sicher, wenn sich die Eispiraten mit den Towerstars messen: Viele Tore sorgen zusätzlich für Stimmung! Fast immer fallen mindestens zehn Tore. Ausnahme war die letzte Partie, als Ravensburg die Towerstars mit 6:3 bezwang und „nur“ neun Treffer von den Fans bejubelt werden konnten. In jedem Fall aber gehen die Towerstars als klarer Favorit in die Partie. Die Playoffs scheint den Oberschwaben niemand mehr nehmen zu können, so dass sie unbeschwert aufspielen können. Und so verspricht die Begegnung vor allem in der Offensive ein spannendes Duell zu werden. Treffen doch die Topscorer der Eispiraten Max Campbell und Harrison Reed auf Ravensburgs Offensiv-Spezialisten Justin Kelly. Zwar kann jeder dieser Akteure eine Begegnung mit einer Einzelaktion entscheiden, doch für die Eispiraten dürfte eine geschlossene Mannschaftsleistung wichtiger sein, um die meist gut sortierte Ravensburger Hintermannschaft auszuhebeln. Im Gegenzug muss sich die Eispiraten-Abwehr auf einen schwierigen Arbeitstag einstellen, um die Sturm-Formationen der Towerstars möglichst weit vom eigenen Tor fernzuhalten -  und so einen Sieg im Bereich des Möglichen zu belassen.

Die bisherigen Ergebnisse:
29.09.: Towerstars – Eispiraten 8:2
20.10.: Eispiraten – Towerstars 10:4
29.11.: Towerstars – Eispiraten 6:3

Dresdner Eislöwen - Starbulls Rosenheim (20.00)

Mit den Teams aus Sachsen scheinen die Oberbayern ihre liebe Müh und Not zu haben. Mussten die Starbulls pünktlich zum Jahreswechsel die Tabellenführung durch eine 1:5-Heimpleite gegen die Lausitzer Füchse abgeben, müssen die Innstädter nun zu einem Gegner, der bis dato alle drei Duelle gegen die Männer von Franz Steer für sich entscheiden konnte. Letzte Gelegenheit also für die Starbulls wenigstens einen Sieg gegen die Sachsen in dieser Saison einzufahren. Dagegen spricht allerdings die ausgesprochene Heimstärke der Schützlinge von Eislöwen-Dompteur Thomas Popiesch. Nur Landshut, Ravensburg und Riessersee sind in dieser Statistik besser. Wollen die Starbulls aber den Druck auf Tabellen-Primus Landshut weiter hoch halten, muss ein Sieg für das stärkste Auswärts-Team der DEL2 in der Sachsen-Metropole her. Das wollen die Sachsen unbedingt verhindern. Das Rezept von Eislöwen-Chef Thomas Popiesch: „Wir müssen hartnäckig und aktiv bleiben. Sicher ist der eine oder andere Spieler nach der intensiven Spielphase müde, aber an dieser Stelle muss jeder Einzelne die Zähne zusammenbeißen.“

Die bisherigen Ergebnisse:
11.10.: Starbulls – Eislöwen 3:6
05.11.: Eislöwen – Starbulls 4:1
06.12.: Starbulls – Eislöwen 2:3

Heilbronner Falken - Bietigheim Steelers (20.00)

Mit dem Selbstvertrauen von sechs gewonnenen Heimspielen in Serie fliegen die Falken in das Derby gegen den Meister aus Bietigheim. Wieder mit dabei ist Frantisek Mrazek, der bereits am Sonntag sein Comeback nach überstandener Handverletzung gegeben hatte. Dafür fällt Verteidiger Pat Baum aus, der nach einem Check vom Freitag an den Folgen einer Gehirnerschütterung leidet. Zwei von drei Derby-Siegen gingen bisher an die Steelers, doch die Falken würden die Statistik gar zu gern ausgleichen. Auch die Steelers konnten am Sonntag ihr Duell für sich entscheiden und bewiesen dabei eine intakte Moral. Beste Voraussetzungen für das möglicherweise letzte Derby der beiden Rivalen in dieser Saison – sofern die Falken nicht doch noch ein Playoff-Ticket lösen können. Aber dafür muss dann wohl ein Sieg gegen die Steelers her.

Die bisherigen Ergebnisse:
04.10.: Falken – Steelers 2:3
02.11.: Steelers – Falken 2:5
26.12.: Steelers –Falken 6:2

Der 36. DEL2-Spieltag im Überblick:

EVL Landshut - SC Riessersee (19.30 Uhr)
EC Bad Nauheim - Lausitzer Füchse (19.30)
ESV Kaufbeuren - Fischtown Pinguins (19.30)
Eispiraten Crimmitschau - Ravensburg Towerstars (20.00)
Dresdner Eislöwen - Starbulls Rosenheim (20.00)
Heilbronner Falken - Bietigheim Steelers (20.00)

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