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Text: DEL2

Fernduelle sorgen für Hochspannung beim Hauptrunden-Finale

Bremerhaven und Kassel um Platz zwei / Dreikampf um das letzte Viertelfinal-Ticket / Dresden oder Bad Nauheim: Einer muss in die Playdowns

Fernduelle sorgen für Hochspannung beim Hauptrunden-Finale
chuc.de

Für das Finale einer außergewöhnlichen Hauptrunde in der DEL2 am Sonntag hätten sich die Krimi-Autoren kaum ein besseres Skript einfallen lassen können.  Jedes der sieben Duelle des 52. und letzten Spieltages kann noch Einfluss auf die Tabellenkonstellation und damit auf das Tableau in den (Pre-)Playoffs und Playdowns haben. In Fernduellen geht es ab 18.30 Uhr um Rang zwei hinter Hauptrunden-Primus Bietigheim Steelers, das letzte direkte Ticket für das Playoff-Viertelfinale und Rang zehn, der noch zur Teilnahme an den Pre-Playoffs berechtigt.  Involviert sind Meister Fischtown Pinguins und Aufsteiger Kassel Huskies, der EV Landshut, die Starbulls Rosenheim und der SC Riessersee sowie die Dresdner Eislöwen und der Tabellenelfte EC Bad Nauheim. Nervenkitzel, großer Sport und prächtige Stimmung sind zu erwarten. Die Fans haben der Liga bereits einen Hauptrunden-Zuschauerrekord beschert – die Marke steht nach 51 Spieltagen und 357 Begegnungen bei 933.574 Besuchern. (Foto: Robin Trettin)


EC Bad Nauheim – Ravensburg Towerstars (18.30 Uhr)

Die Stimmung im Lager des EC Bad Nauheim war nach dem 2:4 in Weißwasser am vergangenen Freitag gedrückt. Die Mannschaft von Trainer Petri Kujala konnte eine 2:0-Führung gegen die Lausitzer Füchse nicht zum Sieg nutzen. Nun haben die Roten Teufel die Qualifikation für die Pre-Playoffs nicht mehr in den eigenen Händen. Der Tabellenelfte hat zwei Punkte Rückstand auf die Dresdner Eislöwen. Bad Nauheim muss das abschließende Heimspiel gegen die Ravensburg Towerstars gewinnen und auf eine Niederlage der Dresdner in Kaufbeuren hoffen. "Die Jungs wollen gegen die Towerstars einen Sieg abliefern, um sich die Minimalchance zu bewahren. Alles andere liegt dann nach dem 2:4 in Weißwasser leider nicht mehr in unserer Hand", sagte Bad Nauheims Geschäftsführer Andreas Ortwein. Alles klar ist bei den Towerstars, die sich mit einem 9:2 gegen Crimmitschau am Freitag den fünften Rang sicherten. Gegner im Viertelfinale werden wohl die Löwen Frankfurt sein.

Bisher:

04.10.2014: Bad Nauheim – Ravensburg 6:4
16.11.2014: Ravensburg – Bad Nauheim 6:1
30.12.2014: Ravensburg – Bad Nauheim 4:3

Eispiraten Crimmitschau – Fischtown Pinguins (18.30)

Im letzten Hauptrunden-Heimspiel gegen Meister Fischtown Pinguins wollen die Eispiraten Crimmitschau noch einmal ein Signal nach Heilbronn senden.  In den Playdowns trifft die Mannschaft von Trainer Chris Lee in maximal sieben Spielen auf die Falken und hat dabei Heimrecht. Am Freitag musste Crimmitschau ohne Marvin Tepper, Jakub Körner und  Kevin Neumüller ein 2:9 bei den Ravensburg Towerstars hinnehmen. Torsten Heine vertrat den erkrankten Trainer Lee an der Bande. Mit Bremerhaven gastiert im Sahnpark allerdings ein topmotivierter Gegner. Denn der Meister kann sich mit dem vierten Auswärtssieg in Folge den zweiten Rang  in der Abschlusstabelle sichern, womit die Mannschaft von Trainer Mike Stewart in den Playoffs die beste Ausgangsposition hinter den Bietigheim Steelers hätte.

Bisher:

02.10.2014: Crimmitschau – Pinguins 4:2
14.11.2014: Pinguins – Crimmitschau 6:4
21.01.2015: Pinguins – Crimmitschau 8:5

Löwen Frankfurt – Bietigheim Steelers (18.30)

Am Freitag sicherten die Löwen mit dem 3:2 nach Verlängerung beim SC Riessersee das Heimrecht für das Playoff-Viertelfinale. Damit krönte die Mannschaft von Trainer Tim Kehler eine herausragende Saison. Das Tüpfelchen auf dem I einer ganz besonderen Hauptrunde könnte das Heimspiel gegen das Topteam aus Bietigheim sein. „Bietigheim ist das einzige Team, welches wir noch nicht schlagen konnten. Daher ist das Heimspiel eine großartige Herausforderung zum Abschluss der Runde und die passende Einstimmung auf die Playoffs“, erklärte Kehler. Aufeinandertreffen werden die besten Offensivformationen der Liga. Frankfurt traf 203 Mal, Bietigheim erzielte 221 Tore in den bislang 51 Spielen. Bei einem Sieg gegen Bietigheim wäre für Frankfurt sogar noch der dritte Rang drin, eine Niederlage der Kassel Huskies vorausgesetzt.

Bisher:

24.10.2014: Bietigheim – Frankfurt 3:2 OT
14.12.2014: Bietigheim – Frankfurt 3:2
11.01.2015: Frankfurt – Bietigheim 3:4

Starbulls Rosenheim – Kassel Huskies (18.30)

Nach zwei Niederlagen in Folge rennen die Starbulls Rosenheim plötzlich der Musik hinterher. Die Mannschaft von Trainer Franz Steer rutschte auf den siebten Rang ab und musste den EV Landshut vorbeiziehen lassen. Damit ist das direkte Ticket für das Viertelfinale gefährdet, die Pre-Playoffs drohen. Doch noch ist für die Starbulls alles drin, bei gleicher Punktzahl und Tordifferenz hat der EVL lediglich mehr Tore erzielt. Die bisherigen drei Spiele gegen Aufsteiger Kassel waren allerdings für das Steer-Team bei drei Niederlagen und insgesamt 19 Gegentoren wenig schmeichelhaft. Die Nordhessen erhielten am Freitagabend allerdings ihrerseits einen herben Dämpfer. Durch die 2:5-Heimniederlage gegen Schlusslicht Kaufbeuren rutschten die Huskies auf Rang drei ab.

Bisher:

17.10.2014: Rosenheim – Kassel 2:7
28.11.2014: Kassel – Rosenheim 7:1
19.12.2014: Kassel – Rosenheim 5:2

ESV Kaufbeuren – Dresdner Eislöwen (18.30)

Trotz der acht Niederlagen in den vergangenen neun Spielen können die Eislöwen Dresden im Saisonfinale in Kaufbeuren die Pre-Playoffs ohne Schützenhilfe perfekt machen. "Aus mentaler Sicht ist dieser Fakt sehr wichtig. Wir müssen nicht auf den Gegner schauen, können uns auf unser Spiel konzentrieren", sagte Eislöwen-Trainer Thomas Popiesch, dessen Team am Freitag 1:2 nach  Penaltyschießen gegen Landshut verloren hatte. Der Coach warnte vor Überheblichkeit angesichts der bisherigen Ergebnisse in dieser Saison gegen Kaufbeuren. Nach einer 2:4-Niederlage zum Auftakt gab es ein 5:0 und 9:0 für Dresden. "Das hat überhaupt nichts zu sagen. Der Verein hat im Saisonverlauf mehrfach Veränderungen am Kader vorgenommen, auch den Trainer gewechselt. Der 5:2-Erfolg von Kaufbeuren in Kassel am Freitag hat gezeigt, dass derzeit eine völlig neue Mannschaft agiert. Was in der Vergangenheit war, zählt am Sonntag nicht mehr", sagte Popiesch. Die Zuversicht im Hinblick auf die Playdowns ist nach dem Überraschungscoup bei den Huskies natürlich gewachsen. Das Trainerteam Juha Nokelainen/Stefan Mayer hat nach den umfangreichen personellen Veränderungen im Januar offenbar die richtige Mischung gefunden. Mit einem Sieg gegen die Eislöwen könnte sich der ESVK den Gegner für die Playdowns quasi selbst erspielen.

Bisher:

12.09.2014: Kaufbeuren – Dresden 4:2
23.11.2014: Dresden – Kaufbeuren 5:0
11.01.2015: Dresden – Kaufbeuren 9:0

EV Landshut – Lausitzer Füchse (18.30)

Ein starkes Finish zahlt sich nicht selten aus. Mit acht Siegen aus den vergangenen elf Spielen geht der EV Landshut in das Hauptrunden-Finale gegen die Lausitzer Füchse. Und die Mannschaft von Trainer Toni Krinner ist nach dem 2:1 nach Penaltyschießen in Dresden erster Anwärter auf das letzte direkte Ticket für das Playoff-Viertelfinale. Doch bei Punktgleichheit und gleicher Tordifferenz ist der Vorteil im Kampf um Platz sechs dank der mehr erzielten Treffer gegenüber Rosenheim nur minimal. Bei den Füchsen ist die Erleichterung nach einem dramatischen Freitagabend sehr groß. Die Pre-Playoffs wurden dank eines 4:2 nach 0:2-Rückstand gegen den EC Bad Nauheim perfekt gemacht. „Es ist eine große Erleichterung, dass wir es geschafft haben. Wir haben nie den Glauben verloren, dass wir es nicht schaffen können. Jetzt wollen wir in Landshut noch mal alles geben, um vielleicht noch Heimrecht in den Pre-Playoffs zu schaffen“, sagte Füchse-Coach Dirk Rohrbach.

Bisher:

04.10.2014: Füchse – Landshut 6:3
14.11.2014: Landshut – Füchse 3:4
30.12.2014: Füchse – Landshut 3:4 OT

Heilbronner Falken – SC Riessersee (18.30)

Der SC Riessersee könnte am Sonntag der lachende Dritte sein. Allerdings ist dazu für die Garmischer reichlich Schützenhilfe nötig. Ein Sieg in Heilbronn innerhalb der regulären Spielzeit vorausgesetzt, würden glatte Niederlagen der Starbulls Rosenheim und des EV Landshut der Mannschaft von Trainer Maurizio Mansi das direkte Ticket für das Playoff-Viertelfinale bescheren. Zunächst einmal geht es allerdings darum, bei den Falken das Heimrecht für die Pre-Playoffs zu sichern. Im Heimspiel gegen Frankfurt am Freitag herrschte allerdings große Personalnot. Mansi standen lediglich 14 Feldspieler zur Verfügung. Umso respektabler war der Punktgewinn gegen den Aufsteiger aus Hessen beim 2:3 nach Verlängerung. Heilbronn hatte beim 2:8 in Bietigheim zwar nicht viel zu melden, lieferte dem Hauptrundenmeister im ersten und letzten Drittel aber eine anständige Partie ab. Gegner der Falken in den Playdowns sind die Eispiraten Crimmitschau.

Bisher:

14.09.2014: Riessersee – Heilbronn 1:2
12.12.2014: Riessersee – Heilbronn 2:0
06.01.2015: Heilbronn – Riessersee 2:0

52. Spieltag (Sonntag, 01. März 2015)

EC Bad Nauheim – Ravensburg Towerstars (18.30 Uhr)
Eispiraten Crimmitschau – Fischtown Pinguins (18.30)
Löwen Frankfurt – Bietigheim Steelers (18.30)
Starbulls Rosenheim – Kassel Huskies (18.30)
ESV Kaufbeuren – Dresdner Eislöwen (18.30)
EV Landshut – Lausitzer Füchse (18.30)
Heilbronner Falken – SC Riessersee (18.30)

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