Fischtown Pinguins nächstes Jahr international
Als Alfred Prey nach kurzer Nacht gegen 09.00 Uhr morgens seine Mails inspizierte, fand der Team-Manager der Fischtown Pinguins die nächste frohe Botschaft vor. DEB-Generalsekretär Franz Reindl hatte sich via Mail gemeldet, um die Meldeunterlagen des frischgebackenen DEL2-Meisters für den kommenden Continental-Cup anzufordern.
„Wir haben einen Riesenschritt nach vorn gemacht. Das ist eine Riesenehre für uns, dass wir nächstes Jahr international ran dürfen“, freute sich Prey, der noch ganz unter dem Eindruck eines sehr emotionalen Abends in der Eis-Arena von Bremerhaven stand.
Foto: HAD
Ein Abend, der den Fischtownern nicht nur ein 3:2 im fünften Spiel der Finalserie „Best of seven“ gegen den bis dahin amtierenden Titelträger Bietigheim Steelers bescherte, sondern das 4:1 in der Serie und damit den ersten DEL2-Titel nach zwölf Jahren.
Als Pinguins-Käpt´n Marian Dejdar in der 71. Minute den erlösenden Treffer setzte, brachen in der Arena am Wilhelm-Kaisen-Platz alle Dämme. Geschäftsführer Hauke Hasselbring: „Es war einfach nur grandios. Die Stimmung ist unbeschreiblich.“ Hasselbrings Vorgänger Hans-Werner Busch hielt es schon während der Partie nicht auf seinem Sitz. Mehrfach wurde Busch gesichtet, als er mitten in einem packenden Duell die Arena verließ, um sich wieder „runter zu fahren“.
Am Ende lagen sich Hasselbring, Busch und Team-Manager Prey in den Armen und strahlten mit Fans und Akteuren um die Wette. Während das Team, so Prey, „bestimmt heute noch richtig einen drauf macht“, brach für das Führungs-Duo der Fischtowner nur Stunden später der ganz normale Alltag wieder an.
Hauke Hasselbring: „Wir treffen uns jetzt mit den Verantwortlichen der Stadt, um unsere Meisterfeier fürs Wochenende zu planen.“ Ein Auto-Korso soll mitten durch Bremerhaven organisiert werden. „Wir rechnen da mit 10.000 Fans“, sagt Prey.
Erst danach geht’s für die Profis in die wohlverdiente Sommerfrische, die allerdings bereits Mitte Juni wieder vorbei ist. Dann nämlich steigen die Fischtown-Profis wieder ins Athletik-Training ein, ehe es Ende Juli wieder aufs Eis geht.