Frankfurt bleibt Dritter – Kassel stolpert
Löwen gewinnen 4:1 gegen Rosenheim – Huskies 1:2 gegen Dresden / Riessersee ohne Trainer 0:2 gegen Bietigheim / Pinguins gewinnen wieder auswärts
Kein Trainer, keine Punkte: Der SC Riessersee musste wenige Tage nach dem Rücktritt von Coach Toni Krinner ein 0:2 gegen Spitzenreiter Bietigheim Steelers hinnehmen und damit die vierte Niederlage in Folge. Der Vizemeister hingegen vergrößerte den Vorsprung an der Tabellenspitze wieder auf 19 Punkte, weil die Kassel Huskies unerwartet 1:2 gegen die Eislöwen Dresden verloren. Die Löwen Frankfurt gewannen 4:1 gegen die Starbulls Rosenheim und rückten auf sechs Punkte an Kassel heraus. Auf Tuchfühlung mit den Frankfurtern sind die punktgleichen Ravensburg Towerstars nach dem 5:4 gegen die Lausitzer Füchse (Foto: Kim Enderle). Bereits auf dem fünften Rang liegt nun schon DEL2-Meister Fischtown Pinguins, der mit dem 4:2 beim EV Landshut endlich den Auswärtsbann brach. Auf Playoff-Kurs bleibt auch der EC Bad Nauheim nach dem 3:1 gegen die Eispiraten Crimmitschau. Nichts mit den Playoffs zu tun haben die Heilbronner Falken und der ESV Kaufbeuren. Der Vorletzte feierte ein 8:2 gegen Schlusslicht ESVK, der dem Bürgerentscheid für eines neues Stadion entgegenfiebert.
Löwen Frankfurt – Starbulls Rosenheim 4:1 (0:0, 1:0, 3:1)
Drei Unterzahltore in einem Spiel sind kurios. Die Löwen Frankfurt erzielten eines mehr als Rosenheim und ebneten dadurch den dritten Sieg gegen die Starbulls im dritten Saisonspiel. Die Mannschaft von Trainer Tim Kehler hatte zuvor die Heimspiele gegen Crimmitschau (5:6) und Bietigheim (3:4) verloren. Die Löwen mussten weiter auf David Elsner (Sperre) sowie Torhüter Bryan Hogan, Verteidiger Thomas Ziolkowski und Stürmer Kyle Ostrow (alle verletzt) verzichten. Dafür hatte Neuzugang David Hajek ein erfolgreiches Debüt. Rosenheim hatte erneut keine Lösung gegen Frankfurt parat. Für die Mannschaft war es nach einer tollen Serie von fünf Siegen in Folge nun schon die zweite Niederlage nacheinander. Das Erreichen der Playoffs bleibt für die Starbulls wahrscheinlich bis zum Hauptrunden-Ende harte Arbeit.
Tore: 1:0 Richard Mueller (37:40/SH1), 2:0 Norman Martens (41:17/SH1), 2:1 Tyler McNeely (48:27/SH1), 3:1 Clarke Breitkreuz (50:34), 4:1 Nick Mazzolini (59:29)
Zuschauer: 4.058
EV Landshut – Fischtown Pinguins 2:4 (0:0, 2:2, 0:2)
Fünf Tage nach dem grandiosen zweiten Platz beim Super Final im Continental Cup platzte bei den Fischtown Pinguins auswärts endlich der Knoten. In einem spannenden Duell feierte die ersatzgeschwächte Mannschaft von Trainer Mike Stewart den ersten Erfolg nach zuvor sechs Auswärtsniederlagen in Folge. Die Leistung des DEL2-Meisters war bemerkenswert, weil mehrere Leistungsträger wie Verteidiger Ryan Martinelli verletzt waren. Der kurzfristig verpflichtete Gabe Guentzel durfte gleich in seinem ersten Spiel jubeln. Damit zogen die Pinguins an Landshut vorbei. Die Gastgeber hatten zuvor sechs von acht Spielen gewonnen. Den psychologischen Vorteil durch das Unterzahl-Tor von Bill Trew zum 2:1 konnten die Landshuter, bei denen Elia Ostwald und Cody Thornton wieder spielten, nicht nutzen. Pawel Dronia schlug für die Seestädter eiskalt zurück.
Tore: 1:0 Eddy Rinke-Leithans (29:16), 1:1 Brendan Cook (31:32), 2:1 Bill Trew (35:12/SH1), 2:2 Pawel Dronia (36:15/PP1), 2:3 Pawel Dronia (46:11/PP1), 2:4 Marian Dejdar (59:31/EN)
Zuschauer: 2.908
EC Bad Nauheim – Eispiraten Crimmitschau 3:1 (1:0, 1:0, 1:1)
Der EC Bad Nauheim bleibt konsequent an den Playoff-Plätzen dran. Die Mannschaft von Trainer Petri Kujala feierte den dritten Sieg in Folge. Wichtige Faktoren in einem Duell zweier Mannschaften, die jeden Punkt dringend benötigen, waren für die Gastgeber Goalie Jan Guryca und die Defensive. Die Eispiraten mussten in dem Bemühen, mit einer Serie vielleicht doch noch an die Playoff-Zone heranzukommen, einen erneuten Rückschlag hinnehmen. Die Mannschaft von Trainer Chris Lee verlor drei der letzten vier Spiele.
Tore: 1:0 Tim May (10:03), 2:0 Max Campbell (33:15/PP1), 2:1 Jamie MacQueen (52:40), 3:1 Dusan Frosch (55:17)
Zuschauer: 2.508
Kassel Huskies – Dresdner Eislöwen 1:2 (1:0, 0:1, 0:1)
Topscorer Kris Sparre verloren, Verletzungen und Sperren: Trotzdem feierten die Eislöwen einen bemerkenswerten Erfolg beim Tabellenzweiten Kassel Huskies. Die Mannschaft von Trainer Thomas Popiesch nimmt die Herausforderungen an und feierte den zweiten Sieg in Folge. Jüngster Dresdner Ausfall war Bruce Becker, für den die Saison nach einem Kreuzbandriss beendet ist. Und zudem fehlte in Kassel der gesperrte Jonas Schlenker. Für den Tabellenzweiten Kassel war es ein Dämpfer nach zuvor drei Siegen in Serie. Dennoch liegt die Mannschaft von Trainer Rico Rossi immer noch sechs Punkte vor den Verfolgern aus Frankfurt und Ravensburg.
Tore: 1:0 Mike Collins (5:15/PP1), 1:1 Hugo Boisvert (30:25/PP1), 1:2 Steven Rupprich (55:31)
Zuschauer: 3.264
Ravensburg Towerstars – Lausitzer Füchse 5:4 (1:0, 3:2, 1:2)
Die Towerstars funktionieren in der Eissporthalle Ravensburg wie ein Uhrwerk. Gleichwohl ließ das Team von Trainer Daniel Naud nach einer scheinbar sicheren 3:0-Führung die Zügel schleifen. Das wäre fast noch bestraft worden. Doch die Towerstars brachten den dritten Sieg nacheinander und den 17. im 20. Heimspiel noch ins Ziel. Damit bleibt Ravensburg als Vierter punktgleich mit den drittplatzierten Löwen Frankfurt. Die Lausitzer Füchse erlitten die fünfte Niederlage in den vergangenen sechs Spielen, obwohl sich vor dem Spiel die Personalsituation etwas entspannt hatte. Goalie Jonathan Boutin und Dennis Swinnen waren wieder dabei. Der lange verletzte Lukas Pozivil konnte sich sogar in die Scorerliste eintragen.
Tore: 1:0 Austin Smith (14:24), 2:0 Alex Leavitt (24:11), 3:0 Maury Edwards (25:09), 3:1 Scott King (30:24), 3:2 Danny Albrecht (34:17/PP1), 4:2 Austin Smith (35:46), 4:3 Markus Lehnigk (40:49), 5:3 Patrick Baum (43:48), 5:4 Scott King (44:26)
Zuschauer: 2.655
SC Riessersee – Bietigheim Steelers 0:2 (0:1, 0:0, 0:1)
Kühl bis ans Herz spulte der Tabellenführer sein Programm ab, feierte den 29. Saisonsieg und baute den Vorsprung an der Spitze mit dem sechsten Erfolg in den vergangenen sieben Spielen wieder auf 19 Punkte aus. Trotz der großen personellen Probleme während des Marathons rund um Weihnachten und Neujahr behielt die Mannschaft von Trainer Kevin Gaudet ihr Polster. Davor kann man nur den Hut ziehen. Die Leistung der Garmischer war angesichts der Turbulenzen durch den Rücktritt von Trainer Toni Krinner gar nicht so übel. An der Bande stand Geschäftsführer Paul Karl, der über eine notwendige A-Lizenz verfügt. Der SC Riessersee musste die vierte Niederlage in Folge hinnehmen.
Tore: 0:1 Robin Just (16:48), 0:2 René Schoofs (51:09)
Zuschauer: 1.779
Heilbronner Falken – ESV Kaufbeuren 8:2 (1:1, 2:1, 5:0)
Der Aufwärtstrend bei den Heilbronner Falken spiegelte sich am Freitag auch im Ergebnis wieder. Die Mannschaft von Trainer Gerd Wittmann deutete in den vergangenen Spielen schon an, dass sie für die sehr wahrscheinlichen Playdowns gerüstet sein wird. Nur eine knappe halbe Stunde war es ein ausgeglichenes Spiel zwischen dem Vorletzten und dem Letzten. Bei ESVK schaut derzeit alles auf die Bürgerbefragung am Sonntag für ein neues Stadion. Sportlich betrieben die Joker dafür anfänglich Werbung. Doch die Lage ist personell derart grotesk, dass man nicht einmal in die Nähe eines Erfolgserlebnisses kommen kann. Gerade 13 Feldspieler inklusive Neuzugang Jordan Knackstedt konnte man aufbieten, dann erhielt Mathias Müller wegen eines Checks gegen die Bande auch noch eine Spieldauerdisziplinarstrafe. Damit war die zwölfte Niederlage in Folge vorgezeichnet.
Tore: 1:0 Marcel Kurth (0:09), 1:1 Michael Kreitl (7:01/SH1), 1:2 Michael Kreitl (23:35), 2:2 Sergej Janzen (26:03), 3:2 Grant Toulmin (33:36/PP1), 4:2 Kevin Maginot (42:26), 5:2 Lennart Palausch (47:23), 6:2 Grant Toulmin (51:13), 7:2 Dustin Cameron (57:36), 8:2 Sergej Janzen (59:30)
Zuschauer: 1.347
38. Spieltag (Freitag, 16. Januar 2015)
Löwen Frankfurt – Starbulls Rosenheim 4:1 (0:0, 1:0, 3:1)
EV Landshut – Fischtown Pinguins 2:4 (0:0, 2:2, 0:2)
EC Bad Nauheim – Eispiraten Crimmitschau 3:1 (1:0, 1:0, 1:1)
Kassel Huskies – Dresdner Eislöwen 1:2 (1:0, 0:1, 0:1)
Ravensburg Towerstars – Lausitzer Füchse 5:4 (1:0, 3:2, 1:2)
SC Riessersee – Bietigheim Steelers 0:2 (0:1, 0:0, 0:1)
Heilbronner Falken – ESV Kaufbeuren 8:2 (1:1, 2:1, 5:0)
39. Spieltag (Sonntag, 18. Januar 2015)
Dresdner Eislöwen – EV Landshut (16.00 Uhr)
Eispiraten Crimmitschau – Ravensburg Towerstars (17.00)
Bietigheim Steelers – EC Bad Nauheim (17.00)
Lausitzer Füchse – SC Riessersee (17.00)
Starbulls Rosenheim – Heilbronner Falken (17.00)
ESV Kaufbeuren – Kassel Huskies (18.30)
Löwen Frankfurt – Fischtown Pinguins (18.30)