Füchse und Eispiraten gewinnen wieder
Weißwasser feiert 5:4 im Derby gegen Dresden nach zuvor acht Niederlagen. Crimmitschau trifft gegen Riessersee sechsmal im zweiten Drittel!
Die Lausitzer Füchse und die Eispiraten Crimmitschau können es doch noch. Im ersten Sachsenderby gegen die Dresdner Eislöwen feierten die Füchse am Mittwoch mit dem 5:4 das erste Erfolgserlebnis seit Wochen. Und die Eispiraten gewannen dank eines furiosen zweiten Drittels x:x gegen den SC Riessersee kehrten nach zuvor vier Niederlagen wieder in die Erfolgsspur zurück.
Lausitzer Füchse - Dresdner Eislöwen 5:4 (3:1, 1:2, 1:1)
Die Fans feierten Minuten lang einen langersehnten Sieg, die Spieler genossen die lange nicht dagewesenen Momente. Die Lausitzer Füchse haben nach acht Niederlagen in Folge endlich mal wieder einen Sieg eingefahren. Und was für einen! Das erste Sachsenderby gegen Dresden in dieser Saison, das an Spannung kaum zu überbieten war, sollte den Füchsen Auftrieb geben. „Ich möchte mit diesem Sieg auch ein Zeichen an unsere Fans senden, dass wir noch leben und uns trotz der vielen Niederlagen nicht aufgeben haben. Wir haben mit viel Leidenschaft gespielt und wollten unbedingt den Erfolg. Wir sind als Einheit aufgetreten und haben wieder einen Schritt nach vorn, in die richtige Richtung gemacht“, sagte Trainer Dirk Rohrbach nach der vorgezogenen Partie vom 36. Spieltag. Der hatte einen kompletten Kader zur Verfügung und auch Unterstützung vom Kooperationspartner Krefeld in Person von Mike Mieszkowski erhalten. Der Erfolg war verdient, weil die Offensive auch funktionierte. Der Aufwärtstrend hatte sich in den jüngsten Spielen zuvor gegen Kaufbeuren (2:3) und in Bietigheim (4:7) bereits angedeutet. Schlechte Stimmung herrschte natürlich im Lager der Eislöwen. „Ich bin angefressen und sehr sauer. Ich glaube, es wussten nicht alle Spieler was hier auf sie wartet. Wenn du ein Derby gewinnen willst, musst du hart arbeiten. 30 Minuten lief bei uns nicht viel zusammen. Während sich die Füchse phasenweise in einen Rausch gespielt haben. Im letzten Drittel haben wir dann Druck gemacht. Insgesamt war es aber zu wenig“, sagte Eislöwen-Coach Thomas Popiesch. Der musste zwar auf Goalie Brett Jaeger (Kiefer-OP) verzichten, hatte aber Mike Cullen an Bord. Doch die dritte Niederlage in Folge konnten die Dresdner nicht abwenden.
Tore: 0:1 Harrison Reed (12:57), 1:1 Darren Haydar (15:44), 2:1 Marvin Tepper (16:27), 3:1 Lukas Koziol (18:27), 3:2 Marius Garten (23:02/PP1), 3:3 Mirko Sacher (25:16), 4:3 Marvin Tepper (25:26), 5:3 Dennis Swinnen (44:45), 5:4 Dominik Grafenthin (49:17)
Zuschauer: 2.476
Eispiraten Crimmitschau - SC Riessersee 8:1 (0:0, 6:0, 2:1)
Crimmitschaus Trainer Chris Lee hatte wenig Zeit, bei seinen Spielern nach dem 1:6 in Freiburg wieder die Köpfe freizubekommen. Doch dem Coach gelang es vortrefflich. Wieder mit dabei war Vincent Schlenker nach längerer Verletzungspause. Für Ex-Nationalspieler John Tripp hatte es hingegen noch nicht ganz gereicht. Die Gastgeber gingen unbeeindruckt von der jüngsten Misserfolgsserie von vier Niederlagen die vorgezogene Partie des 45. Spieltages. Schon im ersten erspielten sich die Westsachsen deutliche Vorteile gegen die Garmischer, die durch drei Siege in Folge wieder im Aufwind sind. Den Gästen wurde dann aber in einem Mittelabschnitt, mit dem wohl niemand gerechnet hätte, buchstäblich der Wind aus den Segeln genommen. Sechs Tore in zwölf Minuten in einem Drittel hatte man so im Sahnpark noch nicht erlebt. Fast jeder Schuss der Eispiraten war in dieser Phase ein Treffer. Die Gäste wurden geradezu überrumpelt. Eine derartige Vorstellung – am Sonntag feierte das Team von Trainer Tim Regan noch einen überzeugenden 6:2-Sieg im Derby in Kaufbeuren – hatte man in dieser Saison von den Garmischern noch nicht gesehen. Vor allem für Goalie Ilya Sharipov, der für Jochen Vollmer spielte, war der Abend kein Vergnügen.
Tore: 1:0 Bernhard Keil (25:32), 2:0 Fabio Pfohl (29:04), 3:0 Ty Wishart (30:56), 4:0 Fabio Pfohl (34:42), 5:0 Daniel Bucheli (35:28), 6:0 Daniel Bucheli (37:26), 7:0 Alexander Höller (46:55), 8:0 Alexander Höller (54:11), 8:1 Jesse Schultz (55:27)
Zuschauer: 1.527
36. Spieltag (vorgezogen/18. November 2015)
Lausitzer Füchse - Dresdner Eislöwen 5:4 (3:1, 1:2, 1:1)
45. Spieltag (vorgezogen/18. November 2015)
Eispiraten Crimmitschau - SC Riessersee 8:1 (0:0, 6:0, 2:1)