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Text: DEL2

Furioser Start beschert Bietigheim den Sieg in Spiel 1

4:3 - Hauptrundenmeister trifft dreimal in den ersten elf Minuten gegen die Pinguins / Bremerhaven nimmt zu viele Strafzeiten

Furioser Start beschert Bietigheim den Sieg in Spiel 1
City Press

Neuntes Spiel, neunter Sieg: Hauptrundenmeister Bietigheim Steelers feierte dank eines weiteren furiosen Starts einen 4:3-Erfolg in Spiel 1 der Final-Neuauflage gegen DEL2-Titelträger Fischtown Pinguins. Vizemeister Bietigheim untermauerte am Freitagabend  nach den Sweeps gegen die Dresdner Eislöwen im Viertelfinale und den EV Landshut im Halbfinale damit die Ambitionen auf den zweiten Titelgewinn in den vergangenen drei Jahren. Schon am Sonntag (17.00) geht es an der Nordsee weiter – und Sprade TV überträgt natürlich auch Spiel 2 live!

Bietigheim Steelers – Fischtown Pinguins 4:3 (3:0, 0:2, 1:1) – Serie: 1:0

Die Stimmung vor dem ersten Bully in der fast ausverkauften Ege-Trans-Arena war prächtig. Und die Gastgeber knüpften da an, wo sie in der Halbfinal-Serie gegen den EV Landshut aufgehört hatten. Der Vizemeister ließ dem Meister im ersten Drittel kaum Luft zum Atmen. Ein Angriff nach dem nächsten rollte auf das Tor von Bremerhavens Goalie Jonas Langmann. Der Vertreter von Benjamin Meisner, für den die Saison nach dem Spiel 5 wegen einer Gehirnerschütterung beendet war, musste in den ersten elf Minuten gleich dreimal hinter sich greifen. Die Gastgeber waren läuferisch und spielerisch im ersten Drittel eine Klasse für sich und hätten durchaus mehr als die drei Tore erzielen können.

Die Cracks aus Bremerhaven kamen so gut wie gar nicht in die Zweikämpfe. Die Kombinationen der spielfreudigen Bietigheimer liefen flüssig, das gefürchtete Powerplay funktionierte wie im Schlaf. Mark Heatley und Frederik Cabana nutzten zwei der ersten drei Powerplay-Situationen und sorgten für eine scheinbar beruhigende 3:0-Führung. Aber Gäste-Coach Mike Stewart fand in der ersten Pause offenbar die richtigen Worte. Im Mittelabschnitt zeigten die Gäste den Biss, der sie in den Serien gegen die Starbulls Rosenheim (4:0) und die Löwen Frankfurt (4:2) auszeichnete. Und auch bei den Pinguins sorgten die Special Teams dafür, dass die Zuschauer doch noch ein echtes Play-off-Finalduell zu sehen bekamen. Plötzlich war die Spannung wieder da. Und die Pinguins überstanden zudem eine lange Unterzahl. Bremerhavens Joel Keussen erhielt wegen eines Stockschlags fünf Minuten und eine Spieldauerdisziplinarstrafe.   

Im Schlussabschnitt nahmen die Steelers dann wieder mehr Fahrt auf, scheiterten aber zunächst mit ihren Versuchen an Langmann. Der Bremerhavener Goalie wurde nach der frustrierenden Anfangsphase mit zunehmender Spieldauer immer sicherer. Dennoch bescherte ein Missgeschick des 23-Jährigen dem Hauptrundenmeister das vorentscheidnde Tor. Bei einem weiteren Powerplay verlor Langmann seinen Stock, was Goldhelm David Wrigley zu seinem elften Treffer in den Playoffs nutzte. Bremerhaven blieb aber dran und reagierte durch das Anschlusstor von Tomas Schmidt. Doch die zweite Spieldauerdisziplinarstrafe für die Gäste machte jegliche Hoffnungen auf ein spätes Comeback zunichte. Steve Slaton musste nach einem Kniecheck unter die Dusche.

Insgesamt nahm Bremerhaven zu viele Strafzeiten, was  unter dem Strich auch den Unterschied in Spiel 1 ausmachte. Am Sonntag haben die Pinguins die Chance, in der heimischen Arena am Wilhelm-Kaisen-Platz (17.00 Uhr) gleichzuziehen.

Tore: 1:0 Mark Heatley (2:26/PP1), 2:0 Chris St. Jacques (5:38), 3:0 Frederik Cabana (10:58/PP1), 3:1 Jan Kopecky (21:32/PP1), 3:2 Andrew McPherson (31:27/PP1), 4:2 David Wrigley (48:11/PP1), 4:3 Tomas Schmidt (51:25)
Zuschauer: 4.361

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