Halbzeitbilanz in der DEL2: Die Liga zieht
443.645 Zuschauer an den ersten 26 Spieltagen – Niveau der Rekordsaison 2014/2015 / DEL2-Geschäftsführer Rudorisch: „Bestätigt Attraktivität und Potenzial der Sportart“
Die Hälfte auf dem langen Weg zum Kampf um die Krone in der DEL2 ist bereits bewältigt. Und die Zwischenbilanz zur Halbzeit der Hauptrunde in der laufenden Saison 2015/2016 kann sich sehen lassen. "Im Bereich der Zuschauerzahlen befinden wir uns weiterhin auf einem guten hohen Niveau. Dies bestätigt die Attraktivität der Liga und das Potential was in dieser Sportart steckt", sagte DEL2-Geschäftsführer René Rudorisch nach 13 Wochenenden und 26 Spieltagen.
Die 182 Spiele an den ersten 26 Spieltagen dieser Saison verfolgten 443.645 Zuschauer live in den 14 Arenen. Das entspricht einem guten Durchschnitt von 2.438 Fans pro Partie. Zum Durchschnitt der vergangenen Saison im gleichen Zeitraum fehlen nur 6.835 Besucher. Das kann sich sehen lassen, zumal mit Landshut ein zuschauerträchtiger Standort verloren gegangen ist. Damit bewegt sich die DEL2 vor der nun beginnenden Eishockey-Primetime über die Weihnachtstage und den Jahreswechsel in etwa auf dem Rekordniveau der Vorsaison, als nach 52 Spieltagen und 364 Spielen 951.706 Zuschauer registriert wurden.
Die DEL2 untermauert damit ihre Spitzenposition im Bereich der 2. Ligen in den Mannschaftssportarten unterhalb des Fußballs. Zudem belegt die DEL2 nach einer kürzlich veröffentlichten Zuschauerstatistik der Sportarten den 7. Platz hinter den Fußballligen und den ersten Ligen im Eishockey, Handball und Basketball. Highlights im bisherigen Verlauf der Hauptrunde war das Wochenende mit dem 17. und 18. Spieltag, an dem 40.026 Zuschauer in den 14 Spielen registriert wurden. Bester Spieltag war der 24. mit 22.034 Besuchern (3.148 Zuschauer pro Spiel).
Die derzeit beste Mannschaft der Liga ist auch der bisherige Zuschauerkrösus. Die Fans reißen sich um die Plätze in der Eisarena Bremerhaven, um die Spiele der Fischtown Pinguins zu sehen. Und die durchschnittlich 4.047 Besucher werden selten bis gar nicht enttäuscht von der Mannschaft des neuen Trainers Ben Doucet. Nur gegen die Ravensburg Towerstars (2:5) und just gegen den EC Bad Nauheim (3:5) musste das Kollektiv von der See Heimniederlagen einstecken. Die Reaktion folgte bisher stets auf dem Fuße, als einziges Team verloren die Pinguins bisher nie zwei Spiele nacheinander. Deshalb geht Bremerhaven verdient als Tabellenführer in die zweite Hälfte der Saison.
Auf die dürfen sich alle Fans freuen. Denn das gerade abgelaufene Wochenende zeigte deutlich, dass jede Mannschaft zu schlagen ist. Das bekamen besonders Titelverteidiger Bietigheim Steelers zu spüren. Zu Jahresbeginn hätte nicht ein Fan einen Euro darauf gesetzt, dass die Mannschaft von Trainer Kevin Gaudet die Derbys beim EHC Freiburg (3:7) und den Heilbronner Falken (0:5) verliert! Die großen Außenseiter in dieser Liga haben vor allem in den vergangenen vier Wochen mehrfach bewiesen, dass sie jeder Mannschaft die Stirn bieten können. Freiburg brachte am Sonntag im eishockeyverrückten Breisgau die Pinguins trotz eines 1:5-Rückstandes noch in höchste Not und zog mit 5:6 denkbar knapp den Kürzeren. Die Falken führten in Kassel nach etwas mehr als einem Drittel Spielzeit mit 4:0 – wurden dann aber noch niedergerungen (4:6).
Damit ist man auch bei den „Big Guns“ der Liga hinter Bremerhaven und Bietigheim, den Finalisten der vergangenen beiden Jahre. Die Huskies gehören wie in der Vorsaison zu den beständigsten Teams und liegen nicht ganz unerwartet auf dem vierten Platz, punktgleich mit den Ravensburg Towerstars. Trainer Daniel Naud hatte bei den Neuverpflichtungen wie Mathieu Tousignant das richtige Händchen. Ravensburg ist das offensivstärkste Team und hat vor allem die Auswärtsschwäche überwunden. Damit ist das Naud-Team ein ernsthafter Titelkandidat, der zum Beispiel die bisherigen zwei Spiele gegen Bremerhaven gewann.
Erwähnt werden muss die Entwicklung beim EC Bad Nauheim. Petri Kujala hat eine Mannschaft, die für jeden Gegner höchst unangenehm agiert. Nur einen Durchhänger von vier Spielen hatten die Roten Teufel im Verlauf der ersten Hauptrundenhälfte, zuletzt gab es vier Siege in Folge. Vorläufiger Höhepunkt war am Freitag der 5:3-Erfolg in Bremerhaven, das zum ersten Mal nach zuvor zehn Siegen in Folge verlor. Rang sechs ist der derzeitige Lohn für Bad Nauheim. "Sportlich ist jedes der DEL2- Spiele sehenswert. Die Partien leben von großem Engagement, spannenden Spielverläufen und zum Teil sehr sehenswerten Toren. Dank der Leistungsdichte durften wir bereits schon die eine oder andere Überraschung erleben, was diesen schnellen Sport so einzigartig macht", sagte René Rudorisch.