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Hauptrundenmeisterschaft: Entscheidung vertagt

Meister Bietigheim verliert in der Lausitz, Bremerhaven siegt gegen Dresden. Frankfurt nach 4:1 im Derby gegen Kassel auf Viertelfinal-Kurs

Hauptrundenmeisterschaft: Entscheidung vertagt
SvenPeter/Hansepixx

Die Entscheidung im Kampf um die Hauptrundenmeisterschaft in der DEL2 ist vertagt. Meister Bietigheim Steelers verlor am Sonntag 3:4 nach Verlängerung bei den Lausitzer Füchsen und hat vor den letzten drei Spielen noch sechs Punkte Vorsprung auf die Físchtown Pinguins, die mit einem 5:2 gegen die Dresdner Eislöwen überzeugten. Spannend geht es auch weiter auf den Rängen hinter dem Spitzenduo zu. Die Löwen Frankfurt machten dabei am 49. Spieltag mit einem 4:1 im Derby gegen die Kassel Huskies einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung der direkten Qualifikation für das Playoff-Viertelfinale. Auf diesem Kurs befinden sich auch die Ravensburg Towerstars, die mit dem 4:2 gegen den Tabellenletzten Heilbronner Falken den vierten Rang vor Frankfurt behaupteten. Die Starbulls Rosenheim verbesserten sich mit dem 5:2 beim EHC Freiburg auf Rang sieben und sitzen dem sechsten EC Bad Nauheim damit im Nacken. Die Roten Teufel haben nach dem 4:3 nach Shootout  gegen die zuletzt starken Eispiraten Crimmitschau  noch drei Punkte Vorsprung auf Rosenheim. Der SC Riessersee ist nach dem 3:2 nach Verlängerung gegen den ESV Kaufbeuren nur noch einen kleinen Schritt von der Teilnahme an den Pre-Playoffs entfernt.

Löwen Frankfurt - EC Kassel Huskies 4:1 (3:0, 1:1, 0:0)

Kassel musste ohne den Langzeitverletzten Justin Kirsch und den weiterhin angeschlagenen Jens Meilleur auskommen, für Jean-Michel Daoust rückte Topscorer Jamie MacQueen zurück ins Team. Auch die Löwen traten nicht komplett an, unter anderem konnten die verletzten Stefan Chaput und Mike Card nicht mitwirken. Ein Blitzstart mit zwei Toren in den ersten vier Minuten gab den Gastgebern Sicherheit. Das erste Drittel stand ganz im Zeichen der Mannschaft von Trainer Rich Chernomaz und war auch die Grundlage zum dritten Sieg im vierten und letzten Derby der Hauptrunde. Nach dem dritten Sieg in den vergangenen vier Spielen befinden sich die Löwen auf Viertelfinalkurs. Frankfurt darf in den verbleibenden drei Spielen der Hauptrunde noch zweimal daheim antreten. Die Huskies befinden sich weiter auf Kurs dritter Platz, der Vorsprung auf die Konkurrenz ist aber dünner geworden.

Tore: 1:0 Richard Mueller 2:09/PP1), 2:0 Nico Oprée (4:01), 3:0 Matthew Tomasssoni (19:48/PP1), 4:0 David Brine (31:37/PP1), 4:1 Alexander Heinrich (34:32)
Zuschauer: 6.503

Fischtown Pinguins - Dresdner Eislöwen 5:2 (2:0, 2:0, 1:2)

Nach zwei Niederlagen in Folge wollte Pinguins-Trainer Thomas Popiesch beim Wiedersehen mit seinem alten Club eine Reaktion sehen. Schmerzhaft war insbesondere das 1:3 am Freitag in Crimmitschau trotz einer Führung im Schlussdrittel. Am Sonntag präsentierte sich der Tabellenzweite allerdings als Herr im Haus. Vor allem die ersten beiden Abschnitte dürften dem Trainer gefallen haben, weil sein Team auch die nötige Konsequenz vor dem Tor zeigte. Der Rückstand auf Spitzenreiter Bietigheim schmolz vor den abschließenden drei Spielen  auf sechs Zähler zusammen, die minimale Chance auf die Hauptrundenmeisterschaft bleibt erhalten. Dresden wachte erst im Schlussdrittel auf, da war es allerdings schon zu spät. Trotz der dritten Niederlage in den vergangenen vier Spielen ist die direkte Qualifikation für das Playoff-Viertelfinale noch drin.

Tore: 1:0 Tim Miller (10:24), 2:0 Marian Dejdar (17:07/PP1), 3:0 Pawel Dronia (22:16), 4:0 Cody Lampl (29:40/PP1), 4:1 Teemu Rinkinen (48:23), 4:2 Harrison Reed (58:52), 5:2 Marian Dejdar (59:08/EN)
Zuschauer: 4.422

SC Riessersee - ESV Kaufbeuren 3:2 (2:2, 0:0, 0:0, 1:0) OT

Kaufbeurens neuer Trainer Toni Krinner hatte vor seinen ersten beiden Spielen an diesem Wochenende bereits erklärt, dass er die Playdowns bereits im Hinterkopf habe und er dafür die richtige Mischung finden wolle. Nach dem 1:3 am Freitag gegen die Füchse lieferten die Allgäuer, bei denen Torwart Stefan Vajs und Michael Baindl fehlten, dem SCR einen harten Kampf. Den Unterschied machte an diesem Abend Jesse Schultz, der in der Verlängerung mit seinem dritten Tor die Entscheidung herbeiführte. Die Garmischer sind damit nur noch einen kleinen Schritt von der Qualifikation für die Pre-Playoffs entfernt.

Tore: 1:0 Jesse Schultz (2:17/PP1), 1:1 Daniel Menge (12:49), 2:1 Jesse Schultz (16:44/PP1), 2:2 Lee Baldwin (18:56/PP1), 3:2 Jesse Schultz (61:15)
Zuschauer: 1.983

Lausitzer Füchse - Bietigheim Steelers 4:3 (0:0, 2:2, 1:1, 1:0) OT

Die Lausitzer Füchse wurden für ihren großartigen Kampf belohnt. Die Mannschaft von Trainer Paul Gardner lieferte dem Meister ein intensives Spiel. Zwei Führungen im Mittelbschnitt wurden allerdings von der gewohnt arg dezimierten Mannschaft von Trainer Kevin Gaudet direkt beantwortet. Der Meister hatte dann sogar den Sieg vor Augen, doch Ken Magowan rettete die Lausitzer in die Verlängerung. Dort sorgte Elia Ostwald für den fünften Sieg der Füchse in den vergangenen sieben Spielen. Damit hat das Gardner-Team weiter die kleine Chance auf die Pre-Playoffs. Die Entscheidung im Kampf um die Hauptrundenmeisterschaft zwischen Spitzenreiter Bietigheim und Bremerhaven ist damit vertagt.

Tore:  1:0 Marius Schmidt (28:43), 1:1 Dennis Palka (29:53), 2:1 Florian Lüsch (37:20), 2:2 PJ Fenton (39:44), 2:3 Frederik Cabana (41:13), 3:3 Ken Magowan (59:32/EA), 4:3 Elia Ostwald (63:16)
Zuschauer: 1.957

EC Bad Nauheim - Eispiraten Crimmitschau 4:3 (1:2, 2:1, 0:0, 0:0, 1:0) SO

Crimmitschaus Trainer Chris Lee musste nach dem 3:1 am Freitag gegen die Fischtown Pinguins erneut einen herben personellen Rückschlag hinnehmen. Vincent Schlenker zog sich einen Mittelfußbruch zu und wird voraussichtlich vier Wochen fehlen. Doch auch mit nur drei Reihen lieferten die Westsachsen nach den jüngsten Erfolgen wieder eine starke Leistung ab und gingen im Colonel-Knight-Stadion dreimal in Führung. Doch die Gastgeber ließen nicht locker und wollten nach zuletzt drei Niederlagen in Folge und fünf in den vergangenen sechs Spielen die Wende. Das gelang schließlich im Penaltyschießen. Der Zusatzpunkt war für die Mannschaft von Trainer Petri Kujala wichtig, drei Punkte beträgt der Vorsprung im Kampf um die direkte Qualifikation für das Playoff-Viertelfinale auf den Siebten Rosenheim.

Tore: 0:1 Alexander Höller (8:47/PP1), 1:1 Nick Dineen (9:39), 1:2 Alexander Höller (18:56), 2:2 Henri Laurila (31:38/PP1), 2:3 Dominic Walsh (38:21), 3:3 Joel Keussen (39:23), 4:3 Diego Hofland (SO)
Zuschauer: 2.224

EHC Freiburg - Starbulls Rosenheim 2:5 (1:3, 1:0, 0:2)

Die Starbulls mussten nach dem Spiel gegen Frankfurt eine bittere Pille schlucken. Trainer Franz Steer kann nicht mehr auf Stürmer Simon Fischhaber zurückgreifen, der sich einen Bruch der Kniescheibe zuzog. Dennoch knüpften die Rosenheimer an die zuletzt erfolgreiche Phase an und legten bereits in den ersten zehn Minuten den Grundstein zum vierten Sieg in Folge.  Vor den letzten drei Saisonspielen sind die Starbulls als Tabellensiebter wieder an den ersten sechs Rängen und damit an der direkten Qualifikation für das Playoff-Viertelfinale dran. Die Breisgauer spielen sich dagegen nach der vierten Niederlage gegen Rosenheim für die Playdowns warm. 

Tore: 0:1 Tyler McNeely (2:41/PP1), 0:2 Leopold Tausch (4:23), 0:3 Tyler McNeely (10:28/PS), 1:3 Petr Haluza (11:23/PP1), 2:3 David Vrbata (38:51/PP1), 2:4 Peter Lindlbauer (42:37), 2:5 Stefan Loibl (58:10)
Zuschauer: 2.331

Ravensburg Towerstars - Heilbronner Falken 4:2 (1:1, 1:0, 2:1)

Ravensburgs Trainer Daniel Naud hatte vor dem Wochenende nochmals das Saisonziel definiert. „Auf Platz 4 sind wir jetzt, und wir wollen hart dafür kämpfen, dass wir dort auch am 1. März nach dem letzten Hauptrundenspiel noch stehen“, sagte er. Nach dem 1:5 in Dresden am Freitag hatte seine Mannschaft gegen den Tabellenletzten aus Heilbronn in den ersten beiden Dritteln allerdings Schwierigkeiten. Die wurden dann im Schlussabschnitt beseitigt und damit auch Rang vier verteidigt. Damit ist die direkte Qualifikation für das Playoff-Viertelfinale und auch Heimrecht in der ersten Runde greifbar.

Tore: 1:0 Fabio Carciola (8:59/PP1), 1:1 Daniel Haase (17:38), 2:1 Austin Smith (24:25/PP1), 3:1 Stephan Vogt (44:02), 4:1 Brian Roloff (48:35), 4:2 Adam Brace (54:36/PP1)
Zuschauer: 2.649

Der 49. Spieltag (21. Februar 2016) im Überblick:

Löwen Frankfurt - EC Kassel Huskies 4:1 (3:0, 1:1, 0:0)
Fischtown Pinguins - Dresdner Eislöwen 5:2 (2:0, 2:0, 1:2)
SC Riessersee - ESV Kaufbeuren 3:2 (2:2, 0:0, 0:0, 1:0) OT
Lausitzer Füchse - Bietigheim Steelers 4:3 (0:0, 2:2, 1:1, 1:0) OT
EC Bad Nauheim - Eispiraten Crimmitschau 4:3 (1:2, 2:1, 0:0, 0:0, 1:0) SO
EHC Freiburg - Starbulls Rosenheim 2:5 (1:3, 1:0, 0:2)
Ravensburg Towerstars - Heilbronner Falken 4:2 (1:1, 1:0, 2:1)

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