Heilbronn und Ravensburg bejubelten ein Sechs-Punkte-Wochenende
300. Spiel von Husky Marco Müller / Doppel-Hattrick von Bayreuths Tyler Gron / Kaufbeuren, Crimmitschau und Landshut holten keine Punkte / Dresden gelang erstmals zwei Saisonsiege in Folge
Sechs verschiedene Tabellenführer gab es bereits in der Saison 2019/2020. Seit Freitagabend dürfen sich die Heilbronner Falken dazu zählen und verdrängten die Kassel Huskies von der Spitze, die seit dem Spieltag sieben ganz oben standen. Der Abstand zwischen den beiden Clubs beträgt derweil zwei Zähler, aber die Schlittenhunde haben eine Partie weniger auf dem Konto. Doch wer hätte vor der Spielzeit geglaubt, dass die Falken DEL2-Spitzenreiter sind – sicherlich die Wenigsten. Fanden sich die Unterländer nach dem ersten zwei Spieltagen auf dem letzten Rang wieder ging es ab der vierten Partie stetig nach oben. Auch die Ravensburg Towerstars sicherten sich ein Sechs-Punkte-Wochenende und das zum ersten Mal in der laufenden Saison. Zwar feierte der amtierende Meister bereits zwei Mal zwei Erfolge an einem Wochenende, aber ohne die maximale Punkteausbeute. Die Dresdner Eislöwen konnten ebenfalls am Wochenende jubeln: Erstmals in der Saison gelang es den Sachsen zwei Siege in Folge zu holen – einen Auswärtserfolg in Landshut und einen Overtime-Sieg gegen Frankfurt.
Doch Freud und Leid liegen in der Liga nah beieinander: Kein erfolgreiches Wochenende hatten der EV Landshut, die Eispiraten Crimmitschau und der ESV Kaufbeuren. Alle drei Clubs gingen am Wochenende leer aus. Gerade der ESVK wurde vor der Saison von vielen in den Top-Sechs erwartet, doch die Joker finden sich derzeit auf dem letzten Tabellenrang wieder. Mit Sicherheit für viele unerwartet. Seit dem vierten Spieltag war der Tabellenrang der Kaufbeurer stets zweistellig. In den letzten fünf Spielen gab es fünf Niederlagen. „Wir finden derzeit einen Weg Spiele zu verlieren, dies schmerzt extrem“, so ESVK-Cheftrainer Andreas Brockmann nach der 5:7-Niederlage gegen Bayreuth.
Einen Grund zur Freude hatte hingegen Bayreuths Tyler Gron. Dem Stürmer gelangen zwei Hattricks in Folge. Am Freitag gegen Bad Tölz gingen die Tigers, trotz seiner drei Tore, leer aus, doch am Sonntag konnte der Stürmer seine Mannschaft und sich mit einem Sieg belohnen. Gron zu seinem Doppel-Hattrick: „Es fühlt sich sehr gut an, endlich meinem Team zu helfen. Ich denke nicht, dass ich ohne die Hilfe meiner Teamkollegen sechs Tore in zwei Spielen hätte erzielen können - und sicherlich war auch Glück dabei. Es ist meine Aufgabe in der Offensive einen Beitrag zu leisten und meine Teamkollegen haben es mir an diesem Wochenende sehr leicht gemacht. Es ist ein tolles Gefühl, aber es ist auch wichtig zu erkennen, dass es nur ein Wochenende war und wir eine konstante Leistung benötigen. Wir haben ein gutes Team und ich glaube nicht, dass der derzeitige Tabellenplatz unsere Fähigkeiten widerspiegelt. Wir müssen lernen, wie man als Team gewinnt und wie wir uns beweisen können. Ich freue mich auf den Rest der Saison und hoffe, dass ich meinem Team weiterhin helfen kann, den Puck einzunetzen.“
Ein besonderes Spiel hatte Husky Marco Müller am Wochenende. Im Derby in Frankfurt absolvierte Müller sein 300. Spiel im Trikot der Huskies. Zwar gab es keinen Sieg, doch der wurde dann vor heimischer Kulisse am Sonntag nachgeholt – mitsamt einer Ehrung für den Verteidiger.

Foto: Puckpix by Steph